Wir sind nicht jeden Tag Weltklasse

Ein hohes Niveau sollten wir anstreben, es ist jedoch unmöglich, für uns immer perfekt zu sein (hier, ist die Ausnahme).

Hier geht es nicht um Chirurgen oder Sicherheitsingenieure im Atomkraftwerk. Diese Leute tun gut daran, sich peinlichst genau an ihre perfekten Regeln zu halten und nur im Notfall tätig zu werden.

Hier geht es um diejenigen von uns, die Wandel möglich machen, managen und anführen wollen.

Wir brauchen Ideen und deshalb sind auch unsere schlechten Ideen besser als gar keine. Unsere mittelmäßigen Tage sind besser als die, an denen wir abwesend sind.

Ein Fußballspieler mit 3 Bundesliga-Einsätzen und 3 Toren hat eine Quote von 100 %. Trotzdem ist sein Beitrag längst nicht so wichtig wie der eines Spielers mit 300 Einsätzen und “nur” 50 Toren.

Das “Abliefern” an sich macht uns besser und schafft Mehrwert. Wer nicht liefert, spielt nicht mit.

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An morgen glauben

“Einen Garten zu pflanzen bedeutet an morgen zu glauben.”

Das ist von Audrey Hepburn und es bedeutet investieren.

Wir erschaffen etwas, das größer ist als wir, das uns auch in der Zukunft noch Nutzen bringt oder uns vielleicht sogar überdauert. Wir tun das also nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere.

Bisher gab es immer einen neuen Morgen und wahrscheinlich wird das auch in Zukunft so sein. Deshalb ist zu investieren so wichtig und es ist kurzsichtig, nur an heute zu denken.

Unser persönlicher Garten kann vieles sein: ein Unternehmen, ein Kunstwerk, eine Familie, ein Projekt.

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Nicht um Erlaubnis bitten

Soll ich das tun? Habe ich das gut gemacht? Ist das richtig?

Mit Fragen dieser Art stehlen wir uns aus der Verantwortung. Mit der Erlaubnis einer anderen Person sind wir nicht mehr am Haken. Falls es schief geht, können wir einen Teil der Schuld abgeben.

Wir wollen, dass es leichter wird, doch leider irren wir uns da.

Ohne Verantwortung gibt es keine Freiheit. Ohne Freiheit gibt es keine Kunst.

Bestätigungen und Anweisungen von anderen machen es schwerer.

Es wird schwerer, unsere beste Leistung zu erbringen, schwerer mit Herz bei der Sache zu sein, schwerer, uns vollkommen einzulassen.

Die Meinungen anderer hören und schätzen ist wichtig. Das eigene Handeln davon abhängig machen ist toxisch.

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Ich weiß, dass ich nichts weiß

Eigentlich weiß ich es erst seit Kurzen (wieder). Ich wurde daran erinnert.

Ich dachte, ich verstünde, wie die Dinge laufen und war stolz, dass das so schnell gegangen war.

Doch plötzlich, völlig unerwartet, musste ich erkennen, dass ich falsch lag. Ich hatte mich verschätzt und offenbar deutlich.

Mein erstes Gefühl in diesem Moment war Ungläubigkeit. “Das kann doch nicht stimmen”. Und das ging einher mit der Scham, ertappt worden zu sein.

Was machen wir in solchen Situationen?

Wir erinnern uns an Regel Nr. 6 und daran, dass alles erfunden ist. Die gestrige Sicherheit war erfunden und genauso ist es die heutige Unsicherheit.

Wir sollten uns freuen, etwas gelernt zu haben, lachen und ausrufen: Wie faszinierend!

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Wer schreibt der geht (nach vorne)

Sich Notizen zu machen erzeugt vielleicht nicht den Eindruck großer Innovativität.

„Wer schreibt der bleibt“, war in Büros lange das Motto der älteren Kollegen. Es galt nur das, was schriftlich vorlag, denn man musste sich stets absichern.

Natürlich ist das weniger dogmatisch gelebt, gar keine schlechte Taktik. Trotzdem haben Notizen auch andere, positivere Begründungen.

Wenn wir unsere mühsam erlangten Erkenntnisse niederschreiben, reflektieren wir. Mit der Zeit wird sich einiges wiederholen, nur anders, das heißt, wir betrachten ähnliche Vorfälle aus anderen Perspektiven.

Mit modernen Notiz-Apps können wir Quer-Verlinken und natürlich auch alles schnell finden. Wir sind also immer vorbereitet.

Warum schreibe ich das, ist das nicht klar?

Auch hier liegt es leider nicht am Wissen, sondern am Tun. Konsistent zu dokumentieren kostet Zeit, die wir nicht zu haben glauben. Eine Notiz-App als digitalen Ablage-Schuhkarton zu nutzen ist leicht. Sich an ein systematisches Vorgehen zu halten ist eine tägliche Überwindung.

Oft sind es die unscheinbaren, vielleicht auch langweiligen Angewohnheiten, die am Ende den Unterschied machen. Profis wissen das.

Unsere Projekte, Termine, Gedanken oder unsere Tage zu dokumentieren ist eine solche Angewohnheit. Sie kann viele Formen annehmen: ein 5-Minuten-Journal, ein klassisches Tagebuch, ein Blog (wie dieser) oder sogar ein strategisch ausgeklügeltes GTD-System.

Sie alle lohnen sich.

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Ist das Team wirklich ein Team?

Wir sind kein Team, nur weil wir uns das Büro teilen oder die Kostenstelle.

Um ein Team zu werden, müssen wir zusammenarbeiten – nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Zu oft teilen wir die Arbeit explizit auf. Dadurch entstehen Fürstentümer, in denen man die anderen kaum noch besucht.

Gute Teamarbeit ist divers und inklusiv – D&I mal wieder.

Inklusiv bedeutet, dass wir die anderen an unserer Arbeit teilhaben lassen. Wir sind aufgeschlossen und arbeiten transparent.

Wir ziehen uns nicht zurück, weil wir vorgeben, es würde niemanden interessieren, die anderen hätten keine Zeit und schließlich wäre es ja unsere Verantwortung. Nein, wir zeigen uns und beteiligen die anderen aktiv.

Divers bedeutet, dass wir bewusst andere Ansichten und Herangehensweisen suchen. Wir wollen die Kontroverse, weil wir wissen, dass uns das stärker macht.

Diversität und Inklusion ist deshalb so schwer umzusetzen, weil es unsere Komfortzone ausdehnt. Es liegt uns nicht im Blut, das Diverse einzubeziehen. Und Unterschiede verbinden sich nur schwer. Normalerweise stehen sie für Trennung.

Trotzdem verstärken sich die beiden auch wenn sie einmal zusammen sind. Je inklusiver Teams sind, desto offener sind sie für diverse Positionen. Und je diverser sie sind, desto seltener gibt es Gruppenzwang, was zu gleichberechtigter Einbeziehung aller Meinungen führt.

Ohne D&I sind wir Maschinen, die tun, was ihnen gesagt wird. Mit D&I haben wird die Chance auf konstruktive Teamarbeit.

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Gehört klappern zum Handwerk?

Wie sieht mich mein Chef? Wie fallen wir der Kundin auf? Natürlich, wir machen Marketing.

“Klappern” steht aber für die schlechteste Form davon.

Laut sein und allgegenwärtig. Immer wieder zu sehen sein und zu hören. Das bringt keine Punkte, das nervt. Denn heute ist es überall laut. Der Lärm der niemals endenden Werbebotschaften ist unerträglich geworden. Also tun wir, was wir können, um zu ignorieren und auszufiltern.

Der weiseste Satz, den ich in den letzten 3 Jahren gelesen habe lautet: “You can’t be seen, until you learn to see” Er kommt natürlich von Onkel Seth und passt eigentlich immer. Außerdem gilt er auch entgegengesetzt: You can’t truely see, untill you have the guts to be seen.

Wir können noch so laut “klappern”. Niemand wird uns wahrnehmen, solange wir nicht versuchen, die Probleme und Wünsche der Zielgruppe zu verstehen. Und diese werden uns nicht ehrlich offenbart werden, solange wir nicht selbst ehrlich zeigen, wofür wir stehen.

Gehört werden bedeutet nicht verstanden werden. Erreichen heißt nicht berühren. “Klappern” allein ist Zeitverschwendung.

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Die 7 Gebote des Wandels

  1. Aufmerksam sein! Wir müssen die Möglichkeiten erkennen.
  2. Gebildet sein! Am nötigen Wissen darf es nicht scheitern.
  3. Verbindungen haben! Wir müssen ein Netzwerk schaffen.
  4. Beständig sein! Nur wenn wir am Ball bleiben, erarbeiten wir uns Vertrauen.
  5. Vermögenswerte schaffen! So erschaffen wir etwas, das größer ist als wir selbst.
  6. Produktiv sein! Profis arbeiten effektiv und effizient.
  7. Liefern! Dies muss zur Angewohnheit werden.

Ich habe diese Liste aus Seth Godins “Poke the Box” und das Besondere daran ist, dass die ersten 6 Punkte wertlos sind, wenn wir uns nicht an Nr. 7 halten.

All unser Grübeln, unsere Weiterbildung und unsere harte Arbeit wird nichts verändern, solange wir nicht liefern.

Liefern kann man lernen. Es kann so normal für uns werden wie Zähne putzen. Am besten tun wir es täglich.

Hier ist übrigens ein gutes Hilfsmittel zum liefern: Ship it Journal

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Warum will man Führungskraft sein?

Die Frage wird mir zu wenig gestellt.

Will man es wegen des Geldes, der Macht, dem Status oder doch wegen der Sache?

Neue Führungskräfte werden nach ihrer Erfahrung gefragt, ihrer Widerstandsfähigkeit, Flexibilität, Know-how und auch nach Soft-Skills. Im Grunde wird aber akzeptiert, dass man führen will, um des Führens willen. Besser wäre es zu wollen, weil man an die Sache glaubt und sie voranbringen will.

Starte mit Warum sollte deshalb auch nicht nur für Unternehmer gelten, sondern auch für neue Führungskräfte gelten.

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Tun ist nicht einfach

Er ist einer der der berühmtesten und erfolgreichsten Werbeslogans überhaupt.

“Just do it!“ Tu es einfach!

Und theoretisch mag das sogar einen Sinn ergeben. Praktisch allerdings ist diese Aufforderung äußerst unrealistisch. Es ist nämlich ganz und gar nicht “einfach” etwas Bedeutsames zu tun.

Es ist höllisch schwer (Siehe: Einfach vs. Leicht).

Wer wirklich etwas Erwähnenswertes beitragen möchte, braucht Mut, Fleiß oder Hartnäckigkeit – manchmal sogar alles auf einmal.

Angemessener wären also:

Bravely do it!

Diligently do it!

Oder: Persistently do it!

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Hoch zu Ross

Der Arbeitsmarkt wandelt sich.

Gute Leute (nicht mehr nur die Besten) haben heute die Wahl, wo sie anfangen wollen. Trotzdem verharren konservative Unternehmen bei ihren alten Rollenbildern.

Must-have eines guten Bewerbers: Berühmte Universität, exzellente Noten, lückenloser Lebenslauf.

Doch längst schon stellt sich die Frage, wer sich eigentlich bei wem bewirbt?

Talente wollen umworben und wertgeschätzt werden. Sie wollen Status erfahren, Spannung spüren und Vertrauen entwickeln. Genau wie Kunden.

Diversity & Inclusion ist ein möglicher Hebel.

Warum starten wir nicht mit “Inclusion”. Über soziale Medien könnten Unternehmen mit Studierenden in Kontakt treten. Natürlich meine ich keine glatten PR-Postings.

Echte Führungskräfte könnten in Social-Media-Gruppen von ihren Herausforderungen berichten, Fragen stellen und sich mit Nachwuchsakademikern verbinden. Betriebsleiter und Meister könnten sich mit Berufsschülern verbinden.

So werden junge Menschen einbezogen (Inclusion), bevor sie überhaupt in dem Unternehmen arbeiten. Einbeziehung erhöht den Status, macht neugierig und schafft Vertrauen.

Die Gruppe wäre ein Rekrutierungsfunnel wie aus dem Bilderbuch.

Inclusion treibt Diversity, denn die unorthodoxe Vorgehensweise ist auch offen für die, die anderes sind.

Diversity ist schließlich der Ideenbeschleuniger, den Unternehmen in Zukunft brauchen, um erfolgreich zu sein (Siehe: Wir brauchen alle).

Warum passiert das so selten? Weil unsere Manager noch hoch zu Ross sitzen. Noch haben sie es nicht nötig, sich persönlich um den Nachwuchs zu kümmern. Die Kommunikation überlassen sie der PR-Abteilung.

Anders machen es Ikonen wie Elon Musk, Richard Branson, Jeff Bezos & Co. – sie sind nahbar, authentisch und direkt. Ihre Firmen haben kein Problem mit dem Nachwuchs und das liegt zu großen Teilen an ihren Celebrity-CEO’s.

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Yoda hatte unrecht

Sein berühmtes Filmzitat ist leider falsch.

Er hatte gesagt: “Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.

Das ist Blödsinn, denn ohne Versuch bekommen wir gar nichts hin. Wir brauchen mehr Menschen, die sich trauen, Risiken einzugehen.

Versuchen bedeutet, der Ausgang ist ungewiss. Nur wenige haben es zuvor geschafft – vielleicht noch niemand. Wandel und Fortschritt entstehen nicht aus sicheren Positionen heraus. Es gibt sie nicht ohne Versuch.

Versuchen ist das Gegenteil von Verstecken.

Wer nämlich etwas versucht, der könnte scheitern und es erfordert Mut, sich dem zu stellen.

Tatsächlich scheitern wir aber nur, wenn wir aufgeben. Wenn wir es schaffen, es täglich neu zu versuchen und niemals aufzugeben, dann können wir nicht scheitern. Wir werden irgendwann erfolgreich sein.

Also: Keep on trying!

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Initiative, Kultur und Gleichberechtigung

Sheryl Sandberg nennt in ihrem TED-Talk 3 Dinge, die Frauen ändern sollten, um endlich die gleichen Chancen auf eine Business-Karriere zu haben, wie ihre männlichen Kollegen (falls sie das wollen).

  1. Setze dich an den Tisch!
    Sandberg hatte in Meetings beobachtet, dass Frauen weniger reden, sich seltener melden und manchmal sogar am Rand des Raumes Platz nehmen, statt bei den wichtigen Personen am Tisch zu sitzen.
  2. Mache deinen Partner zu einem echten Partner!
    Frauen übernehmen immer noch den weitaus größten Teil der Haus- und Erziehungsarbeit.
  3. Kündige nicht, bevor du gehst!
    Oft würden Frauen schon dann innerlich ihre Elternzeit planen, wenn sie gerade erst beginnen, über Kinder nachzudenken. Sie nehmen also schon 1-2 Jahre vor ihrer Pause keine großen Projekte mehr an und streben nicht mehr nach Beförderungen.

Der gemeinsame Nenner all dieser Punkte heißt Initiative. Frauen zeigen im Berufsleben durchschnittlich weniger davon.

Schuld ist die Kultur, der wir alle unterbewusst folgen. Und laut Sandberg ist das sogar das verbindende Element aller Kulturen weltweit.

Ohne dass es uns bewusst ist:

Frauen, die beruflich viel Initiative zeigen und weniger in der Familie, werden als aggressiv, kalt und unsympathisch empfunden. Männer mit den gleichen Interessen gelten als stark, engagiert und verantwortungsvoll.

Wenn Frauen ihre Initiative nur familiär und ehrenamtlich einbringen, gelten sie meist als herzlich, ehrbar und freundlich. Männer, die das Gleiche tun, erscheinen schwach, faul und langweilig.

Bewusst dagegen wird von beiden – Frauen und Männern – heute in allen Bereichen volles Engagement erwartet. Die Gesellschaft möchte, dass wir alle überall gleich viel Initiative zeigen wollen.

Das zu kritisieren fällt mir schwer, denn vielleicht ist das vorübergehend nötig, um die Kultur zu verändern und die Welt gerechter zu machen. Praktisch ist es jedoch der pure Stress.

Das Ziel sollten wir also nicht aus den Augen verlieren. Und aus meiner Sicht wäre das eine Kultur, in der jeder Mensch frei entscheidet, in welchem Bereich seines Lebens er Initiative übernimmt, ohne verurteilt zu werden.

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Der Dirigent macht keinen einzigen Ton

Als Leader jeglicher Art sind wir immer auf die Leute angewiesen, die wir anführen wollen.

Um etwas zu bewegen, braucht der Dirigent sein Orchester, der Trainer braucht seine Mannschaft und auch der Manager ist nichts ohne sein Team.

In diesem Video erklärt Ben Zander die Aufgabe des Leaders und wie wir sie erfüllen können:

Choosing Your World | Conductor Benjamin Zander | Google Zeitgeist

Unsere Aufgabe ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen.

Leader dürfen niemals ein Zweifel daran ausstrahlen, dass ihre Vision möglich ist. Die Augen ihrer Teams müssen strahlen, vor Begeisterung und angesichts der Möglichkeiten.

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JIT lernen

Wenn wir ein Produkt vermarkten, dann müssen wir es selbst nicht zu 100 % beherrschen. Unsere Aufgabe ist es, zu verstehen, welche Probleme unsere Kunden haben und wie wir ihnen helfen können.

