Problemlösung

Haben wir wirklich die richtige Lösung

Auch wenn wir etwas besonders gut können, muss es nicht die richtige Lösung sein.

Es ist manchmal schwer, über den Tellerrand der eigenen Methode, der eigenen Ansichten und der eigenen Werkzeuge zu blicken.

Wenn wir einen großen Hammer besitzen und auch gute Erfahrungen damit gemacht haben, dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Bei aller Erfahrung und auch bei größter Zufriedenheit sollten nicht aufhören, zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen. Menschen sind verschieden und deshalb gibt es niemals nur eine Lösung für alle.

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Probleme abgeben wollen

Wenn wir nicht weiter kommen bei unserer Suche nach Problemlösungen, dann sind wir manchmal versucht, das Problem abzugeben.

Wir können es nicht, ein anderer soll es machen.

Das wird meistens scheitern. Die Lösung einer anderen Person muss nämlich nicht in unserem Sinne sein. Wenn wir etwas abgeben, dann verlieren wir unsere Chance zu gestallten. Außerdem kochen die anderen auch nur mit Wasser.

Besser als Abnehmer für unsere Probleme zu suchen ist es, Verbündete zu suchen.

Gemeinsam können wir das Problem einkreisen und besser analysieren. Durch Synergien wird unsere Lösung stärker. Wir können mehr Fürsprecher erreichen und Budgets bündeln.

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Finde die Balance

Balance heißt nicht Mittelmaß.

Es bedeutet mutig, nicht tollkühn,

kritikfähig, nicht unterwürfig,

lustig, nicht albern,

verschmitzt, nicht frech,

bereit um zu scheitern, aber nicht um unterzugehen.

Die Balance ist kein billiger Kompromiss, sondern der geschickte Tanz mit Gegensätzen.

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Die Welt ist breit und tief

Generalisten oder Spezialisten, welche Gruppe ist im Vorteil?

In unserer hoch spezialisierten Wirtschaftsordnung brauchen wir Leute, die sich detailliert mit einzigartigen Problemen beschäftigen. Um Innovationen zu schaffen, müssen wir in die Tiefe gehen.

Andererseits brauchen wir auch Menschen, die die in vielen Bereichen mitreden können. Zwar werden sie keinen davon wirklich beherrschen, doch ihre Stärke kommt zum Vorschein, wenn sie mit ihrem breiten Wissen die Spezialisten verbinden. Sie können Analogien herstellen und Probleme lösen, indem sie mehrere Felder kombinieren.

Der heute gängige Karriereweg führt über Spezialisierung. Unternehmen suchen die Besten aus einem detailliert abgegrenzten Bereich.

Laut David Epstein sind weder Generalisten noch Spezialisten im Vorteil.

Wir brauchen beide, um in Zukunft noch für Fortschritt zu sorgen. Sie müssen zusammenarbeiten, um aus Spezialwissen auch wirklich das Optimum herauszuholen. Die Welt ist breit und tief.

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Das gute Virus

Viren haben keine besonders große Lobby. Erst recht nicht in diesem Jahr. 

Es gibt aber eines, das sollte man unbedingt verbreiten. Es ist nämlich gut für den Übertragenden und für den Empfänger. 

Das hier ist eine Buchempfehlung. 

Seth Godins zweiter Bestseller “Unleashing the ideavirus” stammt aus dem Jahr 2000 und ist aktueller denn je. 

Es handelt davon, wie man einen “Ideenvirus” erschafft und verbreitet. 

Nachhaltiges Marketing setzt nämlich nicht auf Commodity-Produkte und Werbe-Spam, sondern auf besondere Leistungen für besondere Kunden, verbunden mit ehrlichem, wertschöpfenden Marketingmaßnahmen. 

Das Buch beantwortet die folgenden Fragen: 

  1. Warum ist es töricht, ein neues Geschäft mit Millionen von Werbe-Dollars starten zu wollen? 
  1. Sind die Marktführer in allen Industrien heute angreifbarer durch Disruption, als jemals zuvor? 
  1. Sollte der Markt erst mit der günstigsten Produktversion getestet werden? 
  1.  Was ist der wichtigste Vermögenswert, den Unternehmen erschaffen können – und welche einfache Sache kann ihn vernichten? 
  1. Jede Werbeanzeige muss eine von zwei Bedingungen erfüllen. Warum erfüllen die meisten Anzeigen keine davon? 
  1. Welche fundamentalen Veränderungen bedeutet das Internet für unser Marketing? 
  1. Wie kann jedes Unternehmen (klein oder groß) das Ideenvirus für seinen Marketingerfolg nutzen? 

