Spezifität

Sie macht den Unterschied. Zwischen verstehen und nicht verstehen, Erfolg und Misserfolg, treffen und verpassen. 

Wir müssen bei wichtigen Fragen äußerst spezifisch sein.  

Für wen tun wir etwas (Zielgruppe)? 

Was wollen wir tun (unsere Leistung)? 

Welche Beschränkungen gibt es (unsere Chance herauszustechen)? 

Die Antworten scheinen zunächst klar zu sein, aber nach Jahren mäßigen Erfolgs merken wir plötzlich, dass wir nur einen Hauch zu allgemein waren.  

Niemand weiß alles sofort. Unsere Aufgabe ist es also, uns ständig zu hinterfragen.  Mit der Zeit müssen wir klarer sehen und dieses Wissen nutzen, um spezifischer zu werden. 

Lokale Unternehmen sollten Bloggen

Warum ist das so?

  1. Sie nutzen dabei ihre größte Stärke auch online. Das ist die Nähe zu ihren Kunden und damit deren hohe Aufmerksamkeit
  2. Sie schwimmen gegen den Strom. Alle anderen konzentrieren sich auf Social Media, weil das moderner ist (Begründungen gibt es viele). Was alle machen ist Durchschnitt, wir wollen aber herausstechen.
  3. Sie konzentrieren sich auf Qualitätskunden, statt auf Quantität, also auf viele Kontakte. Wir sollten uns um die Leute kümmern, die sich für uns interessieren, nicht die nerven, denen wir egal sind

Das war die extreme Kurzfassung. Ausführlich habe ich das Thema in einem neuen Artikel auf RegionalDigital behandelt:
Warum du auch 2021 noch Blogartikel schreiben solltest | RegionalDigital.de

Wann ist es Kunst?

Wenn du etwas lange genug tust, wirst du irgendwann merken, dass du mit dem nachahmen aufgehört hasst. Du kopierst nicht länger deine Idole sondern verwendest deine eigene, einzigartige Handschrift.

Dann ist es Kunst.

Müssen wir Erwartungen erfüllen?

Fremde Erwartungen: 

Andere Menschen werden immer Erwartungen an uns stellen, offen ausgesprochen oder im Stillen. Diese orientieren sich an deren Maßstäben.  Wir sind aber nicht verpflichtet sie zu erfüllen.  

Verpflichtet, das sagt schon das Wort, sind wir nur zu dem, was wir versprechen. Wir verpflichten uns also selbst. Nur dazu müssen wir stehen. Anderer Leute Erwartungen sind deren Problem. 

Eigene Erwartungen: 

Wir wollen wachsen und uns weiterentwickeln. Entsprechend wollen wir alte Leistungen immer wieder überbieten. Die Erwartungen an uns selbst orientieren sich also meist, an unseren Bestleistungen. Ist das fair? 

Elizabeth Gilbert (Eat, Pray, Love), hat in einer Rede (wahrscheinlich TED) zu diesem Thema gesprochen. Ihre Perspektive auf das Problem war interessant, sie fragte nämlich: 

“Was wäre, wenn du wüsstest, dass dein größter Erfolg bereits hinter dir liegt?” 

Finden wir dann gar keine Motivation mehr? Ist plötzlich alles sinnlos, weil wir sowieso nicht mehr besser werden können? 

Nein. Was wir vor einem Jahr waren ist Vergangenheit. Nur die Gegenwart ist wichtig. Wenn wir heute, mit dem was wir tun wollen einen positiven Beitrag leisten können, dann müssen wir es tun. Wenn nicht, dann müssen wir etwas anderes tun.  

Erwartungen entstehen meist unüberlegt aus vergangenen Erfahrungen. Unsere Leistung dürfen wir nicht an ihnen messen.  

Warum ist Bloggen out?

Für mich ist klar: „Ein Blog ist gut für (fast) jedes Geschäft.”

Volle Zustimmung erhalte ich dafür aber selten. Warum ist das so? Warum schreiben so wenig Unternehmer und Selbstständige einen Blog? 

Die Menschen sind schließlich nicht dumm. Was ich gestern geschrieben habe ist den Meisten klar. Sie tun es trotzdem nicht. Habe ich Unrecht mit meiner Ansicht?

Das sind die häufigsten Gegenargumente:

  1. Blogartikel sind aufwendig. Sie kosten Zeit, Geld oder beides.
  2. Sie sind wenig effektiv. Kunden besuchen die Webseite kaum und lesen ganze Artikel nur selten. Soziale Medien sind da im Vorteil.
  3. Erfolg hat man heute nur noch in Sozialen Netzwerken. Das zeigen die Zahlen, das ist erprobt und bewiesen. Wer im Geschäft bleiben will muss das machen.

Ich habe tatsächlich kurz überlegt, ob ich meinen Kunden empfehlen sollte keine Artikel mehr zu veröffentlichen. Vielleicht sollten wir uns doch auf Soziale Medien fokussieren.

Aber nein, ich sehe es immernoch anders, aus diesen Gründen:

Zu 1.:
Jede Form von „gutem“ Marketing ist aufwendig. Egal ob es ein Blog ist, ein aufwendiges Social-Media-Profil, ein YouTube-Kanal, oder Offline-Aktivitäten.

Zu 2.:
Es kommt darauf an, wie effektiv definiert wird.

Wenn es bedeutet möglichst viele Leute zu erreichen, die überwiegend gar nicht oder mäßig interessiert sind, dann stimmt das wohl. Eine quantitativ hohe Reichweite erreichen die meisten Blogartikel nicht.

Qualitativ sieht es da schon anders aus. Die 10 Leute, die den Artikel tatsächlich lesen, sind unsere wahre Zielgruppe. Sie sind stark interessiert und ihnen, bringen wir tatsächlich einen Nutzen.

Diese Gruppe würden wir auf sozialen Medien allein, nicht zufrieden stellen. Die Mehrzahl aller anderen, würden wir mit ausführlichen Postings sogar nerven.

Wir sollten uns also nicht auf die gleichgültige Masse konzentrieren, sondern auf die wenigen wirklich Interessierten.

Zu 3.:
Die sichere Variante ist selten die Beste. Wer das macht was alle anderen machen, der ist am Ende nur Mittelmaß. Niemand wird davon beeindruckt sein.

Wenn wir aber den Mut haben, etwas zu versuchen das vielleicht nicht funktioniert, dann erschaffen wir besondere Dinge. Nur damit haben wir die kleine Chance, aus der Masse herauszuragen.

In Punkt 3 liegt aus meiner Sicht auch die finale Antwort (Warum ist Bloggen out?):

Menschen scheuen das Risiko. Die Meisten tun lieber das was alle tun, statt eigene Wege auszutesten.

Wenn es nämlich nicht klappen sollte, dann sind andere Schuld. Facebook, weil es den Algorithmus ständig ändert oder die Ads immer teurer werden. Die Berater, weil ihre Strategie in unserer Branche nicht funktioniert. Die Kunden, weil sie immer nur alles umsonst wollen.

Wer eigene Wege geht und auch damit scheitert, der hat niemanden den er verantwortlich machen könnte. Nur sich selbst.

Nur wenige sind dazu bereit.

Zeige, dass du lebst – auch online

Eine Webseite ist kein Selbstzweck.  

Ich habe leider oft den Eindruck, dass Unternehmen eine Webseite anlegen, “weil man das ja heute braucht”. “Man muss ja schließlich gefunden werden.” 

Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Online überhaupt einmal präsent zu sein, ist die absolute Basis. 

Leider sind viele Unternehmer und Selbstständige damit dann zufrieden. 

Webseite: Haken dran! 

Der echte Zweck ist allerdings, den Nutzen für die Kunden zu erhöhen. 

Wenn heute jemand auf unsere Webseite schaut, dann fragt er: “Was ist los bei euch?” 

Er möchte Informationen und vielleicht sogar Unterhaltung. Dadurch nimmt man Kontakt zu ihm auf, man schätzt ihn wert. Früher war es die Beratung im Laden oder am Telefon, heute ist das der Content auf unseren Webseiten.  

Wenn dein Geschäft nicht tot ist, dann solltest du mindestens einmal pro Quartal ein Lebenszeichen auf deiner Seite senden. 

Artikel über neue Trends, Aktivitäten, Projekte etc. Videos sind auch gut. 

Begrüße deinen Besucher nicht mit einem 2 Jahre alten Post unter “Aktuelles”. Das ist als würde dein Laden immer noch die Deko mit dem Schild: “Frohe Weihnachten 2018” im Schaufenster haben. 

Unsere Kunden haben mehr verdient. 

Wenn Unternehmen nach Weisheit streben

Ricardo Semler hat das, in seiner Firma Semco S/A, tatsächlich zu einem der Ziele erklärt.

Das brasilianische Unternehmen ist bekannt für seine extrem demokratische Organisation und den entsprechenden Führungsstil.

Mitarbeiter können z.B. selbst entscheiden wann sie arbeiten, wie lange, wie viel sie verdienen und so weiter. Die wichtigsten Grundregeln lauten lediglich: Benutze deinen gesunden Menschenverstand. Und: Wir alle sind erwachsen und werden genauso behandelt.

Das Unternehmen geht sogar so weit, dann bei Vorstandssitzungen 2 stimmberechtigte Plätze frei sind, für die ersten die auftauchen. Laut Semmler hätten dadurch auch schon Reinigungskräfte in Vorstandssitzungen abgestimmt was ihn freut, denn dies sorge dafür, dass alle ehrlich blieben.

Den Recruiting-Prozess beginnt man übrigens so früh wie möglich. Das heißt für Semco, dass man versucht das eigene demokratische Organisationsverständnis auf Schulen zu übertragen. Semlers hat daher die erste demokratische Schule Brasiliens, die Lumiar-School gegründet.

Besonders interessant wird das Ganze aber dadurch, dass es sich erstens um keine kleine, Nischenfirma handelt, sondern um ein großes Maschinenbau-Unternehmen mit über 5000 Mitarbeitern. Und zweitens ist das Ganze höchst erfolgreich denn Umsatz und Gewinn stiegen exponentiell seit Semler seine Ideen umsetzt.

Hier ist ein TED-Talk von Ricardo Semmler:
How to run a company with almost no rules

Hier ist eine gute Wikipedia-Zusammenfassung von Ricardo Semlers Buch:

Das Semco System (deutsch)

Wie vom anderen Stern

So fühlt man sich, wenn man irgendwie nicht dazu gehört, sich aber trotzdem nicht anbiedern kann – the Englishman in New York. Eigentlich hat man doch so viel Glück, in dieser Situation sein zu dürfen – die Anderen sagen das jedenfalls. Tief im Inneren merkt man aber, dass man nicht hierher gehört.

Mir ging das auch schon so und wahrscheinlich können das viele Menschen nachvollziehen. Sehr leicht ist es dann, den Mut zu verlieren und sich dem Selbstmitleid zu ergeben.

Natürlich dürfen wir das niemals tun. Schon um unser Selbst Willen, müssen wir weiter unser Bestes geben und zu unserer Persönlichkeit stehen. Leichter gesagt als getan.

Umso schöner ist es, wenn man von Leuten hört, die ähnliche oder sogar noch drastischere Erfahrungen gemacht haben.

Thomas Broich ist so ein herausragendes Beispiel. In dem großartigen Dokumentarfilm “Tom meets Zizou” wird seine Geschichte erzählt.

Er ist der Außerirdische in einer Welt, von der jeder Junge träumt. Das begnadete Talent im Profifußball, aber irgendwie mit einer anderen Lebenseinstellung. Das Schöne ist (Spoiler): Am Ende kann man trotzdem sein Glück finden – vielleicht etwas anders als erwartet aber authentisch.

Ein toller Typ, dieser Thomas Broich, und ein super Film darüber, dass es im Leben um mehr geht als um Geld und Karriere. Unbedingt ansehen!

Ein Beweis dafür, dass uns das Scheitern letztlich doch weiterbringen kann, und dass Größe doch wichtiger ist als Erfolg.

Schön!

Blick in die Vergangenheit

Besonders interessant kann es sein, sich mit den Zeitzeugen der Vergangenheit auseinander zu setzen. Was haben bestimmte Personen damals gesagt und vielleicht gedacht? Wie war die Sprache, die Mimik die Gestik?

Bemerkenswert ist hierfür die Interviewreihe „Zur Person“ von Günter Gaus (Link zum Wikipedia-Artikel inkl. Gesamtliste).

Dort wurden über 40 Jahre, 1963-2004, viele relevante Personen aus Politik und Gesellschaft interviewt.

Dieser Blick ist oft überraschend, erstaunlich und manchmal auch lustig.

Viele dieser Interviews findet man auf YouTube oder in Online Archiven der öffentlich-rechtlichen Sender.

Vor dem Hintergrund des gestrigen Beitrags, empfehle ich zu Beginn die Folge 1: Ludwig Erhard.

Soziale Marktwirtschaft

Was ist eigentlich der besondere Charme dieser Idee?  

Wer heute die aktuelle Debatte zur Wirtschaftspolitik verfolgt, könnte meinen, hier wurden Gegensätze in einen Sack geworfen. Herausgekommen wäre nichts Halbes und nichts Ganzes. Irgendwann müsse sich Deutschland aber mal entscheiden – Kapitalismus oder Sozialismus. 

Doch weit gefehlt. 

Die Soziale Marktwirtschaft ist eine eigenständige Antwort auf die treibende Frage (Propelling Question), die einstmals unlösbar erschien: 

Wie können wir Wohlstand und Wachstum erzeugen, die langfristig stabil sind, ohne die Vermögenden zu bevorzugen und ohne die Freiheit der Menschen einzuschränken? 

Die “Wir-können-wenn” Antwort war: 

Wir können das, wenn wir klare Regel festlegen (Kartellrecht, Aktiengesetz, Grundsicherung, …), ansonsten aber fest auf den Markt vertrauen. 

Marktwirtschaft und Soziales sind eben keine Gegensätze. Sie sind unmittelbar aufeinander angewiesen. 

Ludwig Erhard hat seine Vision “Wohlstand für alle” genannt. Und genau das ist der Punkt. 

Sozial ist das, was allen Menschen Wohlstand bringt. Dies ist bisher nur in marktwirtschaftlichen Systemen geglückt. Es gibt keine bessere Möglichkeit um Wohlstand zu schaffen als freien Handel. 

Allerdings kann dieser Markt nur funktionieren, wenn er fair ist. Eine ausbeuterische, unsoziale Marktwirtschaft ist zum Scheitern verurteilt. Auf solchen Märkten gibt es kein Vertrauen, Risiken werden gescheut Wachstum findet nicht statt, was letztlich in Unfrieden mündet. 

Wohlstand für alle ist nur durch einen freien Markt mit klaren ordnungspolitischen (sozialen) Regeln möglich. 

Markt heißt nun aber nicht “Geld regiert die Welt”. Markt bedeutet Win-Win. Jeder hat die Möglichkeit frei zu entscheiden und am Ende die Pflicht, für die Entscheidung gerade zu stehen. 

Sozial heißt nicht “Gleiches Einkommens für alle”. Es bedeutet gleiche Chancen und überschaubare Risiken für alle. 

Aufgabe der Politik ist es, dieses fruchtbare Gleichgewicht zu erhalten. Die Schieflage in eine Richtung führt zu Ausbeutung und Unfrieden. In die andere Richtung ebenso.  

Hier kommt übrigens etwas Interessantes: 

„Wohlstand für Alle“ – Neuauflage des Klassikers von Ludwig Erhard erschienen 

Beweglichkeit schlägt Kraft

Bei Schmerzen im Rücken oder im Knie wird uns oft geraten Muskulatur aufzubauen. Auch ich habe diesen Rat schon oft erhalten. Vom Arzt, Physiotherapeuten oder auch online. 

So richtig geholfen hat es nie. Erst nach einer Trainingspause wurde es bei mir dann meistens besser. 

Roland Liebscher-Bracht rät nun konsequent vom Krafttraining ab. Zum Beispiel hier: 

SO schadet dir Krafttraining! (erhöht Schmerzen!) (Video)

Stattdessen rät er dazu, erst zu dehnen, bevor ein Kräftigungstraining aufgenommen wird. 

Natürlich kann ich fachlich nicht beurteilen, ob das jetzt der Stein der Weisen ist. Aus zwei einfachen Gründen erscheint es mir aber plausibel. 

  1. Wenn ich bei akuten Rückenschmerzen dehne, wird es direkt besser. 
  1. Krafttraining habe ich bereits probiert und keine merklichen Erfolge erzielt.

Es könnte also durchaus lohnend sein, verstärkt an der Beweglichkeit zu arbeiten. Ich werde das Experiment jetzt starten.  

Warum Gemeinschaften scheitern

Der Vorteil: Gemeinschaften sind effizienter und manchmal sogar effektiver. 

Das gilt im Kleinen: In Ehe, Familie, Fahrgemeinschaft, Wohngemeinschaft, Fußballmannschaft. 

