Tun

Warten bis wir Zeit haben?

Manchmal haben wir Ideen und Vorschläge, unsere Prioritäten fordern uns aber an anderer Stelle.
Vielleicht beobachten wir einen Prozess, für den wir nicht verantwortlich sind und wissen, wie es besser ginge.

Sollten wir unseren Kollegen trotzdem darauf hinweisen?

Die Situation ist heikel. Kritik zu üben, dann aber keine Verantwortung zu übernehmen ist den anderen gegenüber unfair. Die Information zurückzuhalten und zu warten, bis in unserem Kalender Zeit frei wird, ist es aber auch.

Der Schlüssel ist die richtige Kommunikation. In dieser Situation ist es noch wichtiger als sonst, den Einwand als offenes Feedback und Ich-Botschaft zu senden. Wir fordern nichts, sondern teilen eine Idee und diese ist ein Geschenk.

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Aktion als Inspiration

Inspiration suchen wir meistens bei anderen.

Tolle TED-Talks, Blogs, Bücher und sonstige Projekte, die uns zeigen, was alles möglich wäre, wenn wir den Mut aufbrächten.

Was uns aber wirklich weiterbringt, ist nicht das Beobachten von anderen, sondern das eigene Umsetzen.
Das Buch-, Podcast- oder auch betriebliche Projekt, das uns am meisten verändern wird, ist das, das wir selber starten.

Doch sogar die Reaktion ist eine Aktion. Schon das Auseinandersetzen mit einer Meinung und das Ausdrücken des eigenen Standpunkts ist um Lichtjahre effektiver als passiver Konsum. Wenn wir anderen Feedback geben, dann hilft das nicht nur denen, sondern auch uns.

Indem wir selbst aktiv werden und sei es nur in minimaler Form, inspirieren wir uns selbst und wachsen.

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Was brauchen wir zum Lernen

Spontan denken die meisten: Informationen.

Diese Zeiten sind vorbei. Informationen (und Wissen) sind nicht mehr knapp. Es gibt Wikipedia, Youtube, Udemy, Coursera, hunderttausende Blogs und für manche ist sogar Facebook eine sinnvolle Quelle.

Was also sonst?

  1. Enrollment
    Wir müssen uns freiwillig aus eigener Motivation verändern wollen. Denn Lernen ist Veränderung. Das ist die wichtigste Voraussetzung und das Fehlen von Enrollment ist der bei Weitem häufigste Grund, warum Lernen scheitert.
  2. Führung
    Hier ist nicht die Person gemeint, die die Lektionen durchführt. Es kann die gleiche Person sein, muss aber nicht. Theoretisch sind Dozenten austauschbar. Es geht um die Person, die inspiriert, moderiert, unterstützt und verbindet.
  3. Ein Projekt
    Wir Lernen nicht durch Lesen, zuhören oder beobachten. Wir lernen durch tun. Um effektiv zu lernen, brauchen wir also zwingend die Möglichkeit (und Verpflichtung), es selbst auszuprobieren.
  4. Gefährten
    Veränderung geht meist nicht allein. Egal ob man Weltmeister im Fußball wird, Olympiasieger im Marathon, oder ob man im Job etwas bewegen möchte. Man braucht andere Menschen. Sie geben Feedback, unterstützen, ziehen und drücken. Umso verbundener und großzügiger die Gruppe ist, desto besser.
  5. Eine Plattform
    Lernen bzw. die damit verbundene Transformation ist ein Prozess. Wenn wir diesen effektiv und proaktiv gestallten wollen, dann benötigen wir eine Plattform. Diese dient dazu, die Gefährten zu verbinden, die Führung auszuüben, Projekte zu liefern und Enrollment zu gewährleisten.
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Input vs. Output

In der Regel konzentrieren wir uns auf den Output.
Wir messen ihn, richten unsere Ziele daran aus, versuchen ihn zu verändern.