Hier kann man es auch kostenlos herunterladen: 

Unleashing The Ideavirus by Seth Godin | on seths.blog 

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Schlechte Nachrichten

Warum wird in den Medien immer nur das Schlechte berichtet? Warum läuft das auch in Gesprächen so? Egal ob es um Politik geht, den Job, das Wetter, Die überwiegende Zeit, verbringen wir mit Diskussionen über Probleme. 

Vielleicht liegt es daran, dass die Gesellschaft dann wächst, wenn sie Probleme löst. Welchen Sinn hätte der Fortschritt, wenn es umgekehrt wäre. Alles wäre friedlich, keine Herausforderungen, keine Tragödien. Wonach sollten wir da streben?  

Die Masse und Frequenz an (schlechten) Nachrichten, die täglich auf uns einprasseln, kann allerdings leicht frustrieren. Es gibt deshalb auch Leute, die es anders machen (z.B. hier: goodnews.eu). Auch das hat einen Sinn, denn so entsteht ein Gegengewicht, das uns wieder Hoffnung gibt. 

Sich die Welt unentwegt schön zu reden ist aber auch keine Lösung.

Es hat den Geschmack der autoritärer Gesellschaft, wenn jeder Plan übererfüllt wird, jede Entscheidung mit 99% getroffen wird und auch generell immer die Sonne scheint. 

Informationen sind wichtig für unseren Geist. Wir müssen Probleme kennen und verstehen, damit wir nach Lösungen suchen können. Allerdings maßvoll und gerne auch mal mit einigen “Guten Nachrichten”, als Inspiration.

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Halte den Kurs

Manche Tage, so wie heute, bringen auch mal große Enttäuschungen mit sich. 

Gerade jetzt ist es aber nötig, uns auf unsere Mission und unsere Ziele zu konzentrieren. 

Aufgeben ist keine Option, genauso wenig sind es Kurzschlusshandlungen. 

Gestern war nicht alles gut und heute ist nicht alles schlecht. Jede neue Beschränkung bringt auch Chancen mit sich. 

Für etwas mehr Zuversicht ist vielleicht auch dieser Artikel hilfreich: 

Es ist alles erfunden 

Konkrete Gedanken zu Beschränkungen, und wie wir mit ihnen umgehen, gibt es hier: 

Propelling Questions 

Ich kann wenn… 

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Wie dein Gegenüber Probleme löst

Der Unterschied zwischen Extravertierten und Introvertierten Persönlichkeiten ist hinlänglich bekannt, das würde hier zu weit führen. 

Interessant ist jedoch, wie unterschiedlich die beiden Pole an Problemstellungen herangehen und was wir daraus lernen können. 

Wenn ein Introvertierter eine Aufgabe bekommt, wird er sie zunächst ruhig durchdenken. Danach wird er eventuell recherchieren, um Rat fragen oder sich anderweitig an die Lösung machen. 

Ein Extravertierter würde das Problem aber direkt besprechen, direkt Rat suchen oder andere in die Lösung einbeziehen. 

Für uns bedeutet das folgendes: 

Einem Introvertierten sofort Hilfe anzubieten, ihn mehrmals täglich nach dem Arbeitsstand zu fragen oder selbst, ungefragt Informationen zu liefern, könnte dieser leicht als störend empfinden. Vielleicht sogar als Angriff. 

Wenn wir dagegen den Extravertierten 2 Tage in Ruhe lassen, ohne Hilfsangebot, ohne Input, ohne Nachfrage, dann könnte sich dieser alleingelassen fühlen.  Auch das kann in dessen Augen als Angriff erscheinen. 

Es lohnt sich also – nicht nur wenn es persönlich wird – auf die Persönlichkeit von Team- oder Familienmitgliedern zu achten. Auch wenn wir Aufgaben aufteilen oder Zuarbeiten benötigen sollten wir auf diese Merkmale achten. 

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Warum die meisten Stellenausschreibungen ihr Potenzial verschenken

Wer heute eine Stelle ausschreibt, sucht oft auch neue Impulse von außen. 

Jedenfalls sollte das in kreativen, individuellen Aufgabenbereichen der Fall sein. Manchmal findet sich sogar der explizite Verweis darauf, dass „DIVERSITY bei uns groß“ geschrieben wird. 

Trotzdem sind die meisten Anzeigen wie folgt aufgebaut: 

  1. Wir sind … 
  2. Deine Aufgaben sind …
  3. Du bist …, hast …, beherrschst … 

Das bedeutet im Grunde:  

Wir suchen zwar pro forma jemanden, der neue Ideen hat und sich gerne auch von uns unterscheiden soll. Tatsächlich macht der aber bitte genau das was, genauso wie, wir es sagen. 