Aber auch im Großen: Einkaufsgemeinschaft, Stadt, Staat, Staatenbund. 

Was hält diese Vereinigungen denn aber zusammen? 

Sie funktionieren, wenn (Siehe auch hier) :  

  1. Gruppenkonsens zu Gruppenhandlung führt. 
  1. Eine “Wir-Kultur” gepflegt wird. Diese ändert nämlich das Verhalten von egoistisch zu großzügig. 

Aber, das ist zwingend erforderlich!

Sollte dies nicht der Fall sein, dann droht die Gemeinschaft zu scheitern. 

Nämlich dann, wenn: 

  1. Einzelne, ohne Konsens, die Anderen zum (mit)handeln zwingen 
  1. Die “Wir-Kultur” nicht vorhanden ist, eigentlich jeder egoistisch handelt und die Mehrheit (oder der Stärkere) die Minderheit ausbeutet. 

Wenn dies der Fall ist, dann sind Effizienz und Effektivität nicht mehr wichtig und auch nicht mehr glaubwürdig. Plötzlich geht es um Stolz und um Selbstbestimmung. Ohne diese gibt es keine Großzügigkeit und keinen Konsens.

Die Pflicht etwas zu zahlen/ zu tun ohne gefragt worden zu sein, ohne mitentschieden zu haben, ohne das Ziel der Leistung zu kennen und ohne Vertrauen in den Empfänger zu haben, wird niemals auf Großzügigkeit treffen. Der Verpflichtete wird sich ausgenutzt oder beraubt vorkommen.  

Freiheit ist eine Illusion

Alles ist erfunden, wie uns Rosamund und Ben Zander eindrucksvoll lehren. 

Auch die Freiheit. 

In den schönsten Farben wird sie uns ausgemalt, die finanzielle und persönliche Freiheit, durch ortsunabhängiges Arbeiten, Selbstständigkeit oder auch Minimalismus. 

Tatsächlich gibt es aber  bei jeder Medaille eine Kehrseite.  

Wer frei sein will vom Arbeitgeber, bindet sich danach wieder, an seine Kunden. Wer sich frei macht vom belastenden Hauskredit, bindet sich an seinen Vermieter.  

Wenn wir den Drang haben etwas zu erschaffen, das größer ist als wir selbst – eine Familie, ein Unternehmen, ein Heim, eine Bewegung – dann müssen wir Risiken eingehen und uns entscheiden. Anders ausgedrückt: Wir müssen uns binden. 

Selbst wenn wir gar nichts wollen, weder für uns, noch für andere, stehen wir dennoch täglich vor Verpflichtungen. 

Die größtmögliche Freiheit besteht eigentlich nur im uneingeschränkten Recht selbstbestimmt wählen zu dürfen woran man sich bindet. Und es ist eine großartige Errungenschaft dieses Recht tatsächlich auszuüben.

Aber wählen müssen wir doch. 

Die erweiterte Familie

Wir finden es wichtig, wenn unsere Kinder auch außerhalb der Kernfamilie vertraute Erwachsene kennen. Großeltern, Onkel, Tanten, Paten, Freunde. Wir halten bewusst engen Kontakt zur erweiterten Familie, auch wenn das manchmal aufwendig ist.

Und natürlich geht es geht nicht darum, sie hin und wieder abschieben zu können. Es geht um Vertrauen. Dieses bildet sich nur dann, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen.

Was bringt es, wenn Kinder neben den Eltern noch andere Vertrauenspersonen haben?

Manchmal ist man als Elternteil vielleicht einfach der falsche Ansprechpartner. In diesem Fall finden wir es wichtig, dass die Kinder Alternativen haben. Menschen, denen wir vertrauen können und sie auch.

Früher sagte man: „Für die Kindererziehung braucht es ein ganzes Dorf.“ Das ist heute natürlich kaum noch möglich. Ein gewisser Sinn steckt aber immer noch in dieser Weisheit. Auch wenn es Zeit und Kraft kostet, Kontakt zu dieser erweiterten Familie zu halten, ist es das wert.

Was ist dein Beruf?

Beruf kommt von Berufung. 

Es ist nicht zwingend unser Job. Glückwunsch an alle, für die das doch zutrifft. 

Es ist nicht das was wir tun um Geld zu verdienen, sondern das was wir tun um etwas in der Welt zu bewirken. 

Ja, das sind ziemlich pathetische Worte. Und ich glaube auch daran, dass wir alle etwas Besonderes leisten können. Etwas, das unsere Kultur bereichert und verbessert. 

Viele Leute haben einen Job. 

Einen Beruf haben deutlich weniger. 

Das Paradies

Jedes Jahr, Anfang Oktober, schwelge ich wieder in Erinnerungen. Sie handeln von der abenteuerlichsten und prägendsten Reise meines Lebens, nach Neuseeland. 

Ziemlich genau 16 Jahre ist es her, als ich für 3 Monate ans andere Ende der Welt aufbrach. 

Ich habe abenteuerliche Roadtrips erlebt, großartige Freundschaft, überwältigende Landschaft und große Freiheit.  

Für mein Leben waren diese 3 Monate prägend. Als ich kurz von Weihnachten nach Deutschland zurückkehren sollte war ich ein anderer. Ruhiger, selbstbewusster, entschlossener und vieles mehr. 

Es gibt viele Videos, ich habe aber keines gefunden, was die tatsächliche Schönheit dieses Landes auch nur annähernd einfängt (hier ist trotzdem eines). Auch meine Fotos können das nicht abbilden. 

Kaikoura Beach, 2004

Neuseeland bleibt für mich ein Sehnsuchtsort. Wahrscheinlich aber meist der Erinnerung wegen. All die spannenden Erlebnisse verklären die Realität.  

Als Student ohne viel Geld, war es ein Risiko, diese sündhaft teure Reise anzutreten. Im Grunde mein erster Sprung ins Ungewisse. Was bin ich heute dankbar für diese Erfahrung. 

Erfolg gibt es nicht umsonst

Natürlich können wir es uns auch einfach gemütlich machen. Wir tun nur noch das was uns Spaß macht und genießen die Zeit. 

So kann man den Tag schon mal verbringen und ich gönne auch jedem seine Erholung. Wenn wir jedoch Erfolg haben wollen, dann müssen wir Opfer bringen. Erfolgreich wird man nicht durch die leichten Dinge. Sonst wäre jeder erfolgreich.

Wir müssen die Angst vor dem Scheitern überwinden. Wir müssen Zeit und Geld aufwenden. Wenn andere fernsehen, schlafen oder relaxen, dann arbeiten wir noch. Wir müssen auch Dinge tun, die uns vielleicht keinen Spaß machen, für das Ziel aber notwendig sind (Buchhaltung, Akquise, …). 

Im Erfolg glücklich ist man dann, wenn man diese Opfer bewusst erbringt, weil einem das Ziel wichtiger ist.  

Schon Napoleon Hill (in: Denke nach und werde Reich) hat daher seine Zieldefinition zweigeteilt. 

  1. Was will ich erreichen? 
  1. Was bin ich bereit dafür aufzubringen? 

Hier ist einer, der das verstanden hat: Interview mit Jürgen Klopp. Er bringt immense Opfer, was sein Privatleben angeht. Trotzdem weiß er, dass er seinen Traum leben kann. Und dafür ist er gerne bereit zu bezahlen. Die eigene Mission vor Augen, ist das aber kein Problem für ihn.

Angst ist ein Kompass

Angst hat einen ziemlich schlechten Ruf, denn sie ist ein unangenehmes Gefühl.

Das ist der Grund, warum sich die meisten Menschen von ihr fern halten. „Wenn mir etwas Angst macht, dann mache ich eine großen Bogen darum.“

Doch dieser Reflex leitet uns in die Irre.

Andere dagegen, (Chefs, Eltern, Politiker, Versicherungen, Marketer,…) machen ihn sich zu Nutze, denn auf diese Weise können sie uns ausrechnen und kontrollieren. Sie wissen, dass wir große Angst haben unsere Komfortzone zu verlassen.

Was heißt das für unsere Ziele? Wollten wir nicht etwas beitragen, gestalten, erschaffen?

Die Angst zu meiden bedeutet, es sich bequem zu machen. Wo aber Bequemlichkeit ist, da ist auch Mittelmaß, Stagnation und letztlich Unsicherheit. Denn Wachstum gibt es dort nicht. Fortschrittliches, kreatives Arbeiten und Angst passen nicht zusammen (Siehe dieses Video).

Wir sollten auch weiterhin auf sie hören und sie als Kompass benutzen. Allerdings dürfen wir das Signal gelegentlich uminterpretieren.

Dann können wir vielleicht in die andere Richtung gehen – direkt in die Angst hinein.

Denn echter Fortschritt ist nur da, wo wir Neuland betreten. Da, wo uns alle Anderen ungläubig anstarren, den Kopf schütteln und meinen wir seien verrückt.

Statt vor der Angst zu flüchten, könnten wir mit ihr tanzen. Wenn uns etwas Angst macht, dann ist es vielleicht genau das, was wir tun sollten (Hier ist noch ein Video).

Was ist Kreativität?

Wenn wir Wikipedia fragen, dann gibt es mehrere, ziemlich komplexe Definitionen dafür. 

Meistens verstehen wir darunter aber eine menschliche Eigenschaft, die uns dazu befähigt etwas Besonderes zu tun. Etwas Neues, Originelles, Praktisches etc.   

Für mich ist Kreativität aber keine menschliche Fähigkeit, sondern eine Eigenschaft von Prozessen. 

Diese Prozesse werden von Menschen erfolgreich mit dem Ziel durchgeführt, etwas Besseres zu erschaffen (z.B. neu, schneller, leichter, origineller, günstiger etc.).  

Dazu sind dann aber normale und viel langweiliger klingende Fähigkeiten notwendig: Disziplin, Beharrlichkeit, Mut, Zielstrebigkeit, Neugier, etc. 

Immer, wenn Menschen in dieser Art und Weise arbeiten, wird dieser Vorgang kreativ sein. 

Wenn jemand also meint, er wäre nicht kreativ, dann finde ich das richtig aber eigentlich eher falsch. 

Richtig, weil das für mich keine menschliche Eigenschaft ist – wie oben ausgeführt.  

Und falsch, weil er damit ja eigentlich meint, er könnte nichts Besonderes erschaffen. Kann er aber doch. 

Grundsätzlich kann das jeder der in der Lage und willens ist, auf die oben beschriebene langweilige Art zu arbeiten. (Siehe auch: Wer ist kreativ)  

Rückenschmerzen im Schlaf vorbeugen?

Jeder der das Problem teilt wird mitfühlen. Rückenschmerzen sind echt mies. Und dass es wohl meist am vielen Sitzen liegt, ist auch schon oft diskutiert worden. 

Schön wäre nun aber eine Strategie um Linderung zu erreichen. 

Aber vielleicht kann man sogar im Schlaf etwas tun. Das sagt jedenfalls dieses Video. Dazu müsse man sich nur richtig hinlegen. 

Diese Schlafposition solltest Du unbedingt vermeiden! | Liebscher & Bracht

Ich bin tatsächlich optimistisch denn das scheint mir alles ziemlich plausibel zu sein. Ich werde es ab sofort testen. 

Auf viele andere Dinge achte ich schon. Wenn diese einfache Angewohnheit jetzt den Ausschlag geben würde, um dieses lästige Schmerzproblem los zu sein, dann ist das heute ein echter Glückstag.  

Nicht unsere Schuld

Es ist nicht unsere Schuld, dass wir so sind wie wir sind. 

Wir sind die Resultate vererbter Gene und anderer externer Einflüsse. Einflüsse der Umwelt, der Ernährung oder unseres gesellschaftlichen Umfelds. So weit so gut.

Es obliegt aber unserer Verantwortung, ob wir so bleiben. 

Wir können uns jederzeit ändern. 

Wenn wir das nicht tun, dann hat das nichts mit „Können“ zu tun, sondern mit „Wollen“. 

Klar, „leicht“ ist das nicht.  

Diese Verantwortung können wir aber weder abstreiten noch abschieben. Warum wollen wir das so oft?

Verantwortung macht uns manchmal Angst. Genau dann nämlich, wenn sie Druck aufbaut und Erwartungen schürt. Wir denken dann: Wenn wir jetzt Verantwortung haben, dann müssen wir ihr auch gerecht werden.

Das heißt: Wer zugibt verantwortlich zu sein, der verpflichtet sich gleichzeitig alles zu tun, um erfolgreich zu sein. Absolut alles, siegen oder untergehen.

Verantwortung = Pflicht zum Erfolg?

Nein, das heißt es nicht!

Das ist unser eigenes Narrativ. Tatsächlich kann niemand irgendetwas von uns erwarten. Ob und wann wir scheitern hat kein Anderer zu beurteilen und in der Realität interessiert es die Meisten auch gar nicht.

Für mich ist Verantwortung eine Befreiung.

Verantwortung = Freiheit = Macht.

Ich bin am Ball und kann entscheiden. Ich bin kein Opfer externer Einflüsse, sondern meines eigenen Glückes Schmied.

Das sollte uns nicht beschweren sondern erleichtern.

Wie dein Gegenüber Probleme löst

Der Unterschied zwischen Extravertierten und Introvertierten Persönlichkeiten ist hinlänglich bekannt, das würde hier zu weit führen. 

Interessant ist jedoch, wie unterschiedlich die beiden Pole an Problemstellungen herangehen und was wir daraus lernen können. 

Wenn ein Introvertierter eine Aufgabe bekommt, wird er sie zunächst ruhig durchdenken. Danach wird er eventuell recherchieren, um Rat fragen oder sich anderweitig an die Lösung machen. 

Ein Extravertierter würde das Problem aber direkt besprechen, direkt Rat suchen oder andere in die Lösung einbeziehen. 

Für uns bedeutet das folgendes: 

Einem Introvertierten sofort Hilfe anzubieten, ihn mehrmals täglich nach dem Arbeitsstand zu fragen oder selbst, ungefragt Informationen zu liefern, könnte dieser leicht als störend empfinden. Vielleicht sogar als Angriff. 

Wenn wir dagegen den Extravertierten 2 Tage in Ruhe lassen, ohne Hilfsangebot, ohne Input, ohne Nachfrage, dann könnte sich dieser alleingelassen fühlen.  Auch das kann in dessen Augen als Angriff erscheinen. 

Es lohnt sich also – nicht nur wenn es persönlich wird – auf die Persönlichkeit von Team- oder Familienmitgliedern zu achten. Auch wenn wir Aufgaben aufteilen oder Zuarbeiten benötigen sollten wir auf diese Merkmale achten. 

Was wir in Familien NICHT tun sollten

Kritisieren, klagen, vergleichen, konkurrieren.

Diese 4 Verhaltensweisen sind laut Stephen Covey tödlich für das Immunsystem einer Familie. Sie zermürben und zerstören Vertrauen.

Wenn immer möglich sollten wir sie vermeiden und uns statt dessen um die Stärkung unseres Immunsystems kümmern. Zum Beispiel so: Familienzusammenhalt.

Segen und Fluch von Plugins

Jetzt ist es passiert.

Ein Plugin-Update meine Seite stark in Mitleidenschaft gezogen. Plötzlich sind alle meine Plugins verschwunden.

Was wir also heute lernen können ist folgendes: Immer ein VOLLSTÄNDIGES Backup anlegen, bevor wir irgendetwas ändern.

Plugins für WordPress sind hervorragende Hilfsmittel. Sie vereinfachen komplexe Code-Anpassungen. Dazu wird alles viel schneller und komfortabler.

Aber wehe es gibt Probleme.

Plötzlich hat man statt einem Tool, weitere 20 Mini-Tools, die alle auch bedient werden wollen.

Darum muss ich mich jetzt kümmern

Wie läuft der Laden hier?

Es ist gar nicht so einfach, zu verstehen wie Organisationen funktionieren.

Zumindest ist es naiv zu glauben, man könne das am Organigramm ablesen. Wer hat die meiste Erfahrung, die meisten Kontakte. Wer ist überlastet und fällt daher aus. Wer ist nie zu erreichen und kann deshalb Entscheidungen nicht treffen. Wer begrüßt den Wandel und wer lehnt ihn ab?

Welche Geschichte erzählen sich die Leute innerlich?

Beispiel (Beschaffung einer neuen Software):
Erwarten würde man: Hilft uns dieses Tool, unsere Probleme zu lösen?
Aber tatsächlich: Wie kann ich die Entscheidung meinem Chef erklären?

Statt dem günstigen, innovativen Produkt mit Risiken, vertraut man dann lieber auf die teure Traditionsmarke.

Zu verstehen wie konkrete Organisationen wirklich arbeiten und ihre Entscheidungen treffen, ist der erste wichtige Schritt für jeden, der irgendwo neu ist. Das kann ein neuer Job sein, ein neuer Kunde, oder ein neuer Freundeskreis.

Doppelt hält besser

Wir merken uns Dinge besonders gut, wenn wir sie wiederholen. Am besten ist es, wenn wir auf unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ziel kommen. Dadurch erschließen wir Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven. 