Bevor wir nicht praktisch beginnen zu vermarkten, werden wir das nicht schaffen.

Dadurch kommen wir in Situationen, in denen wir keine Antwort wissen. Vielleicht werden wir auch Aufträge annehmen, ohne zu wissen, wie wir sie erfüllen können.

Lernen müssen wir das unterwegs – Just in time.

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Angst ist nicht unser wirkliches Problem

Immer wenn es um die Frage geht, “Was hält uns davon ab, unsere Träume zu erfüllen?”, wird schnell die Angst als Schuldige auserkoren.

Aber Angst ist nur der Sündenbock.

Es gibt Menschen, die keine Angst zu kennen scheinen. Sie trauen sich, Risiken einzugehen, Anführer zu sein und Neues zu wagen. Natürlich sind sie nicht furchtlos, aber sie tanzen mit der Angst. Sie benutzen Sie als Kompass.

Warum können die das? Weil sie unbequeme Situationen aushalten.

Unser wahres Problem heißt Bequemlichkeit.

Warum essen wir 5 Mal am Tag und werden übergewichtig? Nicht weil wir den Hunger fürchten. Wir sind zu bequem, das kleinste Magenknurren auszuhalten.

Warum nehmen wir beim kleinsten Kopfschmerz Tabletten? Weil wir zu bequem sind, ein wenig Schmerz durchzustehen.

Warum prokrastinieren wir? Weil wir zu bequem sind, konzentriert nach Problemlösungen zu suchen, auch wenn wir sie nicht auf Anhieb finden.

Warum streben wir nicht danach, unsere Ziele zu erreichen? Nicht aus Angst zu scheitern? Wir wissen, dass es Sicherheiten gibt und irgendwie weitergeht. Wir sind aber zu bequem, uns der Angst auszusetzen.

Wir wollen sie nicht haben, die Angst. Lieber machen wir es uns gemütlich im Mittelmaß.

Unsere Welt ist voller Bequemlichkeiten. Ständig verfügbare Snacks, Tabletten, Ablenkungen und Standard-Dienstvorschriften.

In früheren Zeiten war die Angst ein ständiger Begleiter. Man sprang in den Fluss und hoffte zu schwimmen. Oder man blieb am Ufer, stellte sich tot und hoffte, dass einen der Bär nicht fraß.

Beide Möglichkeiten waren unbequem. Heute gibt es an jeder Stelle ein bequemes Gummiboot, in dem man sich treiben lassen kann.

Wenn wir erfolgreich sein wollen, dann dürfen wir dort nicht einsteigen. Wir müssen lernen, die mit Unbequemlichkeit zu leben.

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Sie sollten „Real Skills“ heißen

Die “Real Skills Conference” hat ihren Namen nicht ohne Grund.

Denn Real Skills ist die Bezeichnung, die diese Fähigkeiten tatsächlich verdienen. Soft Skills wird ihrer Bedeutung nicht gerecht. Ich habe heute an dieser Konferenz teilgenommen und wie mir dort einmal mehr klar geworden ist, kommt es zu allererst auf sie an.

Fehlende Real Skills sind ein Showstopper, fehlende Hard Skills nicht.

Niemand braucht ein Jura- oder Medizinstudium, um empathisch werden zu können. Im Gegensatz dazu wird niemand als Anwältin oder Arzt gut sein, ohne sich zuerst in Empathie zu üben.

Trotzdem sind Real Skills immer noch unterschätzt. Sie werden als Bonus betrachtet oder manchmal auch einfach vorausgesetzt, ohne wirklich zu verstehen, wie viel Übung und Erfahrung dafür nötig ist.

Auch wenn es für sie keine Zertifikate oder Titel gibt, der Aufwand lohnt sich. Denn in der Praxis machen Real Skills den Unterschied.

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Lasst uns die Zeit nicht mit Information verschwenden

Team-Meetings bestehen zum überwiegenden Teil aus Information.

Die Chefin erzählt, was es Neues „von oben“ gibt. Die Kollegen berichten nacheinander von ihren Fachgebieten.

Selbst in Regelterminen mit Dienstleistern, Kunden oder Lieferanten bringt man sich zunächst auf den aktuellen Stand.

Je nach Teamgröße kann allein der Infoblock eine Stunde und länger dauern. Effektiv genutzt ist diese Zeit nicht.

Könnte man die Informationen nicht einfach schriftlich übermitteln? In einer geteilten Arbeitsumgebung oder sogar per E-Mail, wenn nötig. So liest jeder nur die jeweils interessanten Dinge zur passenden Zeit.

Die Verschwendung von Arbeitszeit ist aber noch das kleine Problem. Im schlimmsten Fall kommen die Informationen zu spät. Am Mittwoch hätte ich es wissen müssen, der Kollege hat aber bis zum Freitagstermin gewartet. Dumm gelaufen.

Folgende Vorgehensweise halte ich für besser:

  1. Informationen werden sofort übermittelt. Heute muss man nicht mehr für jede Sache eine E-Mail senden. Mit Tools wie Slack, MS-Teams, Google-Docs oder geteilten Notizbüchern geht das unkompliziert und ohne zu nerven.
  2. In Terminen wird nur noch diskutiert (nicht informiert). Wir können die Zeit nutzen, um unsere Arbeit gemeinsam besser zu machen, gemeinsam kreativ zu sein und jeden Einzelnen einzubeziehen.
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Die Magie des „AWE”

AWE ist ein Akronym. Es ist auch eine Taktik, eine Frage und es kann den Unterschied machen. Den Unterschied zwischen: “Das Gespräch war ok” und “Ich habe mich wirklich verstanden gefühlt”.

AWE steht für:

And What Else (Und was noch)?

Und was noch (AWE) fragen wir, weil wir den Dingen wirklich auf den Grund gehen wollen. Weil wir ehrlich interessiert sind und nicht nur schnell zum Ende kommen möchten.

Für Michael Bungay Stanier gibt es 3 Gründe, warum die AWE-Frage den Unterschied ausmacht.

1. Sie eröffnet mehr Optionen
Wenn wir uns mit der ersten Antwort zufriedengeben, dann kommt in diesem Gespräch auch nur diese erste Sache auf den Tisch. Wenn wir Situationen aber gut analysieren und dann auch Entscheidungen treffen wollen, dann brauchen wir drei bis fünf Optionen.

2. Sie zügelt uns
Allzu gern verfallen wir in die Ratgeberrolle. Wir hören ein Problem und haben sofort das Rezept parat. Das ist es aber nicht, was unsere Gesprächspartnerin will. Sie möchte die Lösung selbst finden und das geht besser, wenn alle Puzzleteile auf dem Tisch liegen.

3. Sie verschafft uns Zeit
Ein Gespräch gut zu steuern ist schwierig. Manchmal benötigen wir einfach etwas mehr Zeit, um die richtige Richtung zu finden, in die wir jetzt gehen wollen. Die Frage richtet keinen Schaden an und sollte lieber einmal zu viel als zu wenig gestellt werden.

Es kostet zunächst Überwindung, diese Frage zu stellen. Sie ist jedoch eine nützliche Angewohnheit und die Mühe wert ist. Wir werden dadurch zu einem neugierigerem Gesprächspartner.

Die Folge sind bessere Gespräche.

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Probleme abgeben wollen

Wenn wir nicht weiter kommen bei unserer Suche nach Problemlösungen, dann sind wir manchmal versucht, das Problem abzugeben.

Wir können es nicht, ein anderer soll es machen.

Das wird meistens scheitern. Die Lösung einer anderen Person muss nämlich nicht in unserem Sinne sein. Wenn wir etwas abgeben, dann verlieren wir unsere Chance zu gestallten. Außerdem kochen die anderen auch nur mit Wasser.

Besser als Abnehmer für unsere Probleme zu suchen ist es, Verbündete zu suchen.

Gemeinsam können wir das Problem einkreisen und besser analysieren. Durch Synergien wird unsere Lösung stärker. Wir können mehr Fürsprecher erreichen und Budgets bündeln.

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Ohne Mut geht gar nichts

Wissen ist nicht Macht. “Wissen ist potenzielle Macht.” (Napoleon Hill)

Ideen sind noch keine Veränderungen. Ideen sind potenzielle Veränderungen.

Unsere Kunden, Arbeitgeber uns sogar unsere Familien haben nichts von unseren Ideen oder von unserem Wissen, solange wir das nicht umsetzen.

Wer einfach nur Ideen präsentiert, ohne danach auch bei der Umsetzung mitzumachen, der verschwendet die Zeit der anderen.

Ohne Mut ist das alles nicht wert.

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Spannende Dinge ausprobieren

Wer das tut, der kann scheitern. Vielleicht ist aber gerade dieses Scheitern die Grundlage einer wichtigen persönlichen Entwicklung.

Über unser Familienabenteuer Elternzeit, verbunden mit meinem beruflichen Abenteuer Selbstständigkeit habe ich hier schon früher geschrieben.

Nun habe ich auch darüber gesprochen, als Gast in Jürgen Kroders USP Marketing Podcast:

Regionales Onlinemarketing: Was sind die Herausforderungen und Hürden?

Es geht dort um meine unkonventionelle Herangehensweise, aber auch grundsätzlich um das Für und Wider des regionalen Online-Marketings.

Jürgen Kroder ist freier Autor und Strategie-Berater in den Bereichen Digitalisierung und Marketing. Auf seinem Blog und im Podcast behandelt er konkrete Marketing-Taktiken und gibt qualifizierte Tipps dazu. Außerdem führt er Interviews mit interessanten Personen über deren individuelle Sicht auf Marketing und Digitalisierung.

Für mich war das eine Chance, die letzten drei Jahre berufliches Schaffen zu reflektieren. Obwohl mein Geschäft finanziell nicht überlebensfähig war, so war es doch erfolgreich.

Ich durfte mit tollen Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Diese Arbeit war sinnvoll, erfüllend und äußerst lehrreich. Ich möchte keinen dieser Momente missen und freue mich, das auch heute noch in kleinem Rahmen weiterzuführen.

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Auf diesem Niveau entscheidet das Wie

Schon öfter habe hier geschrieben, dass wir uns stärker auf das Wie fokussieren sollten, statt immer ein besonders cleveres Was zu suchen (hier zum Beispiel).

Wir suchen die eine perfekte Idee, auf die noch niemand gekommen ist und die uns nun die Beförderung einbringt. Die eine Nische, in der wir allein sind und die sich als Goldgrube herausstellt. Die eine Strategie, mit der wir allen anderen weit voraus sind.

Immer möglichst ohne uns anzustrengen – eine Sackgasse

Wenn wir uns stattdessen auf das Wie konzentrieren, dann machen wir unsere Arbeit besser. Wir gehen die Extrameile, stehen früher auf, geben mehr von uns selbst. Das ist aus meiner Sicht der Weg zum Erfolg.

Tomas Tuchel (Fußball Profitrainer u.a. bei Mainz 05 und Borussia Dortmund) beschreibt hier einen ähnlichen Sachverhalt:

Thomas Tuchel – Der Ausbruch aus den Routinen  (startet bei 18:43, bis 22:18 ansehen)

Das Trainerteam, so Tuchel, würde das Was bestimmen. Die Spieler seien allerdings für das Wie verantwortlich. Und auf diesem Niveau (Fußball Bundesliga) wäre das Wie der entscheidende Punkt. Das Was wäre nur Unterstützung.

“Auf diesem Niveau“ – das bedeutet starke, zahlreiche Konkurrenz, die jede Schwäche ausnutzt und sofort zur Stelle ist.

So ist es auch im heutigen Geschäftsleben. Es gibt keine unentdeckten Nischen mehr, wo aber das Geld auf der Straße liegt. Und es gibt in professionellen Unternehmen auch keine einfachen Antworten auf komplexe Probleme. Die Mitbewerber sind auch smart und haben Ideen.

Kunden, Unternehmensleitungen und Chefs entscheiden über das Was. Wir können dem folgen oder nicht. Über unseren Erfolg als Marketer, Leader und Change-Manager entscheidet aber unser Wie.

Wir machen bessere Dinge, indem wir die Dinge besser machen.

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Wann sind wir bereit?

Aktuell stehe ich vor der Frage, eine Schulung allein durchzuführen, obwohl ich selbst erst seit Kurzem eingearbeitet werde, oder zu warten, bis mein erfahrener Kollege Zeit hat. Lange zu warten.

Bin ich bereit? Wann ist man das überhaupt?

Das kommt auf unseren Standpunkt an und den können wir wählen.

Entweder sind wir nie bereit, etwas Unerwartetes kann uns schließlich immer dazwischenfunken, oder wir sind immer bereit – bereit, es zu versuchen und zu lernen.

Doch was ist mit Übung? Könnten wir nicht noch besser werden und bis morgen warten?

Das ist nur der Versuch, die erste Variante zu tarnen. Theoretisch geht es natürlich immer besser, doch Perfektion ist eine Illusion.

Tatsächlich ist die Frage kontraproduktiv.

Wann wir liefern, sollte nicht davon abhängen, ob wir uns bereit fühlen. Unsere Gefühle täuschen uns nur zu gerne. Stattdessen sollten wir liefern, wenn es an der Zeit ist.

“Saturday Night Live” beginnt nicht, weil die Schauspieler bereit sind, sondern weil es Samstag Abend ist und die Show live gesendet wird.

Natürlich müssen wir unser Bestes tun – immer. Aber nur bis zur Deadline. Dann heißt es: liefern.

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Liefern macht Spaß

Dass es wichtig ist, hatte ich schon früher geschrieben. Wir sollten uns angewöhnen zu liefern, vielleicht sogar täglich. Dadurch erhalten wir uns eine Spannung, die nicht nur Kunden zufriedenstellt, sondern uns auch zwingt, konsistent zu arbeiten bleiben.

Doch das ist nicht alles. Außerdem macht es Spaß zu liefern.

Bei jeder Lieferung zahlen wir auf ein Punktekonto ein. Wir fühlen, wie die Anerkennung unserer Partner steigt. Wir selbst gewinnen an Selbstvertrauen, weil wir es wieder geschafft haben.

Und schließlich helfen wir. Unsere Lieferung hilft anderen erfolgreich zu sein – jeden Tag ein kleines Bisschen.

Wir dürfen nichts zurückhalten. Zu liefern ist die Belohnung für unsere Mühe, die Befriedigung unserer Bedürfnisse und unser Beitrag zum Wandel.

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Verbinden um zu wachsen

Wenn wir uns in Communities mit unseresgleichen verbinden, dann überqueren wir zwei große Hürden mit einem einzigen lockeren Sprung.

Sofort erlangen wir Status und Vertrauen.

In der Star Trek Gruppe wird niemand über meine Klingonen Maske lachen. Die finden das alle cool, wir können uns also entspannen. Außerdem sind wir endlich keine Sonderlinge mehr und Teil von etwas Großem.

So ist es auch in einem professionellen Umfeld. Wenn wir in Unternehmen oder unter Selbstständigen Communities bilden, dann sollten wir sie nutzen, um miteinander zu wachsen.

Das Top-Thema unserer Treffen sollte also nicht unser verbindendes Element sein. Wir sollten uns nicht darauf beschränken, unsere Gemeinsamkeit zu feiern oder zu beklagen.

Stattdessen können wir einfacher als anderswo unsere Ziele thematisieren, uns coachen und trainieren.

Wenn wir eine Gruppe von “Young Professionals” sind, dann sollte nicht unsere Jugend das Hauptthema sein, sondern unsere Profession. Wenn wir weibliche Führungskräfte sind, dann sollten wir uns nicht auf Geschlechterrollen fokussieren, sondern auf gute Führung.

Es geht mir nicht darum, Gleichstellungsthemen abzuwerten.

Vielmehr haben wir sie durch das Bilden einer exklusiven Gruppe bereits egalisiert. In dieser sicheren Umgebung kommt uns das nicht mehr in die Quere. Hier müssen wir nicht kämpfen.

Wir können unser Schutzschild fallen lassen und produktiv voneinander lernen.

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Mentoring – eine Win-Win-Situation

Mentor und Mentee gehen im besten Fall eine Verbindung ein, von der beide gleichermaßen profitieren. Wohlgemerkt ohne das Geld fließen muss.

Lernen zu dürfen, ist Abenteuer und ein Privileg. Für das Lehren gilt das Gleiche.

Was gibt es Wertvolleres als eine großzügige, inspirierende Lehrerin? Vielleicht einen wertschätzenden und interessierten Schüler? Wahrscheinlich kommt es auf die Situation an, in der wir uns befinden.

Kathryn Sermak beschreibt ihre Beziehung zu der Schauspielerin Bette Davis als Glücksfall. Hier trafen sich zwei Frauen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Stimmung waren. Ms. Davis hatte genügend Freiraum, die finanziellen Mittel und das nötige Interesse um die junge Assistentin unter ihre Fittiche zu nehmen. Und Sermak sah diese Stelle von Anfang an nicht einfach als “Job”, sondern als Privileg und die Chance ihres Lebens.

Eine Win-Win-Situation und lebensverändernde Erfahrung für beide Frauen.

Nachzulesen ist die Geschichte in Kathryn Sermaks Buch: Miss D and Me: Life with the Invincible Bette Davis.

Dieses Buch war übrigens die Nummer 2 auf meiner “Break the bubble– Leseliste“ der Bücher, die ich normalerweise niemals kaufen würde. Ich bin froh, es probiert zu haben, denn sonst hätte ich einiges verpasst.

