Familienzeit

Unberechenbare Kinder

Steven R. Covey spricht in seinem Buch, “Die 7 Wege der Effektivität für Familien”, von einem Beziehungskonto, auf das man möglichst oft einzahlen, und von dem man möglichst nie abheben sollte. 

Wer anderen gegenüber nachtragend, streng, herablassend oder sonst wie verletzend auftritt, der nimmt Abhebungen von diesem Konto vor. 

Wer sich empathisch, wertschätzend, hilfsbereit u.s.w. verhält, der zahlt ein.

Umso stärker wir dieses Konto negativ belasten, desto schwerer werden wir eine vertrauensvolle Beziehung mit diesem Menschen erreichen.

Meine eigene Erfahrung mit Kindern zeigt, dass wir vorher oft nicht erkennen, wie sich eine Handlung auswirken wird. Wir haben gute Absichten, trotzdem wird eine Abhebung daraus. Oder wir handeln gänzlich ohne Absicht, haben aber Glück und können eine Einzahlung verbuchen. Kinder scheinen unberechenbar zu sein. 

Viel stärker als bei Erwachsenen, müssen wir ihnen gegenüber aufmerksam sein. Erst mit genügend Erfahrung können wir sie ausrechnen. Daher ist die Zeit, die wir in den ersten Lebensjahren bewusst und aufmerksam mit ihnen verbringen, so außerordentlich wichtig.

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Was wir in Familien NICHT tun sollten

Kritisieren, klagen, vergleichen, konkurrieren.

Diese 4 Verhaltensweisen sind laut Stephen Covey tödlich für das Immunsystem einer Familie. Sie zermürben und zerstören Vertrauen.

Wenn immer möglich sollten wir sie vermeiden und uns statt dessen um die Stärkung unseres Immunsystems kümmern. Zum Beispiel so: Familienzusammenhalt.

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Familienzusammenhalt

Ein effektiver Weg, um die Familie emotional näher zusammen zu bringen, sind gemeinsame Erlebnisse. 

Steven R. Covey schlägt dazu eine wöchentlich, fest eingeplante Familienzeit vor. 

Jede Woche hält man sich also einen Nachmittag, einen Abend oder einige Stunden frei und widmet sie planmäßig der Familie. In dieser Zeit, kann man Brettspiele spielen, Ausflüge unternehmen, ins Kino gehen, zusammen essen oder einfach reden.  

Auch dies ist wieder ein gutes Beispiel, für einfache Maßnahmen, die schwierig umzusetzen sind. Natürlich ist es ohne weiteres möglich, sich diese regelmäßige Familienzeit vorzunehmen. Es aber wirklich zu einer Gewohnheit zu machen, ist schwer. 

Es kommt etwas dazwischen, die Kinder haben keine Lust, oder man selbst kann sich nicht aufraffen. 

Helfen kann hier wieder Regel Nr. 6. Wir dürfen gerne auch flexibel sein. 

Es muss nicht immer ein abenteuerlicher Ausflug sein, ein Video tut es notfalls auch. Außerdem sollte die Teilnahme stets freiwillig sein. Wer heute keine Lust hat, ist eben in der nächsten Woche wieder dabei. Wenn es am festen Tag nicht geht, wird ein Ausweichtermin gefunden.

Wichtig ist aber die Regelmäßigkeit. So vermitteln wir einander: Wir sind uns wichtig, genießen die gemeinsame Zeit und finden immer einen Weg.

Dies schweißt uns in positiver Erinnerung zusammen.

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