Was bedeutet das für unsere Produktivität? 

Oft streben wir danach möglichst effizient zu planen und zu analysieren. 

Möglichst mit einem Tool, das uns automatisiert und schnell, die manuelle Arbeit abnimmt. 

Dieses Vorgehen ist aber nicht immer effektiv. Stattdessen führt es dazu, dass wir wichtige Zusammenhänge nicht vollständig verstehen und sogar Teile vergessen. 

Mehrere Listen zu führen und wieder manueller zu arbeiten kann daher eine gute Strategie sein. Immer mehr produktive Menschen, die sonst durchaus moderne Technik nutzen, bevorzugen daher Papier und Stift. Damit entwickeln sie Ideen, planen Projekte oder schreiben To-Do-Listen. 

Etwas doppelt aufzuschreiben muss also nicht ineffizient sein, sondern hat sich schon oft als effektiver herausgestellt. 

Prioritäten setzen

Wir können im Leben alles erreichen. Aber: Unsere Zeit ist begrenzt und wir müssen sie weise nutzen. 

Dieses Video zeigt ein altes Experiment, welches wir auch unseren Kindern zeigen sollten: 

A Valuable Lesson For A Happier Life 

Kümmern wir uns zuerst um die wichtigsten Dinge im Leben. Sie sind groß, langsam und manchmal anstrengend. Das ist unsere Familie, unsere Gesundheit, unsere Werte. 

Danach sind die anderen wichtigen Dinge an der Reihe, unsere Arbeit, unser Zuhause unser Umfeld. 

Am Ende werden wir immer noch genügend Zeit haben, für den ganzen Rest: Rasen mähen, Fußball schauen, der Facebook-Feed, etc. 

Wichtig ist aber die Reihenfolge. 

Wenn wir uns zuerst um den Rest kümmern, dann fehlt uns der Platz für die wichtigen Dinge.

Haben wir diese Botschaft allerdings verstanden und beherzigen wir sie auch entsprechend, dann sind wir dem Glück einen großen Schritt näher gekommen.

Gute Entscheidungen treffen

Entscheidungen werden normalerweise emotional getroffen und rational begründet – so sagt man.  

Profis bemühen sich aber um das rationale Bild, bevor sie sich festlegen.  

100% Sicherheit gibt es fast nie. Meistens sind Einstscheidungen Wetten auf die Zukunft. Deshalb sollten wir sicherstellen, die Quote zu kennen.   

Fast alles kann man mit Zahlen darstellen. Manchmal ändert sich die “Emotion” schlagartig, wenn man diese Zahlen sieht. Und manchmal gibt einem die faktische Begründung die nötige Sicherheit, um seine Entscheidung wirklich umzusetzen. 

Drei weitere Dinge sind stets zu berücksichtigen:

  1. Vorsicht geboten, ist bei versunkenen Kosten. Sie sind meist äußerst emotional belegt, müssen aber in der Kalkulation außen vor bleiben.
  2. Außerdem hat jede Entscheidung ihr Kehrseite (Siehe: Opportunitätskosten). „Nichts tun” ist übrigens auch eine Entscheidung .
  3. Wir sollten genügend Alternativen für unsere Entscheidung haben. Optimal ist es, wenn wir aus 3-5 Varianten wählen können.

Warum wir Menschen auch in Zukunft wichtig sind

Ich glaube, dass in Zukunft all das digitalisiert und automatisiert werden wird, was man mathematisch berechnen kann. Und ich glaube außerdem, dass das ziemlich viel sein wird. 

Aber nicht alles, wie ich hier bereits geschrieben hatte: Artikel: Was bleibt für den Menschen? 

Was ist der Grund dafür, dass es auch in Zukunft kreative, einmalige Arbeit geben wird, für die man Menschen braucht? 

Der Mensch wird als Konsument und als Marketer gebraucht. Der Grund ist die Marktwirtschaft. 

Der Mensch ist der Letzte in der Kette, denn er trifft die finale Kaufentscheidung. Er wird niemals zufrieden sein und immer wieder Lust haben Neues zu probieren. Deshalb kann man auch immer wieder neue Produkte an ihn vermarkten. 

Diese müssen initial erdacht und designt werden. Eine Produktion muss eingerichtet werden und je nachdem wie komplex die dazugehörigen Prozesse sind, muss die Konfiguration der ausführenden Maschinen erweitert werden. 

Die Zyklen in dehnen Neues entsteht, könnten sich exponentiell beschleunigen. Schon im letzten Jahrzehnt, mit zunehmender Globalisierung und Automatisierung, haben sich die Produktlebenszyklen stetig verkürzt. Dies könnte in eine rollierende Innovation übergehen, wodurch vielleicht keine Charge mehr der vorherigen gleicht. 

Wenn Maschinen für Maschinen produzieren, und diese Bereiche könnte es auch geben, dann wäre tatsächlich ein vollkommen menschenfreier Produktions- und Konsumkreislauf möglich. Diese Bereiche werden aber nicht besonders lukrativ sein. Die Rendite auf das dort eingesetzte Kapital wird stetig sinken. 

Wer jedoch hohe Renditen erwirtschaften will, der muss etwas Besonderes liefern.  

Solange wir in unseren Gesellschaften noch emotionale Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen machen, wird es auch den Bedarf für menschlicher Arbeit geben. 

Wie genau das aussieht, wird die Zukunft zeigen. Solange es aber die Marktwirtschaft gibt, werden sich die Menschen zu beschäftigen wissen, nach Fortschritt streben und Ihren Nutzen mehren wollen. 

Jetzt wird es vielleicht etwas zu philosophisch aber im Grunde heißt das: Wenn es der Sinn des Lebens ist zu streben, dann ist es die Marktwirtschaft die dies ermöglichen kann.

Warum gibt es Unternehmen?

Unternehmen (nachhaltige) entstehen nicht, weil jemand meint er könne so mehr Geld verdienen oder er komme mit seinem Chef nicht klar.

Ein Unternehmen wird gegründet, weil jemand buchstäblich etwas unternehmen will. Dazu sind diese 4 Punkte erfüllt:

1. Der Gründer hat einen Standpunkt

Er oder sie haben eine klare Meinung und diese darf ruhig kontrovers sein.

„Wir haben in unserem Dorf zu wenig Brot, ich eröffne eine Bäckerei.“

Oder:

„Das Brot bei uns ist miserabel, ich kann das besser.“

Was auch immer es ist, der Unternehmer steht öffentlich zu seiner Meinung und hält auch Kritik aus.

2. Man sucht nach Veränderung

Eine Meinung haben ist schon mal gut, Unternehmer fassen aber den Entschluss, entsprechend zu handeln. Sie haben eine Mission/Vision.

Vor allem sind sie entschlossen. Entschlossen dieses Ziel anzustreben.

„Ich werde dafür sorgen, dass es in unserem Dorf genügend/gutes Brot gibt.“

3. Unternehmen haben eine Zielgruppe

Man macht das nicht nur für sich. Unternehmer wollen etwas für andere verändern. Wer einfach besseres Brot essen möchte, backt es jede Woche selbst im eigenen Ofen. Wer aber etwas unternimmt, der übernimmt Verantwortung. Er steht auf und sagt zu bestimmten anderen Menschen: „Ich kenne einem Weg, der besser für dich ist. Folge mir!“

4. Es gibt Beschränkungen, die es zu umgehen gilt

Bestimmte Dinge können nicht verändert werden. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es kein Problem und ein Unternehmen wäre nicht notwendig.

„Gutes Brot für das ganze Dorf zu backen ist schwierig, kostet viel Zeit und funktioniert nicht mit meinem Küchenherd.“

Kann ich diese Beschränkungen umgehen? Zum Beispiel könnte man den Beruf erlernen, sehr zeitig aufstehen und einen adäquaten Ofen anschaffen.

Wer unternehmerisch tätig werden will, sollte also immer die folgenden Fragen beantworten können:

  1. Was ist mein Standpunkt?
  2. Was will ich ändern?
  3. Für wen will ich das tun?
  4. Welche Beschränkungen gibt es?

Wie verbringt Elon Musk seine Zeit?

Er kümmert sich die große Mehrheit seines Tages um Engineering und Design.

Video: How Elon Musk Spends His Time

Das heißt es geht ihm vorrangig darum, dass sein Produkt exzellent funktioniert und die richtigen Emotionen transportiert. Also arbeitet der CEO tatsächlich den Großteil seines Tages am Produkt.

Bei Steve Jobs war das übrigens auch so (wie man seiner Biografie entnehmen kann).

Treffen mit Anwälten, Finanzmanagern, Gewerkschaften, Politikern?

Selten.

Wie verbringt dagegen wohl der durchschnittliche DAX-Vorstand seinen Tag?

Was, wenn Facebook Europa den Rücken kehrt?

In diesem Artikel hatte ich bereits beschrieben, dass die größten Gefahren für Unternehmen an ihren Rändern, den Schnittstellen, drohen. 

Ich hatte auf Rita McGrath verwiesen, die in Ihrem Buch auch besonders auf Facebook eingeht. Die steigenden Datenschutzanforderungen, vor allem in Europa, würden dem Unternehmen bald Probleme bereiten. 

Genau dieser Konflikt scheint sich nun zu zuspitzen. Nachdem die EU das Privacy-Shield-Abkommen für ungültig erklärt hat (Siehe hier), hat man dem “Netzwerk” jetzt in Irland verboten, die Daten europäischer User in die USA zu transferieren. Quelle: Dieser Artikel auf Vice.com

Facebook habe gedroht, seine europäischen Aktivitäten komplett zu beenden, wenn die irische Behörde nicht einlenke. Es sehe sich ungerecht behandelt, auch im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen. 

Stellen wir uns einmal vor, diese Überlegungen würden Realität.  

Was würden die Aktionäre sagen? Wer würde die Lücke füllen? Wem entstünden größere Nachteile, Facebook oder den Europäern? Könnte diese Eskalation eine Lawine auslösen?  

Dass der Konzern auf 420 Mio. User verzichtet, und auf entsprechende Werbeeinnahmen, ist äußerst unwahrscheinlich. Zusätzlich dazu, würde man sein Monopol im Social-Media-Bereich aufgeben. Eine neue “Europäische Plattform”- vielleicht sogar mehrere, wer auch immer die Lücke füllt – würde mehr Wettbewerb bedeuten. Der volkswirtschaftliche Schaden für Europa wäre wohl aber vergleichsweise gering. 

Doch was könnte folgen? Was bedeutet das für andere Daten-Unternehmen (Google, Microsoft, Amazon, Apple)? Würde die US-Regierung mit Maßnahmen gegen Europäische Firmen kontern? 

All das erscheint sehr unwahrscheinlich und auch der verlinkte Artikel, erachtet die angeblichen Drohungen Facebooks, als ziemlich leer. 

Persönlich finde ich es ja interessant zu spekulieren, dies ist aber nicht besonders zielführend. Lieber beschränke ich mich weiter auf das interessierte Beobachten. 

Ich bleibe im Übrigen dabei: Sein Geschäftsmodel, sollte man nicht allein auf Sozialen Medien aufbauen.  

Die Columbo-Methode

Das man dieses Vorgehen zur Methode machen kann, habe ich von Sebastian Glöckner, aus diesem tollen Online-Kurs erfahren. Bei ihm geht es zwar um Projektmanagement, aber wie meistens, kann man gute Werkzeuge im Leben auch an anderer Stelle verwenden. 

Die Columbo-Methode ist benannt, nach der Filmfigur “Inspector Columbo”, gespielt von Peter Falk. 

Kurz gesagt, funktioniert sie so: Verhalte dich wie Columbo!

Verkaufe dich unter Wert, stelle dich naiv und gib dem Anderen das Gefühl unter ihm zu stehen. Verhalte dich freundlich und zuvorkommend, fast schon unterwürfig. 

Dies führt dazu, dass uns der Andere gerne hilft. Er bekommt das Gefühl der Überlegenheit und nimmt die damit verbundene Verantwortung wahr, sich um uns zu kümmern. 

Columbo hat immer in elitären Kreisen ermittelt. Sein schäbiges Erscheinungsbild und sein kauziges Gehabe, waren Mittel zum Zweck. Auf diese Weise wurde er stets unterschätzt und die Täter wurden unvorsichtig. So konnte er selbst wohlhabende, mächtige Leute überführen, die glaubten sich alles erlauben zu dürfen. 

Bei uns geht es in der Regel nicht um Mordfälle. Aber auch wir sind zuweilen auf Unterstützung angewiesen. Hier kann uns diese Methode helfen. Wir sollten uns natürlich nicht dumm stellen. Es kann aber vorteilhaft sein, vor allem bei Unbekannten, eher tief zu stapeln und nicht mit unseren Titeln, und Erfolgen zu prahlen. 

Wenn wir die Menschen, deren Hilfe wir brauchen, einschüchtern, ziehen sie sich wohlmöglich zurück. Wenn sie aber erkennen, dass wir auf dem Boden geblieben sind und dass wir ihre Hilfe wirklich schätzen, dann werden sie uns diese auch gern gewähren. 

Im Gegensatz dazu: Nicht empfehlenswert ist diese Taktik dagegen in Verkaufs- oder Bewerbungsgesprächen. Hier wollen wir uns natürlich in unserer vollen Stärke präsentieren. Hier bitten wir nicht um Hilfe, sondern bieten etwas an. 

Ziellos auf dem Weg

Die Frage nach langfristigen Zielen, begleitet viele Menschen für lange Zeit. Und nicht ohne Grund. Es ist höchst ineffizient, los zu laufen, ohne das Ziel zu kennen. 

Trotzdem müssen wir genau das tun.  

Hier hatte ich bereits argumentiert, dass es wenig effektiv ist, besondere Ziele “auf Teufel komm raus” definieren zu wollen. Man solle sich lieber darum kümmern, besonders gut zu agieren (auf das „Wie“ statt auf das „Was“ konzentrieren). 

Wer mit einem hohen Qualitätsanspruch in eine grobe Richtung geht, ist zumindest losgegangen. Wahrscheinlich findet er sein Ziel auf dem Weg – es wird klarer beim Tun. 

Auch wenn dieser Weg ineffizient lang ist. 

Wer aber wartet, bis das Ziel optimal ausformuliert ist, nur um dann auf einer effizienten Geraden dorthin zu gelangen, der wartet vielleicht für immer.  

Familienzusammenhalt

Ein effektiver Weg, um die Familie emotional näher zusammen zu bringen, sind gemeinsame Erlebnisse. 

Steven R. Covey schlägt dazu eine wöchentlich, fest eingeplante Familienzeit vor. 

Jede Woche hält man sich also einen Nachmittag, einen Abend oder einige Stunden frei und widmet sie planmäßig der Familie. In dieser Zeit, kann man Brettspiele spielen, Ausflüge unternehmen, ins Kino gehen, zusammen essen oder einfach reden.  

Auch dies ist wieder ein gutes Beispiel, für einfache Maßnahmen, die schwierig umzusetzen sind. Natürlich ist es ohne weiteres möglich, sich diese regelmäßige Familienzeit vorzunehmen. Es aber wirklich zu einer Gewohnheit zu machen, ist schwer. 

Es kommt etwas dazwischen, die Kinder haben keine Lust, oder man selbst kann sich nicht aufraffen. 

Helfen kann hier wieder Regel Nr. 6. Wir dürfen gerne auch flexibel sein. 

Es muss nicht immer ein abenteuerlicher Ausflug sein, ein Video tut es notfalls auch. Außerdem sollte die Teilnahme stets freiwillig sein. Wer heute keine Lust hat, ist eben in der nächsten Woche wieder dabei. Wenn es am festen Tag nicht geht, wird ein Ausweichtermin gefunden.

Wichtig ist aber die Regelmäßigkeit. So vermitteln wir einander: Wir sind uns wichtig, genießen die gemeinsame Zeit und finden immer einen Weg.

Dies schweißt uns in positiver Erinnerung zusammen.

E-Mails schreiben, die gelesen werden

Diesen praktischen Tipp habe ich von Sebastian Glöckner, aus einem seiner Online-Kurse über Projektmanagement. 

Die Grundaussage: Wenn wir unseren E-Mails eine andere Struktur geben, erhöhen wir die Chance, dass sie gelesen werden, drastisch. 

Die Adressaten haben, wie wir alle, wenig Zeit. Daher sollten wir möglichst schnell zum Punkt kommen. Meistens tun wir jedoch genau das Gegenteil, weswegen unser eigentliches Anliegen untergeht und oft nicht beantwortet wird. 

Meist schreiben wir E-Mails nach dem “Akademiker-Prinzip”. Das heißt wir starten mit vielen Hintergrundinformationen und stecken erst einmal den Rahmen ab. Wir wollen dem Leser den Kontext klar machen. Danach kommen wir auf unser Problem zu sprechen und erst am Ende nennen wir die unsere Schlussfolgerung oder unser Anliegen. 

Stattdessen, sollten wir diese Reihenfolge umdrehen. 