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Umdenken

Warum ist es so schwer, eine getroffene Entscheidung zurückzunehmen?

Heute hat mich ein interner Kunde informiert, dass er das von mir betreute Software-Tool nicht länger nutzen wolle.

Mein erster Gedanke war: Ihr habt zwei Jahre Arbeit in diese Sache gesteckt und auch viel Geld dafür bezahlt. Jetzt wollt ihr einfach alles wegwerfen?

Ja, und wahrscheinlich ist das richtig so.

Die Arbeit und das Geld sind versunkene Kosten. Sie liegen in der Vergangenheit und können nicht zurückgeholt werden.

Es gibt aber auch nicht-monetäre Kosten. Man hatte sich öffentlich festgelegt. Den eigenen Mitarbeitern hatte man erklärt, dies wäre der neue Prozess. Es wurden Präsentationen gehalten, vor Entscheidungsträgern mit Plänen und Zielen doch all dies ist nun leider nicht mehr wahr.

Wann fallen diese Kosten an? Erst dann, wenn wir unseren Fehler eingestehen.

Doch versunken sind sie trotzdem, auch wenn es noch nicht jeder sieht. Und die Summe erhöht sich mit jedem Tag, den wir hoffen und das unvermeidliche aufschieben.

Sich selbst und anderen die eigene Fehleinschätzung einzugestehen und umzudenken, erfordert Leadership und insbesondere Mut.

So eine Korrektur ist meist schwierig, doch transparente Regeln können helfen.

Adam Grant empfiehlt vor schwierigen Entscheidungen eine Liste mit den Punkten aufzustellen, die bei ihrem Wahrwerden dafür sorgen, das sich unsere Meinung ändert.

So kalkulieren wir das Umdenken schon vorher ein. Wir werden nicht zu einem Teil unserer Entscheidung, sondern stehen darüber.

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Das Streben nach Gewissheit

Gewissheit bringt uns nicht weiter. Sie zerstört Spannung und ist das Gegenteil von am Haken hängen.

Wir wollen erfahren, ob wir es richtig machen, wollen Bestätigung oder Korrektur. Im Grunde wollen wir die Verantwortung abgeben an andere, die es besser wissen müssen. Wir wollen gesagt bekommen, was wir zu tun haben.

Gewissheit läutet keinen Wandel ein. Gewissheit steht für Stillstand und Vergangenheit.

Es gibt keine Gewissheit über die Zukunft.

Statt also nach unmöglicher Gewissheit zu streben, könnten wir auch die Spannung hochhalten (oder die Stille aushalten). Spannung führt zu Entscheidungen und die führen zu Wandel.

Statt uns ständig bei unserer Chefin zu versichern, fragen wir sie nicht. Sie ist ein Profi und wird sich melden, wenn sie unzufrieden ist. Genauso wenig fragen wir unseren Partner oder Kunden.

Wenn wir eine Verbesserung anstreben, dann geben wir unser Bestes und leben mit der Unsicherheit.

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Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Wann will ich mit anderen kommunizieren? Wo und wie? Warum überhaupt?

Über all diese Dinge denke ich nach – auch in Bezug auf diesen Blog. Sollte ich hier Diskussionen führen und Kommentare zulassen? Oder äußere ich hier nur meinen Standpunkt – für Diskussionen gibt es bessere Orte?

Warum sollen wir überhaupt kontrollieren, warum, wie und wo es zu Diskussionen kommt? Jeder Internetnutzer hat andere Vorlieben.

Vielleicht ist es zu sehr von oben herab gesprochen, wenn ich weder Widerspruch dulde noch Ergänzung oder gar Zustimmung. Schließlich bin ich kein Prediger. Und jeder Mensch sollten immer die Möglichkeit haben, eine Meinung zu äußern.

Das bringt mich zu der Einsicht, dass ich wohl auch jedem dort einen Kommentar ermöglichen sollte, wo ich meine Texte veröffentliche.

Das war bisher nicht meine Meinung, aber vielleicht lag ich falsch. Deshalb habe ich den Schalter jetzt umgelegt: Kommentare willkommen!

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Seniorität

Seniorität ist wichtig im Sinne von Erfahrung und Souveränität. Vor allem im Umgang mit anderen Menschen wird dies zu einer Stärke. Wenn wir Erlebnisse teilen, verbindet uns das.

Doch Seniorität kann uns auch täuschen. Wir schließen von unseren eigenen Erfahrungen auf andere. Nur weil wir uns selbst heute als viel souveräner, empathischer und mutiger empfinden als vor 10 Jahren, muss das nicht für andere gelten.

Seniorität entsteht aus einer Vielzahl von Erlebnissen und unterschiedlichen Lebenssituationen. Selbst einige junge Menschen können das durchaus schon vorweisen.

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Selbstvermarktungs-Strategie

Marketing ist überall und für jeden ein Thema, der etwas voranbringen möchte.

Vor allem als Angestellte vernachlässigen wir dabei oft die eigene Strategie. Auch wir sollten ganzheitlich planen, für wen wir was, warum wie vermarkten.

Dabei ist es wichtig, sich nicht zu verzetteln und schnell ein übersichtliches Ergebnis zu bekommen.

Allan Dib beschreibt in “The 1-Page Marketing Plan“ , wie so eine kleine und handliche Strategie aussehen sollte. Der Buchtitel verrät es schon, sie passt auf eine Seite.

Ich habe einen Weg entwickelt, um diese Strategie schnell und wirksam zu erstellen.

Sie besteht aus 9 Plan- und Handlungsfeldern und für jedes davon habe ich 3 Fragen formuliert, an denen man sich orientieren kann. Wer jetzt 5 Minuten pro Feld investiert, hat seine Selbstvermarktungs-Strategie in einer Dreiviertel-Stunde fertig in den Händen.

Das Arbeitsblatt und die Fragen gibt es hier: Wie du einen Marketingplan erstellen kannst, der nicht sinnlos im Regal verstaubt | Regionaldigital.de

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Einfach einen Preis verleihen

Internes Marketing für Change-Projekte oder sonstige Innovation ist oft ziemlich schwer, aber wichtig.

Für Veränderungen sollten wir Enrollment schaffen, statt sie einfach auszurollen.

Doch wie bewegt man interne Kunden zum Mitmachen?

Eine Möglichkeit ist Positionierung. Die Veränderung sollte spannend und begehrt sein. Sie sollte Status erzeugen.

Warum erfinden wir nicht einfach einen Award?

Die beste Abteilung (im Sinne unseres Change-Projektes) bekommt den Peis. Die Geschäftsführerin darf ihn überreichen, die Gewinner dürfen vor allen ihr Erfolgsrezept präsentieren.

Durch diese Empfehlung kommen auch andere auf uns (die helfenden Change-Manager) zu. Der Wandel wird vorangetrieben und die internen Early-Adopters bekommen die Ehre, die ihnen gebührt.

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Es lebe der Plan B

Scheitern kann entweder bedeuten: “Nahe dran aber (noch) daneben.” Oder es heißt: “Game over, aus und vorbei!” Oder schließlich: ”Wer kneift, hat auch verloren.”

Wir sollten das Zweite und Dritte vermeiden.

Leider werden wir heute oft in die Verwegenheitsfalle gelockt. Wir sollen alles auf eine Karte setzten und mutig unserem Schicksal entgegenstreben.

Ja, ohne maßvolles Risiko gibt es keinen Erfolg. Aber planlose Verwegenheit führt sicher in den Abgrund.

Wenn uns Business-Gurus erzählen, dass ein höheres (finanzielles) Risiko automatisch zu einem niedrigeren Risiko führt, weil wir uns ja unterbewusst mehr anstrengen …,

dann sollten wir rennen.

Es gibt eine bekannte Geschichte vom General, der an einer fremden Küste landet und vor der Schlacht die Schiffe verbrennen lässt. Die Soldaten könnten nun nur noch siegen oder untergehen. Natürlich siegten sie.

Diese Geschichte ist Blödsinn!

Positiv scheitern bedeutet im Kleinen zu scheitern, denn das ermöglicht ein Dazulernen. Wir sollten immer einen Plan B haben, denn dieser bedeutet die Chance auf eine zweite Runde. Umso mehr Runden wir drehen, desto schneller wird unsere letzte sein.

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Mehr Status durch Wertschätzung

Status ist eines der wichtigsten Geschenke, welches wir Kunden, Mitarbeitern und sonstigen Zielgruppen machen können. Geschenk deshalb, weil Status nicht immer mit exklusiven Materialien und Privilegien zusammenhängt.

Status kann günstig und einfach sein. Er entsteht nämlich aus Wertschätzung.

Wertschätzung zeigt sich durch Freundlichkeit, entgegengebrachtes Vertrauen und auch durch Respekt vor dem Individuum. Sie kann durch Lob und Anerkennung ausgedrückt werden, aber auch schlicht dadurch, dass sich die Chefin die Namen ihrer Mitarbeiter merkt.

Ein höherer Status hat zwei wichtige Effekte:

  1. Der Status-Unterschied zu Außenstehenden steigt. “Ich bin ein stolzes Mitglied dieser Community.”
  2. Der interne Status-Unterschied sinkt. “Ich bin ein gleichwertiges Mitglied dieser Community.”

Der erste Teil führt zu einer stärkeren Bindung an das Team oder die Marke. Der zweite Teil führt zu einer größeren Bereitschaft mitzuwirken und Feedback zu geben.

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Leichter vertrauen

Ohne Vertrauen kommen wir nicht weit im Leben. Wir müssten dann alles und jeden anzweifeln, es schließlich selbst machen oder uns versichern.

Das ist anstrengend oder teuer.

Ebenso gefährlich ist es aber auch enttäuscht zu werden, denn Vertrauen ist ein großes Risiko.

Deshalb ist es gut nachvollziehbar, dass wir sicher sein wollen, uns das auch leisten zu können.

In einer Welt, in der Wandel immer schneller und umfassender stattfindet, wird das zum Problem.

Vom ersten Moment an können wir das nämlich nicht. Wir brauchen Erfahrung – aus ihr erwächst Vertrauen.

Doch woher sollen wir die nehmen? Wir können sie direkt erlangen, indem wir etwas selbst erleben. Oder wir können sie von jemandem leihen, der unser Vertrauen bereits bestätigt hat.

Dabei hilft uns das Folgende:

  1. Eine ausbalancierte Risikobereitschaft.
  2. Ein möglichst diverses Team oder Netzwerk mit vielen verschiedenen Erfahrungen.
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Freiheit und Verantwortung gehören zusammen

Freiheit existiert nicht ohne Verantwortung. Denn sonst wäre es eine Laune.

Verantwortung existiert nicht ohne Freiheit. Dann sonst wäre es eine Pflicht.

Wenn wir Spaß an unserer Tätigkeit haben und gemeinsam erfolgreich sein wollen, dann muss sich jedes Teammitglied diesem Prinzip verschreiben.

Keine Ausreden, kein Wegducken.

Wir müssen unsere Freiheit zum Wohle unserer Kunden, unseres Arbeitgebers oder unserer Familie einsetzten und auch unsere Verantwortung angemessen und sorgfältig wahrnehmen.

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Quereinsteiger

Ich glaube, dass uns Quereinsteiger guttun, weil ich von der Stärke von Teams mit diversen Erfahrungen überzeugt bin.

Die Regel ist das bisher aber nicht.

Noch wird sich zunehmend immer stärker in einem Fachgebiet spezialisiert. Vielleicht wechseln wir das Unternehmen oder das Untergebiet. Grundsätzlich gilt aber für die meisten: einmal Marketing, immer Marketing, einmal Personal, immer Personal etc.

Vielleicht ist die tiefe Spezialisierung auch deshalb so beliebt, weil sie Sicherheit gibt. Mit 10 Jahren Berufserfahrung im gleichen Fachbereich bauen wir ein umfassendes Wissen auf.

Wir haben ein großes Netzwerk, kennen alle Prozesse und Systeme, kennen die Sonderfälle, haben alle Veränderungen miterlebt.

Auf Detailfragen können wir sofort reagieren, weil wir fast alles schon einmal gesehen haben.

Diese Spezialisierung aufzugeben und etwas ganz anderes zu machen ist deshalb schwer und ein seitlicher Karriereschritt wird auch von anderen oft skeptisch gesehen:

„Was kann man von dieser neuen Kollegin erwarten? Sie fängt bei 0 an und wird 6 Monate brauchen, um die Grundlagen zu verstehen. Außerdem bewegt sie sich immer nur seitwärts. Sie schafft es nicht nach oben.“

Ich sehe das anders und meine Erfahrung ist positiver. Wer öfter die Stelle wechselt, der wird auch besser dabei. Bedingt durch verschiedene Elternzeiten, lerne ich aktuell zum fünften Mal ein neues Fachgebiet.

Mittlerweile weiß ich, worauf es ankommt (z. B. erst Menschen kennenlernen, dann die Prozesse) und mache bestimmte Fehler nicht erneut.

Übung macht den Meister – auch hier.

Sich schnell und zielgerichtet neue Zusammenhänge zu erschließen ist eine Fähigkeit, die immer wichtiger wird. Wir können sie erlernen und trainieren.

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Wenn Blogs “Social Media” spielen

Als überzeugter Blogger ist man sich ja nie zu schade, die sozialen Medien zu kritisieren. So auch ich z. B. hier.

Trotzdem sind wir neidisch. Auf die Interaktion (Gemein! Niemand kommentiert bei mir.), auf den Traffic (Katzenfotos? Warum liest keiner meine Texte?) und auf die Community (Von wegen Freunde! 99 % von denen kennst du doch gar nicht.).

Dabei vergessen wir, dass dies zwei völlig verschiedene Produkte sind.

Das eine sind Datenbanken, die Datensätze vernetzen und ihnen ein Gefühl der Verbundenheit geben. So hält man sie bei der Stange, obwohl man sie an Werbekunden verkauft.

Das andere sind Medien der Meinungsäußerung konkreter Personen.

Einige Ausnahmepersönlichkeiten haben uns weisgemacht, ein Blog wäre ein Massenmedium. Erfunden, um Zig-tausend Menschen zu erreichen, wir müssten es nur richtig machen.

Also wollen wir das natürlich auch. Wir wollen Geld damit verdienen. Schließlich kostet es uns Zeit und Unterhalt. Und außerdem schaffen wir ja Mehrwert.

Wirklich?

Sobald wir den ersten Provisions-Link auf unserem Blog platzieren, degradieren wir unsere Leser. Sie sind nun kein Publikum mehr, keine Zielgruppe und auch keine Kundschaft. Sie sind jetzt das Produkt.

Die Provisionsgeber sind nun unsere Kunden. Sie kaufen unser Netzwerk als Werbeziel. Für die Firmen ist das ein super Geschäft. Sie haben keine Fixkosten und können ins Unendliche skalieren.

Wir Blogger dagegen verkaufen unser Publikum für wenige Cents und verwandeln unsere Kunst in ein Werbeprospekt.

Ähnlich ist es mit der E-Mail-Liste. Blogger sehen sie als ihr Eigentum – eine Kundendatenbank. Tatsächlich sind das die persönlichen Daten anderer Menschen und wir haben keinen einzigen Anspruch darauf.

Und was sind Linktausch und Blogparaden? Auch dies ist der eigennützige Versuch, die Reichweite zu steigern. Wir wollen unsere Zielgruppen “tauschen” und das Ranking verbessern.

Das ist am Ende auch nichts anderes als eine aufgeblähte “Freunde-Liste” auf Facebook.

Als Content-Ersteller haben wir die Wahl.

Wollen wir eine ausufernde Nischenseite ohne Nische betreiben, die wir Blog nennen, weil sich das ehrwürdiger anhört? Oder machen wir Kunst?

Nicht für die Massen, sondern für einige wenige.

Kunst ist „work that matters for people who care“ (Seth Godin).

Kunst ist unbezahlbar. Wir wären niemals quitt, nur weil jemand auf einen Affiliate-Link geklickt und das Buch gekauft hat. Und dieser Jemand soll auch gar nicht quitt sein wollen. Ware Kunst ist immer ein Geschenk. Egal ob sie kostenlos ist oder für Millionen Euro verkauft wird.

Mein Blogger-Herz schlägt für die zweite Wahl. Aber in jedem Fall sollten wir uns dessen bewusst sein.

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Kamera an!

Wir tun sehr viel, um Teamgeist zu erzeugen. Gerade wenn wir uns Pandemie-bedingt nicht persönlich begegnen.

Der “Inclusion-Teil” von “Diversity & Inclusion” will Menschen einbeziehen und Verbundenheit schaffen. Als Leader bemühen wir uns, positives Feedback zu geben und damit Wertschätzung ausdrücken. Und plötzlich scheitern all diese Anstrengungen an einer simplen unbedachten Unterlassung.

Wir lassen die Kamera aus.

Und leider passiert das auch in sehr professionellen Umgebungen.

Kommunikation findet über alle Sinne statt. Wenn wir einen davon verlieren, dann kann sie nur schlechter werden. Und wenn wir ihn fahrlässig oder gar vorsätzlich herschenken, dann scheinen auch alle anderen Bemühungen unehrlich.

Sobald wir die Chance haben, mit Menschen zu kommunizieren, sollten wir das Beste daraus machen. Wir müssen dazu nicht auf Regeln von oben warten. Einen “Code of Honor” können wir auch für uns selbst aufstellen.

