Sollen wir unsere Meinung zurückhalten?

Wenn wir uns in einem Gespräch über unser Fachgebiet befinden, dann sollten wir das nicht. Selbst dann nicht, wenn wir befürchten, dass unsere Meinung für manche Teilnehmer unangenehm werden könnte.
Wir schulden es unserer Zielgruppe, dass wir unsere beste Leistung abliefern. Hilfreichen Input dürfen wir nicht für uns behalten, nur weil einzelne das vielleicht lieber so hätten.

Selbstverständlich verhalten wir uns dabei empathisch und wertschätzend.

Wo unsere Meinung jedoch unangebracht ist, ist da, wo wir sie ungefragt abwerfen.

Wenn ich hier über Marketing, Leadership und Change schreibe, passt mein Klagen über den unsachlichen YouTube-Kommentator von gestern eher schlecht. Auch Äußerungen zur Tagespolitik oder zum schwachen Fußball-Ergebnis erfüllen nicht das Versprechen, dass ich meinen Lesern gegeben habe.

Im beruflichen Umfeld gilt das auch. Ich muss meiner Chefin meine ehrliche Meinung sagen, auch wenn sie ihrer widerspricht. Meine Einschätzung zur neuen Logistikstrategie passt aber nicht in unser Gespräch (Im HR-Bereich), auch wenn ich eine Meinung dazu hätte.

Konsistenz und nicht Authentizität ist das Markenzeichen von Profis. Unser Beitrag muss den Kunden nutzen, nicht unseren Egos.

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