Wir sollten erst mit unserer Entdeckung, dem “Call To Action” oder der Frage starten. Danach sollten wir das Problem skizzieren. Wenn der Leser dann noch Zeit hat, oder es genau wissen will, kann es sich am Schluss die Details ansehen. 

Ich halte dies für einen sehr einleuchtenden, praktischen Rat, den ich in diesem Beitrag direkt umgesetzt habe. 

Zugrunde liegt, laut Sebastian Glöckner, übrigens das Pyramidiale Prinzip von Barbara Minto. 

Immer weiter

Vor allem wenn viele komplexe Aufgaben anstehen, besteht die Gefahr, nicht mehr zu wissen wo man weiter machen soll. 

Bei einigen Teilschritten wartet man vielleicht auf Andere. 

Dies muss dann oft als Ausrede herhalten, wenn wir das Ziel aus den Augen zu verlieren und uns anderen, vielleicht sogar unwichtigen, Dingen zuwenden. Wenn wir aber einmal beginnen, unser Projekt schleifen zu lassen, kommen wir schnell in die Gefahr einer Abwärtsspirale. Wir führen dann nicht mehr, wir laufen hinterher. 

Aber: Es gibt immer etwas, das wir tun können! 

Und wenn es das “Erinnern” des Anderen ist, nachhaken, Hilfe anbieten, vielleicht persönlich statt immer nur per E-Mail. Oder wir verbringen die Wartezeit damit, uns alle Zusammenhänge noch einmal zu verdeutlichen. Das erhöht unser Verständnis, macht uns aussagefähiger und schneller. 

Wenn uns die schiere Anzahl unserer To-Dos überwältigt, sollten wir auch jetzt nicht verzagen. Wir können dann auf unseren Bauch hören um zu entscheiden wo wir anfangen oder wir machen es uns ganz einfach und starten auf der Liste bei Nummer 1. 

Übrigens: Bei allem Stress, der Unsicherheit und vielleicht auch Ärger sollten wir nie vergessen: Es gilt Regel Nr. 6!

5S at home

Wie vor einiger Zeit beschrieben wollen wir nach und nach auch unser Familienumfeld “Lean” gestalten (Siehe „Lean at home”).

Ich werde die einzelnen Schritte als kleine Pilotprojekte für mich selbst testen, ehe sie dann auch mit der ganzen Familie gestartet werden. 

Schon im letzten Monat habe ich mit Schritt 1: “HANSEI- Selbstreflexion” begonnen.  

Ich habe über meine Rolle in der Familie nachgedacht, über meine Ziele und über Strategien, um die Ziele erreichen zu können. Auch in der Gruppe haben wir bereits begonnen, unsere Familie zu reflektieren. Dieser Prozess wird noch etwas dauern, am Ende, so hoffe ich, werden wir aber unser eigenes Familienleitbild entwickeln. 

Heute habe ich den 2. Schritt begonnen: “5S – nachhaltig ausmisten und entrümpeln”. 

Für unsere Familie wird das ein Mammut-Projekt. Um ein Beispiel zu geben, beginne ich zunächst mit kleinen Bereichen, die ich allein verantworten kann. Das sind mein Schreibtisch, mein Werkstattbereich und der Abstellschuppen.  

Den Schreibtisch konnte heute schon fertigstellen. Ich habe aussortiert, systematisiert, standardisiert, gesäubert und für nachhaltige Selbstdisziplin gesorgt. 

Diese Erfahrung macht Lust auf mehr.  

Einfach vs. Leicht

Viele Dinge können wir “einfach machen”. Das heißt aber noch lange nicht, dass das leicht wird. 

Einfach bedeutet, es ist nicht kompliziert.  

Wir können selbst entscheiden wann wir loslegen, brauchen weder Hilfe von Anderen, noch spezielles Wissen oder Material. 

Leicht dagegen bedeutet, ohne Widerstand. Es verlangt uns nicht viel ab, wir können das im Vorbeigehen erledigen.  

Dabei sollten wir beachten, das einfach meistens objektiv ist, leicht ist aber subjektiv. 

Laufen ist objektiv einfach – für nahezu jeden – einfach einen Fuß vor den anderen. 10 km unter 40 Minuten zu laufen ist genauso “einfach”. Es ist aber ziemlich schwierig für mich – für Mo Farah ist es “leicht”.

Mit viel hartem Training wäre es für mich vielleicht auch leicht, in 1-2 Jahren.

So ist es mit vielen Dingen. Täglich 20 Minuten trainieren, zeitig ins Bett gehen, gesund essen, genug trinken, unsere Socken richtig herum drehen, bevor wir sie in die Wäsche geben.

Wir könnten das einfach machen. Alte Gewohnheiten zu ändern ist allerdings alles, aber nicht leicht.

Vision oder Mission?

Vision und Mission werden oft in einen Topf geworfen oder verwechselt. Selbst von großen, eigentlich sehr professionellen Unternehmen. 

Manchmal lesen sie sich auch langweilig oder nichtssagend, sodass sie sogar abschreckend wirken. Bei manchen Unternehmen schließlich, scheinen sie ganz zu fehlen. 

Dies halte ich für einen großen Fehler, und die beiden Instrumente für sehr wichtig. Für uns selbst, für Mitarbeiter und Kunden. 

Die Mission ist der gegenwärtige Auftrag des Unternehmens. “Warum gibt es uns?” Sie ist elementar wichtig und sollte stehts greifbar sein. Mitarbeitern sollte sie unbedingt bekannt sein. 

Die Vision ist unser Bild von einer besseren Zukunft. “Was wollen wir erreichen?” Auch sie ist wichtig, wenn auch nicht immer und überall. 

Hervorragende Arbeit muss ich nicht kopieren. Deshalb verweise ich für eine scharfe Abgrenzung zu diesem hilfreichen Video: 

Der Unterschied zwischen Mission und Vision | Dr. Pero Mićić

Aus meiner Sicht gehören Vision und Mission auf jede Unternehmenswebsite. Jeder Mitarbeiter sollte sie erhalten und auch Kunden müssen sie möglichst einfach finden. 

Selbst Familien und wir selbst können erheblich profitieren, wenn wir eine Mission und Vision formulieren. Denn ohne Ziel, kann niemand in die richtige Richtung gehen.

Dies ist aber erst der Anfang. Was danach kommt, habe ich hier beschrieben: [Leuchttürme

Digitales Lernen für unsere Kinder

Die Förderung von digitalem Lernen wird leider oft als Beschaffungsprogramm für Computertechnik verstanden. Wenn man aber als Lehrer die Hardware zur Verfügung hat, was macht man dann damit?

Wenn sich die Arbeitsmaterialien so radikal verändern, wenn man selbst privat auch wenig mit Digitalen Medien zu tun hat und wenn man trotz allen Wandels immer noch unter Druck steht, die althergebrachten Vorgaben zu erfüllen, dann ist es sicher schwer einen Anfang zu finden.

Auch wir Eltern bauen zusätzlichen Druck auf. Manchen geht es digital nicht schnell genug. Andere würden den „neumodischen Quatsch“ lieber gar nicht erst anfangen.

Wie setzt man digitale Bildung also konzeptionell um? wie nutzen wir die neue Technik sinnvoll? Wer kann uns helfen?

Das „Netzwerk Digitale Bildung“ bietet mit seiner Webseite eine tolle Plattform für Inspiration, Information, konkrete Beratung und Vernetzung.

Hier findet man Beispiele, Webinare, Tipps und Kontakte zur digitalen Bildung.

Stress macht krank

Das ist jetzt natürlich nichts Neues. Ich empfehle aber jedem, sich das mal ganz konkret bei sich selbst anzusehen. Hier, in Eat, Move, Sleep, habe ich auf das gleichnamige Buch von Tom Rath hingewiesen und auch angemerkt, wie wichtig das Zusammenspiel der drei Bereiche ist. 

Seit etwas mehr als einem Monat führe ich nun eine kleine Dokumentation. Ich bewerte täglich meine Performance in diesen Bereichen. Grün bedeutet, ich erfülle meine Bedingungen und verhalte mich gesund. Gelb heißt, es gibt einige Nachlässigkeiten. Bei Rot habe ich über die Stränge geschlagen. 

Es ist nun klar ersichtlich, dass sich die roten Felder immer dann häufen, wenn die Tage stressig waren. Wenn viele Termine anstanden, die Routine durchbrochen wurde, wenn unvorhergesehene Dinge passiert sind, die Zeit knapp war oder wenn es Streit gab. 

Diese einfache Dokumentation hat mir mit sehr wenig Aufwand ziemlich klar gemacht, dass Stress zu schlechten Lebensgewohnheiten führt.  

Feiern ist Kunst

Ich war auf einigen Partys, an die ich mich bis heute erinnere. Nicht, weil sich ein bestimmter Gast dort betrunken hätte, weil das Essen so gut war, oder die Musik.

Es war die gesamte Stimmung, die diese Ereignisse besonders machte. Eine Mischung aus Anlass, Teilnehmern, Umgebung und Ablauf, die irgendwie gepasst haben.

Wir haben tolle Gespräche geführt, zusammen gesungen und getanzt. Es war für alles gesorgt ohne die Anschein von Aufdringlichkeit oder Protz. Die Stimmung war ausgelassen statt gestresst.

Um diese Stimmung bewusst zu erzeugen, braucht es eine besondere Einstellung. Die Gastgeber müssen ihren Gästen gerne etwas geben. Und dieses Etwas kann man mit Geld nicht kaufen. Es ist etwas persönliches von sich selbst und hängt mit Aufmerksamkeit, Herzlichkeit, Dankbarkeit und Interesse zusammen.

Gute Gastgeber sind Künstler.

Loyalität

Überall wo wir nicht als Einzelkämpfer unterwegs sind, möchten wir auf Loyalität vertrauen. Unter Kollegen, Mannschaftskameraden, Familienmitgliedern. 

Probleme und unterschiedliche Ansichten gibt es immer. Wenn Teams aber funktionieren sollen, dann ist es notwendig, diese intern klären zu können. Wer sich bei Dritten darüber beklagt, verrät sein Team und schadet am Ende auch sich selbst. 

“Was Klaus über Karl sagt, sagt mehr über Klaus, als über Karl.”  

Dieses Sprichwort gilt universell. Wenn man als Bewerber, schlecht über seinen früheren Arbeitgeber spricht, dann stellt einen das auch selbst negativ dar. 

Ebenso gilt das für Familien. Wenn man über Abwesende herzieht, zerstört das Vertrauen. Der, der in diesem Gespräch das Negativthema war, wird verletzt sein, sollte er davon erfahren. Und der Beteiligte, der miterlebt wie über den Abwesenden gelästert wird, verliert ebenfalls sein Vertrauen in das illoyale Familienmitglied. 

Probleme sollten wir immer dort ansprechen wo sie bestehen. 

Sollten wir beteiligt sein, und miterleben, wie schlecht über Abwesende geredet wird, sollten wir die Person verteidigen. Damit geben wir ein gutes Beispiel und verändern die Teamkultur zum Besseren. 

Elternsein

Für meine Frau und mich ist morgen ein Jubiläum. Unser 1o-Jähriges Elterm-Jubiläum.

Unglaublich wie sch schnell die Zeit vergeht. Eigentlich sagen das nur alte Leute, aber ich mache mal eine Ausnahme.

Das Elternsein ist für mich die größte Herausforderung, das größte Abenteuer, die größte Prüfung und die größte Erfüllung meines Lebens. Für kein Geld der Welt würde ich auch nur einen Moment davon eintauschen wollen. Und trotzdem sind manche Tage so unfassbar schwer zu überstehen.

Dieser Gegensatz ist faszinierend. Dein größtes Glück ist gleichzeitig deine größte Einschränkung. Elternschaft, dessen muss man sich bewusst sein, ist der Eintritt in ein neues Leben. Dinge die eben noch wichtig waren, sind es nun nicht mehr. Andererseits strebt man nach Gegebenheiten, die man früher niemals ernst genommen hätte.

Natürlich werden wir diesen Tag feiern. Es ist der 10. Geburtstag unserer ersten Tochter. Einer der wichtigsten Menschen in unserem Leben. Sie hat es grundlegend zu Besseren verändert und bereichert es jeden Tag.

Danke für alles und herzlichen Glückwunsch, mein Schatz.

Ausdauer

Manchmal denken wir, es geht nicht weiter, ich kann nicht mehr. 

Dann sollten wir uns an den Vergleich mit dem Ausdauerläufer erinnern. 

Egal wie gut ein Läufer ist, und egal wie schnell er den Marathon läuft – dort ist immer Schmerz. 

Die Versuchung aufzugeben, dem Schmerz nachzugeben hat jeder. 

Top-Athleten und Profis in anderen Bereichen, haben aber eines gelernt: Sie wissen wie sie mit dem Schmerz umgehen müssen. Sie fürchten ihn nicht, sondern tanzen mit ihm. So schaffen sie es, herausragende Ergebnisse zu erreichen. Das ist der schwierigste Teil der Arbeit.  

Vegan-Satt.de

Seit Anfang 2016 beschäftige ich mich nun intensiv mit Webseiten und Online-Marketing. 

Meine erste Webseite hieß vegan-satt.de. 

Damals gab es noch kein breites Angebot an veganem Convenience-Food in den Supermärkten. Immerhin konnte man schon fast überall Sojamilch und Tofu bekommen. Als ich 2012 die Entscheidung getroffen habe, vegan zu leben, war das nicht mal ansatzweise in Sicht. 

Eine der häufigsten Fragen war: Wie wirst du denn eigentlich satt? 

Dies schien mir ein sinnvolles Thema für einen Blog zu sein, und parallel, wollte ich mit Affiliate-Marketing, passives Einkommen erwirtschaften. 

Es hat nicht funktioniert, das Projekt ist gescheitert. Trotzdem habe ich vieles mitgenommen:  

  • Ich habe meine ersten Artikel geschrieben (so lesen sie sich auch, aller Anfang ist schwer). 
  • Ich habe WordPress kennen und nutzen gelernt.
  • Ich habe gelernt HTML und CSS zu verstehen und anzuwenden – in Grundzügen auch Javascript. 
  • Ich habe gelernt worauf in den Bereichen Datenschutz und Copyrights zu achten ist. 
  • Ich habe viel über Copywriting, SEO, SEM, Affiliate-Programme, usw. gelernt. 
  • Dazu kommen noch viele Kleinigkeiten. 

Damit will ich folgendes sagen: Man lernt NUR durch tun! 

Wenn wir Marketing lernen wollen, dann müssen wir Marketing machen. Das gillt auch für andere Themen. Kurse oder Bücher bringen uns nur ein kleines Stück weiter. Wir müssen probieren, (teilweise) scheitern, analysieren, von neuem beginnen. 

Vegan-satt.de gibt es nicht mehr. Ich habe die Seite vor einigen Jahren geschlossen. Die Artikel allerdings (ohne Affiliate-Links), habe ich jetzt hier erneut veröffentlicht: Vegan-Satt Archiv

Einige Texte geben vielleicht Anlass zum Schmunzeln, die Informationen zu Ernährung, Lebensmitteln und Organisation sind jedoch auch heute noch aktuell.  

Interesse vs. Einfluss

“Gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. [Gelassenheitsgebet]” 

Steven R. Covey fragt bei unseren Gedanken und Taten, ob sie in unserem Interessenbereich oder in unserem Einflussbereich liegen. 

Ist das etwas, an dem ich “nur” ein Interesse habe, oder kann ich es wirklich beeinflussen. 

Alles was unsere Kinder betrifft, ist natürlich für uns von Interesse. Auf viele Dinge (meist sind das mehr als wir glauben), haben wir aber keinen Einfluss. Ähnlich ist das in unserem Job. 

Was Covey empfiehlt ist nun, seine Gedanken, Gespräche und Taten, möglichst auf den Einflussbereich zu konzentrieren. Dafür sollten wir unsere Kraft und unseren Mut aufwenden.  

Was in den Interessenbereich fällt können wir natürlich beobachten, uns darüber freuen oder es betrauern. Wir sollten aber nicht versuchen es zu ändern. 

Design – Das fehlende Puzzlestück

Vor allem in kleinen Betrieben hat Design bisher nicht den größten Stellenwert. Ich denke das sollte sich ändern. 

Technologie Unternehmen sind heute die Vorreiter der Wirtschaft und sie legen mehr und mehr Wert auf gutes Design. Tech-Startups profitieren sogar besonders, wenn einer der Gründer einen professionellen Design-Hintergrund hat. 

Einige der erfolgreichsten Internet-Unternehmen wurden mit Designern im Team gegründet (z.B. Instagram, Pinterest, AirBnB, Vimeo, ,…) 

Spätestens seit dem grandiosen Erfolg von Apple, wird Design für Produkte immer wichtiger. Es ist heute ein entscheidender Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Egal ob es sich um Gegenstände oder um digitale Produkte handelt. Die Anforderungen der Kunden an die User Experience (UX) steigen. [Artikel: Was ist gutes Design

Auch kleine lokale Unternehmen sollten darauf frühzeitig reagieren. Die Prozesse, an denen der Kunde direkt beteiligt ist, können und sollten professionell designt werden, dabei geht es nicht nur um die Webseite oder das Firmenlogo. 