Ein zentraler Punkt darin sollte lauten: Kamera an!

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Finde die Balance

Balance heißt nicht Mittelmaß.

Es bedeutet mutig, nicht tollkühn,

kritikfähig, nicht unterwürfig,

lustig, nicht albern,

verschmitzt, nicht frech,

bereit um zu scheitern, aber nicht um unterzugehen.

Die Balance ist kein billiger Kompromiss, sondern der geschickte Tanz mit Gegensätzen.

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Wie wir der Basis helfen

Die Rollen in Projekt-Rollouts kann man mit Vertriebsorganisationen vergleichen.

Ebene 4: Ganz oben sitzt das Management. Sie wollen die Veränderung (verkaufen) und geben den Auftrag.

Ebene 3: Darunter arbeitet das Projektteam aus Marketing, Beratern und Governance-Einheiten. Hier kann es mehrere Unter-Ebenen geben, dies sind aber die Anzugträger, die die Prozesse vorgeben, überwachen und unterstützen.

Ebene 2: Das sind die Leute mit dem härtesten Job. Sie müssen Strategien, die sie nicht selbst entwickelt haben, an zumeist skeptische Kunden verkaufen. Es sind die Vertriebsteams oder die Botschafter, die die Veränderungen in ihren eigenen Einheiten einführen.

Ebene 1: Hier finden sich nun die Kunden oder Kollegen, die sich den Neuerungen stellen und Veränderungen umsetzen sollen. Sie wissen, dass sie dafür bezahlen, indem sie Risiken eingehen und Unannehmlichkeiten ertragen müssen.

Wie bei guten Vertriebsorganisationen kommt es auch in Projekten auf das richtige Marketing an.

In schlechten Projektteams kümmert sich Ebene 3 meist darum, Ebene 2 beim Reporting zu unterstützen und Methodenkompetenz zu vermitteln. Das ist zwar nicht unwichtig, deutlich mehr Hilfe bräuchte die Basis aber an anderer Stelle.

In guten Projektteams kümmert sich Ebene 3 darum, zwischen Ebene 4 und Ebene 2 zu vermitteln, um einen überzeugenden Nutzen für Ebene 1 zu kommunizieren. Die Marketer versorgen ihr Vertriebsteam mit guten Storys und anderen Maßnahmen, die Spannung erzeugen und Vertrauen schaffen.

So erzeugen sie Enrollment.

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Unterschiede und Konflikte

Sie sind der Stoff, aus dem Fortschritt entsteht.

Damit meine ich keinen Streit. Ich meine großzügiges konstruktives Feedback.

Gemeinsamkeiten und Einigkeit sind angenehmer. Eine Diskussion kann daraus aber nicht entstehen und damit auch keine Verbesserung.

Für abweichende Meinungen sollten wir stets dankbar sein.

An welche Situation erinnerst du dich, in der dir jemand konstruktiv widersprochen hat? Wie hat dich das bereichert?

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Wir brauchen alle

Bei Diversität und Inklusion geht es meist um Gleichberechtigung, Beteiligung und neutrale Sprache.

So wichtig das ist – moralisch als auch aus der Sicht des Personalmarketings – ich glaube, das wichtigste Argument für D&I ist viel nahe liegender.

D&I ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

In der zukünftigen Welt kommt es vermehrt auf Ideen an. Der Lebenszyklus von Produkten und anderen Leistungen wird immer kürzer. Deshalb sind wir auf Veränderungen und Innovationen angewiesen.

Ich glaube, die erfolgreichsten Organisationen haben die meisten Ideen.

Ohne Inklusion allerdings bestimmen nur wenige, welche Projekte eine Chance verdienen. Ohne Diversität gibt es die gleichen Denkmuster immer wieder. Dadurch entstehen auch immer wieder die gleichen Ideen.

Welchen Mehrwert zieht der Kunde aus einem Team mit 10 identischen Personen? Ihre Ideen werden sich kaum unterscheiden, und somit gibt es kaum Alternativen (die, sind aber wichtig).

Ein Team mit 10 höchst unterschiedlichen Personen kommt auch auf unterschiedliche Ideen. Das ist der Weg zum Erfolg.

Die Formalitäten, die meist den größten Raum einnehmen, wenn über D&I gesprochen wird, sind wichtig, um Wertschätzung auszudrücken. Aber vielleicht geht das auch anders.

Wie wäre es, echte Taten sprechen zu lassen und bei der Zusammensetzung von Teams auf größtmögliche Diversität zu achten? Nicht weil wir eine Quote erfüllen wollen, sondern weil wir erfolgreich sein wollen.

Oder anders ausgedrückt: Wer nicht stärker darauf achtet verschiedene Menschen ehrlich einzubeziehen, der wird (marktwirtschaftlich) das Nachsehen haben.

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Muss es immer auch um Geld gehen?

Hinter der Fassade geht es immer darum. Klar, zunächst suchen wir uns eine ehrbare Mission. Natürlich wollen wir anderen helfen. Und wir sagen es uns solange, bis wir es fast glauben.

Tief in uns ist da aber immer das Verlangen nach Anerkennung.

Und die bemisst man nun mal in Geld.

Es ist extrem schwer, sich dagegen zu wehen. Wir sind so erzogen worden.

Warum? Weil es sich bewährt hat.

Warum machen wir dann nicht unseren Frieden damit?

Wir sind nicht selbstlos und das ist ok. Wir wollen Geld verdienen und dazu haben wir auch jedes Recht.

Jetzt geht es aber um das “Wie”. Was ist der beste Weg?

Alleine ist es aussichtslos, wir brauchen Hilfe. Wenn wir erfolgreich sein wollen, dann müssen wir zuerst andere erfolgreich machen.

Erst müssen wir unserem Kunden alles geben, was wir haben. Nicht selbstlos, sondern weil es nicht anders geht.

Wir Menschen sind Herdentiere. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir gewinnen als Team.

Selbstlosigkeit ist daher unnatürlich. Egoismus und Teamgeist gehören zusammen. Wenn es uns um Geld geht, dann profitiert unsere Kundin davon. Ist sie kritisch, dann spornt uns das an.

Das alles ist jedoch kompliziert zu durchschauen und schwer zu bemessen. Geld dagegen ist einfach.

Ja, es sollte auch um Geld gehen.

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Wie kann ich heute Mehrwert schaffen?

Wissen wir genau, warum wir für andere Menschen wertvoll sind?

Will die Kundin uns oder die günstigste Version unserer Leistung?

Wie könnten wir unseren Wertbeitrag erhöhen?

Sollten wir von einer Sache mehr tun oder bestimmte Dinge verändern?

Welche Synergien gibt es mit Kollegen?

Können wir aufhören, Dinge doppelt zu tun, nur weil wir automatisch konkurrieren und stattdessen zusammenarbeiten?

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Am Haken hängen wollen

Heute habe ich mich selbst an den Haken gehängt. Niemand hat mich gezwungen. Ich habe es getan, weil es sich richtig angefühlt hat – für die Kunden und für mich.

Am Haken hängen wird im übertragenen Sinne meist so verstanden: Man ist verantwortlich und im Grunde sogar ausgeliefert. Meist hat die Vorstellung am Haken zu hängen, einen negativen Beigeschmack.

Seth Godin erklärt in “The Practice” was tatsächlich damit gemeint ist. Die Bezeichnung komme aus dem Mittleren Osten. Dort war es in Bäckereien üblich, zwei Brote zu kaufen. Eines für sich selbst und ein zweites als Spende. Es wurde an den Haken an der Wand gehängt. Wenn danach jemand Armes und Hungriges den Laden betrat und um Brot bat, konnten er einfach die Spende vom Haken nehmen.

Am Haken zu hängen bedeutet, an andere zu denken. Etwas liefern was niemand erwartet.

Heute habe ich nach einem Termin ein Protokoll verfasst und mir darin selbst die Verantwortung für die Klärung der offenen Punkte übertragen. Niemand hatte nach dem Protokoll gefragt und niemand hätte wohl die offenen Punkte angemahnt. Aber was hätte uns Allen dieses Meeting genutzt?

In meinem Job erbringe ich einen Service für diese Leute. Ich möchte, dass sie diesen Service bemerken und wertschätzen. Dazu muss er auch wertvoll sein.

Wertvoll für andere sein wollen, bedeutet am Haken hängen wollen.

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Code Of Honor

Regeln können manchmal nerven und stehen in Verdacht, Kreativität einzuschränken.

Tatsächlich liegt das hauptsächlich daran, dass es manchmal unbequem ist, sich unterzuordnen. Und eigentlich können sie die Kreativität sogar fördern, wie hier beschrieben.

Ihre größte Stärke entfalten sie dann, wenn wir uns in neuen Situationen oder in neuer Gesellschaft befinden. Denn dort Schaffen sie eine besondere Voraussetzung, ohne die Kreativität in Gruppen unmöglich ist: Vertrauen.

In Seminaren oder in neu geschaffenen Teams hat sich ein Ehrenkodex (Code Of Honor) bewährt. Dabei einigen sich alle Teilnehmer am Anfang auf einige Regeln und erhalten so die nötige Sicherheit für ihre Arbeit.

Wie wollen wir kommunizieren?

Welches Verhalten tolerieren wir nicht?

Was sind unsere Standards?

Was verstehen wir unter Vertrauen?

Welche Konsequenzen folgen bei Nichtbeachtung?

Solange man sich nicht kennt, ist ohne Regeln vieles ungewiss und Ungewissheit kostet Kraft. Diese können wir anderweitig besser nutzen.

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Punkte verbinden, statt Punkte zu sammeln

Zum Lernen haben wie heutzutage nur noch wenig Zeit. Fleiß ist gut, doch eine schnelle Auffassungsgabe ist besser.

Gabe? Nein!

Schnell Zusammenhänge zu erkennen ist eine Fähigkeit. Wir können sie lernen (so zum Beispiel).

Heute geht es nicht mehr darum, möglichst viele Punkte (oder Pixel) zu sammeln, damit das Bild scharf wird. Wir müssen die Eckpunkte verbinden, um ein ausreichend genaues Verständnis eines neuen Problems zu bekommen.

Wenn wir das einmal haben, dann hilft uns die Technik mit der Feinabstimmung.

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Was hat dich in deiner Kindheit geprägt?

Das wird jetzt keine psychologische Analyse, sondern die Frage hilft beim Kennenlernen.

Und da sie nicht gerade small-Talk-geeignet ist, kommt es gerade recht, dass man sie nicht unbedingt stellen muss.

Es kann unter Umständen ausreichen, das Alter seines Gegenübers abzuschätzen.

Bei vielen aus der Babyboomer-Generation war es die Mondlandung. Sie war ein besonders beeindruckendes Ereignis und hat bei vielen ein tiefes Vertrauen in Technik und Wissenschaft erzeugt und ebenfalls den Glauben, dass mit diesen Mitteln alles möglich sei. Andererseits könnte es auch den entgegengesetzten Effekt gehabt haben. “Das war der größte Erfolg der Geschichte, von nun an geht es Berg ab.”

Bei mir war es die Wende. Einerseits habe ich in meiner Umgebung das berauschende Gefühl der Freiheit gespürt, die Lust, sie zu leben und das Glück, sie endlich erlangt zu haben. Andererseits war da auch Angst und Verunsicherung, denn worauf man eben noch stolz war, wurde plötzlich wertlos. Entsprechend hoch im Kurs lagen Beständigkeit und Sicherheit.

Für die heutigen Kinder wird die Covid-19-Pandemie ein prägendes Ereignis sein. Auch diese Medaille hat zwei Seiten. Einerseits könnte man es mit Angst vor Krankheiten verbinden, andererseits könnte der Lockdown eine Renaissance der Familie und damit ein größeres Gemeinschaftsgefühl bewirken.

Was es auch ist, wir müssen damit umgehen und genau hier liegt der wichtige Punkt.

Um das zu tun, müssen uns bewusst machen, dass es diesen Zusammenhang gibt.

Indem wir uns fragen, welche Erfahrungen unser Gesprächspartner gemacht hat, können wir seine Meinungen und Werte noch besser einschätzen.

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Führen und führen lassen

Leadership ist kein Selbstzweck. Es dient einem eigenen Vorhaben.

Diese Sache ist es, die wir erreichen wollen und wenn es jemand anderes ist, die die Bewegung anführt, dann sollten wir folgen.

Machtkämpfe sind kontraproduktiv. Wir brauchen keine Alphatiere, die entweder sagen, wo es lang geht oder schmollend in der Ecke sitzen.

Gute Anführer sind Teamplayer. Sie übernehmen die Führung, wenn es notwendig ist und lassen sich führen, wenn nicht.

Sie machen das nicht aus demütiger Unterwürfigkeit und auch nicht aufgrund von gönnerhaftem Stillhalten. Sondern sie wissen, dass Leadership harte Arbeit ist, die sie ehrlich anerkennen und schätzen.

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Diskussionen über Standpunkte

Als Leader, Marketer und Change-Manager äußern wir Standpunkte. Wir gehen mit Mut voran und behaupten etwas, treffen eine Annahme.

Doch umso kühner unser Standpunkt, desto schneller melden sich Kritiker. Per se ist Kritik nichts Schlechtes. Konstruktiv und wertschätzend ist sie sogar ein großzügiges Geschenk. Dennoch müssen wir vorsichtig sein.

Kritik darf nicht den Eindruck erwecken, auf einer Stufe mit dem Standpunkt zu stehen.

Etwas zu kritisieren ist nämlich einfach. Mutig eine Annahme zu formulieren ist dagegen schwer.

Als Elternteil über Erziehungsmethoden zu entscheiden, erfordert eine gänzlich andere Kraft, als es Außenstehende kostet, diese zu belächeln. Im Job ein neues Konzept zu entwerfen, zu vermarkten und umzusetzen ist nicht zu vergleichen mit der Leistung, die Idee im Meeting “unausgegoren” zu finden. Ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen wiegt deutlich schwerer, als es bei Amazon schlecht zu bewerten.

Der Kritiker bewertet meist weder uns noch unsere Idee. Er bewertet seine (subjektive) Position zur Idee. Und wenn diese Position nun negativ ist, dann macht das nicht die Idee schlecht.

Ich empfehle uns allen die Diskussion von unserer Äußerung abzuschotten. Beides ist wichtig, doch es gehört nicht zusammen. Diskussionen gehören also in ein Umfeld, das ihren anderen Status widerspiegelt.

Konstruktives, vertrauensvolles, großzügiges Feedback findet am besten unter 4 Augen statt.

Ungezwungenes, emotionales (latent unfaires) Feedback passt sehr gut in die die sozialen Medien.

Nicht auf deine Familienfeier, in deine Präsentation oder auf deinen Blog

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Geht es um die Reise oder geht es um das Ziel?

Keine Frage, Ziele sind wichtig, irgendwie müssen wir ja navigieren, aber der Zweck unseres Handelns sollte kein endgültiges Ziel sein. Besser ist es, wir streben an, die Sache zu wiederholen.

Besser für die Empfänger unserer Leistung und besser für unseren Ertrag.

Wenn es unser Ziel wäre, einen Marathon zu laufen, dann können wir danach einen Haken machen. Wir posten das Bild mit Urkunde bei Facebook und sind fertig damit. Der Ertrag für unseren Körper und das Beispiel für unser Umfeld ist um ein Vielfaches größer, wenn wir um des Laufens Willen laufen – immer wieder.

Das einmalige Ziel ist ein “Finite Game”. Diese Spiele kennen neben Gewinnern auch immer Verlierer, führen kaum zu Verbesserungen und werden von Angst begleitet.

Ein “Infinite Game”, also die Reise, führt zu ständiger Verbesserung, zu Kooperation und mehr Nutzen für alle.

Wir sollten uns also auf die Reise fokussieren. Eine gute Frage in diesem Zusammenhang lautet: Wie kann ich dieses Spiel am Laufen halten oder ständig wiederholen?

Um „die Reise“ im übertragenen Sinne geht es auch in Seth Godins neuem Buch. In diesem Podcast-Interview geht es auch kurz um Reise und Ziel

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Extreme Zeiten erfordern mutige Anführer

In extremen Zeiten, wie wir sie auch aktuell erleben, bieten sich riesige Chancen.

Große Veränderungen geschehen wie selbstverständlich, viele sind ratlos und nur wenige haben den Mut, sich an die Spitze zu stellen.

Wer bis vor einem Jahr etwas Konkretes am Bildungssystem verändern wollte, sah sich einem gewaltigen regungslosen Felsbrocken gegenüber. Den allein zu bewegen war faktisch unmöglich.

Heute rollt dieser Brocken mit Karacho den Berg hinab. Es genügt ein zarter Schubs nach links oder rechts, um die Richtung entscheidend zu beeinflussen.

Im Bereich Digitalisierung der Bildung und darüber hinaus könnte man vieles verbessern. Ministerien, Behörden und sogar einzelne Lehrer könnten in ihrem Bereich nachhaltige Veränderungen bewirken.

Dazu müssten Sie jedoch mutig die Führung übernehmen. Das Problem dabei: die Angst vor der Verantwortung für ein eventuelles Scheitern.

In sicheren, überschaubaren Situationen ist es leicht, Vorschläge anzubringen, denn das Risiko ist gering. Schließlich hat man alle Zeit der Welt, um perfekte Konzepte zu entwickeln. Deshalb gibt es in solchen Situationen auch so viele Wortmeldungen. Grundsätzlich ist alles klar, es geht nur noch um Details und wenn man doch im Unrecht war, fällt man weich.