Tatsächlich können wir ihn aber nicht kontrollieren. In den meisten Fällen, zumindest wenn es interessant wird, hängt der Output von mehr ab als von uns.
Seth sagt es hier sehr treffend: Niemand weiß irgendetwas.

Kontrollieren können wir nur unseren Input. Wenn wir unsere Taten davon abhängig machen, was wir glauben, das passieren könnte, wenn …, dann schwächen wir sie.

Unser Schaffensprozess, der Input also, sollte deshalb zuerst kommen. Schon durch die ständige Wiederholung werden wir morgen besser sein. Natürlich müssen wir auch beachten, was dabei herauskommt. Der Fokus ist aber das Entscheidende.

Er sollte auf dem Input liegen, den wir beisteuern wollen. Nicht auf dem Output, den wir zu erlangen hoffen.

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365

Routinen bekommen längst nicht die Anerkennung, die sie verdienen.

Wir denken dabei an leicht zu wiederholende Abfolgen. Sie stehen nicht für Wandel, Kreativität oder Willenskraft.

Nach 365 Artikeln glaube ich sagen zu können, dass es anders ist. Ich dachte, das Schreiben würde leichter werden und Automatismen würden sich entwickeln. Tatsächlich ist es nie leicht und den Widerstand spüre ich nach wie vor täglich.

Wir sollten froh sein, wenn das so ist. Ich bin es. Wenn es Fortschritt sein soll, dann darf es nicht leicht sein, dann muss da Widerstand sein. Schwer ist gut.

Routine bedeutet, sich täglich zu überwinden, zu arbeiten und zu liefern. Wahrscheinlich würde das auch in 10 Jahren so sein.

Und das ist am Ende der wahre Lohn der Sache. Es geht nicht darum, einen Bestseller zu schreiben (obwohl das natürlich nicht schlecht wäre …). Es geht darum, jemand zu sein, der so etwas tut.

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Gute Strategie – und nun?

Eine Strategie erspart uns nicht unbedingt Arbeit. Eventuell sorgt sie sogar für mehr Arbeit.

Sie zeigt nämlich, wie es weitergehen kann. Entscheidend für ihren Erfolg ist daher das Follow-up.

Beim strategischen Planen sortieren wir und legen die grobe Richtung fest. Daraus müssen wir nun konkrete Taktiken und Maßnahmen ableiten. Und das kann anstrengend sein.

Die Strategie sorgt dafür, dass wir uns nicht verzetteln, sie zeigt auf warum wir Dinge tun und vermeidet dadurch Verschwendung und Verirrungen.

Wenn wir uns jedoch auf ihr ausruhen, sie im Schubfach verstauben lassen und nichts damit tun, dann ist sie gescheitert.

Ein Hilfsmittel für eine einfache und handliche Marketingstrategie gibt es übrigens hier.

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Wie wir die Welt verändern

Theoretisch ganz einfach – durch Taten. In der Praxis eher nicht, denn tun ist nicht einfach, trotzdem gibt und gab es Menschen, die das geschafft haben.

Eine davon war Annie Kenney.

Sie ist auf dem Buchcover von Seth Godins “What to do when it’s your turn” abgebildet und dort ist sie nicht ohne Grund.

Annie hat etwas getan.

Sie war eine einfache Arbeiterin in England vor mehr als 100 Jahren und wagte es bei einer Parteiversammlung in Manchester unangenehme Fragen an Parlamentsmitglieder zu richten. Es ging um das Frauenwahlrecht (das es noch nicht gab).

Obwohl man ihr keine Antworten geben wollte, blieb sie hartnäckig und ließ sich nicht abwimmeln. Sie machte so einen Aufstand, dass sie für 3 Tage ins Gefängnis musste.

Dieses Ereignis gilt als Beginn einer neuen Phase für eine Bewegung, die die Welt verändern sollte.

Es war nicht Annies „Job“, das zu tun und sie war auch nicht auserwählt oder besonders qualifiziert. Jede und jeder HÄTTE das Gleiche gekonnt.

Es war aber Annie, die es getan HAT.