Heute ist Design nichts mehr, was man bedarfsweise an den günstigsten Dienstleister auslagert. Jeder Unternehmer sollte ein Grundverständnis davon haben. Es sollte neben der Technik/dem Handwerk und dem Geschäftlichen, der dritte gleichberechtigte Baustein des Unternehmens sein. 

PS: Hier ist ein umfangreicher Kurs – geballtes Wissen großzügig kostenlos!

Was sollen wir lernen?

Es heißt immer wir brauchen Spezialisten.

Sicher ist da auch was dran. Aber was macht die Digitalisierung mit diesen Menschen.

Alles was sich mathematisch abbilden lässt wird mittelfristig ein Computer machen. es sei denn, ein Mensch ist billiger.

Das wird entweder dann der Fall sein, wenn es um hoch-komplexe einmalige Dinge geht, für die man eine lebenslange Erfahrung braucht. Oder um so triviale Arbeiten, dass man sie in wenigen Stunden erlernt.

Bei allen anderen Sachen, wird uns Technik zumindest unterstützen, wenn nicht ersetzen.

Was wir aber lernen müssen ist uns Gehör zu verschaffen, zu präsentieren und zu überzeugen.

Es ist nicht mehr unsere Hauptaufgabe das korrekte Ergebnis zu finden, sondern es unseren Stakeholdern zu vermitteln und darauf folgende Reaktionen zu ermöglichen.

Wie kann ich komplizierte Sachverhalte so zusammenfassen und erklären, dass meine Zielgruppe mich versteht, mir folgt und tatsächlich handelt?

Disruption und ewige Bedarfe

Ich habe schon öfter geschrieben, dass sich das Geschäftsmodell nicht am Produkt ausrichten sollte, sondern am Nutzen für den Kunden. Zum Beispiel hier: Was ist dein Geschäft? 

In diesem YouTube-Video führt Dr. Mićić den Gedanken auf interessante Art zu Ende. 

Fokussiere dein Geschäftsmodell auf ewige Bedarfe! [Krisen-Chance 03] | Dr. Pero Mićić

Er rät dazu sich auf “ewige Bedarfe” zu konzentrieren. Diese sollten die grundlegenden Motive der Kunden sein und in aller Regel stammen sie aus einem Kreis von 7 Emotionen. 

Egal welches Geschäft, das Grundmotiv unserer Kunden besteht aus einer oder mehrerer dieser Emotionen.  

Disruption entsteht dann, wenn die gleiche Emotion auf andere Art (besser) geliefert wird. 

Wunsch, Hoffnung, Erwartung

Gewöhnlich werden diese drei positiv gesehen. Man soll Wünsche und Hoffnung haben, so wie man Entgegenkommen und Kooperation erwarten soll. Das ist schließlich optimistisch, oder? 

Eigentlich ist es egoistisch. 

Das sind nämlich alles Dinge, die ICH will, die aber ANDERE erfüllen sollen. 

Besser ist es, seine Gedanken und seine Taten an dem auszurichten, was man selbst beeinflussen kann, ohne von anderen etwas zu wollen. Man sollte nichts tun, nur weil man sich eine bestimmte Reaktion wünscht, darauf hofft oder sie gar erwartet.

Wenn man etwas tut, dann nur weil man diese Tat selbst als richtig erachtet. 

Wenn andere dann das Gleiche wollen, werden sie sich anstecken und inspirieren lassen – vielleicht sogar folgen (Enrollment). Wenn nicht, egal. Immerhin hat man für sich selbst gehandelt und muss nichts bereuen. 

Aus Fehlern lernen

Guido Westerwelle hat gesagt: 

“Fehler zu machen ist ärgerlich. Nicht aus ihnen zu lernen ist unverzeihlich.” 

Es ist fast ein wenig komisch, dass dieses Zitat ausgerechnet von einem Politiker kommt. Natürlich trifft es auf uns alle zu. Auf Unternehmer, Arbeitnehmer, Familienangehörige. Trotzdem scheinen immer noch zu viele Menschen daran zu scheitern, ihre Fehler einzugestehen. 

Dabei ist einen Fehler zu erkennen, dies der beste Nachweis dafür, etwas gelernt zu haben.  

Neue Kategorien für Parteien?

Seit Jahren scheinen die Parteien immer mehr an Vertauen zu verlieren.

Wem kann man überhaupt noch glauben und worauf kann man sich verlassen?

Neben dem Personal und konkreten politischen Positionen beobachte ich, dass sich zwei andere Kategorien immer schärfer abzeichnen. Eigentlich stehen diese gar nicht zur Diskussion, denn oftmals denken wir immer noch im alten Rechts-Links–Spektrum. Eine neue Matrix ergibt sich jedoch aus diesen Rubriken:

  1. Einige Parteien streben stark nach Macht oder Machterhalt.
  2. Einige Parteien vertreten zunehmend extreme / polarisierende Positionen.

Kompromisse scheinen entweder gar nicht denkbar zu sein, da sich die Extreme teils komplett gegenüberliegen. Ein vernünftiges konstruktives Diskutieren ist hier kaum noch möglich.

Oder das Streben nach Macht ist so groß, dass sogar undenkbare Koalitionen zustande kommen (wie auch schon in Griechenland oder Italien geschehen). Hier werden dann plötzlich Kompromisse geschlossen, für die mache Partei sogar ihre Heiligtümer opfert.

Offenbar wollen die Menschen Macher, mit klaren Positionen. Es geht um Macht und symbolisch große Veränderungen. Kompromissbereitschaft, faires Miteinander und Besonnenheit scheint momentan nicht gefragt zu sein.

Die im Bundestag vertretenen Parteien würde ich wie folgt einordnen:

Leuchttürme

Wer kein Ziel hat, weiß nie wohin er gehen soll. Deshalb ist es wichtig zumindest eine vage Zielvorstellung zu haben. Nun bin ich kein Fan allzu konkreter Ziele (Siehe hier), doch auch ich möchte die Richtung kennen in die ich gehe. 

Dieses ist der erste Schritt, um den geht es hier aber nicht. 

Im zweiten Schritt müssen wir navigieren. Sind wir auf Kurs? Dabei helfen uns unsere persönlichen Leuchtfeuer. Im Kontext unserer täglichen Entscheidungen, sind das Prinzipien nach denen wir uns richten.  

Folgende 4 Prinzipien (oder Leuchttürme) sind mir am wichtigsten: 

  1. Gerechtigkeit: Ich möchte mich möglichst gerecht verhalten. Das beginnt ganz allgemein mit Ehrlichkeit und bedeutet insbesondere, niemanden vorsätzlich zu übervorteilen. 
  1. Eigenverantwortung: Ich übernehme stets die Verantwortung für mein Handeln. Das bedeutet nicht auf andere zu schauen, sondern seine eigenen Aufgaben wahrzunehmen. Helfen darf man natürlich, aber auch dann gilt: Wenn ich etwas tue stehe ich dafür gerade. 
  1. Mut: Einfache Dinge kann jeder machen. Ich möchte mutig herausfordernde Dinge angehen. Verstecken gilt nicht. Zur Orientierung: Wenn dieser Weg Mut erfordert, dann ist es wahrscheinlich der Richtige. 
  1. Wachstum: Ich möchte zum Fortschritt beitragen und mich auch selbst weiterentwickeln. Wachstum heißt Verbesserung und diese ist notwendig. Nach Stillstand oder Rückschritten zu streben ist keine Option. 

In meiner Welt kann ich mit diesen 4 Orientierungspunkten ganz gut abschätzen, ob ich auf dem richtigen Weg bin: Ist meine Entscheidung gerecht? Kann ich die Verantwortung dafür tragen? Wäre er Schritt mutig? Führt dieser Weg zu Wachstum und Verbesserung? 

Abhängig von unseren jeweiligen Zielen, können diese Leuchttürme natürlich anders aussehen. Jeder sollte aber für sich einige Prinzipien formulieren. So halten wir den Kurs.

Kinder können sich alles erlauben

Wir wissen, dass wir ihnen mit Macht unseren Willen weder aufzwingen können, noch das wir es wollten.

Egal wie unverschämt und undankbar sie sich auch verhalten, wir reichen ihnen immer wieder die Hand.

Nur auf diese Art erlangt man Enrollment anstatt von Autorität. Manchmal ist es aber nicht nur einfach schwer, manchmal führt einen das an seine Grenzen.

Zu führen ohne Macht auszuüben und ohne aufzugeben ist eine der größten Herausforderungen des Lebens.

Was ist Freiheit

Wir glauben es zu wissen. Doch ist es wirklich so klar? 

So viele Menschen wie wir fragen, so viele Definitionen bekommen wir. Für jeden etwas Anderes.  

Für manche bedeutet es das Gegenteil von Sklaverei oder nicht eingesperrt zu sein.  Andere verbinden damit freien internationalen Handel. Wieder andere denken an das Recht ihre Meinung offen sagen zu dürfen, ungehindert reisen zu können, für ihre Taten und Entscheidungen selbst verantwortlich zu sein. Manch einer setzt es sogar mit Freizeit gleich. 

Eine gängige Definition, die man oft hört lautet: “Freiheit reicht so weit, wie sie die Freiheit des Nächsten nicht einschränkt.” 

Eine höchst zweifelhafte Aussage. Was wenn der Nächste absolut viel freier ist als wir? Sobald wir nur einen Millimeter freier werden, schränken wir ihn schon ein. 

“Wir” könnten übrigens die Bürger als Ganzes sein und der “Nächste” ist der Staat. 

Wir brauchen eine öffentliche Debatte darüber, in welchen Feldern Bürger mehr Freiheit braucht und wo sich der Staat dafür einschränkt. Die Alternative ist das Gegenteil. 

Letztlich ist aber nur eines von Beiden möglich. Mehr Aufgaben für den Staat heißt immer weniger Freiheit für die Bürger. Egal ob es um Straßenbau geht, um Kita-Plätze oder um die Krankenversicherung. Mehr Freiheit für die Bürger heißt umgekehrt weniger Aufgaben für den Staat. 

Das Richtige tun

Was am Ende das Richtige gewesen sein wird, können wir vorher niemals mit Sicherheit sagen.

Wir müssen damit leben, dass wir uns irren können.

Vielmehr kommt es wieder einmal auf das Warum und auf das Wie an.

Wir sollten genau wissen warum wir etwas tun (oder nicht tun), und wir sollten es auf eine Weise tun (oder nicht) auf die wir stolz sein können.

Dazu gehört sich möglichst differenziert zu informieren, menschlich zu sein, sein Bestes zu geben.

Das trifft auf große politische Ereignisse statt, als auch für kleine Familiäre.

Wenn morgen in Berlin für unterschiedliche Dinge demonstriert wird, dann kann man nachher immer noch streiten, was davon richtig war. Ich hoffe, dass sie es auf die Richtige Art tun.

Chinesischer Bambus

Chinesischer Bambus stellt unsere Geduld auf eine harte Probe. Wenn man ihn pflanzt, passiert erst einmal gar nichts. Jedenfalls nichts Sichtbares. Für 4 Jahre sieht man nur einen kleinen Trieb. All unser Hegen und Pflegen scheint vergebens. 

Unter der Erde allerdings bildet die Pflanze ein gewaltiges Wurzelwerk. Und im 5. Jahr schießt der Bambus plötzlich 25 Meter in die Höhe. Man kann förmlich beim Wachsen zusehen. 

Der chinesische Bambus kann eine passende Metapher sein für unsere Familien oder auch Unternehmen. 

Auch hier kommt es auf Geduld an. Geduld ist nämlich gelebter Glaube. 

Es gilt einmal mehr: Niemals, wirklich niemals aufgeben

Die Geschichte habe ich von Stephen R. Covey aus “7 Wege zur Effektivität für Familien”.  

Die rhetorische Verwirrungs-Taktik

Schlagfertig zu reagieren ist unter Druck meist nicht möglich. Wir sind vor der Situation überfordert und das ist auch ganz normal.

Martin Wehrle schlägt in diesem kurzen Video (Jemand beleidigt dich? Sag DAS (klappt immer!)) eine interessante Methode vor, die Verwirrings-Taktik.

Kurz zusammengefasst sieht das so aus:

Angenommen wir werden mit einer unerwarteten Beleidigung konfrontiert:

  1. Antworte mit einem (im Voraus überlegten) altklugen, sinnlosen Zitat.
  2. Wenn der andere fragt, was damit gemeint sei, löse es nicht auf. Der Andere solle vielmehr selbst nachdenken, er würde schon darauf kommen.
  3. Falls der Angreifer erneut nach dem Sinn fragt: cool bleiben und ihn erneut sich den Sinn selbst zu erschließen.

Die Methode erfordert natürlich, dass man sich für alle Fälle ein paar Floskeln bereit legt. So ausgerüstet kann man sich aber sehr leicht aus unangenehmen Situationen befreien.

Der Kunde ist König

Die Mentalität, das Dienen als etwas ehrwürdiges und Wert stiftendes anzusehen, fehlt unseren öffentlichen Verwaltungsstellen scheinbar völlig.

Für einen Dienstleister aus der freien Wirtschaft ist der Kunde König. Und das ist auch gut so. Es zeugt von guten Manieren, jedem Menschen mit Wertschätzung zu begegnen. In einem professionellen Umfeld, ist gerade ein zuvorkommendes, wohlwollendes Benehmen Partnern gegenüber, der Schlüssel zum Erfolg.

Doch warum ist dies im öffentlichen Dienst so selten zu finden.

Wir, die Bürger, bezahlen diese Leute.

Für sie sind wir aber nicht ihre Arbeitgeber. Wir sind Steuerpflichtige, Schulpflichtige, Antragsteller, Beteiligte, Leistungsempfänger etc.

Im besten Falle sind wir Wähler, im Schlechtesten, sind wir Wutbürger oder Covidioten.

Bürger mit Fragen, Beschwerden oder Anregungen nerven. „Wir machen keine Fehler sondern halten uns immer an das Gesetz. Spielraum wollen wir zwar haben aber nicht nutzen – da könnte dann ja jeder kommen.“

Ich wünsche mir mehr Dienstleistungsmentalität, mehr Marketing, mehr persönliche Reflexion oder schlicht mehr Kundenfreundlichkeit von unseren öffentlichen Stellen.

Dies wäre ein Anfang: Starte deinen Satz mit „Ich“.

Ich kann das nicht

Diese Aussage ist mein persönliches „rotes Tuch“.

Grundsätzlich kann man alles lernen. Bei manchen geht es eben schneller, andere brauchen mehr Zeit. Wenn wir aufgeben, dann meistens nicht weil wir tatsächlich nicht dazu in der Lage sind. Meist gibt es dutzende Beispiele von Menschen mit schlechteren Voraussetzungen, die es trotzdem geschafft haben.

Wir geben auf weil wir es nicht mehr weiter versuchen wollen.

Wir ertragen die Anstrengung nicht, haben keine Lust mehr oder können es nicht aushalten schlecht zu sein in dieser Sache.

Dabei ist das die einzig natürliche Situation im Training. Wir sind schlecht, es ist schwer und macht wenig Spaß – deshalb üben wir es.

Wenn wir es schon könnten, wäre Übung nicht nötig.

Später, nachdem wir merkliche Fortschritte gemacht haben, wird es leichter. Wir merken das wir besser werden, trotzdem trainieren wir bis an unser Lebensende weiter.

Warum ist gerade der Anfang so ein Problem? Erinnern wir uns an das Radfahren lernen. Es klappte nicht sofort und wir waren verzweifelt. Doch wenn man den Bogen einmal heraus hat, kommt die Zuversicht.

Das ist immer so, wir müssen nur lange genug am Ball bleiben.

Was genau ist Leadership?

Zunächst scheint das klar zu sein. Man weiß ja eigentlich was das ist, auch ich habe darüber schon oft geschrieben – z.B. hier: Management vs. Leadership

Aber wenn wir genau beschreiben sollen was es bedeutet, was sagen wir dann?  

Jacob Morgan hat diese Frage 140 CEO’s großer globaler Konzerne gestellt. 

Hier ist sein Post dazu auf Medium, er hat darin auch 14 exemplarische Antworten aufgeführt. 

Die interessanteste Feststellung dabei war: 

Jeder dieser 140 CEO’s versteht etwas anderes darunter. 

Sein Team besser machen, Ziele erreichen, motivieren können, Verantwortung übernehmen etc., jede Führungskraft – vielleicht sogar jeder Mensch – sieht die Prioritäten anders. 

Laut Jacob wird daraus eines ganz deutlich: Jede Organisation muss für sich klar definieren, was ein Leader ist und wie Leadership aussieht. 