Ganz anders in Extremsituationen. Jetzt braucht man Pioniere mit Visionen und dem Mut, sie umzusetzen, auch wenn sie wissen, dass es vielleicht schief geht.

Weil diese Menschen weit weniger zahlreich sind, haben sie jetzt vielleicht die Chance ihres Lebens. Den wenigen, die heute bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, wird man auch folgen.

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Engagiert und wach

Heute habe ich von einer Führungskraft meines Unternehmens gelesen: “Engagierte und wache Mitarbeiter” erhielten von ihr “absolutes Empowerment”.

Für mich war das eine bemerkenswerte Aussage, weil sie mir zeigt, wie viel sich in den letzten 3 Jahren verändert hat.

Es bedeutet, wer ehrlich will und sich professionell bemüht, der darf.

Es heißt nicht mehr: “Beweisen sie sich, danach hören wir ihnen zu, entscheiden aber selbst.”

Vor allem sagt sie aber auch nicht: “Wenn die Idee gut ist, unterstütze ich das voll mit meiner Macht (Sie erhalten die Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte).”

Willensstärke und Eigenverantwortung bei Mitarbeitern, scheint auch beim höheren Management beliebter zu werden.

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Meinung oder Wissen

In diesem Blog äußere ich meistens Behauptungen – wie viele andere Autoren auch.

Warum ist das so, warum schreiben wir keine bewiesenen Tatsachen oder wenigstens den wissenschaftlichen Konsens?

Weil ein Blog keine Enzyklopädie ist.

Tatsachen und wissenschaftlicher Konsens werden auf Wikipedia abgebildet. Auch dort kann sich jeder unkompliziert einbringen und schreiben, was das Zeug hält – echtes Wissen, durch Quellen belegt, und nur das. Wikipedia ist keine Kunst und daher steht dort nichts Neues.

Meinung und Wissen sollte man immer unterscheiden können, denn Verwechslungen können böse Folgen haben.

Doch so unterschiedlich die beiden sind, so wichtig sind sie jeweils auch. Eines kann ohne das andere nicht entstehen, sie sind wie Henne und Ei, sie bauen aufeinander auf.

Wir brauchen eine Meinung, die öffentlich zu einer Behauptung wird und danach bewiesen werden kann. Wenn all das erfolgreich sein sollte, entsteht Wissen. Nur durch dieses Wissen entstehen neue Meinungen und das Rad dreht sich erneut.

Wer also den Menschen das Wissen der Welt zugänglich machen will, sollte erwägen, sich bei Wikipedia zu engagieren. Diese vielen ehrenwerten Autorinnen und Autoren legen mit ihrer Arbeit die Basis dafür, dass sich Meinungen bilden können und Fortschritt entsteht.

Wer dagegen etwas Neues erschaffen will, der muss mutig seine Meinung äußern, Nicht obwohl es keine Quellen gibt, sondern gerade weil dem so ist.

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Bessere Zeiten

Sie werden kommen, das ist so sicher wie Sommer und Winter.

Doch es nutzt nichts, nur darauf zu warten, auszuhalten und die Zeit verstreichen zu lassen.

Wir sollten sparen, investieren und dabei helfen, die Wende herbeizuführen.

So stellen wir sicher, dass wir es genießen können, wenn bessere Zeiten anbrechen und nicht im Abseits stehen.

Schlechte Zeiten sind eine Prüfung. Zur Party danach werden nur diejenigen eingeladen, die ihr mutig ins Auge geblickt haben.

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Erschaffe etwas Neues

Ich bin immer ganz aus dem Häuschen, wenn ich die Chance bekomme, etwas spannendes Neues zu beginnen und vielleicht sogar zu erschaffen.

Auf Quora (einem sozialen Q&A-Netzwerk) gibt es seit einiger Zeit Salons. Diese Gebilde sind eine Mischung aus Blog und Facebook-Gruppe. So ganz genau weiß aber niemand, wozu sich die Salons entwickeln werden.

Durch die leidenschaftliche Community auf der Plattform lässt sich aber ein großes Potenzial vermuten.

Ich betreibe so einen Salon und auch ich war mir nicht sicher, wie ich ihn zu etwas Besonderem machen kann. Bis ich einen Impuls vom Community-Manager erhielt. Er schrieb in seinem Salon, man möge kreativ werden, etwas Neues schaffen und nicht nur bestehende Inhalte teilen.

Das hat mich angespornt und somit habe ich mein Konzept verändert.

Auf diesem Blog gibt es keine Kommentare. In meinem Quora-Salon möchte ich meine Themen aber diskutieren. Davon können wir alle profitieren, um bessere Leader, Marketer und Change-Manager zu werden. Bringt euch ein! Wie genau erfährt man hier: Über diesen Salon

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Schule umgekehrt

Schon 10 Jahre ist es her, dass Salman Khan uns allen die Möglichkeit gab, den Schulunterricht effizienter und menschlicher zu machen.

Hier ist sein TED-Talk aus dem Jahr 2011.

Warum effizienter?

Weil es durch Lernvideos möglich geworden ist, den Lehrer zu pausieren und zu wiederholen. 10-, 20-, 100-mal, wenn nötig. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo, dadurch werden die einen weniger gestresst, die anderen weniger gelangweilt. Am Ende ist das für alle besser.

Warum menschlicher?

Das ist der eigentliche große Wurf an Kahns Idee. Er sieht seine Kahn Academy nicht als kommerzielle Kursplattform für die Nachhilfe. Er möchte, dass in Schulen rund um die Welt damit gearbeitet wird und deshalb sind die Inhalte für alle Menschen kostenlos zugänglich.

Aber “in den Schulen” ist eigentlich falsch. Durch die Lehrvideos kann man die Lehrreihenfolge nämlich umkehren. Bisher findet der Unterricht in der Schule statt, die Vertiefung gibt es als Hausaufgabe. Wenn wir das umkehren, absolviert jeder zu Hause die Videolektionen (in eigenem Tempo). In der Schule ist dann Zeit für die Vertiefung. Das können Wiederholungen sein, Übungen oder Projekte.

Lehrern stehen genügend Daten zur Verfügung, um jeden Schüler individuell zu fördern. Das können sie selbst tun, 1:1 mit dem Kind, oder sie bringen Schüler in Gruppen zusammen, die sich gegenseitig coachen.

Die aktuellen Schulschließungen sorgen zwangsweise dafür, dass das Lernen individueller wird. Allerdings könnte das der Anlass für einen viel größeren Wurf sein.

Wir haben alle Mittel, die nötig sind, um die Schule umzukehren. Das brächte mehr Effizienz und Effektivität für die Schüler und auch eine Aufwertung der Lehrerrolle. Dann könnten sie das Wissen nämlich wirklich vermitteln, statt es nur in den Raum zu stellen.

Sal Khans Idee ist heute noch so aktuell wie vor 10 Jahren.

Hier ist gibt es die Khan Academy auf Deutsch (Klarer Schwerpunkt auf Mathematik).

Die englische Version ist weit umfangreicher und enthält viele andere Fachthemen.

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Die eigenen Eltern verstehen

Was habe ich als Kind für Kämpfe (verbal) mit meinen Eltern ausgetragen. Ständig wurde ich bevormundet und ungerecht behandelt. Immer haben sie nur an sich gedacht, mir nicht zugehört und schon gar nicht vertraut.

Sorry für diese Ungerechtigkeit. Heute bin ich selbst Vater und verstehe.

Ich verstehe meine eigenen Eltern und auch andere Eltern in der Öffentlichkeit.

Ich erlebe nun selbst täglich die Verantwortung, die Sorge und teils auch die Machtlosigkeit, die den täglichen Umgang mit eigenen Kindern ausmachen. Diese Gefühle kann man mit nichts anderem vergleichen und deshalb kann man sie auch nicht ableiten.

Man wird die Situation von Eltern erst dann wirklich verstehen, wenn man selbst Kinder hat.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Keine Kameradschaft unter Eltern

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Warum Diskussionen zu Streit werden?

Gerade war es noch ein normales Gespräch, plötzlich wird man lauter und lauter. Die Lautstärke provoziert und es entsteht ein Streit.

Wie konnte das passieren? Manchmal unterscheiden sich die Meinungen sogar kaum.

Hier auf Quora habe ich eine gute Antwort gefunden:

Greta Rosalie Emmes Antwort auf: Wieso werden Menschen bei einer Diskussion lauter?

Es geschieht, weil wir nicht zuhören.

Wir sind so ungeduldig darauf, unsere eigene Meinung auszudrücken, dass wir anderen ins Wort fallen. Dadurch werden sie lauter und die Abwärtsspirale hat begonnen.

Die meisten Streitereien könnten vermieden werden, wenn wir wirklich versuchen würden, unseren Gesprächspartner zu verstehen. Das geht, indem wir uns aufmerksam auf seine Argumente konzentrieren und nicht schon an unsere Antwort denken.

PS: Ich weiß, dass das einfach gesagt, aber schwer umzusetzen ist. Ich selbst scheitere auch zu oft daran. Probieren müssen wir es trotzdem.

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Nach 3 Jahren Elternzeit: Die Welt hat sich verändert, ich mich auch

Nun endet es also.

Morgen ist der 3. Geburtstag unserer kleinen Tochter und morgen wird mein erster Arbeitstag nach 3 Jahren Elternzeit sein.

Vor 3 Jahren fragte mich eine Kollegin, was ich denn tun wolle, wenn ich in 3 Jahren zurückkehren würde, oder ob ich überhaupt eine Rückkehr plane.

Meine Antwort war: “Ich weiß nicht, in 3 Jahren wird die Welt eine andere sein.”

Und natürlich ist das wahr geworden, diese Pandemie stellt aber alles in den Schatten, was ich jemals erwartet hätte.

Ein großes Familienabenteuer

Für mich selbst war es ein großes Abenteuer: persönlich, familiär, beruflich, finanziell und gesellschaftlich. Und nicht nur für mich, denn meine Frau hat parallel das Gleiche getan und die Zeit mit mir geteilt.

Sehr schnell haben wir gemerkt, dass wir die Ausnahme sind. Erstaunt hat man uns angesehen, wenn wir von unserem gemeinsamen Status berichtet haben. Die erste Frage nach dem Schock drehte sich meistens um Geld. Wie könnt ihr euch das leisten?

Ganz unkompliziert war es nicht, aber kurz: Wir haben uns sehr eingeschränkt und unsere Ersparnisse aufgebraucht. Man kann mehr als man denkt.

Ansonsten blicke ich zurück auf eine durchwachsene Zeit:

  • Ich habe meiner Familie viel zu geben versucht, habe ihr aber auch einiges zugemutet.
  • Ich habe mich nebenberuflich als Marketing-Berater versucht und musste feststellen, dass manche Ideen einfach scheitern – auch meine.
  • Ich konnte täglich Zeit mit meiner Frau und unseren 4 Kindern verbringen, trotzdem schien es oft zu wenig und trotzdem gab es Konflikte.
  • Wir haben schöne und lange Urlaube gemacht, sind aber keine “Reisefamilie” geworden.
  • Ich habe mehr gelesen als jemals zuvor und mich auch sonst weitergebildet. Dabei habe ich viel Wissen aufgenommen, interessante Leute getroffen, praktische Erfahrungen gemacht und neue Gewohnheiten entwickelt (wie diesen Blog). Trotzdem beginne ich morgen bei meinem alten Arbeitgeber eine neue Aufgabe und bin nicht sicher, was es ist.
  • Wir konnten als Familie 3 Jahre mit großer Flexibilität genießen. Ab morgen steht uns aber wieder der gefürchtete Balanceakt aus Arbeit, Schule, Kita, Haushalt und sonstigen Terminen bevor.

Und nun?

Natürlich gäbe es viele Geschichten zu erzählen, die hebe ich mir aber für ein anderes Mal auf. Vor allen Dingen habe ich eine Sache verstanden, die mir in Zukunft sicher helfen wird:

Es kommt immer anders, als man denkt und man tut gut daran, stets offen zu sein für die Anpassung des eigenen Plans. Der Weg ist nicht das Ziel, aber er verändert das Ziel.

Viele meiner Ziele aus 2018 habe ich nicht erreicht und dennoch bereue ich nichts. Ich sehe die Dinge heute anders und bin daher dankbar für alles, was ich lernen durfte.

Ich bin jetzt ein anderer und vieles kommt mir nun leichter vor.

Irgendwie freue ich mich auf das ungewisse Neue, obwohl ich auch großen Respekt davor habe.

„Und also öffne ich meine Arme, öffne sie, so weit ich kann,
Denn jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt,
Und man fummelt am Geschenkpapier rum und kriegt es nur mühsam wieder ab.“

Das Leichteste der Welt – Kid Kopphausen

Es wird sicher nicht “das Leichteste der Welt”, aber wir werden es schaffen.

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Wandel oder Beständigkeit?

Die Frage suggeriert, wir hätten eine Wahl und das ist natürlich falsch. In dieser Welt war nie etwas wirklich beständig und ich glaube, es wird auch nie dazu kommen.

Beständigkeit ist wider die Natur und das Streben danach ist gefährlich.

Was macht die Beständigkeit denn so attraktiv? Sie ist vertraut. Wir kennen die Regeln und könnten berechnen, was als Nächstes kommt.

Nicht so beim Wandel. Es ist zwar gewiss, dass es ihn geben wird, aber nicht, wie er aussieht. Das macht uns Angst und deshalb drücken wir fest gegen jede Veränderung, die wir sehen.

Besser ist es, den Wandel zu verstehen. Wenn uns das gelingt, können wir ihn mitgestalten. Auf diesem Weg gibt es unzählige Möglichkeiten, der andere ist eine Sackgasse.

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Community Marketing

Wie baut man eine Community auf? Mit dieser Frage hat sich Marco Schiess auseinandergesetzt und dazu 7 Marketing Expertinnen und Experten befragt. Die Antworten hat er in diesem lesenswerten Artikel aufbereitet:
Marco fragt nach #3 Wie baue ich eine Online-Community auf? | Marco Schiess auf LinkedIn

Sein Fazit: Empathie, Engagement und Netzwerken sind die Eckpunkte einer guten Community-Marketing-Strategie. Darüber hinaus bieten die einzelnen Meinungen aber differenzierte Blickwinkel von Profis und einige interessante Gedanken (must read!).

Bevor wir allerdings nach dem “Wie” fragen, müssen wir das „Warum“ klären.

Für wen ist das gut? Wozu ist es gut?

Aus meiner Sicht besteht die Community nicht aus potenziellen Kunden. Es sind Partner, mit denen wir gemeinsam ein Ziel voranbringen. Wir sind nun keine Einzelkämpfer mehr, sondern haben Verbündete. Wir vermarkten nicht an die Community, sondern mit der Community.

Hier hatte ich mich auch an anderer Stelle damit beschäftigt:
Wie du mit Community Marketing endlich Verbündete findest | RegionalDigital

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Vertrauen

“Vertrau mir doch einfach.”, das ist ziemlich schnell dahingesagt. Doch was verlangen wir da eigentlich?

Vertrauen bedeutet: keine Sicherheit, keine Gewissheit, keine Kontrolle, kein Anspruch, kein Zurück. Dafür aber Risiko. 

Vertrauen ist ein äußerst großzügiges Geschenk. 

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Die helle und die dunkle Seite des Stresses

Heute vor 15 Jahren war ich im Büro.

Seit etwa einem Monat arbeitete ich fast rund um die Uhr und sollte dieses Level in den nächsten zwei Wochen noch übertreffen.

Ich war als Hauptbuchhalter verantwortlich für den Jahresabschluss eines großen Industrieunternehmens. In diesem Bereich geht es bei börsennotierten Konzernen vor allem um Zeit. Es gilt die Zahlen schnell fertigzustellen, wenn möglich schneller als andere Vertreter der Branche. Entsprechend dringend und wichtig waren die Deadlines.

Ich sollte diese Aufgabe zum ersten Mal erledigen. Demnach war ich angespannt, unsicher, ineffizient und übermüdet. Trotzdem ich diese Zeit als extrem stressig in Erinnerung habe, denke ich daran mit Freude. Es war eine der aufregendsten und befriedigendsten Projekte meines Arbeitslebens.

Zweieinhalb Jahre später befand ich mich in einer ähnlichen Situation. Mittlerweile war ich im Controlling tätig und führte die Jahresplanung eines Produktionsbereiches durch. Der Arbeitsaufwand war ähnlich hoch, die Deadlines genauso unmissverständlich und wieder war es das erste Mal für mich. Wieder waren da Müdigkeit, Anspannung, Unsicherheit und Ineffizienz.

Auch diese Aufgabe habe ich erfüllt. Wenn ich mich jedoch an diese Zeit erinnere, dann fühle ich alte Narben brennen. Es war eine frustrierende und auszehrende Zeit.

Was war der Unterschied?

Im ersten Fall hatte ich ein starkes Team um mich, konnte jederzeit auf Unterstützung bauen, wurde gesehen und gebraucht. Für die Finanzabteilung ist der Abschluss das wichtigste Projekt des Jahres. Entsprechend wertig war unsere Leistung und entsprechend zufrieden waren wir, als wir das Ziel erreichten .

