Vertrauen

Wer hilft hier wem?

Wenn man Trainer oder Coach sein möchte, sollte man seine Angebote sorgsam platzieren. 

Wenn sie allzu aggressiv ausfallen, dann wirkt das schnell unnatürlich. So baut man keine Spannung auf.

Und es könnte die Story sogar verdrehen. Wer ist Held und wer ist Mentor? Wer hilft denn hier gerade wem? Braucht der Coach den Coachee zu sehr? 

Eine Lehrer-Schüler-Beziehung ist am fruchtbarsten, wenn der Schüler zum Lehrer kommt und ihn um Hilfe bittet. Der Lehrer sollte nicht offensiv um Schüler werben. 

Yoda hat nie darum gekämpft, Luke unterrichten zu dürfen. Mr. Miyagi hat sich anfangs nicht um Daniel bemüht. Die Schüler mussten sich erst als würdig erweisen.

Das baut Spannung auf und schafft schließlich Vertrauen beim Schüler. Diese Ausbildung ist also wirklich etwas wert. 

Natürlich muss man Angebote machen, aber dezent. Man sollte sie in den Raum stellen, nicht seinem Wunschkunden hinterherwerfen. 

Auch sollte man nie ungefragt mit dem Coaching anfangen, sondern immer warten, bis man gefragt wird. 

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Fehler eingestehen

Vor einigen Tagen habe ich bei Facebook jemandem widersprochen. Ich habe seinen Post kommentiert und mit Argumenten dargelegt, warum ich das anders sehe. 

Und jetzt die verblüffende Überraschung:  

Er hat sich bei mir bedankt, für den interessanten Kommentar und hinzugefügt, dass ich ihm sehr geholfen hätte mit meinen Argumenten. 

Das hat mich fast aus den Socken gehauen. Tatsächlich kann ich mich nicht daran erinnern, wann mir zuletzt jemand in einer kontroversen Diskussion einfach recht gegeben und dann seine Meinung geändert hätte. 

Auch wann ich das zuletzt getan habe, ist mir unbekannt. 

Wir tun so etwas nicht. Nicht auf Social Media und nicht im echten Leben. Ja aber…, ist das höchste der Gefühle. Wenn wir diskutieren, dann bis wir einen Mittelweg finden, bis wir uns streiten oder bis jemand frustriert aufgibt.  

Warum eigentlich? 

Stolz? Status? Routine? 

Was wir dadurch verpassen, ist die Chance großzügig zu sein, Vertrauen aufzubauen und den anderen wirklich zu sehen

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Was ist Marketing

In der Regel werden darunter alle Anstrengungen verstanden, die mit dem Zweck unternommen werden den Kunden von der eigenen Leistung zu überzeugen.

Für mich ist es aber eine eigene Leistung, die der Kunde zusätzlich erhält.

Ausführlicher hatte ich das schon einmal hier beschrieben: „Online Marketing geht besser – mach Kunst statt Lärm

Was passiert, wenn man die Sichtweise entsprechend verändert?

Man hört auf die Leute mit ungewollten Botschaften zu belästigen, um sie zu überreden. Man fängt an (ehrlich) Mehrwert zu schaffen um Spannung aufzubauen und Vertrauen zu schaffen.

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Wann darf ich Angebote machen?

Erst dann, wenn ich es mir verdient habe.  

Ich bin Facebook-Gruppen beigetreten und habe einfach ein Angebot gepostet. Entsprechend dünn, war die Resonanz. Warum nervt das die anderen Mitglieder? Es war schließlich ein ernst gemeintes, ehrliches Angebot und ich glaube es könnte den Leuten helfen. 

So redet man sich das schön. Um ehrlich zu sein: Es war Spam. Keiner der Leute dort hat um meine Hilfe gebeten, keiner kennt mich. 

Wenn man Menschen ein Angebot machen möchte, dann muss man sich dieses Privileg verdienen. 

Man muss vorher eine Beziehung aufbauen. Man muss Wert schaffen. 

Und wenn sie mich nicht lassen? Jeder hat doch eine Chance verdient, oder? 