Tut sie das nicht, dann läuft sie Gefahr in ihrem Management höchst unterschiedliche Ansichten darüber vorzufinden. Die Führungskultur unterscheidet sich dann von Abteilung zu Abteilung. 

Jeder solle den Begriff auch für sich selbst definieren, diese Ansicht könne sich aber ruhig auch über die Jahre entwickeln. 

Wie sieht also meine Definition von Leadership aus: 

Es bedeutet uneigennützig, klare Ziele zu verfolgen und Verantwortung für die Ergebnisse zu übernehmen. Ein Leader steht für etwas, ist ein Beispiel, und sucht Enrollment. 

Lean at home

Die Fähigkeit sich zu organisieren ist eine wichtige Kompetenz, die auch Kinder lernen sollten. Und obendrein, sollte das Wort “Ordnung” beim Nachwuchs kein Augenrollen oder Verzweiflung auslösen. 

In der Regel hören sie es nämlich im Zusammenhang mit “Zimmer aufräumen”, was natürlich die unbeliebteste Aufgabe von allen ist. 

Wie schön wäre es, wenn ihnen (und uns Erwachsenen) stattdessen ein Lächeln über die Lippen käme? 

Denn Ordnung befreit. Richtig umgesetzt entfällt das regelmäßige “Ordnung Schaffen“ nämlich. Die Devise heißt nun “Ordnung Halten”. 

Diese und viele gute Ideen mehr, thematisiert Angela Ludwig (aka “Frau Ordnung”) in ihrem Buch: “Lean Management für Familien”[Hier bei Amazon – kein Affiliate Link] . 

Ihr Konzept transferiert die wichtigsten Prinzipien der erfolgreichen Management-Methode in ein privates Umfeld. Das Ganze ist sehr praxisnah und realistisch. 

Wir werden es umsetzen. 

Extrinsische Motivation

Im Gegensatz zu dem, was ich gestern geschrieben habe: 

Manchmal können wir uns nicht selbst motivieren und finden keinen Anfang. Wir springen nicht über unseren Schatten. Hier ist die Angst zu scheitern so groß, dass sie die Sehnsucht nach Erfolg übertrifft.

In diesen Fällen kann es Sinn machen, wenn uns jemand ein bisschen beim Anschieben hilft. 

Belohnungen können der nötige Anschubser sein, um uns ins Tun zu bekommen. Zu dem intrinsischen Wunsch kommt also noch ein extrinsischer Bonus.  

Beim nächsten Mal ist der Bonus dann nicht mehr nötig, denn die Angst ist durch das Erfolgserlebnis kleiner geworden. Der Wunsch behält auch alleine die Oberhand. 

Allerdings müssen wir darauf achten, dass sich der Erfolg auch realistisch einstellen kann. Denn Rückschläge sorgen dafür, dass unser Bonus von Mal zu Mal größer werden muss. 

Inspiration, Motivation, Zeitverschwendung

Dieses Zitat ist von Chuck Close:

“Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work. If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightening to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself.”

Ich kenne Chuck Close nicht weiter. Ich weiß nur, dass er (ein wohl ziemlich erfolgreicher) Maler ist und diese tolle Aussage über Inspiration getätigt hat.

Das Gleiche gilt übrigens für Motivation.

Profis brauchen nicht inspiriert oder motiviert werden. Ihre Arbeit/Kunst an sich ist ihr Motiv und beim Tun kommen sie auch auf Ideen.

Die Zeit, die für bewusste Inspiration oder Motivation aufgewendet wird, ist verschwendet.

Besser ist es aufzustehen – oder sich hin zu setzen, je nach Tätigkeit – und seine Arbeit zu machen.

P.S.: Ausnahmen bestätigen die Regel: Artikel: Extrinsische Motivation

Portfolio Reverse

Ob in unseren Lebensläufen oder an ähnlichen Stellen, wir schmücken uns gern mit unseren Siegen.

Hier haben wir den hoch dekorierten Abschluss erreicht, dort das zeitkritische Projekt gemeistert. Erfolge über Erfolge, dazu Urkunden, Zertifikate und Titel.

Wie langweilig.

Wäre es nicht viel interessanter zu sehen wie die andere Seite des Menschen (oder des Bewerbers) aussieht? Welche Rückschläge gab es in den Projekten, Was war Ihre größte Niederlage? Wann haben sie Ihren Kurs korrigiert? Warum? Was haben Sie gelernt?

Es gab keine Niederlagen? Kurskorrekturen waren nicht notwendig? Der Werdegang führt lückenlos, zielstrebig nach oben?

Irgendwann kommen sie aber die Rückschläge und wenn man nie gelernt hat damit umzugehen, sie bisher nicht einmal erlebt hat, wie will man diese Herausforderung jetzt meistern? Wie wird man sie überhaupt erkennen?

„Man verliert nie. Man gewinnt, oder man lernt.“ (Zitat nicht von mir)

Wir sollten uns stärker darauf konzentrieren, was wir (oder unsere Bewerber) gelernt haben und weniger darauf, was perfekt war.

Bei einer Stellenanzeige sollte man entsprechend folgendes beachten: Warum die meisten Stellenanzeigen ihr Potenzial verschenken.

Leben ist Lernen

Diese wichtige Einsicht halte ich für die Grundlage eines erfolgreichen Lebens im 21. Jahrhundert. 

Wir müssen lernen wollen, Erfahrungen begrüßen, verändern, anpassen, probieren. Nur durch Wandel können wir uns weiterentwickeln. Manchmal geht das natürlich auch schief aber ohne die Absicht zu lernen, werden wir nie erfahren, “was wohl wäre wenn”. 

Noch wichtiger als für uns ist dies für unsere Kinder. Sie brauchen dringend eine positive Grundeinstellung zum Lernen. 

Für meine eigenen Kinder versuche ich das jetzt praktisch zu fördern. 

Auf MR.FROG.de werden wir alle dokumentieren, was wir als Familie bewusst umsetzen, um unseren Kindern Lust zu machen auf neue Erfahrungen, neues Wissen und neue Fähigkeiten. 

Hier habe ich unsere Ziele etwas konkreter beschrieben.: Hallo Welt, hier ist MR.FROG!

Wofür stehst du?

In diesem Vortrag bei Greator erklärt Jörg Mosler, dass man als Unternehmen für etwas stehen sollte, um Mitarbeiter anzuziehen. [Wofür stehst du? So gewinnst du den Mut, deine Überzeugung zu kommunizieren // Jörg Mosler]

Aber dies gilt nicht nur für Unternehmer. Jeder der andere begeistern, mitnehmen, überzeugen möchte, braucht Emotionen.

Es genügt also nicht, sich immer im sicheren Mittelfeld aufzuhalten und mal hierhin, mal dorthin mit der Mehrheit zu treiben. Wer Enrollment möchte, muss sich klar positionieren und diese Position emotional kommunizieren.

Wie wird man gut?

“Gut” ist ein relativer Begriff. 

Gut, im Vergleich wozu? Außerdem: gut, worin? 

Die Antworten sind für jeden anders und das Ziel ist auch für jeden unterschiedlich leicht zu erreichen. Vor allem aber wenn man ganz am Anfang steht, kommt es darauf an, wie viel Aufwand man bereit ist zu betreiben. 

Im Grunde gilt: Strenge dich effektiv und langfristig mehr an als die Anderen und du wirst vergleichsweise “gut” werden.   

Für einen 8-Jährigen ist das im Fußball noch relativ einfach. Wenn er jeden Tag 30 Minuten konzentriert an der Technik arbeitet und beim Training aufmerksam mitarbeitet, macht er weit mehr als sein durchschnittlicher Mannschaftskamerad. Der geht auch zwei Mal pro Woche zum Training, tut sonst aber nicht viel um besser zu werden. 

Wenn der gleiche Junge aber versucht, “gut” im Computerspiel zu werden, muss er schon mehr Zeit investieren – das machen sie nämlich alle. 

Wenn wir “gut” werden wollen, dann sollten wir also eine Sache wählen, für die die Anderen nicht zu arbeiten bereit sind. Weil es zu anstrengend ist, vielleicht auch manchmal langweilig. 

Was könnte diese Sache für uns Erwachsene sein? 

Was erfordert Fleiß und Anstrengung, die Andere nicht bereit sind aufzubringen? 

Zuversicht

“Am Ende wird alles Gut. Und wenn es nicht gut wird, dann ist es noch nicht das Ende.” 

Dieses Zitat eines Unbekannten (offenbar war es nämlich nicht Oscar Wilde), strahlt jede Menge Zuversicht aus. 

Und die ist auch nötig. Jeder von uns hat irgendwann Angst und Sorgen. Wir kommen an einen Punkt, an dem wir nicht mehr logisch erkennen können, wie wir das alles schaffen sollen. 

Hier hilft es uns, wenn wir einfach glauben. An Gott, das Universum, den Grand Poobah, die eigene innere Stärke – völlig egal. 

Wenn wir einsehen, dass es in unserer Welt noch größere Dinge gibt als die, die wir heute mit unserem Verstand erfassen können, dann steht es uns frei an eine gute Wendung zu glauben. 

Warum? 

Weil andere (zum Beispiel der unbekannte Zitierte) die Erfahrung schon gemacht haben, vielleicht auch weil wir selbst schon solche Erfahrungen gemacht haben. Oder auch einfach, weil es besser ist ein optimistisches Leben zu führen und sich zu irren, als der ewige Pessimist zu sein, der am Ende auch noch Recht hat. 

Brauchen wir bald keine Meetings mehr?

Meetings kosten Zeit und Geld. Viele hochbezahlte Menschen sitzen in einem Raum und hören oft zu, wie einer spricht. Manchmal geht es sogar nur um Informationen, zu Themen die längst entschieden sind. Tut es da nicht eigentlich auch ein E-Mail? Kann uns Technik (Video-Calls, Webinare, etc.) da nicht viel Zeit sparen

Seth Godin, dem ich ja in fast allem zustimme, ist der Auffassung, dass 90% aller Meetings abgeschafft werden sollten. Sie sollten etwas absolut Spezielles sein – Kaviar statt Fastfood. Sie sollten nur stattfinden, wenn es hauptsächlich um die Interaktion und um die Verbindungen zwischen den Menschen geht. 

Ich sehe das anders. Ich glaube nämlich, dass es in fast allen Meetings zu einem großen Teil auch darum geht.  Unsere Kultur erfordert oftmals persönliche Anwesenheit. 

Wir haben jetzt seit 25 Jahren E-Mails. Wenn ich eine Idee aber schriftlich versende, dann wirkt das schwächer als sie live zu präsentieren. Viele Leute antworten einfach nicht auf E-Mails, wenn sie körperlich anwesend sind, geben sie aber durchaus ihr Feedback ab. Und oftmals kommt es in Meetings zu Diskussionen – schriftliche Einwürfe werden nur selten von anderen Parteien kommentiert 

Wenn mir mein Chef eine (bereits beschlossene) Entscheidung des Vorstands persönlich erklärt, dann bedeutet das mehr Wertschätzung als einfach eine Nachricht zu senden. 

Ein Telefonanruf bei einem Kunden ist auch nicht so wertvoll wie ein Besuch. 

Natürlich ist es ein großes Problem, regelmäßig die Zeit von Menschen zu verschwenden. Andererseits zeugt es aber von Wertschätzung sich regelmäßig persönlich Zeit für diese Menschen zu nehmen. 

Ich glaube, dass Menschen Meetings wollen. Weil sie Wertschätzung und Verbindlichkeit vermitteln und weil sie dynamische Diskussionen ermöglichen, wo diese eigentlich nicht geplant waren.

Niemals aufgeben

Schon als Jugendlicher hatte ich diese Parole an die Tür meines Zimmers geklebt. Auf dem Papier war auch ein Storch zu sehen, der von einen Frosch gewürgt wurde, den er bereits im Schnabel hatte.

Beharrlichkeit und der Glaube, dass sich alles zum Guten wenden wird, zahlt sich aus. Das habe ich seit diesen Tagen immer und immer wieder festgestellt. Es bleibt also mein Lebensmotto.

Morgen ist außerdem unser Hochzeitstag.

Mein liebster Schatz, du bist wahrscheinlich meine einzige Leserin, deshalb kann ich das hier ruhig schreiben, ohne jemand anderen ausschließen zu müssen:

Ich liebe dich von ganzem Herzen und freue mich auf noch viele schöne Jahre mit dir.

Was sollten wir unseren Kindern beibringen?

Damit meine ich keine Fertigkeiten wie Schuhe zubinden oder Fahrrad fahren. Und ich meine auch keine Grundlagen wie lesen und schreiben. Ich denke an Dinge, die ihnen sonst keiner beibringt und die, davon bin ich überzeugt, außerordentlich wichtig sind für ihr Leben. 

3 Dinge scheinen mir besonders wichtig zu sein: 

  1. Angemessen Scheitern: Es ist weder eine Schande ist, noch ein Versagen, wenn man in kleinem Rahmen scheitert. Es ist sogar nötig möglichst viel auszuprobieren und oft, sanft zu scheitern. Ein Problem entsteht erst wenn man nie scheitert – dann hat man nämlich nie etwas probiert – oder wenn man zu groß scheitert – dann hat man wohlmöglich keinen weiteren Versuch mehr. 
  1. Interessante Probleme lösen: Dazu brauchen sie 2 Dinge. Erstens, genügend Lust um Probleme zu lösen. Zweitens, eine gute Strategie. Dazu gehört nicht direkt los zu stürmen, sondern sich erst einige elementare Fragen zu stellen, zum Beispiel: 
  • Was (genau) ist das Problem?
  • Was sind die Ursachen? 
  • Wer sind die Stakeholder? 
  • Wie kann ich es einfach erklären?
  • Wer hilft mir? 
  • Wie finden wir eine Lösung? 
  • Wie setzen wir die Lösung um? 
  1. Gesund bleiben: Dazu gehört die richtige Ernährung, genügend Bewegung und eine angemessene Erholung. [Siehe: Eat, Move, Sleep

Als Eltern sollten wir den Anspruch haben unseren Kindern dieses Wissen und diese Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben. Wie das am besten umgesetzt wird und welche Zwischenschritte nötig sind, steht auf einem anderen Blatt.

Bildung vs. Lernen

Diese beiden werden oft synonym verwendet doch sie sind verschieden. 

Bildung ist verpflichtend, Lernen ist freiwillig. 

Bildung ist gesteuert, Lernen ist selbstbestimmt. 

Man bildet sich um gut in Tests abzuschneiden, man lernt, weil man es wissen will. 

In diesem Podcast geht Seth Godin der Sache etwas genauer auf den Grund. Die Ganze Folge ist interessant aber dieses Thema wird konkret im Q&A-Teil ab 17:41 besprochen): [Akimbo-Podcast – Organized learning]

Aus der Folge stammt auch ein witzig/tragisches Beispiel, das aufzeigt wie schädlich es ist, dass unsere Kultur sich nahezu ausschließlich auf Bildung fokussiert: 

An einer Elite-Universität fanden die Lehrangebote, Corona-bedingt, über Zoom statt. So auch ein Spanisch-Kurs. Die Dozentin nutzte Breakout-Rooms und teilte die Klasse in kleinere Gruppen, sodass jeder nun öfter sprechen konnte. 

Doch was taten die Elite-Studenten, aus gutem Hause, mit hervorragenden Noten und beeindruckenden Lebensläufen, mit ihrer unverschämt teuren Studienzeit?

Als die Lehrerin aus der Leitung war, unterhielten sie sich in Ihrer Muttersprache. Sie verschenkten eine hervorragende Möglichkeit zu lernen, weil sie es eigentlich als Bildung empfanden, die sie für andere anhäufen sollen. 

Die Dozentin ließ die Zügel locker und schon fanden die Studenten einen Weg, die Pflichten zu umgehen. 

Wenn ein Kind jedoch Fahrrad fahren will, dann lernt es das. Dazu ist kein Test notwendig.

Damit Bildung erfolgreich ist, bedarf es Autorität. Lernen erfordert Enrollment.   

Ohnmacht

Ohnmacht bedeutet: Ohne Macht. 

In Ergänzung zu diesem Artikel über Wut, ist dies ein lohnender Gedanke. 

Da ist dieser Moment, indem man seine Machtlosigkeit erkennt. Auf ihn folgen Frustration, Trauer, Scham, Selbstzweifel, Ratlosigkeit und das alles äußert sich in einer Explosion, der Wut. 

Rosamund und Ben Zander raten in diesem Moment dazu zu lächeln und sich selbst zuzurufen: Wie faszinierend! 

Das geht natürlich nicht einfach so, das ist eine Lebenseinstellung. 

Wenn man es schafft, Frustration und Ratlosigkeit durch Neugier zu ersetzen, dann weicht die Wut einem Lächeln. Schließlich kann man jetzt gerade etwas lernen. 

Um das zu schaffen sollten wir uns immer wieder bewusst machen: 

Es ist alles erfunden, auch Ohnmacht und Wut. Und bis dahin denken wir doch bitte an Regel Nr. 6

Warum die meisten Stellenausschreibungen ihr Potenzial verschenken

Wer heute eine Stelle ausschreibt, sucht oft auch neue Impulse von außen. 