Im zweiten Fall war ich auf mich allein gestellt. Wieder bereitete ich ein massives Datenvolumen auf, ich präsentierte es sogar vor hochrangigen Führungskräften. Allerdings konnte mir niemand helfen. Die Controller arbeiteten an einer Schnittstelle in der Matrixorganisation. Vertikal der Finanzabteilung zugeordnet, aber horizontal für die Produktionsbereiche tätig.

Für die Produktion waren wir also fremde Dienstleister, in der Abteilung Außenseiter. Selbstverständlich unterschieden sich auch unserer jeweiligen Aufgaben völlig.
Als ich um Hilfe bat, konnte man mir nur Mut zusprechen, eine Absicherung gab es nicht, und der Tag nach der Präsentation war für meine Kollegen wie jeder andere. Meine Herkulesleistung konnte niemand nachvollziehen.

Was den Stress so belastend macht, sind nicht immer zeitliche und fachliche Gegebenheiten. Oft sind es die emotionalen Begleitumstände.

Stress kann sich zu einer unkontrollierbaren Kettenreaktion entwickeln. Es folgt eine Spirale – abwärts oder aufwärts.

Als Vergleich kann ein Marathonläufer ein “Runner’s High“ erleben und ein anderer trifft den “Mann mit dem Hammer”.

Durch gute Rennplanung (Essen, Trinken, Geschwindigkeitskontrolle) kann der Marathoni dem Mann mit dem Hammer entgehen, selbst unter Stress.

Bei der Arbeit sollten vor allem die emotionalen Begleitumstände im Blick haben. Wenn diese positiv sind, dann werden wir auch großen Workload bewältigen.

Und umgekehrt.

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Neue Möglichkeiten

Der Jahreswechsel ist für viele ein Zeitpunkt der Vorsätze und neuen Ziele.

Diese sind oftmals nicht erfolgreich, denn sie entstammen einer Pflichtaufgabe.

Da hat man sich im Dezember gemüht, um die letzten Punkte seiner To-do-Liste abzuarbeiten, nur um jetzt zwischen den Jahren ein weißes Blatt zu nehmen und wiederum vollzuschreiben.

Weil man das am Jahresende eben macht. Nur kurz ist die Last von den Schultern gewichen, schon sind wir wieder eingespannt.

Wie wäre es stattdessen nach Möglichkeiten zu suchen – rein aus Spaß und Interesse.

Ziele sollten konkreten Projekten zugeordnet sein, nicht einer allgemeinen Zeitspanne. Doch der Beginn des neuen Jahres könnte ein Moment der Vorfreude und Spannung sein.

Wir könnten uns vergegenwärtigen,

was wir lernen können,

wen wir treffen können,

was wir beginnen können,

wobei wir helfen können,

wie wir wachsen können.

Und dann könnten wir uns darauf freuen.

Wir sollten das neue Jahr mit Hoffnung und Neugier beginnen. Mit Blick auf die Dinge, die wir wollen und die uns interessieren. Möglichkeiten gibt es genug.

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Wie soll sich das Kind denn so an das Berufsleben anpassen?

Mit “so” ist gemeint: Mit diesem Benehmen.

Das Kind solle nicht alles hinterfragen, nicht aus der Reihe tanzen, sich anstrengen und konzentrieren. Schließlich müsse man das doch später im Berufsleben auch.

Es ging um ein Grundschulkind.

Den meisten Pädagogen geht es tatsächlich darum, die Kinder bestmöglich beim Lernen zu unterstützen. Leider gibt es aber auch solche, die als Maßstab für das “zukünftige Berufsleben” die eigenen Lernerfahrungen von vor 30 Jahren ansetzen.

Tatsächlich werden es eher diese unflexiblen Menschen sein, denen die Anpassung zunehmend schwerer fällt. Die Kinder werden das schon schaffen.

Siehe auch: Hört auf Träume zu stehlen.

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Die Welt ist breit und tief

Generalisten oder Spezialisten, welche Gruppe ist im Vorteil?

In unserer hoch spezialisierten Wirtschaftsordnung brauchen wir Leute, die sich detailliert mit einzigartigen Problemen beschäftigen. Um Innovationen zu schaffen, müssen wir in die Tiefe gehen.

Andererseits brauchen wir auch Menschen, die die in vielen Bereichen mitreden können. Zwar werden sie keinen davon wirklich beherrschen, doch ihre Stärke kommt zum Vorschein, wenn sie mit ihrem breiten Wissen die Spezialisten verbinden. Sie können Analogien herstellen und Probleme lösen, indem sie mehrere Felder kombinieren.

Der heute gängige Karriereweg führt über Spezialisierung. Unternehmen suchen die Besten aus einem detailliert abgegrenzten Bereich.

Laut David Epstein sind weder Generalisten noch Spezialisten im Vorteil.

Wir brauchen beide, um in Zukunft noch für Fortschritt zu sorgen. Sie müssen zusammenarbeiten, um aus Spezialwissen auch wirklich das Optimum herauszuholen. Die Welt ist breit und tief.

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Präsentismus

Das ist die schlechte Angewohnheit, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen. Der Grund dafür ist manchmal die Angst vor verständnislosen Chefs und Kollegen oder auch der Glaube unabkömmlich zu sein.  

Man möchte präsent sein, koste es, was es wolle.  

Eine fatale Einstellung, denn tatsächlich sind die Kosten gewaltig. Die eigene Produktivität sinkt, der Körper regeneriert langsamer oder nimmt sogar weiteren Schaden und eventuell steckt man auch noch andere an. 

Das ebenso negative Gegenteil heißt übrigens Absentismus (Krankfeiern). 

Als positive Begleiterscheinung der Pandemie wird beides nahezu verschwinden. 

Weil digitales Arbeiten vertrauter und besser organisiert werden wird, entzieht man diesen Produktivitätskillern den Nährboden. 

In diesem Artikel wird beschrieben, wie man Präsentismus als Arbeitgeber vermeiden kann: 
Erkältungszeit – was Unternehmen jetzt bieten müssen | von Isabell Prophet auf t3n.de 

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Papa, glaubst du an Gott?

Meine eigene Erfahrung zeigt, dass Kinder einen starken Glauben haben können.

Und das vielleicht gar nicht, weil ihnen Erwachsene alles erzählen können, sondern weil sie nach Antworten suchen.

In unserer Familie wollen wir den Kindern verschiedene Sichtweisen ermöglichen, auch von anderen Menschen als ihren Eltern. Wir gehen also sehr undogmatisch damit um, ermöglichen ihnen aber auch die kirchliche Christenlehre.

Trotzdem ist es auch für Erwachsene nicht immer einfach, diese Frage zu beantworten.

Das Konzept “Gott” kann sehr individuell sein. Wenn ich an Gott glaube, dann kann das etwas völlig anderes sein als das, woran du glaubst. Es kann die reine biblische Lehre sein oder andere Religionen, die Natur, Ethik, innere Stimmen, das Universum etc.

Außerdem glaube ich, dass die Antwort von der eigenen Lebensphase abhängt.

Was man als Kind vielleicht klar bejahen würde, beurteilt man als Erwachsener schon differenzierter. Doch auch wenn man sich von dem Thema abwendet, könnte es in späteren Jahren wieder wichtiger werden.

Diese Frage wird uns mehrmals im Leben begegnen und es ist durchaus möglich, dass wir sehr unterschiedlich antworten.

Unsere Kinder sollten wissen, dass es nicht nur eine Antwort gibt, dass sie ihre eigene finden dürfen und dass man sich auch umentscheiden kann.

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Wichtiger als Wissen

Täglich treffen wir Entscheidungen. Sie sind es, die uns nachts wachhalten. Wir bereiten Entscheidungen vor und oft lassen uns die Szenarien auch hinterher nicht los.
Auf welcher Basis treffen wir Entscheidungen?

Idealerweise basieren sie auf Wissen.

Leider kommt dieses Ideal nur selten vor. Zumindest dann nicht, wenn es um komplexe Sachverhalte geht.

Wissen ist oft nur eine Illusion. Wurden wirklich alle Alternativen einbezogen? Liegen alle Fakten vor? Haben wir jeden Experten gehört?

Niemand kann alles wissen und leider gibt es auch Momente, da kann es niemand wissen.

Deshalb ist Vertrauen deutlich wichtiger als Wissen.

Oft ist es effektiver und effizienter, nicht nach Wissen zu streben, sondern jemanden Vertrauenswürdigen zu suchen. Wir vertrauen dann auf zwei Dinge:

  1. Die Person weiß mehr als wir, wird also wahrscheinlich besser entscheiden als wir.
  2. Sollte die Person dennoch falschliegen, wird sie in unserem Sinne weiterverfahren.

Niemand kann sich in allen Belangen ein klares Bild machen.

Familie, Job, Finanzen, Politik, Konsum.

Ich wähle nicht den Partner, die Vertreterin, das Produkt, weil ich zweifelsfrei weiß, dass die Entscheidung richtig ist. Ich suche mir jemanden oder etwas, dem ich zutraue, im Zweifel mein Wohl im Sinn zu haben.

Leader, Marketer und Change-Manager sollten weniger Zeit in die Wissensvermittlung und mehr in den Vertrauensaufbau investieren.

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Zweifel, Angst und fehlende Wertschätzung

Wenn wir denken, wir hätten es schwer, nur weil wir von Angst und Zweifeln geplagt werden, oder weil uns niemand die verdiente Wertschätzung entgegenbringt, dann sind wir auf dem Holzweg.

Wir fühlen uns nicht erfolgreich, attraktiv oder clever genug und sind deshalb gehemmt?

Natürlich fühlen wir das. Wir sind aber kein Einzelfall, in gewisser Weise geht es sogar jedem so (Sonder).

Auch Berühmtheiten sind keine Ausnahmen.

Die attraktivsten Schauspielerinnen ziehen Schönheitsoperationen in Erwägung. Vermögende Geschäftsleute fürchten um ihren Wohlstand. Und sogar international gefeierte Fußballstars vermissen zuweilen die Wertschätzung von Klubs oder Fans.

Wir sind nichts Besonderes, weil wir diese Probleme haben.

Es macht uns besonders, wie wir damit umgehen.

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Und was, wenn niemand zuhört?

Wir wollen etwas beitragen, sind motiviert, überzeugt, voller Tatendrang.

Doch was, wenn niemand zuhört, wenn niemand fragt, wenn niemand uns sieht?

Wir sollten selbst zuhören, selbst fragen und selbst sehen.

Das ist der erste Schritt und der liegt in unserer Hand.

Leadership beginnt mit einem Geschenk: Aufmerksamkeit.

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Kann SEO doch noch mehr?

Ja, ich halte nicht viel davon. Nicht weil ich die Wirksamkeit abstreiten würde. Sondern weil ich es falsch finde, mein Kunstwerk für den Fremdenführer zu “optimieren”, weil er Besucher ins Museum bringt. Siehe auch: SEO ist verkehrte Welt

Aber was ist mit den einzelnen Maßnahmen, tue ich denen unrecht? Helfen sie vielleicht auch den Lesern? Verbessern sie das Verständnis des Textes? 

Einige Beispiele: 

1. Korrekte Gliederung 

Es steht wohl außer Frage, dass diese und ähnliche Formalitäten gewahrt sein sollten. Der Respekt vor Leserinnen und Lesern gebietet es, dass man sich Mühe gibt. 

2. Backlinks 

Empfehlungen helfen. Nicht nur Suchmaschinen werden durch Empfehlungslinks auf unsere Artikel aufmerksam, sondern natürlich auch Menschen.  

3. Keywords 

In diesem Artikel über die Keyworddichte wird unkompliziert beschrieben, worauf die Suchmaschinen achten, wie oft ein bestimmter Begriff also vorkommen sollte.

Wie ist das mit den Lesern? Scannen die nicht auch den Text um herauszufinden, ob er hilfreich ist? Verbinden sie ihr Thema nicht auch mit bestimmten Worten? Wie beurteilen sie wohl einen Text, der diese kaum enthält, oder nur am Ende, nicht in den Zwischenüberschriften etc.? 

Es gibt Basics, wie die 3 Beispiele, die sofort in der SEO-Schublade landen. Aber eigentlich können sie mehr. Es sind allgemeine Qualitätskriterien für Texte und Marketing.  

Der gesamte SEO-Werkzeugkasten ist groß, schwer und aufwendig. Viele dieser Dinge brauchen wir nicht, wenn wir uns auf eine kleine, sehr spezielle Zielgruppe konzentrieren.

Ansonsten lohnt es sich jedoch, auch SEO-Fachleuten zuzuhören. Nicht um durchschnittliche Suchmaschinennutzer einzufangen, sondern um spezielle Menschen wertschätzend zu bedienen.

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Amazon passt nicht ins Bild

Wie ist das normalerweise mit der Marktmacht?

Es gibt einen großen Mächtigen und der nutzt seine Macht aus. Für die Kunden wird es teurer, unflexibler und unkomfortabler. Innovation wird langsamer. Alle Konkurrenz wird durch hohe Markteintrittsbarrieren ferngehalten.

Dem Unternehmen Amazon wird gern unterstellt, ein böser Monopolist zu sein, der alle anderen klein hält, Mitarbeiter ausbeutet, Kunden von sich abhängig macht und keine Steuern zahlt.

Kann man das wirklich feststellen?

Ich kenne die Arbeitsbedingungen nicht und mag mir auch über die Steuerethik kein Urteil bilden.

Aus Kundensicht und als Beobachter fällt mir aber Folgendes auf:

  1. Kunden kaufen nicht bei Amazon, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Der Service ist (mit Abstand) am besten, die Preise sind am günstigsten und das Angebot ist am größten.
  2. Amazon ist kein Monopolist. Es ist der größte Anbieter in vielen Märkten mit jeweils großer Konkurrenz.
  3. Die Markteintrittsbarrieren im Onlinehandel sind nicht allzu hoch. Buch- und sonstige Einzelhändler hätten sich längst darauf konzentrieren können und wären durch ihre räumliche Kundennähe sogar im Vorteil gewesen. Meines Erachtens hält Amazon niemanden klein, die anderen stehen sich selbst im Weg.
  4. Es gibt ständig neue Produkte, die auch ständig besser werden.

Es ist nicht fair, die Kunden zu verurteilen, weil sie sich das beste Angebot auswählen. Lokale Händler hätten sich längst auch online um ihre Zielgruppe bemühen können. Doch sie haben sie ignoriert und schieben die Schuld jetzt anderen zu.

Aus meiner Sicht passt Amazon nicht in das Bild des schädlichen Monopolisten. Im Gegenteil. Durch dieses Angebot ist der private Konsum für alle günstiger, schneller und unkomplizierter geworden.

Andere könnten und sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

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Verfahrens- und Verknüpfungsfragen

Ob eine Aufgabe lehrreich ist, hängt entscheidend von der Frage ab.

Die Art der Frage entscheidet nämlich darüber, ob es nur darum geht, ein bekanntes, standardisiertes Verfahren anzuwenden, oder ob eine themenfremde Erfahrung mit einem neuen Problem verknüpft werden kann.

Die Verfahrensfrage fordert uns dazu auf, einen bekannten Weg zu lernen oder zu üben.

Die Verknüpfungsfrage zwingt uns, neue Erkenntnisse selbstständig zu gewinnen. Sie sorgt für echtes Verstehen.

“Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag. Bring ihm das Angeln bei und du ernährst ihn ein Leben lang.”

Richtig?

Nein, leider nicht. Vielleicht galt diese Metapher in früheren Zeiten. Heute sind wir von ständigem Wandel umgeben. Was passiert, wenn es morgen keine Fische mehr gibt? Ganze Industrien verschwinden heute durch Disruption binnen weniger Jahre.

Das Training mit Verfahrensfragen konzentriert sich auf ein gegebenes Verfahren: Wie kann ich am besten Angeln?

Besser wäre gewesen, ihn mithilfe des Angelbeispiels zu ermutigen, eigene Lösungen für sein Hungerproblem zu finden. Wie kannst du sonst noch Essen fangen?

Im Grunde stellst du deinem Essen eine Falle und nutzt einen Köder – geht das auch anders, vielleicht mit anderem Essen?

Sobald die Fische wirklich verschwinden, werden ihm diese Erfahrungen helfen, um neue Wege zu finden. Dabei wird er weitaus schneller sein als jemand, der sich allein auf das Angeln spezialisiert hat.

In “Es lebe der Generalist”, belegt David Epstein diese Zusammenhänge anhand von Studien. Warum also Verknüpfungsfragen? Sie sind der Schlüssel, um effektiver zu lernen, kreativ zu sein.

Alles, was wir mit Verfahrensfragen trainieren, können Computer und Maschinen besser. Die Verknüpfung dagegen ist eine menschliche Gabe und künstlich Intelligenz tut sich komplexeren Bereichen noch immer sehr schwer.

Das Transformieren einer Lösung – z. B. von: “Angel-Köder-Fisch” hinzu: “Falle-Köder-Kaninchen” – muss aber langfristig erlernt werden.

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Ruhe und Gelassenheit

An diesem Punkt des Jahres kommen wir alle auf solche Gedanken. 

Wie sollten uns doch eigentlich viel öfter besinnen, zur Ruhe kommen, im Moment leben etc. 

Auch ich verdrehe die Augen, wenn ich lese, wie wichtig das ist und dass wir uns doch die Zeit nehmen müssen. 

Schließlich wissen wir das – aber andere Dinge wollen auch erledigt werden. Das ist das ewige Dilemma. 