Heute, am Internationalen Frauentag, gedenken und feiern wir Anführerinnen wie Annie.

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Wer schreibt der geht (nach vorne)

Sich Notizen zu machen erzeugt vielleicht nicht den Eindruck großer Innovativität.

„Wer schreibt der bleibt“, war in Büros lange das Motto der älteren Kollegen. Es galt nur das, was schriftlich vorlag, denn man musste sich stets absichern.

Natürlich ist das weniger dogmatisch gelebt, gar keine schlechte Taktik. Trotzdem haben Notizen auch andere, positivere Begründungen.

Wenn wir unsere mühsam erlangten Erkenntnisse niederschreiben, reflektieren wir. Mit der Zeit wird sich einiges wiederholen, nur anders, das heißt, wir betrachten ähnliche Vorfälle aus anderen Perspektiven.

Mit modernen Notiz-Apps können wir Quer-Verlinken und natürlich auch alles schnell finden. Wir sind also immer vorbereitet.

Warum schreibe ich das, ist das nicht klar?

Auch hier liegt es leider nicht am Wissen, sondern am Tun. Konsistent zu dokumentieren kostet Zeit, die wir nicht zu haben glauben. Eine Notiz-App als digitalen Ablage-Schuhkarton zu nutzen ist leicht. Sich an ein systematisches Vorgehen zu halten ist eine tägliche Überwindung.

Oft sind es die unscheinbaren, vielleicht auch langweiligen Angewohnheiten, die am Ende den Unterschied machen. Profis wissen das.

Unsere Projekte, Termine, Gedanken oder unsere Tage zu dokumentieren ist eine solche Angewohnheit. Sie kann viele Formen annehmen: ein 5-Minuten-Journal, ein klassisches Tagebuch, ein Blog (wie dieser) oder sogar ein strategisch ausgeklügeltes GTD-System.

Sie alle lohnen sich.

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Parkinsons Law

„Work expands so as to fill the time available for its completion.“

Wir sollten uns möglichst herausfordernde Zeitziele setzen.

Wenn wir für eine Aufgabe 2 Stunden Zeit haben, dann werden wir diese 2 Stunden ausfüllen. Wenn wir für die Gleiche Sache 2 Tage Zeit haben, dann werden wir plötzlich bis zum Ende des zweiten Tages brauchen.

Enge, herausfordernde Zeitziele stellen sicher, dass wir uns nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten und sie verhindern Prokrastination.

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Handle aus Überzeugung

Was allgemein gültig klingt ist es natürlich nicht, vor allem nicht im beruflichen Umfeld. Oft handeln wir aus Angst, aus Gier, aus Mangel an Selbstvertrauen, Ahnungslosigkeit, aus dem Wunsch heraus dazu zu gehören etc.

Aus purer Überzeugung zu handeln, wird in unserer Gesellschaft als Luxus betrachtet. So als müsse jeder verdiente Erfolg auch mit Leiden und Unterwürfigkeit einhergehen. Vor allem dann, wenn die Überzeugung nicht der normalen Norm entspricht, wird man kritisch beäugt. Zu gerne wollen viele den Querulanten scheitern sehen.

So werden wir alle erzogen: Passe dich an, füge dich in das System. Handle adäquat.

Allerdings geht das nicht gut. Wer versucht langfristig etwas zu tun, was der eigenen Überzeugung widerspricht muss damit scheitern.

Ein schönes Beispiel ist diese Rede eine Entrepreneurs, (Jeff Lawson) der diesen Fehler zweimal gemacht hat, bevor er dann doch noch, trotz massiver Widerstände mit seiner Überzeugung Erfolg hatte.

Hier ist was er gelernt hat:

  1. Wer nicht überzeugt ist, hat keine Chance die wirklich schwierigen Phasen seines Projekts zu überstehen.
  2. Es gibt keinen rationalen Entscheidungsweg hier, was du wirklich willst, musst du im Herzen fühlen.