Besser wäre die Anzeige so: 

  1. Hier ist unser Problem: …
  2. Hier sind die Rahmenbedingungen: … 
  3. Wie würdest du das angehen und warum kannst du das? 
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Bring mir Lösungen, keine Probleme

Kunden und Vorgesetzte konfrontieren uns gerne mit dieser Aufforderung.

Leider ist das ein Fehler:

  1. Wenn uns jemand ein Problem aufzeigt, sollten wir das als Chance begreifen.
  2. Lösungen können sehr gefährlich werden, wenn das dahinter liegende Problem nur oberflächlich analysiert wurde.

Feedback ist ein Geschenk und dazu gehört es auch, wenn uns jemand auf Probleme hinweist. Wir sollten sie ernst nehmen und sorgsam analysieren.

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Was ist in der roten Kiste?

Unsere Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource und unser Unternehmen fußt auf Innovation. So oder so ähnlich klingt das in Strategie-Statements.

Die Realität in vielen Unternehmen ist das gute, alte, betriebliche Vorschlagswesen. Mitarbeiter haben damit die Chance, etwas zu verbessern und sich ein zu bringen.

Funktioniert das?

Leider sind diese Prozesse oft bürokratisch und zahlen-getrieben. Ihr volles Potenzial können Menschen so nur selten entfalten.

Einen anderen und mutigen Weg ist Adobe gegangen.

Dort hat man sich gefragt: „Was brauchen unsere Leute wirklich um innovativ zu sein?“

Geld, Know-How-Unterstützung, Vertrauen aber vor allem auch die Freiheit grenzenlos zu denken, auszuprobieren und einfach zu machen.

Dadurch ist etwas besonderes entstanden.

Wer eine Idee hat, beantragt die „Kickbox“. Das ist eine rote Kiste, die alles enthält, was man benötigt:

  • Ein 6-stufiger Prozess – Von der Zieldefinition bis zur Management-Präsentation bekommt das Team einen umfassenden Plan.
  • Geld – Die Box enthält eine Debit-Card mit $1.000 zur freien Verfügung für das Projektteam – keine Belege, keine Fragen, just do it.
  • Außerdem enthalten ist ein Starbucks-Gutschein und eine Tafel Schokolade – Weil Zucker und Koffein die Grundnahrungsmittel aller Innovatoren sind…

Wer es durch alle 6 Stufen schafft, bekommt eine blaue Kiste. Sie enthält noch weitergehende Materialien und ein größeres Budget. Das Projekt ist also erwachsen geworden.

Was sich hier vielleicht etwas Silicon-Valley-verrückt anhört, ist ein erprobter und sehr erfolgreicher Prozess um betriebliche Innovationen zu fördern.

Adobe hat den gesamten Prozess unter einer kostenlosen Creative-Commons-Lizenz zur Nutzung frei gegeben.

Hier kann man alle Dokumente herunterladen: Kickbox Foundation

Hier ist ein Video, in dem der Kickbox-Erfinder Mark Randall seine Methode vorstellt: What’s in the Red Box? Mark Randall, Adobe | SDF2014

Das Konzept wurde oft kopiert und individuell auf andere Firmen zugeschnitten. So macht es z.B. Siemens.

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Zivilisation geht nur mit Kompromissen

Seit einigen Jahren kann man (wenn man will) sehr deutlich beobachten, dass Kompromisse nicht mehr gefragt sind.

Überall muss ich mich klar und deutlich für eine Seite entscheiden. Möglichst schnell und gerne auch radikal.

Radikal, dass war eigentlich mal etwas unaussprechliches.

Heute ist es cool, wenn man möglichst weit außen steht, so wie in den Siebzigern, „als die Jugend noch rebellisch war.“ Der Kompromiss, der eigentlich die Basis unserer Demokratie ist – denn ohne Kompromisse gibt es die nicht – der ist ziemlich out.

Vor allem in der Politik fällt das auf. Die Ränder werden stärker, weil dort die sind, die eine klare Meinung haben, ohne wenn und aber. Man könnte auch sagen eine einfache Meinungen, ohne Weitsicht.

Wenn wir weiterhin die große Errungenschaft unserer freien, friedlichen und wohlhabenden Gesellschaft genießen möchten, dann sollten wir Kompromisse wieder stärker schätzen lernen.

Natürlich ist das anstrengend. Es erfordert Zeit sich die Meinung aller anzuhören, Fakten aus mehreren Quellen zu prüfen, zu debattieren, zu verhandeln und manchmal auch zu streiten.

Für Außenstehende wirkt dass dann oft wie Gemauschel, der kleinste gemeinsame Nenner und die Mühe nicht wert.

Tatsächlich sorgen aber Kompromisse dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt, niemand auf der Strecke bleibt und alle am gleichen Strang ziehen. Kompromisse vereinen, radikale Alleingänge spalten.

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