Spannung

Liefern macht Spaß

Dass es wichtig ist, hatte ich schon früher geschrieben. Wir sollten uns angewöhnen zu liefern, vielleicht sogar täglich. Dadurch erhalten wir uns eine Spannung, die nicht nur Kunden zufriedenstellt, sondern uns auch zwingt, konsistent zu arbeiten bleiben.

Doch das ist nicht alles. Außerdem macht es Spaß zu liefern.

Bei jeder Lieferung zahlen wir auf ein Punktekonto ein. Wir fühlen, wie die Anerkennung unserer Partner steigt. Wir selbst gewinnen an Selbstvertrauen, weil wir es wieder geschafft haben.

Und schließlich helfen wir. Unsere Lieferung hilft anderen erfolgreich zu sein – jeden Tag ein kleines Bisschen.

Wir dürfen nichts zurückhalten. Zu liefern ist die Belohnung für unsere Mühe, die Befriedigung unserer Bedürfnisse und unser Beitrag zum Wandel.

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Das Streben nach Gewissheit

Gewissheit bringt uns nicht weiter. Sie zerstört Spannung und ist das Gegenteil von am Haken hängen.

Wir wollen erfahren, ob wir es richtig machen, wollen Bestätigung oder Korrektur. Im Grunde wollen wir die Verantwortung abgeben an andere, die es besser wissen müssen. Wir wollen gesagt bekommen, was wir zu tun haben.

Gewissheit läutet keinen Wandel ein. Gewissheit steht für Stillstand und Vergangenheit.

Es gibt keine Gewissheit über die Zukunft.

Statt also nach unmöglicher Gewissheit zu streben, könnten wir auch die Spannung hochhalten (oder die Stille aushalten). Spannung führt zu Entscheidungen und die führen zu Wandel.

Statt uns ständig bei unserer Chefin zu versichern, fragen wir sie nicht. Sie ist ein Profi und wird sich melden, wenn sie unzufrieden ist. Genauso wenig fragen wir unseren Partner oder Kunden.

Wenn wir eine Verbesserung anstreben, dann geben wir unser Bestes und leben mit der Unsicherheit.

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Einfach einen Preis verleihen

Internes Marketing für Change-Projekte oder sonstige Innovation ist oft ziemlich schwer, aber wichtig.

Für Veränderungen sollten wir Enrollment schaffen, statt sie einfach auszurollen.

Doch wie bewegt man interne Kunden zum Mitmachen?

Eine Möglichkeit ist Positionierung. Die Veränderung sollte spannend und begehrt sein. Sie sollte Status erzeugen.

Warum erfinden wir nicht einfach einen Award?

Die beste Abteilung (im Sinne unseres Change-Projektes) bekommt den Peis. Die Geschäftsführerin darf ihn überreichen, die Gewinner dürfen vor allen ihr Erfolgsrezept präsentieren.

Durch diese Empfehlung kommen auch andere auf uns (die helfenden Change-Manager) zu. Der Wandel wird vorangetrieben und die internen Early-Adopters bekommen die Ehre, die ihnen gebührt.

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Wer hilft hier wem?

Wenn man Trainer oder Coach sein möchte, sollte man seine Angebote sorgsam platzieren. 

Wenn sie allzu aggressiv ausfallen, dann wirkt das schnell unnatürlich. So baut man keine Spannung auf.

Und es könnte die Story sogar verdrehen. Wer ist Held und wer ist Mentor? Wer hilft denn hier gerade wem? Braucht der Coach den Coachee zu sehr? 

Eine Lehrer-Schüler-Beziehung ist am fruchtbarsten, wenn der Schüler zum Lehrer kommt und ihn um Hilfe bittet. Der Lehrer sollte nicht offensiv um Schüler werben. 

Yoda hat nie darum gekämpft, Luke unterrichten zu dürfen. Mr. Miyagi hat sich anfangs nicht um Daniel bemüht. Die Schüler mussten sich erst als würdig erweisen.

Das baut Spannung auf und schafft schließlich Vertrauen beim Schüler. Diese Ausbildung ist also wirklich etwas wert. 

Natürlich muss man Angebote machen, aber dezent. Man sollte sie in den Raum stellen, nicht seinem Wunschkunden hinterherwerfen. 

Auch sollte man nie ungefragt mit dem Coaching anfangen, sondern immer warten, bis man gefragt wird. 

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