Es nutzt aber nichts! 

Vielleicht kommen wir der Sache näher, wenn wir bessere Methoden finden. 

Bei Leo Babauta habe ich jetzt einige einfache Übungen gefunden, mit denen die Alltagsintegration von “Ruhe und Gelassenheit” leichter fällt. 

Hier sind meine Top 3: 

  1. Pausieren und durchatmen: Im Laufe des Tages immer mal wieder innehalten und sich auf das Atmen konzentrieren. Nur einige Sekunden. Das ist so simpel, wie es sich liest. Den großen Effekt habe ich aber schon oft erlebt.  
  1. Aushalten etwas nicht zu wissen: Wir wissen die Antwort nicht, normalerweise Googeln wir jetzt. Doch das ist nicht immer nötig. Wir müssen nicht zu allem eine Meinung haben.  
  1. Was würde uns heute glücklich machen? Jeden Tag morgens mit dieser Frage zu beginnen kann uns viel Belastung ersparen. 

Alle 8 Übungen finden sich hier: Reminder: 8 Practices to Get Still & Calm | Leo Babauta auf “zen habits”  

Ich glaube, dass wir viel erreichen können, wenn wir uns kleine Schritte vornehmen und sie wirklich gehen. Und selbst wenn wir schon unzählige Male gescheitert sind, der Versuch, das Richtige zu tun, ist es wert. 

Danke Leo für die Erinnerung. 

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Fermi-Probleme

Um kreativ tätig zu sein, müssen wir noch besser lernen, konzeptionell zu denken. Dazu gehört es, Zusammenhänge zu erkennen und bekannte Lösungswege in anderen Problemstellungen erneut aufzugreifen und weiter zu entwickeln. 

Die konkrete Erfahrung in einem engen Rahmen wird uns in Zukunft immer weniger nutzen. Stattdessen müssen wir in der Lage sein, einen breiten Erfahrungsschatz zu filtern, Nützliches zu transformieren, und damit neue Wege zu finden. 

Wiederkehrende Tätigkeiten werden zunehmend von Computern verrichtet, für den Menschen bleibt die Kreativität

Leider wird dieser Entwicklung in den Schulen noch zu wenig Rechnung getragen. Es ist daher unsere Aufgabe, unseren Kindern beizubringen, wie das geht (Siehe hier, was wir Kindern noch beibringen sollten). 

Eine gute Übung bilden Fermi-Probleme (benannt nach Enrico Fermi, Kernphysiker). 

Dabei üben wir uns darin, ein sinnvolles Ergebnis zu finden, obwohl wir über keinerlei Erfahrung oder Daten verfügen. Wir finden die Lösung durch qualifiziertes Schätzen. 

Auf Basis unseres Allgemeinwissens und unserer Lebenserfahrung treffen wir Annahmen und kommen so zu einem Ergebnis. Oft sind die Ergebnisse sogar dann sehr nah an der Wahrheit, wenn wir uns verschätzen. Mehrere falsche Schätzungen können sich ausgleichen, entscheidend ist jedoch die richtige Strategie.  

Hier ein klassisches Beispiel, die Lösung der Frage: Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?

Hier gibt es einige Übungsaufgaben für verschiedene Altersstufen: Fermi-Probleme für Schüler | schulkreis.de 

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Was haben Controlling und Marketing gemeinsam?

Dem ersten Gefühl nach wahrscheinlich wenig. 

Marketing schein viel mit Gefühlen zu tun zu haben. Es steht für kreative Aktionen, die Arbeit mit Menschen, Design und Wandel. 

Controlling steht für Rationalität, Zahlen, Daten, Fakten. Es scheint, als würde man hauptsächlich Details analysieren, trockene Vergangenheitsdaten, allein und in Stille. 

Extrovertierte, enthusiastische Menschen, interessieren sich daher häufig fürs Marketing. Ruhige und vorsichtige Menschen neigen eher zum Controlling.   

Diese Klischees stimmen mal mehr und mal weniger. Vergessen wird allerdings oft, dass wir eigentlich keine Wahl haben. 

Denn beides brauchen wir immer. 

Sobald wir irgendwo Verantwortung tragen – für das eigene Unternehmen oder als Angestellte in Fachbereichen oder Teams – gehören Marketing und Controlling zu unseren Aufgaben. 

Immer müssen wir unsere Zahlen kennen, analysieren und daraus Schlüsse ziehen. Immer müssen wir Enrollment für unsere Ideen suchen und dadurch Wandel ermöglichen

Vielleicht haben wir Bilder von typischen Marketern und Controllern im Kopf, mit denen wir uns mehr oder weniger identifizieren. 

Wahre Leader und Change-Manager sind jedoch professionell genug, beide Disziplinen zu beherrschen. 

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Die Blase verlassen

Wir leben in unseren eigenen Blasen – unbewusst aber dennoch. 

Wir umgeben uns mit Menschen ähnlicher Meinung, lesen Bücher, die oft ähnliche Themen haben, hören Podcasts und schauen Videos aus unserem Fachbereich. 

Wollen wir so einen offenen und vielschichtigen Blick auf die Gesellschaft behalten? 

Die Algorithmen hinter sozialen Medien und Handelsplattformen machen es schlimmer. Dort wird genau das vorgeschlagen, was man uns auch früher schon verkaufen konnte. Wenn wir die Blase also verlassen wollen, dann müssen wir es darauf anlegen. 

Zumindest bei Büchern gibt es dann doch auch technische Hilfe (Gott sei Dank). 

Break the Bubble 

Auf dieser Seite kann man bis zu 8 (englische) Bücher eingeben, die man mag. Aus diesen Informationen wird dann das ausgesucht, was man eigentlich nie lesen würde. 

Ich habe es probiert und hier sind mein Top 3 (Anti)Empfehlungen: 

  1. Hit So Hard: A Memoir | Patty Schemel 
  1. Miss D and Me: Life with the Invincible Bette Davis | Kathryn Sermak 
  1. The Green Witch: 
    Your Complete Guide to the Natural Magic of Herbs, Flowers, Essential Oils, and More | Arin Murphy-Hiscock 

Tja, in der Blase ist es kuschelig. 

Hier habe ich den Tool-Tipp gefunden: Anti-Bücher-Empfehlungstool: Break the Bubble holt dich aus deiner Echokammer raus | Kathrin Stoll bei t3n.de 

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Kundenbeziehungen

Hilfe ist oft gut und wichtig, nur nicht bei dieser Sache. 

Online Marketing ist schwierig und langwierig. Allzu unbedacht wird es deshalb einfach ausgelagert, ohne zu merken, dass wir dann selbst gar keine Kundenbeziehung mehr aufbauen. 

Das mache die Dienstleister dann. Unsere Community haben dann die. 

Plattformen, die uns das anstrengende Marketing, Technik und sonstige Arbeit abnehmen. Ob AirBnB, Lieferando, MyHammer, Amazon, Facebook oder Google – denen dürfen wir die Schnittstelle zu unseren Kunden nicht überlassen. 

Mir ist schon klar, dass das oft unmöglich erscheint. Wer kann es sich schon leisten, nicht bei Facebook zu sein? Die wichtige Frage ist aber nicht “ob”, sondern “wozu” nutzen wir diese Plattformen nutzen. 

  1. Für Feedback und Diskussionen mit Kunden? Um Restkapazitäten auszulasten? Oder für den Erstkontakt und unkomplizierte Beratung? 
  1. Oder ist es das Hauptmedium für unseren Content, unsere Hauptumsatzquelle, unser wichtigster Vertriebskanal? 

Im 2. Fall hat man vielleicht schnell ein Problem. 

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O Captain, mein Captain

“Der Club der toten Dichter” ist einer meiner Lieblingsfilme, denn neben Tragik und Komik enthält er auch viele Lektionen fürs Leben.

Mr. Keating lehrt seine Klasse zum Beispiel: 

Gegen den Strom zu schwimmen,  

den Tag zu nutzen,  

einen eigenen Vers zu finden (denn Worte und Gedanken können die Welt verändern), 

sich um eine eigene Perspektive zu bemühen.

Am wichtigsten finde ich jedoch die Notwendigkeit der Inspiration und damit die Person von Keating selbst.

Wir brauchen Leader, Lehrer, Mentoren und Idole. Nicht um Ihnen blind zu folgen, sondern um von ihnen zu lernen. Von ihnen wollen wir lernen, weil sie uns überzeugt haben (Enrollment) und darum fällt es uns auch leichter.

O Captain, mein Captain, ist also kein Ausdruck der Unterwürfigkeit, sondern der Dankbarkeit und des Vertrauens.

Wir sollten uns bemühen, solche Menschen zu finden. Die Klasse im Film hatte Glück, dass Mr. Keating ihr Lehrer wurde. Wir allerdings können proaktiv an die Aufgabe gehen.

Wir können Bücher und Blogs lesen, Podcasts hören, Videos mit Vorträgen ansehen und an Seminaren teilnehmen. Persönlich treffen müssen wir die Person nicht mehr unbedingt.

Seinen Captain zu finden ist heute einfacher als je zuvor. Nutzen wir diese Chance.

Mein “Captain” ist übrigens Seth Godin. Etwas mehr über ihn, habe ich hier auf Quora geschrieben – ich denke meine Begeisterung kommt reichlich zum Ausdruck.

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Zur eigenen Meinung stehen

Vor allem für Kinder ist das schwer, erst recht, wenn sie sie gegen Ältere und Gruppen durchsetzen sollen.  

Heute erlebt: 

Drei meiner Kinder und ich sind mit dem Fahrrad unterwegs. Die Tour, die ich ausgewählt habe, gefällt den zwei Älteren, der Jüngste will nicht weiter. Der Abschnitt über die Landstraße ist ihm nicht geheuer.  

 Meine Meinung:

Kein Problem, wir fahren vorsichtig, ich passe auf, so gefährlich ist der kurze Abschnitt nicht.  

Trotzdem ist er sichtlich gespalten, die beiden anderen sind genervt: “Wir wollen aber.”  

Mein Angebot:

„Wir sind jetzt noch 500 Meter hier auf dem Feldweg, danach biegen wir ab und fahren die Runde (mit Straßenanteil) oder kehren um. Die Gesamtdistanz ist ungefähr gleich. Du entscheidest.“  

Die anderen Kinder sollten ihn nicht noch mehr beeinflussen – er sollte sich selbst entscheiden – versucht haben sie es trotzdem.  

 
Mein Sohn ist bei seinem “Nein” geblieben – gegen mich und seine (nur kurz) genervten Geschwister – und das hat mich gefreut.  

Ich konnte ihm dann erklären, wie wichtig es ist, zu seiner Meinung zu stehen, auch wenn man sich genötigt fühlt. Ich wüsste nun, dass er es wirklich ehrlich meine, wenn er beim nächsten Mal “Ja” sage. Er stimmt eben nicht nur deshalb zu, weil er andere (z. B. mich) zufriedenstellen will.  

Ich weiß, zur eigenen Meinung zu stehen, ist selbst für Erwachsene schwierig. Umso mehr bewerte ich diese Erfahrung für mein Kind als einen großen Sieg für sein Selbstwertgefühl. 

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Früher war alles besser

Zum Beispiel 2014, was für ein Jahr. Wir waren Fußball-Weltmeister, Helene hat noch für uns gesungen und alle konnten zusammen feiern. Obama war US-Präsident, das Vereinigte Königreich EU-Mitglied und der Dieselmotor eine deutsche Spitzentechnologie. 

Da war die Welt noch in Ordnung, oder? 

Nicht wirklich! Bei genauem Hinsehen erkennen wir, dass auch dieses Jahr vollgepackt war mit Problemen und Schicksalsschlägen der übelsten Art. (Siehe hier). 

Es gibt Momente, vielleicht sogar Tage, da wünschen wir uns, dass doch einfach alles wieder gut würde. Das ist verständlich und es darf auch so sein, soweit die Melancholie von kurzer Dauer bleibt. 

Denn eines ist klar: Prince Charming wird nicht kommen, um uns zu retten. Helfen müssen wir uns selbst. 

Natürlich sind die Zeiten hart, doch das waren sie immer. Jede Beschränkung eröffnet auch neue Möglichkeiten und auf diese müssen wir uns konzentrieren. 

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Qualität ist eine tägliche Entscheidung

Fachwissen und Fertigkeiten allein sind keine Garantie, sie sind die Basis. 

Unser Ziel sind auch keine Qualitätsspitzen. Vielleicht hatten wir gute Laune, vielleicht war es Glück. 

Wirkliche Qualität ist konsistent und Konsistenz ist das Ziel der Profis. Sie entscheiden sich dazu, immer ihr Bestes zu geben. 

Geschrieben und gelesen ist das leicht. So leicht wie es ist, ein halbes Jahr lang anderes zu tun zu haben, um dann mit der Deadline in Sichtweite ranzuklotzen.  

Schwer hingegen ist es, sich jeden Tag erneut zu motivieren, die volle Leistung abzurufen.  

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Grenzen dynamisch sind. Die Ansprüche der Kunden wachsen.  

Qualität heißt also nicht, statisch das einmal gefundene Erfolgsrezept nachzukochen. Es bedeutet ständiges Lernen und Wandeln. 

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Celebrity CEO

Für Satya Nadella, steht das C in CEO für Culture. Das hatte ich schon in diesen Artikel als interessante Sichtweise beschrieben. Doch wie sieht die Kommunikationskultur den aus, die uns die Führer der Wirtschaft vorleben? 

In diesem Zusammenhang bin ich in Lindsey Pollaks “The Remix” über einen Begriff gestolpert. Im ersten Moment klingt er fast komisch, in Wahrheit sollte er aber ernstgenommen werden: “Celebrity CEO”. 

Angestellte, vor allem aus jüngeren Generationen, würden laut Pollak größeren Wert auf Transparenz legen. Die Kommunikation der Führungsebene wäre dafür entscheidend. 

Mitarbeiter fragen heute viel eher nach dem Grund. Sie wollen wissen “warum” Entscheidungen getroffen werden und eine Standard-Pressemitteilung reicht dazu nicht. Sie wollen nicht nur informiert werden, sondern verstehen. Dazu müssen sie ihre Anführer kennen und einschätzen können. 

Die CEOs angesagter, wachsender Unternehmen sind selbst Berühmtheiten (Celebrities). Elon Musk, Tim Cook, Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Richard Branson, Satya Nadella sind öffentliche Personen. Sie sind präsent, sagen ihre Meinung, stellen sich Kritik und inspirieren – wirkliche Führungspersönlichkeiten eben.

Auch wenn – und wahrscheinlich gerade weil – sie streitbar sind.   

Wie kommuniziert man im (längst nicht mehr jungen) 21. Jahrhundert effektiv mit einer großen Zielgruppe? Natürlich über soziale Medien. 

Ich habe (heute am 11.12. 2020) untersucht wie aktiv die CEOs unserer 30 deutschen DAX-Konzerne bei Twitter und Facebook sind.

Das Ergebnis hat mich schockiert. Aus dieser Gruppe haben nur 3 (!) ein befriedigendes Twitter-Profil. Nur 2 davon nutzen es regelmäßig (anscheinend sogar selbst).

Der Rest findet online nicht statt. Das ist die Elite unserer Wirtschaft, die die Jugend zu einer Karriere in ihren Unternehmen inspirieren will, die sich über Fachkräftemangel und fehlendes Interesse für technische Berufe beklagt. 

Natürlich gibt es Unternehmens-Profile in den Sozialen Medien für alle diese Konzerne. Das ist jedoch kein Ersatz. 

Mich interessiert welche neuen Technologien meine Chefin interessant findet, welche Bücher sie empfiehlt und welchen Projekten sie Priorität einräumt. Die glattgeschliffenen Posts der PR-Abteilung sind jedoch langweilig. 

Jüngere Generationen wollen inspiriert werden und Teil von etwas sein. Sie folgen Elon Musk auf Twitter und träumen sowohl von seinen Produkten, als auch davon, für ihn zu arbeiten (ich schreibe absichtlich „für ihn“, statt „für Tesla“). 

Vom VW-Chef, kennen sie nicht mal den Namen. 

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SEO ist verkehrte Welt

Es ist nicht unsere Aufgabe, Texte mit möglichst vielen Stichworten zu schreiben, die von möglichst viele Menschen gesucht werden. Es ist unsere Aufgabe das zu schreiben, was unsere Zielgruppe lesen will. 

Es ist nicht Googles Ziel, dass Menschen etwas finden, was speziell geschaffen wurden, um bei Google gefunden zu werden. Es ist Googles Ziel, dass Menschen finden, was sie suchen – etwas das speziell für sie geschaffen wurde.   

Unser Job ist es nicht, unsere Inhalte für die Suchmaschine zu optimieren. Es ist der Job der Suchmaschine, sich für unsere Inhalte zu optimieren. 

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Konkrete Dankbarkeit

Danke, der Vortrag war gut! Danke, das Essen hat gut geschmeckt! 

Das ist höflich, aber leider nicht mehr.  

Besser ist es, die Dankbarkeit konkret auszudrücken. 

Mir hat besonders gefallen, dass die Folien so übersichtlich gestaltet waren, und dass Sie mit kurzen Stichworten schnell das Wesentliche erklärt haben. Danke, für den Vortrag, mir ist jetzt echt ein Licht aufgegangen. 

Die Spaghetti waren super, vor allem die Sauce war perfekt abgeschmeckt.  

