Elternsein

Die eigenen Eltern verstehen

Was habe ich als Kind für Kämpfe (verbal) mit meinen Eltern ausgetragen. Ständig wurde ich bevormundet und ungerecht behandelt. Immer haben sie nur an sich gedacht, mir nicht zugehört und schon gar nicht vertraut.

Sorry für diese Ungerechtigkeit. Heute bin ich selbst Vater und verstehe.

Ich verstehe meine eigenen Eltern und auch andere Eltern in der Öffentlichkeit.

Ich erlebe nun selbst täglich die Verantwortung, die Sorge und teils auch die Machtlosigkeit, die den täglichen Umgang mit eigenen Kindern ausmachen. Diese Gefühle kann man mit nichts anderem vergleichen und deshalb kann man sie auch nicht ableiten.

Man wird die Situation von Eltern erst dann wirklich verstehen, wenn man selbst Kinder hat.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Keine Kameradschaft unter Eltern

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Elternsein

Für meine Frau und mich ist morgen ein Jubiläum. Unser 1o-Jähriges Elterm-Jubiläum.

Unglaublich wie sch schnell die Zeit vergeht. Eigentlich sagen das nur alte Leute, aber ich mache mal eine Ausnahme.

Das Elternsein ist für mich die größte Herausforderung, das größte Abenteuer, die größte Prüfung und die größte Erfüllung meines Lebens. Für kein Geld der Welt würde ich auch nur einen Moment davon eintauschen wollen. Und trotzdem sind manche Tage so unfassbar schwer zu überstehen.

Dieser Gegensatz ist faszinierend. Dein größtes Glück ist gleichzeitig deine größte Einschränkung. Elternschaft, dessen muss man sich bewusst sein, ist der Eintritt in ein neues Leben. Dinge die eben noch wichtig waren, sind es nun nicht mehr. Andererseits strebt man nach Gegebenheiten, die man früher niemals ernst genommen hätte.

Natürlich werden wir diesen Tag feiern. Es ist der 10. Geburtstag unserer ersten Tochter. Einer der wichtigsten Menschen in unserem Leben. Sie hat es grundlegend zu Besseren verändert und bereichert es jeden Tag.

Danke für alles und herzlichen Glückwunsch, mein Schatz.

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Keine Kameradschaft unter Eltern

Natürlich kriegen wir nicht immer alles hin, wenn es um unsere Kinder geht. Es gibt Konflikte und es entstehen Streitereien die wir nicht mehr beherrschen können.  

Auch unsere überlegende Rhetorik kommt nicht dagegen an, wenn sich ein Kind etwas in den Kopf gesetzt hat. Die jungen Menschen haben noch nicht gelernt Kompromisse einzugehen und wir Ältere können diese Tatsache einfach nicht begreifen. Wir sagen dann Dinge, die wir nachher bereuen und manchmal geben wir den Moment auch auf. Dann können wir nur abwarten. 

Meistens heilt die Zeit diese Wunden – oft reichen ein paar Minuten. 

Dumm nur, wenn uns andere Eltern begegnen die, wie wir, der Meinung sind es besser zu wissen. Großeltern (vor allem die eigenen) sind meistens noch schlimmer. 

Wir schütteln die Köpfe, wenn wir die Unfähigkeit der Anderen beobachten. Und wir können nicht glauben, dass man jetzt nicht einfach so oder so handelt.  

Das Kind tanzt ihm auf der Nase herum, ist zu laut, weint und müsste doch getröstet werden. 

In Wahrheit jedoch, wissen wir gar nichts.  

Wir kennen weder diese Anderen noch deren Kinder oder die Situation.  

Wer hier meint einschreiten zu müssen, der agiert auf des Messers Schneide.  

Denn Eltern sind in diesem Moment der Hilflosigkeit so verletzlich wie nie. Ein dummer Ratschlag kann einem nicht nur den Tag ruinieren (und eigentlich ist jetzt jeder Ratschlag dumm). Es stellt auch die gesamte Erziehungsstrategie in Frage. 

Da soll man sich mal nicht so haben? Es geht schließlich um das Kind? 

So abgebrüht sind die Wenigsten, dass sie es locker wegstecken, wenn sie ein eigentlich Gleichgesinnter im bittersten Moment kalt erwischt. 

Leider sind es oft wir Eltern, die unseren Mitstreitern das Leben schwer machen. Wir, die wir es eigentlich besser wissen sollten. 

Wer hier richtig handeln möchte, der lächelt verständnisvoll oder bietet fragend Hilfe an. Eine aufmunternde Geschichte für das Kind und bestärkende Solidarität für das Elternteil könnten vielleicht sogar den Tag retten. 

Wer sich zu all dem nicht im Stande fühlt, soll doch bitte einfach die Klappe halten. 

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Sei ein Baum

Das gilt für Leader und vor allem auch für Eltern. Mütter und Väter müssen sich als Bäume sehen. 

Sie schützen vor Wind, Wetter und auch vor Gefahr. 

Sie ernähren ihre kleinen Vögelchen, bieten Geborgenheit und Trost. 

Man kann unter Bäumen Schatten finden, sich an sie lehnen und wenn es juckt, kann man sich an ihnen reiben. 

Und was tut der Baum um seinen Schützlingen all das zu ermöglichen? 

Er ist standfest.  

Er läuft niemals weg und verbiegt sich nicht.  

Er wird immer da sein und der Vogel kann sich stets auf ihn verlassen. Der Baum ist weder ungerecht noch egoistisch oder nachtragend. 

Kleine Vögelchen halten sich für den Mittelpunkt der Welt, was okay ist und völlig normal.

Der Baum jedoch, muss ihnen zeigen, dass das auch alle anderen so sehen. Und dass man deshalb klugerweise auch die Bedürfnisse der anderen achtet. Er lehrt sie Verständnis.

Er macht das mit Empathie, Großzügigkeit und Geduld. Er ist aber auch stabil und bleibt seinem Standpunkt treu. Selbst dann, wenn sich jemand an ihm reibt.

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Starke Basis – erfolgreiche Diskussion

Das wichtigste beim Hausbau ist das Fundament. Eine starke Basis, auf die wir uns verlassen können. 

So eine Basis brauchen wir auch bei Diskussionen – vor allem bei schwierigen. Es ist ein Punkt, der Einigkeit, ein gemeinsamer Start oder ein gemeinsames Ziel. Dorthin können wir zurückkommen, wenn wir Gefahr laufen uns zu streiten oder die Positionen sich so weit entfernt haben, dass ein Kompromiss unmöglich scheint. 

Wenn wir ein schwieriges Gespräch vorbereiten, sollten wir zuerst versuchen die Basis ausfindig zu machen. Im Gespräch dann, ist es unser erstes Ziel, diese gemeinsam mit unserem Gesprächspartner zu definieren. Dies schafft Sicherheit und fördert Vertrauen. 

Anstrengende Diskussionen können so entschärft werden und die Chancen auf Erfolg steigen. 

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