Jedenfalls sollte das in kreativen, individuellen Aufgabenbereichen der Fall sein. Manchmal findet sich sogar der explizite Verweis darauf, dass „DIVERSITY bei uns groß“ geschrieben wird. 

Trotzdem sind die meisten Anzeigen wie folgt aufgebaut: 

  1. Wir sind … 
  2. Deine Aufgaben sind …
  3. Du bist …, hast …, beherrschst … 

Das bedeutet im Grunde:  

Wir suchen zwar pro forma jemanden, der neue Ideen hat und sich gerne auch von uns unterscheiden soll. Tatsächlich macht der aber bitte genau das was, genauso wie, wir es sagen. 

Besser wäre die Anzeige so: 

  1. Hier ist unser Problem: …
  2. Hier sind die Rahmenbedingungen: … 
  3. Wie würdest du das angehen und warum kannst du das? 

Leading by example

Autorität hat nicht jeder und oft will man die auch gar nicht. Allerdings ist uns das manchmal nicht bewusst.

„Wenn die doch einfach mal auf mich hören würden…“

Wir erziehen unsere Kinder ohne Drohungen oder Strafen und wir führen unsere Teams ohne Machtdemonstrationen und Basta. 

Wir soll da jemals Autorität entstehen? 

“Autorität ausüben” ist das Gegenteil von “Enrollment suchen”. 

Autorität resultiert aus Angst. Enrollment ist Ausdruck von Wertschätzung

Der Autoritäre sagt: ”Folge mir!” Und er erwartet, dass der andere das auch macht. 

Wer allerdings andere durch sein eigenes Vorbild beeindruckt, der fordert gar nichts. Er wartet bis jemand fragt: “Kann ich dir folgen?” In diesem Moment entsteht Enrollment. 

Das ist natürlich weitaus schwieriger als einfach seine vorhandene Machtposition zu nutzen – bei der Kindererziehung und im Job. 

Es lohnt sich aber. 

Wut und Empathie

Wut bedeutet Kapitulation. 

Wenn ich wütend werde, dann gebe ich den Versuch auf, ein Problem ruhig und sachlich zu lösen. Ich kann den Angriffen auf mich nicht mehr trotzen, sondern gebe ihnen nach. 

Empathisch zu bleiben in Momenten der Ungerechtigkeit gegen sich selbst, scheint mir eine hohe Form der Weisheit zu sein. 

Es bedeutet den Angriffen gegenüber unverwundbar zu sein, und stattdessen zu versuchen den Anderen zu verstehen.  

Menschen die das können, ruhen in sich selbst. Sie sind sich ihres eigenen Wertes und ihrer Rolle so bewusst, dass sie kein Anwurf aus der Ruhe bringt.  

Verletzliche und wenig selbstbewusste Menschen werden schnell wütend. Selbstbewusste und ausgeglichene Menschen haben eher die Fähigkeit empathisch zu sein. 

Was bleibt für den Menschen?

Letztlich lassen sich alle unsere Tätigkeiten mathematisch beschreiben. Sobald sie mehrmals durchgeführt werden, kann man sie optimieren, standardisieren und automatisieren.

Meine Prognose für die Zukunft:

Alles was sich standardisieren lässt, wird automatisiert werden.

Das können Dinge sein, die wir uns heute nur schwer vorstellen können: ärztliche Versorgung, Handwerk, öffentlicher Transport.

Künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass Maschinen auch Prozesse durchführen können, die uns höchst individuell vorkommen.

Welche Arbeit bleibt da dem Menschen?

Alles was neu, unerwartet und gefühlsbetont ist:

Überraschungen, Initiative, Spontanität, Zufälliges Verbinden miteinander, Vertrauen, Empathie.

Vielleicht erscheint uns das gruselig, aber dies wird die Welt sein, in der unsere Kinder zurechtkommen müssen – vielleicht auch schon wir.

Wir sollten uns darauf vorbereiten, indem wir diese Fähigkeiten trainieren.

Race to the bottom

Vielfach funktioniert unsere Wirtschaft so: 

Wenn du etwas verkaufen willst: Schalte Werbung, sei laut. 

Wenn du in Organisationen etwas ändern willst: Überzeuge mit Zahlen, Daten, Fakten und durch die Macht des Vorstands, der hinter dir steht. 

Mach durchschnittliche Dinge für durchschnittliche Leute – probiere bloß nichts Neues, es könnte schief gehen. 

Nutze austauschbare Standardmaterialien und Standardmitarbeiter. 

Massenproduktion (Produkte oder Dienstleistungen) sind effizient, effizient ist billig und billig ist gut. 

Nicht mehr.  

Die Zeiten von Henry Ford sind vorbei. 

Standard und Effizienz kann heute jeder. Spezial-Know-How ist immer noch wichtig und notwendig, aber nicht mehr knapp. Es ist die Grundlage. 

Das Rennen Richtung billig ist ein “race to the botom” und dieses Rennen möchte niemand wirklich gewinnen. 

Heute ist es wichtig interessante Probleme lösen zu können – mit Großzügigkeit, Empathie, Teamwork und Enrollment

Teams sollten nicht vor allem homogen und damit effizient sein, sondern heterogen. Damit können sie nämlich effektiv diese Art von Nicht-Standard-Problemen lösen.   

Anerkennung oder Wertschätzung

Anerkennung ist die Würdigung die wir für eine bestimmte Sache bekommen, die wir gut gemacht haben. 

Sie ist einmalig, auf diese Sache bezogen. Danach endet sie. 

Wertschätzung ist die Würdigung von uns selbst als Person. 

Sie ist grundsätzlich auf uns als Menschen bezogen und endet planmäßig nicht. 

Hier ist ein TED-Talk von Mike Robbins, der diesen Unterschied noch einmal detailliert herausarbeitet: The Power of Appreciation 

Nach welcher Art Würdigung wünschen wir uns? 

Wenn wir ein neues Auto kaufen, um die Beförderung kämpfen, ehrenamtlich tätig sind, eine Familie gründen? 

Oft beobachte ich, an mir selbst aber auch an Anderen, dass wir nach Anerkennung streben, im Grunde aber Wertschätzung wollen. 

Schlaf ist ein lohnendes Investment

In Tom Raths Buch (Eat, Move, Sleep) hat mich die große Bedeutung des Schlafes am meisten beeindruckt.  

Laut Rath haben wir eine hohe Präferenz von fettigen und zuckerhaltigen Lebensmitteln, wenn wir müde sind, und wir bewegen uns auch weniger. Das klingt vielleicht irgendwie nachvollziehbar aber es gibt auch echte wissenschaftliche Belege dafür 

Bei Übergewicht machen wir den Grund schnell aus. Es ist zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung. Aber der Schlaf gehört auch (gleichberechtigt) in dieser Betrachtung. 

Stattdessen wird er aber gern zugunsten anderer Verbesserungen geopfert.  

“Für die Gesundheit gibt es so viel zu tun (Kochen, Sport), da scheint es eine gute Idee zu sein, einfach eine Stunde weniger zu schlafen.” Da sind wir auf dem Holzweg.  

Schlaf ist kein Luxus es ist eine grundlegende Notwendigkeit. 

Wer zu wenig schläft isst mehr, vergisst mehr, wird öfter krank, sieht schlechter aus. 

Wer aber für einen guten Nachtschlaf von 8 Stunden sorgt, wird im Job besser performen, besser trainieren, gesünder essen und einfach ein angenehmerer Zeitgenosse sein. 

Jede Extrastunde gesunden Schlafs ist kein Kostenfaktor, sondern ein lohnendes Investment. 

Dieses Buch gibt es auch auf Deutsch. In jedem Fall fand ich es so beeindruckend, sodass ich es sicher auch einmal ausführlich hier vorstellen werde. 

Aber nicht heute – jetzt gehe ich schlafen. 

Eat, Move, Sleep

Unser Ziel ist es, besondere Leistungen zu erbringen – für unsere Kunden, unseren Arbeitgeber, für die Familie. 

Neben der richtigen Einstellung, um die es hier häufig geht, ist aber noch etwas anderes wichtig: Wir müssen auch physisch dazu in der Lage sein. 

Und auf diese Physis haben genau drei Dinge entscheidenden Einfluss. 

  1. Wie wir essen 
  1. Wie wir uns bewegen 
  1. Wie wir schlafen 

Tom Rath hat das in seinem Buch Eat, Move, Sleep erklärt, und auch beschrieben wie diese Punkte zu verbessern sind. Oft geht das schon mit kleinen Veränderungen.

Hier gibt es auch eine kurze (deutsche) Zusammenfassung von Kris Stelljes. 

Oft vernachlässigen wir es, uns um uns selbst zu kümmern. Dabei ist gerade hier große Sorgfalt nötig. Ohne einen gut funktionierenden Körper, werden wir niemals unsere volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen. 

Glück oder Verdienst

Meine Tochter hat gestern ihre Halskette am Strand verloren und das erst heute bemerkt. 

Kurz vor dem zu Bett gehen – morgen reisen wir auch ab – war sie plötzlich untröstlich. 

Sie war sicher, dass ihr geliebtes Schmuckstück nur am Strand sein kann. 

Eigentlich eine ausweglose Situation aber wir sind trotzdem noch die 10 km gefahren um zu suchen. 

Zunächst fragten wir an der Rezeption des angrenzenden Campingplatzes. Es wurde nichts abgegeben. 

Dann versuchten wir das unmögliche und suchten in Halbdunkel den Strand ab. Als wir nichts fanden, war sie den Tränen nahe. Als letzten Versuch, nahm ich die Taschenlampe des Handys zur Hilfe und plötzlich sahen wir sie fast gleichzeitig funkeln. 

Wir haben ihre Kette tatsächlich gefunden. 

Mehr als 24 Stunden nach dem Verlust, nach einem heißen Badetag mit sicherlich vielen Gästen, im Sand. 

Natürlich waren wir überglücklich. 

War das Glück? 

Ich glaube wir haben es uns verdient, weil wir gegen jede Logik das Unmögliche versucht und nicht aufgegeben haben. 

Erholung

Erholung bedeutet die Rückgewinnung verbrauchter Kräfte und das Wiederherstellen der Leistungsfähigkeit. [Wikipedia

Psychisch bedeutet das für mich, sich am Ende der Urlaubsreise wieder auf zu Hause zu freuen. Kein Fernweh mehr zu haben, sondern wieder das Positive zu sehen, das einem die alltägliche Umgebung gibt.

So hatte man genug Zeit um neue Pläne zu schmieden und ist jetzt bereit für neue Taten.

Welchen Wandel wollen wir bewirken?

Wofür machen wir das? 

Für wen machen wir das? 

Wenn wir unseren Egoismus außen vor lassen, beim beantworten dieser Frage, dann kommen wir vielleicht auf überraschend einfache Antworten. 

Diese sind dann nämlich unabhängig von dem externen Status, den wir normalerweise auch noch suchen. Sie brauchen keine öffentliche Aufmerksamkeit und kein großes Einkommen. 

Wenn wir kein Martin Luther King sind, kein Steve Jobs und kein Seth Godin, dann beeinflussen wir mit unseren Taten wohl nicht Millionen von Menschen. 

Aber vielleicht beeinflussen wir fünf, vielleicht zwei oder einen. 

Wir könnten bei denen anfangen, die wir lieben. 

Wir behaupten doch immer Familie wäre das Wichtigste. Vielleicht sollten wir uns da selbst beim Wort nehmen.  

Welchen Wandel wollen wir dort bewirken? 

Ziele und Verantwortung

Aus meiner Sicht gibt es in Organisationen vier Typen von Mitarbeitern. Je besser sie sind, desto zahlreicher sind die ersten Drei.

Bei Anführern (Leadern) beobachtet man vor allem zwei Dinge:

  1. Sie verfolgen ein konkretes, uneigennütziges Ziel
  2. Sie übernehmen die Verantwortung

Dies sind die ehrwürdigen Ritter, die das Heer anführen und andere inspirieren.

Manager verfolgen das uneigennützige Ziel nicht unbedingt, tragen aber trotzdem Verantwortung. Sie sind Fachleute, organisieren und leiten auch an, inspirierend sind sie jedoch selten.

Sie sind die die Berufsoffiziere und Elitesoldaten.

Motivierte, enthusiastische Facharbeiter teilen das Ziel und verfolgen es auch uneigennützig. Sie übernehmen aber nur wenig Verantwortung.

Sie sind die handlichen, präzisen Meister-Schwerter.

Unmotivierte und desinteressierte Mitarbeiter verfolgen weder irgendwelche Ziele, abseits der eigenen, noch übernehmen sie Verantwortung.

Dies sind die rostigen, verbogenen Mistgabeln.

In Organisationen mit offensichtlichen, starken, übergeordneten Zielen und mit der Notwendigkeit, für jeden einzelnen, Verantwortung zu übernehmen, kann es keine Mistgabeln geben.

Automatisch besser?

Auch wenn es schnell möglich ist Prozesse zu automatisieren, besser werden sie dadurch nicht.  

Die Versuchung kann groß sein, schnelle Zeit und Kostenersparnisse zu erzielen, einfach durch Automatisierung.  

Ein schlechter Prozess wird dadurch aber nur zu einem schnellen, schlechten Prozess.

Oft scheint zwar, Automatisieren, die nahe liegende, einfache Antwort zu sein, wir müssen die Abläufe aber vorher trotzdem genau analysieren und optimieren. Automatisch geht das nicht. 

Keine Kameradschaft unter Eltern

Natürlich kriegen wir nicht immer alles hin, wenn es um unsere Kinder geht. Es gibt Konflikte und es entstehen Streitereien die wir nicht mehr beherrschen können.  

Auch unsere überlegende Rhetorik kommt nicht dagegen an, wenn sich ein Kind etwas in den Kopf gesetzt hat. Die jungen Menschen haben noch nicht gelernt Kompromisse einzugehen und wir Ältere können diese Tatsache einfach nicht begreifen. Wir sagen dann Dinge, die wir nachher bereuen und manchmal geben wir den Moment auch auf. Dann können wir nur abwarten. 

Meistens heilt die Zeit diese Wunden – oft reichen ein paar Minuten. 

Dumm nur, wenn uns andere Eltern begegnen die, wie wir, der Meinung sind es besser zu wissen. Großeltern (vor allem die eigenen) sind meistens noch schlimmer. 

Wir schütteln die Köpfe, wenn wir die Unfähigkeit der Anderen beobachten. Und wir können nicht glauben, dass man jetzt nicht einfach so oder so handelt.  

Das Kind tanzt ihm auf der Nase herum, ist zu laut, weint und müsste doch getröstet werden. 

In Wahrheit jedoch, wissen wir gar nichts.  

Wir kennen weder diese Anderen noch deren Kinder oder die Situation.  

Wer hier meint einschreiten zu müssen, der agiert auf des Messers Schneide.  

Denn Eltern sind in diesem Moment der Hilflosigkeit so verletzlich wie nie. Ein dummer Ratschlag kann einem nicht nur den Tag ruinieren (und eigentlich ist jetzt jeder Ratschlag dumm). Es stellt auch die gesamte Erziehungsstrategie in Frage. 

Da soll man sich mal nicht so haben? Es geht schließlich um das Kind? 

So abgebrüht sind die Wenigsten, dass sie es locker wegstecken, wenn sie ein eigentlich Gleichgesinnter im bittersten Moment kalt erwischt. 

Leider sind es oft wir Eltern, die unseren Mitstreitern das Leben schwer machen. Wir, die wir es eigentlich besser wissen sollten. 

Wer hier richtig handeln möchte, der lächelt verständnisvoll oder bietet fragend Hilfe an. Eine aufmunternde Geschichte für das Kind und bestärkende Solidarität für das Elternteil könnten vielleicht sogar den Tag retten. 

Wer sich zu all dem nicht im Stande fühlt, soll doch bitte einfach die Klappe halten. 

Die Chance des internen Marktes

In großen Unternehmen gibt es einen regen internen Leistungsaustausch. Die Vergütung erfolgt über Verrechnungspreise oder Prozesskostenpauschalen.  

Oft wird versucht eine Marktgerechte Verrechnung zu gewährleisten, aber warum schafft man keinen echten Markt? Mit tatsächlicher Konkurrenz – z.B. zwischen administrativen Abteilungen verschiedener Standorte. Wer das Beste Angebot macht erhält den Auftrag.  

Denn tatsächlich funktioniert die Geschäftswelt außerhalb des Konzernes heute anders als vor 20 Jahren.  

Die Alten Geschäftswege: Produktion-Verkauf-Kauf-Besitz-Entsorgung verlieren an Bedeutung. Mesh-Businesses und Handelsplattformen prägen das Bild

Als “Mesh-Businesses“ bezeichnet Lisa Gansky Unternehmen, die sich auf das Teilen spezialisiert haben. Es sind Sharing-Plattformen wie AirBnB, Netfilx oder Zipcar. 