So, oder so ähnlich, könnte man es auch sagen. Der Adressat kann dadurch erkennen, dass wir nicht einfach eine Floskel von uns geben, sondern unseren Dank wirklich ernst meinen. 

Das ist etwas anstrengender und kostet uns vielleicht sogar Überwindung. Aber auf diese Weise drücken wir echte Wertschätzung aus und geben etwas zurück. 

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Was willst du wirklich?

Helfen oder Geld verdienen? 

“Beides, ich muss auch irgendwie leben.”, sagen jetzt wahrscheinlich die meisten Berater, Trainer und Coaches.

Eine unbegründete Provokation?

So einfach ist das leider nicht. Rational versteht es jeder. Ich bekomme eine Leistung und sollte dafür bezahlen. Unterbewusst aber, haben wir alle die gleiche Angst davor “zugespamt” und übers Ohr gehauen zu werden. 

Im Online-Geschäftsleben ist es deutlich zu erkennen, aber auch offline wiederholen sich die gleichen Muster immer wieder: Ein Berater gibt erst vor uns helfen zu wollen, doch der Verkaufs-Pitch kommt bestimmt. 

Das Problem dabei ist Folgendes: 

Wir alle sind mit einer allgegenwärtigen Werbe-Dauerbeschallung aufgewachsen. Im Radio, Fernsehen und im Internet, überall will man uns 24/7 Gutes tun – für Geld natürlich. Alle wissen sie, was wir brauchen, erstellen kostenlos den hochwertigsten Content, bieten uns kostenlose Proben an und haben natürlich Sonderangebote – zeitlich begrenzt, also schnell entscheiden. 

Wir haben feine Nasen dafür entwickelt und schalten sofort ab, sobald wir diese Art “Beratung” wittern. 

Noch bei Google, sieht die Überschrift interessant und hilfreich aus. Doch nach 3 Sekunden auf der Website, bestätigt das erste PopUp unsere Skepsis (kostenloser Newsletter und Begrüßungsgeschenk). Den Text unterbrechen Werbeanzeigen und die informativen Links sind allesamt mit Sternchen versehen – nur eine kleine Provision aber unser Preis ist natürlich der gleiche. 

Das alles ist der Grund, warum sich die Eingangsfrage immer wieder stellt. 

Etwas deutlicher ausgedrückt heißt “Was willst du wirklich?”, nämlich soviel wie “Kann ich dir vertrauen?” 

Tolle Produkte, fundiertes Wissen und gemeinnützige Ziele haben viele. Ein wirklich knappes Gut in heutigen Zeiten, ist aber das Vertrauen. 

Wie geht es besser? 

Einfach offen und integer sein. Wenn wir erklären, dass wir beraten, dann muss es dabei bleiben. Wenn wir verkaufen möchten, dann müssen wir die Karten sofort auf den Tisch legen. 

Verzichten wir auf Angebote per Email, auf PopUps und Social-Media-Ads.

Es gibt genug Werbung – niemand will sie und wir sollten sie unserer Zielgruppe ersparen.

Natürlich weiß ich, dass die Zahlen etwas anderes sagen. Facebook-Werbung funktioniert, PopUps funktionieren und Newsletter-Marketing auch. 

Die Frage ist aber: Wofür und für wen? 

Facebook Werbung funktioniert hauptsächlich für Facebook. PopUps und E-Mail-Spam funktionieren als Treiber für Lead- und Conversion-KPIs. Würde man aber “Vertrauen” messen, dann sähe die Sache anders aus. 

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Nicht X, nicht Y

Als Xennials werden Menschen bezeichnet, die zwischen 1977 und 1983 geboren sind. Sie gelten als Mikrogeneration und sind das Bindeglied zwischen der Generation X und den “Millennials” (auch Generation Y).  

Sie weisen Kriterien auf, die für beide Generationen typisch sind – können also latent zynisch sein, wie Gen-X’er, aber auch optimistisch und anpackend wie Millennials. 

Im Allgemeinen rechnet man die Jahrgänge zwischen 1965 und 1980 zur Generation X. Als Millennials, oder Generation Y, werden die zwischen 1981 und 1996 Geborenen bezeichnet. 

Xennials liegen dazwischen. Ihre Kindheit war analog, doch als Jugendliche haben sie den Siegeszug der Digitalisierung hautnah miterlebt. Sie können sich kein Arbeitsleben ohne Internet vorstellen, würden sich aber nicht als Digital-Natives bezeichnen. 

In Deutschland haben Sie die Wende als Kinder erlebt und die damit verbundene Euphorie, Freude, Sorge oder Angst bei ihren Eltern beobachtet. Ihre frühe Jugend kennzeichnet der Hype des Internets, mit steigenden (auch finanziellen) Erwartungen und großen Träumen. Erwacht sind sie, beim Einstieg ins Berufsleben, durch das Platzen der Dotcom-Blase und die Attentate des 11. September. 

Soziale Medien lernten Sie erst als junge Erwachsene kennen, ihre eigenen Kinder sollten aber schon im Grundschulalter damit konfrontiert werden. 

Ich selbst fühle mich auch diese Gruppe zugehörig, weshalb ich sie exemplarisch ausgewählt habe. 

Der Sinn hinter all diesen Informationen ist aber Folgender: 

Menschen werden nicht nur durch ihr familiäres Umfeld und ihre angeborenen Charakterzüge geprägt, sondern auch durch die Zeit, in der sie aufwachsen. 

Jede Generation hatte ihre besonderen Bedingungen. Traditionals, Baby-Boomer, Gen-X’er, Millennials und die Generation Z, sie alle haben die Welt auf höchst unterschiedliche Weise erfahren. Brückengenerationen wie die Xennials natürlich auch.  

Ein Vergleich von Lebensperioden wird deshalb nie gerecht sein. Stattdessen sollten wir die Unterschiede als Chancen zu lernen begreifen.  

Beim führen und managen von Mitarbeitern, Unternehmen oder Familien, oder einfach bei der Begegnung mit unseren Mitmenschen, kann uns dieser Gedanke helfen fair und neugierig zu bleiben. 

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Der Remix

Organisationen sind ständig im Wandel. Dabei wird nach vorne geschaut und natürlich ist das berechtigt – im technisch-fachlichen Bereich. 

Was wir dabei nicht vergessen dürfen sind die Menschen. 

Na die sollen sich eben wandeln…? 

Nein! 

Menschen und ihre Erfahrungen sind ein großer Schatz für jedes Unternehmen. Und dazu gehört nicht nur ihr Fachwissen. Es sind Erlebnisse, Geschichte, Beziehungen, kurz: die Kultur. 

Eine große Herausforderung jedes Change-Prozesses ist es verschiedene Generationen innerhalb einer Unternehmenskultur zu vereinen. 

Wie begeistert man alle für den neuen Weg? 

Darum geht es in Lindsey Pollaks Buch “The Remix”

Die Autorin findet eine interessante Analogie, aus der Musik. Oft sind es nämlich Remix-Songs, also neue Versionen von alten Hits, die viele Fans aus unterschiedlichen Generationen begeistern. 

Die Älteren kennen das grundsätzliche Thema und sind dadurch aufgeschlossen für die modernen Elemente. Die Jüngeren mögen den modernen Sound und finden dadurch erst Zugang zum ursprünglichen Kunstwerk. 

In Change-Prozessen sollten wir also einen Remix anstreben, in dem die erfolgreichen Werte erhalten und neue Aspekte ergänzt werden. 

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Warum wir Behauptungen brauchen

Etwas zu behaupten ist per se nichts Anmaßendes. 

Galileo hat behauptet, die Erde drehe sich um die Sonne. Einstein hat behauptet, E wäre gleich mc². Kohl hat behauptet, im Osten würden blühende Landschaften entstehen. 

Zweifelsfrei klar war das jeweils noch nicht. Doch ohne die Behauptung, wäre es vielleicht auch nie dazu gekommen.

Zur anmaßenden Lüge wird es erst dann, wenn wir vorgeben es mit 100-prozentiger Sicherheit zu wissen. Erst dann also, wenn wir die Behauptung für eine bewiesene Tatsache ausgeben. 

Eine Behauptung erfordert Mut.

Wir müssen dazu nämlich hervortreten und einen Standpunkt äußern – unsere Idee veröffentlichen. Anschließend müssen wir Kritik aushalten und darauf eingehen. Wir setzen uns also der Gefahr aus, am Ende öffentlich Unrecht gehabt zu haben. 

Ohne Behauptung gibt es keinen Wandel, kein Marketing und auch kein Leadership. 

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Perfektionismus und Selbstvertrauen

Perfekt sein zu wollen wird oft fehlinterpretiert. Wir setzen das gleich, mit einem hohen Anspruch an Qualität und Leistung. Das muss doch mit großem Selbstvertrauen einhergehen, oder?

Das Gegenteil scheint mir richtiger zu sein.

Den besten Effekt auf das Selbstvertrauen, haben positive Erfahrungen. Diese macht man indem man Erfolge erzielt. Und Erfolge erzielt man indem man den Mut aufbringt eine Leistung abzuliefern.

Auch wenn sie nicht perfekt ist. Nur so gut, wie sie in diesem Moment sein kann.

Man könnte also scheitern – vertraut sich selbst aber so sehr, dass man es trotzdem wagt.

Perfektionismus dagegen bremst. Er führt dazu, dass man niemals fertig wird, entsprechend auch nicht liefert und keine Erfolge erzielt.

Sich selbst zu sagen: “Ich will perfekt sein, weil ich weiß, dass ich das von mir erwarten muss.“, ist eine Ausrede.

Es bietet die Gelegenheit sich zu verstecken, aus Angst vor dem scheitern. Das kann letztlich eher schädlich für das Selbstvertrauen sein.

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Auffallen durch Wertschätzung

Nein, nicht Erfolg durch schleimen. Es geht um ehrliche Würdigung der Leistung von anderen. Bereits im Mai hatte ich geschrieben: “Du kannst nicht gesehen werden, bevor du lernst zu sehen.” 

Aber wie läuft das jetzt praktisch? 

Auch das hatte ich dort eigentlich bereits vorgeschlagen: Die Stärken, Erfolge, Anstrengungen etc., unserer Mitmenschen erkennen und ihnen das widerspiegeln. In vollem Umfang habe ich es aber wohl selbst noch nicht verstanden. Deshalb noch einmal konkreter.

Menschen wollen gesehen werden. 

Was machen wir stattdessen? Wir wollen aller Welt unsere Produkte zeigen. Wir wollen von unseren Erfolgen erzählen, anderen unsere Weisheiten anbieten und präsentieren, was wir für die Welt tun. Die Anderen müssten es nur verstehen und annehmen. 

Dabei vergessen wir, dass alle anderen auch etwas anbieten. Und auch sie wollen das Gleiche – gesehen werden. sie haben gar keine Zeit auf uns zu schauen.

Was wäre, wenn wir den Hebel umlegen und plötzlich die Einzigen sind, die sehen wollen? 

Bei Facebook gibt es Blogger-Gruppen, mit mehreren tausend Mitgliedern. Da werden täglich ca. 20 neue Blogbeiträge geteilt. Wieviel Kommentare gibt es da wohl im Schnitt? Weniger als einen pro Tag.  

Warum? Weil viele Blogger schreiben wollen, selbst aber scheinbar gar nichts lesen. 

Das ist ein Fehler, denn du musst dein Fachgebiet kennen

Die Chancen sind enorm. Wenn wir in dieser Gruppe die einzigen sind, die kommentieren, dann fallen wir auf. Weit mehr, als wenn wir dauernd unseren Content teilen, so wie alle. 

So ist das auch in anderen Bereichen. In der Abteilungsbesprechung stellen alle ihre Themen vor. Wie oft kommt es vor, dass jemand ein einfaches, wertschätzendes Feedback gibt? Fast nie.

Wir können diese eine Person sein, die nicht nur an sich denkt:

“Der Punkt 3 in Ihrem Konzept scheint mir ein echter Durchbruch zu sein, ich finde es toll was sie da machen und wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.” 

Zwischen den Zeilen: “Ich habe zugehört, ich merke wie sehr Sie sich angestrengt haben und wie toll Ihre Leistung ist.” 

Bedeutet: Ich sehe dich. 

Egal ob bei Facebook, im Firmen-Meeting oder in der Familie. Dem Anderen kann das entscheidend den Tag versüßen. Und uns damit auch. 

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Das gute Virus

Viren haben keine besonders große Lobby. Erst recht nicht in diesem Jahr. 

Es gibt aber eines, das sollte man unbedingt verbreiten. Es ist nämlich gut für den Übertragenden und für den Empfänger. 

Das hier ist eine Buchempfehlung. 

Seth Godins zweiter Bestseller “Unleashing the ideavirus” stammt aus dem Jahr 2000 und ist aktueller denn je. 

Es handelt davon, wie man einen “Ideenvirus” erschafft und verbreitet. 

Nachhaltiges Marketing setzt nämlich nicht auf Commodity-Produkte und Werbe-Spam, sondern auf besondere Leistungen für besondere Kunden, verbunden mit ehrlichem, wertschöpfenden Marketingmaßnahmen. 

Das Buch beantwortet die folgenden Fragen: 

  1. Warum ist es töricht, ein neues Geschäft mit Millionen von Werbe-Dollars starten zu wollen? 
  1. Sind die Marktführer in allen Industrien heute angreifbarer durch Disruption, als jemals zuvor? 
  1. Sollte der Markt erst mit der günstigsten Produktversion getestet werden? 
  1.  Was ist der wichtigste Vermögenswert, den Unternehmen erschaffen können – und welche einfache Sache kann ihn vernichten? 
  1. Jede Werbeanzeige muss eine von zwei Bedingungen erfüllen. Warum erfüllen die meisten Anzeigen keine davon? 
  1. Welche fundamentalen Veränderungen bedeutet das Internet für unser Marketing? 
  1. Wie kann jedes Unternehmen (klein oder groß) das Ideenvirus für seinen Marketingerfolg nutzen? 

Hier kann man es auch kostenlos herunterladen: 

Unleashing The Ideavirus by Seth Godin | on seths.blog 

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Marketing und Kommunikation

Insgesamt ist Kommunikation alles, was anderen etwas mitteilt. Das kann Marketing sein, aber auch einfach eine Information, eine Erinnerung etc.

Marketing-Kommunikation ist jetzt der Teil, der darauf abzielt Wandel möglich zu machen (Seth Godin: „Marketing is to make change happen„).

Also alles was wir tun, sagen oder anderweitig ausdrücken, damit sich Menschen ändern (zum Besseren hoffentlich).

Demzufolge ist Marketing immer Kommunikation.

Kommunikation kann aber auch andere Ziele haben.

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Halte nichts zurück

Du trägst dein teures, neues Business-Outfit und bist auf dem Weg zur Arbeit. Heute ist viel zu tun – du musst dringend die Präsentation für deine Chefin fertig stellen.

Plötzlich bemerkst du, dass ein Kind in den Fluss gefallen ist und sich verzweifelt an einen Ast klammert.

Springst du ins Wasser und rettest das Kind? Obwohl du deine Sachen ruinieren und zu spät zur Arbeit kommen wirst?

Natürlich tust du das. Du musst sogar.

Du kannst einem Menschen konkret helfen, da ist es egal was die Sachen gekostet haben oder ob du die Verspätung nacharbeiten musst.

So ist es auch mit deinen Ideen.

Solange die Möglichkeit besteht, dass du andere Menschen positiv beeinflussen könntest – auch wenn es nur ein einziges Kind wäre – musst du sie uns erzählen. Egal ob sich das für dich lohnt oder Dritte das für Zeitverschwendung halten.

Halte nichts zurück. Nicht aus Scham, nicht aus Perfektionismus, nicht aus Egoismus.

Wir brauchen dich!

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Soll ich es tun?

Soll ich dieses Projekt umsetzen? Soll ich diesen Job annehmen? Heiraten? Kinder bekommen? Soll ich dieses x-beliebige Risiko eingehen? 

Diese oder ähnliche Fragen stellen wir uns gelegentlich und woran wir dabei denken, ist unsere Abwägung von Chancen und Risiken. 

Hier ist eine Frage, die uns helfen kann: 

Angenommen es gäbe keine realistische Chance auf Erfolg: Würde ich es trotzdem tun? 

Van Gogh hat “Ja” gesagt, Kolumbus hat “Ja” gesagt, König Leonidas hat “Ja” gesagt, Martin Luther auch. 

Wenn uns der Erfolg egal ist, und wir es trotzdem machen wollen – einfach weil wir es richtig finden – dann haben wir unsere Antwort.  

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Die 6 E des Content Marketings

Egal ob Video, Audio oder Text, diese 6 Eigenschaften sollte der perfekte Marketing Content haben. 

Er ist: 

  1. Erklärend, 
  1. Emotional, 
  1. Einfach, 
  1. Ein Thema (nicht mehr), 
  1. Effizient in Bezug auf Zeit, 
  1. Ermutigend zur Handlung. 

Damit hat man eine Checkliste um Marketing-Inhalte kritisch zu hinterfragen. 

Der Tipp stammt aus diesem Artikel: 

Content-Marketing: 20 Tipps fürs bessere Erklärvideos | Frank Puscher auf t3n.de 

Eigentlich geht es dort um Tipps für bessere Erklärvideos, und dafür ist er auch wärmstens zu empfehlen. Die 6 E sind für mich aber generell anwendbar. 

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