Nein, nicht ohne zuvor den entsprechenden Aufwand zu investieren. Und nein zum Zweiten, nur weil ich denke, dass etwas wertvoll ist, kann ich niemanden zwingen sich das anzuhören. 

Es geht leider nur auf die schwierige Art:
Erst die Menschen kennen lernen und sie bei Themen unterstützen, die sie gewählt haben. Wenn man dann das Gefühl hat, eine weitere Leistung könnte weiteren Wert bringen, dann ist ein Angebot angebracht. 

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Die erweiterte Familie

Wir finden es wichtig, wenn unsere Kinder auch außerhalb der Kernfamilie vertraute Erwachsene kennen. Großeltern, Onkel, Tanten, Paten, Freunde. Wir halten bewusst engen Kontakt zur erweiterten Familie, auch wenn das manchmal aufwendig ist.

Und natürlich geht es geht nicht darum, sie hin und wieder abschieben zu können. Es geht um Vertrauen. Dieses bildet sich nur dann, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen.

Was bringt es, wenn Kinder neben den Eltern noch andere Vertrauenspersonen haben?

Manchmal ist man als Elternteil vielleicht einfach der falsche Ansprechpartner. In diesem Fall finden wir es wichtig, dass die Kinder Alternativen haben. Menschen, denen wir vertrauen können und sie auch.

Früher sagte man: „Für die Kindererziehung braucht es ein ganzes Dorf.“ Das ist heute natürlich kaum noch möglich. Ein gewisser Sinn steckt aber immer noch in dieser Weisheit. Auch wenn es Zeit und Kraft kostet, Kontakt zu dieser erweiterten Familie zu halten, ist es das wert.

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Offenes Visier

Nur wenn wir es zulassen verletzlich zu sein, und unser Visier hochklappen, dann schenken wir Vertrauen und ermöglichen einen Fortschritt. 

Vorausgegangen ist in der Regel eine angespannte Situation. 

Dort gibt es 2 Möglichkeiten: 

  1. Wir vertrauen nicht. Wir schlagen das Angebot oder die Bitte aus. Wir öffnen uns nicht, sondern ziehen uns zurück. 
  2. Wir vertrauen – dem Anderen, uns selbst, dem Prozess, dem System… Wir nehmen an, helfen, öffnen uns. 

Wachstum und Fortschritt ist einzig und allein im 2. Fall möglich. 

Aber warum ist das so schwer? 

Weil es risikoreich ist. Schließlich könnte etwas schief gehen.  

Vor jedem Kauf gibt es diese Situation: “Was, wenn das Produkt nicht funktioniert?” Oder vor schwierigen Gesprächen: “Was, wenn der andere dann wütend wird oder was, wenn Sie mich auslacht?” 

Fortschritt und Wachstum sind ohne Risiko nicht möglich.  Um das zu erreichen müssen wir unsere Angst vor dem Scheitern überwinden. 

Wir müssen den Mut haben verletzlich zu sein. Scheitern ist ok. 

Die, die am häufigsten scheitern, werden letztlich gewinnen.  

Ohne jedoch jemals den Mut zu Scheitern aufzubringen, ist gewinnen unmöglich.

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Glaube und Vertrauen

Auch Hollywood Action-Filme tragen ja oft interessante Zitate in sich.

In „Man of Steel“ steht Superman vor der Entscheidung, ob er sich seinen Feinden ausliefern soll, um die Menschen zu schützen. Er fragt einen Priester ob er darauf vertrauen könne, dass die Feinde ihr Wort halten. Und darüber hinaus, könne er überhaupt den Menschen trauen? Der Priester antwortet:

„Manchmal muss man riskieren einfach an etwas zu glauben, das Vertrauen kommt später.“ (Video)

Darin steckt eigentlich alles.

Wenn man Vertauen einfordert, oder auf etwas vertrauen können möchte, muss man zuerst selbst ins Risiko gehen. Etwas geben, einen eigenen Vertrauensvorschuss.

Dieses Muster hatte ich schon in einem früheren Artikel beschrieben. Dort hatte ich es so ausgedrückt:

„Du kannst nicht gesehen werden, bevor du selbst lernst zu sehen.“

Interessant, wie einem diese Dinge immer wieder auf unterschiedliche Art begegnen. Es muss etwas dran sein.

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