Sein Rat deshalb, wer etwas neues aufbauen möchte sollte in sich hineinhören:

  • Glaubst du ehrlich, dass die Welt das Produkt braucht?
  • Liebst du selbst das Produkt?
  • Liebst du die Kunden?
  • Liebst du den Markt?

Ich würde noch hinzufügen: Liebst du die Art WIE du arbeitest?

Wenn das erfüllt ist, dann wirst du auch ein zufriedenes Leben mit deinem Projekt führen. Also suche deine Überzeugung.

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Der wichtigste Teil der Arbeit

Liefern!

Dein Projekt, dein Auftrag, dein Vorgang, dein Werkstück, deine Baustelle, deine Veranstaltung – was immer es ist, das du als deine Arbeit bezeichnest. Das alles ist nichtig, solange du nicht lieferst.

Ist der Weg das Ziel?

Nein. Ständiges dazulernen, verbessern, persönliche Weiterentwicklung, das ist nicht deine Arbeit, das ist dein Leben. Deine Arbeit ist es, etwas zu erschaffen, was einen objektiven Wert hat – auch für andere. Dazu musst du liefern.

Es muss nicht perfekt sein – das kann es gar nicht. Es muss jedoch das versprochene Ergebnis zur versprochenen Zeit sein. Für Profis gibt es kein „Ich bin noch nicht fertig.“

Seth Godin sagt: „Mache große Versprechen und halte sie. Immer!“

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Interessante Projekte

Wie kann man etwas erschaffen, was bleibt?

Etwas tolles, wertvolles, vielleicht sogar einzigartiges – auch für andere Menschen. Außerdem soll uns die Arbeit daran erfüllen, mit Stolz und gerne auch mit Spaß.

Meistens stellen wir uns die Lösung jetzt im beruflichen Bereich vor. Dazu müssen wir uns beweisen, bewerben und die Sache muss sich lohnen.

Das ist natürlich immer so, auch außerhalb des Jobs, aber nicht immer ist das so kompetitiv und monetär.

Interessante Projekte sind einfacher zu finden als wir oft glauben. In unseren Familien, mit unseren Kindern, mit Freunden, in Vereinen, anderen gemeinnützigen Organisationen oder in der lokalen Politik.

Auch hier können wir die Welt verbessern indem wir andere begeistern, verkaufen, netzwerken, organisieren und selbst Hand anlegen.

Der Erfolg kann gigantisch sein: Strahlende Kinderaugen, bleibende Erlebnisse mit Freunden, verbesserte Lebensbedingungen für die lokale Gemeinschaft.

Wer wirklich etwas Bedeutendes erschaffen will, der kann auch damit klein anfangen, in der unmittelbaren Umgebung.

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Learning by doing

Diese Methode hat den Ruf etwas für Amateure zu sein.

Fachleute haben (angesehene) Schulen besucht. Sie haben Prüfungen bestanden und können Diplome vorzeigen.

Die Hürde solche Insignien zu erlangen ist daher eine gern genutzte Ausrede um sich zu verstecken.

Tatsächlich ist „Tun“ die einzige Methode um wirklich fundiert zu Lernen. Wir sollten deshalb schneller und öfter ins Tun kommen.

Wenn du lernen willst, wie man programmiert, dann fang an zu programmieren. Die theoretischen Grundlagen findest du heute online günstig und schnell. Starte einfach und veröffentliche deine Ergebnisse. Hole dir Feedback und entwickle dich Stück für Stück.

Wenn du eine Teamleiterin sein willst, dann warte nicht, bis dich dein Arbeitgeber endlich auf das Führungskräfteseminar schickt. Such dir eine spannende Aufgabe, finde Gleichgesinnte, begeistere und führe sie. Auch privat, starte ein Projekt in deinem Verein, organisiere ein Familientreffen, sammle Spenden für eine gemeinnützige Kampagne.

Es gibt heute kaum noch Hürden um schnell und auf niedrigem Level Erfahrung zu erlangen. Diese ist deutlich wertvoller als Zertifikate.

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