Sie profitieren, laut Gansky, vom allgemeinen Misstrauen gegenüber etablierten Marken, von einer immer besseren Dateninfrastruktur und von der immer größeren Nachfrage nach ökologischen Produkten. 

Wie würden solche Plattformen innerhalb von (großen) Unternehmen aussehen? 

Könnte man konzernweit Arbeitskräfte teilen? Oder Lagerraum, Transport-, und Produktionsmittel? 

Und was wäre mit unteilbaren Leistungen? Auch hier wird unsere heutige Konsumgesellschaft von interaktiven Plattformen dominiert, die jedem jederzeit zugänglich sind – als Käufer und Verkäufer. 

Wie sähe ein internes Amazon aus, ein internes Ebay oder MyHammer? 

Welche Chancen würden moderne interne Marktmechanismen für die Prozessqualität und für die Kosten erschließen? 

Jede Kostenstelle sollte die Möglichkeit bekommen, ihre Leistungen konzernweit anzubieten und damit auch die Herausforderung, sich dem Wettbewerb zu stellen.

Vor dieser Erfahrung könnte die gesamte Organisation nicht nur finanziell profitieren. Auch die Kultur könnte sich positiv verändern.

Voraussetzung wäre allerdings ein liberaler interner Markt, anstelle einer sozialistischen Verrechnung per Gießkanne. 

(Siehe auch: Rollout vs. Enrollment)

Wissen hat keinen Eigentümer

Deshalb kann und sollte man es möglichst weit verbreiten.

Beeindruckend hilfreich ist der YouTube-Kanal von Dr. Ingo Sauer, von der Goethe-Universität Frankfurt.

Wissen hat keinen Eigentümer – I.B.Sauer

Dort bringt er jedem der es wissen will auf (vergleichsweise) verständliche Art die Volkswirtschaftslehre nahe.

Was ist dazu notwendig?

Vordergründig nur eine Kamera, ein Laptop und die Zeit für den Videoschnitt. Tatsächlich muss man es aber tun wollen und schlussendlich auch machen.

Dr. Sauer und die Universität stellen ihre Vorlesungen kostenlos zur Verfügung, es gibt keine Werbung und auch keine weiteren Produkte.

Sie tun es einfach weil sie es können und weil es richtig ist.

Wirtschaftswissenschaftliche Bildung kommt in unserer Gesellschaft, angefangen in der Schule, leider viel zu kurz. Trotzdem reden alle darüber oder wollen sich, z. B. vor Wahlen, eine Meinung bilden. Wirklich verstehen können das aber die Wenigsten.

Mit solchen verständlichen (also auch guten) Angeboten, sollte man dem begegnen.

Zum Einstieg finde ich dies besonders interessant:
IV: Große Ökonomen (und die „Geschichte der Theorie“)

Rollout vs. Enrollment

Veränderungen und Wandel passieren auf unterschiedliche Weise. 

Auf einem freien Markt macht man ein Angebot das besser ist. “Besser” ist subjektiv. Es ist also besser für einige (nicht für alle), und zwar speziell für die Menschen, denen das wichtig ist. 

Wenn wir es gut machen, z.B. mit gutem Marketing, erzeugen wir “Enrollment”. Einige, wenige Menschen folgen uns freiwillig. Sie sind überzeugt, dass das was wir anbieten das Richtige für sie ist. Sobald sie erfolgreich sind macht ihre Entscheidung die Runde und andere schließen sich an. Enrollment müssen wir uns verdienen.

In großen Unternehmen, in Monopolen oder durch gesetzlichen Zwang werden Veränderungen ausgerollt (Rollout). 

Man hat hier keine Wahl. Der Anbieter schert sich nicht darum für wen das interessant ist, sondern jeder muss es jetzt so machen. Wer mit der neuen Lösung nicht zurechtkommt wird kritisiert und soll sich mehr anstrengen. Er wird sich etwas kreatives einfallen lassen um dies umgehen.

Diese Form der Kreativität stiftet keinen Wert und deshalb hat der freie Markt bisher immer gegen den Zwang obsiegt. 

Enrollment mag zu Beginn schwerer zu erlangen sein, aber es geht einher mit sofortiger Akzeptanz. Denn von einem Kunden mit freiem Willen wird nur umgesetzt was funktioniert und Wert schafft.  

Einen Rollout kann man einfach mit Macht durchsetzen. Allerdings dauert es lange bis sich jeder mit den neuen Gegebenheiten arrangiert hat. Auch die Qualität lässt oft zu wünschen übrig, da die Lösung entweder nicht gut genug ist oder den Anwender eher aufhält als es ihm hilft. Und auch das Herz der Menschen gewinnt man auf diese Weise nicht. 

Innerhalb von Unternehmen und selbst bei Gesetzen brauchen wir mehr Enrollment und weniger verordnete Rollouts. 

Skills

Wir unterscheiden harte und weiche Fähigkeiten – “hard skills” und “soft skills”. 

Hard skills, sind unser Handwerkszeug und damit die Grundlage unserer Arbeit.  

Um sie zu erlernen ist Theorie aber auch praktische Übung nötig. Die Fähigkeiten sind meist spezifisch, das heißt ein Bäcker braucht andere, als eine Bankkaufrau. 

In der heutigen Zeit des Internets, ist das entsprechende Wissen für uns alle verfügbar. Es gibt hier keine Knappheit mehr – jeder kann alles lernen, wenn er die nötige Zeit investiert. Dazu kommt, dass sich das Wissen ständig weiterentwickelt – wir müssen also auch unentwegt lernen. 

Die hier entscheidende Frage ist also: Wer will das tun?  

Abzeichen, Diplome und Zertifikate sind nicht mehr nötig, denn sie belegen das Wissen von gestern. Disziplin, Neugier und Beharrlichkeit allerdings, lassen erkennen, dass auch das Wissen von Morgen zur Verfügung stehen wird. 

Damit sind wir bei den soft skills.   

Sie lassen sich theoretisch nur beschreiben, erlernen muss man sie praktisch. Allerdings sind diese Fähigkeiten dann universell einsetzbar. Disziplin zum Beispiel, ist sowohl für Sportler, als auch für Soldaten und Schriftsteller wichtig. Empathie benötigen Eltern, wie auch Marketing-Fachleute.  Eine Buchhalterin sollte genauso penibel sein wie ein Koch. 

Hard skills können – bis zu einem gewissen Grad – sehr schnell erlangt werden. Zur Perfektion ist es dann jedoch ein weiter Weg.  

Der spezifische Wissenszuwachs nimmt mit der Zeit ab (Konkave Nutzenfunktion).

konkave Funktion

Anders sieht es bei den Soft skills aus. Es braucht lange um sich bestimmte Fähigkeiten anzueignen, weshalb man oft schon in der Kindheit dazu angehalten wird. Oft werden sie als unveränderbare Eigenschaften der Persönlichkeit missverstanden – auch das kann man aber lernen.

Langsam.

Am Anfang gibt es meist eine lange Phase mit wenig Erfolg, vielleicht sogar mit Rückschritten. Wenn jedoch der Knoten platzt, geht es schnell aufwärts (Hockey-Stick Kurve).

Hockey-Stick-Funktion

Deshalb sollten wir fortwährend an unseren soft skills abreiten, und uns die nötigen hard skills bei Bedarf  aneignen. 

Der Drang nach Sicherheit.

Was, wenn es nicht funktioniert? 

Unsere innere Stimme sagt: „Ich möchte ja, aber ich muss erst wissen, dass es funktioniert.“ 

Wenn wir etwas Neues ausprobieren suchen wir nach Beispielen, nach Kursen, nach „Dummies-Büchern“. 

Das Problem: Für bedeutende Dinge gibt es keine Anleitung. 

Für ein McDonalds Restaurant gibt es das. Wenn du interessante Gerichte und besonderes Ambiente anbieten willst, dann nicht. 

Wenn du ein E-Book für Amazon scheiben möchtest, dann gibt es das. Wenn du eine Botschaft verbreiten möchtest, die bedeutend ist und Anderen wirklich hilft, dann nicht. 

Zu gerne möchten wir hören: „Das ist ganz einfach, es macht Spaß und wird garantiert klappen.“ Doch immer, wenn uns das jemand sagt ist Vorsicht geboten.“ 

Ehrlich wäre:  

“Es ist schwer, macht ziemlich oft keinen Spaß und wird vielleicht nicht klappen.” 

Trotzdem müssen wir es probieren. 

Wir brauchen interessante und besondere Restaurants, genauso wie bedeutende und hilfreiche Botschaften. 

Fastfood Restaurants oder 0815-Amazon-Bestseller gibt es genügend.

Der Drang nach Sicherheit ist eine Ausrede um uns zu verstecken. Wer etwas Bedeutendes beitragen möchte wählt den schwierigen, unsicheren Weg.

Was nutzt uns Marketern mehr Datenschutz

Aus unserer Sicht ist Datenschutz nervig. Er bedeutet Arbeit und leider oft auch Rechtsunsicherheit. Dazu kommt das Gefühl des Ausgebremst-Werdens. Wegen der umständlichen Gesetze, können wir die tollen technischen Möglichkeiten nicht nutzen, die der Rest der Welt hat. Wenn wir erfolgreich sein wollen, brauchen wir diese Daten. Da haben wir keine Wahl. 

Wirklich?  

Diese Sichtweise ist ein Fehler.  Persönliche Daten anderer Menschen zu respektieren (oder nicht), ist durchaus unsere Wahl. 

Immer mehr werden wir nun auch dazu gezwungen (Über die letzten Entwicklungen zum Privacy-Shield hatte ich hier schon geschrieben). Ich bin sonst nicht für Zwänge, aber hier scheint es nötig zu sein. 

Doch was könnte diese Situation Gutes für uns tun? Bereits des Öfteren habe ich Morgan/Barden und Ihr Buch “The Beautiful Constraint” erwähnt. Sie regen an uns stets zu fragen, wie wir aus Beschränkungen Vorteile ziehen können. 

Durch Propelling Questions:  

Wie können wir unsere Zielgruppe erreichen, ohne auf zweifelhafte Mittel wie Tracking und Remarketing zu setzen? 

Und durch “Wir können, wenn…” Antworten

Wir können das, wenn wir uns weniger um Datenanalyse kümmern und dafür mehr echtes Marketing machen.  

Das bedeutet wir suchen möglichst gute Lösungen für die Probleme unserer Zielgruppe – nicht eine möglichst gute Zielgruppe für unsere „Lösung“. 

Wenn wir die Beschränkung als Chance begreifen, können wir sowohl für unsere Kunden, als auch für uns selbst etwas Positives erreichen. 

Leichter gesagt als getan? 

Absolut! Das Umsetzen ist sehr schwer. 

Aber das was leicht ist macht jeder. Und was jeder macht ist nichts wert.

Schneller Einschlafen

Papa ich kann nicht einschlafen. Das hört man öfter und da ich da auch nichts machen konnte, habe ich mich informiert.

Das Ergebnis war ziemlich positiv (sonst würde ich das hier wohl auch nicht schreiben).

Schlafen ist wichtig. Man sollte ruhig, tief, regelmäßig und lang genug schlafen. Warum das so ist, darüber gibt es sicher eine Menge Informationen ( auch in dem verlinkten Video), aber darum soll es hier nicht gehen.

Mich interessiert das „Wie“.

TED-Talks sind fast immer die richtige Quelle wenn man fundierte Antworten auf interessante Fragen sucht und dieser hier hat mir geholfen:

How To Trick Your Brain Into Falling Asleep | Jim Donovan | TEDxYoungstown

Die Methode:

Wir können oft deshalb nicht schlafen, weil wir noch zu aufgewühlt sind. Wir haben zu viele Gedanken im Kopf, die wild herum tanzen. Also wälzen wir uns hin und her.

Dagegen hilft Rhythmus.

Das Video zeigt auch wie, aber hier ist die leicht veränderte Methode, die meinen Kindern geholfen hat:

  • bequem, gerade und entspannt auf den Rücke legen, Arme neben dem Körper, Hände auf den Oberschenkeln
  • Ruhig und tief atmen, Augen schließen
  • Jetzt mit den Händen abwechselnd auf die Oberschenkel tippen, im Rhythmus wie ein Trommler: links, rechts, links, rechts…
  • Das ganze 2-3 Minuten durchhalten und sich auf den Rhythmus konzentrieren.
  • Jetzt den Rhythmus verlangsamen: links…, rechts…, links…, rechts…
  • wieder 2-3 Minuten durchhalten
  • Jetzt wieder verlangsamen: links……, rechts……, links……, rechts……
  • Das solange fortführen bis man eingeschlafen ist.

Bei meinen Kindern hat das sehr gut funktioniert. So gut, dass ich sogar aufgefordert wurde „wieder die Übung vorzumachen“.

Das Gehirn ist noch unter Vollspannung und will nicht schlafen. Mit diesem Trick bremsen wir es langsam herunter und bringen es dazu seine Meinung zu ändern.

Gehe die Rolltreppe hinauf

Eigeninitiative erfordert Mut. 

Selbst Entscheidungen zu treffen, die ungewöhnlich, und dessen Folgen nicht absehbar sind stellt uns vor eine große Herausforderung. 

Viele von uns scheuen sich davor. Wir bewegen uns auf den gewohnten Wegen und wenn etwas schief geht wissen wir nicht weiter. 

Wir machen andere verantwortlich und erwarten Unterstützung. Bestenfalls bitten wir um Hilfe. 

Dabei ist die Lösung manchmal sogar offensichtlich. 

Hier ein anschauliches, Beispiel (humorvoll verpackt in einen Werbespot): 

Broken Escalator  

Zwei Führungskräfte sitzen auf einer kaputten Rolltreppe fest und wissen nicht weiter. Sie rufen um Hilfe aber kommen nicht auf die Idee einfach selbst die Stufen hinauf zu gehen, so verfahren sind sie in ihren Routinen.  

Warum? 

Es könnte schief gehen. Wer weiß, vielleicht ist es gefährlich sich zu bewegen – dann nimmt die Rolltreppe noch größeren Schaden und wir werden verklagt. Vielleicht geht der Motor wieder an, wenn wir fast oben sind und wir haben unsere wertvolle Energie verschwendet. 

Im Nachhinein ist das vielleicht offensichtlich, gerade mit diesem lächerlichen Beispiel. Aber in echten, ernsten Situationen, ist eine extrem couragierte Handlung, wenn man eigenmächtig die Initiative ergreift und sprichwörtlich “die Rolltreppe hinauf geht”. 

Seth Godin hat ein ganzes Buch geschrieben darüber, dass wir uns nicht verstecken dürfen, hinter Prozessen, Stellenbeschreibungen oder Hierarchien. Sondern uns unserer eigenen Macht und Verantwortung bewusst sein müssen.  

Dort gibt es viel Erklärung, Motivation und Anleitung aber eigentlich sagt der Titel schon alles: “What to do when it’s your turn (and it’s always your turn)

Datenschutz ist anstrengend aber wichtig

Vor wenigen Tagen erreichte mich die Nachricht, das der Europäische Gerichtshof das EU/US-Privacy-Shield-Abkommen für unwirksam erklärt hat. [Hier mehr dazu]

Dies wird erneut viel Ärger große Unsicherheit und Anstrengungen für weite Teile der Online-Marketing-Branche bedeuten. Aber auch für Viele normale Firmen-Webseiten.

Kurz gesagt bedeutet die Entscheidung, dass man keinerlei personenbezogene Daten mehr bei US-Amerikanischen Unternehmen speichern darf, da die EU die allgemeinen Standards in den USA als ungenügend einstuft.

Facebook, Google, aber auch Email Dienstleister, darf man somit nicht mehr nutzen. Kein Facebook-Pixel, kein Google-Analytics und auch kein MailChimp.

Für diesen Blog hat das Auswirkungen auf den Newsletter-Versand. Du kannst meinen Blog abonnieren und dadurch täglich den neusten Artikel direkt als Email erhalten. Dafür nutzte ich bis heute MailChimp.

MailChimp selbst sichert zu sich an alle EU-Anforderungen zu halten und grundsätzlich glaube ich auch an die guten Absichten bei diesem speziellen Dienstleister. Aber die Entscheidung hat mich trotzdem noch einmal mehr ins Nachdenken gebracht. Warum das Risiko eingehen?

Als Ergebnis komme ich zu der Auffassung, dass ich auf diesen Service verzichten, und meinen Email-Versand jetzt selbst, mit einem WordPress-Plugin durchführen werde.

Sowieso, betreibe weder Remarketing, noch Analytics oder sonstiges Tracking mit meiner Seite – wozu auch, ich verkaufe nichts. Der einzige Dienstleister den ich nutze, ist mein Website-Hosting-Anbieter, mit Sitz in Deutschland.

Ohne spezielle Dienstleister (wie für den Mail-Versand) wird es komplizierter und unkomfortabler, allerdings ist es das wert. Der Schutz unserer Daten ist ein hohes Gut und wir sollten das nicht verwässern.

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