Bloggen

Lokale Unternehmen sollten Bloggen

Warum ist das so?

  1. Sie nutzen dabei ihre größte Stärke auch online. Das ist die Nähe zu ihren Kunden und damit deren hohe Aufmerksamkeit
  2. Sie schwimmen gegen den Strom. Alle anderen konzentrieren sich auf Social Media, weil das moderner ist (Begründungen gibt es viele). Was alle machen ist Durchschnitt, wir wollen aber herausstechen.
  3. Sie konzentrieren sich auf Qualitätskunden, statt auf Quantität, also auf viele Kontakte. Wir sollten uns um die Leute kümmern, die sich für uns interessieren, nicht die nerven, denen wir egal sind

Das war die extreme Kurzfassung. Ausführlich habe ich das Thema in einem neuen Artikel auf RegionalDigital behandelt:
Warum du auch 2021 noch Blogartikel schreiben solltest | RegionalDigital.de

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Warum ist Bloggen out?

Für mich ist klar: „Ein Blog ist gut für (fast) jedes Geschäft.”

Volle Zustimmung erhalte ich dafür aber selten. Warum ist das so? Warum schreiben so wenig Unternehmer und Selbstständige einen Blog? 

Die Menschen sind schließlich nicht dumm. Was ich gestern geschrieben habe ist den Meisten klar. Sie tun es trotzdem nicht. Habe ich Unrecht mit meiner Ansicht?

Das sind die häufigsten Gegenargumente:

  1. Blogartikel sind aufwendig. Sie kosten Zeit, Geld oder beides.
  2. Sie sind wenig effektiv. Kunden besuchen die Webseite kaum und lesen ganze Artikel nur selten. Soziale Medien sind da im Vorteil.
  3. Erfolg hat man heute nur noch in Sozialen Netzwerken. Das zeigen die Zahlen, das ist erprobt und bewiesen. Wer im Geschäft bleiben will muss das machen.

Ich habe tatsächlich kurz überlegt, ob ich meinen Kunden empfehlen sollte keine Artikel mehr zu veröffentlichen. Vielleicht sollten wir uns doch auf Soziale Medien fokussieren.

Aber nein, ich sehe es immernoch anders, aus diesen Gründen:

Zu 1.:
Jede Form von „gutem“ Marketing ist aufwendig. Egal ob es ein Blog ist, ein aufwendiges Social-Media-Profil, ein YouTube-Kanal, oder Offline-Aktivitäten.

Zu 2.:
Es kommt darauf an, wie effektiv definiert wird.

Wenn es bedeutet möglichst viele Leute zu erreichen, die überwiegend gar nicht oder mäßig interessiert sind, dann stimmt das wohl. Eine quantitativ hohe Reichweite erreichen die meisten Blogartikel nicht.

Qualitativ sieht es da schon anders aus. Die 10 Leute, die den Artikel tatsächlich lesen, sind unsere wahre Zielgruppe. Sie sind stark interessiert und ihnen, bringen wir tatsächlich einen Nutzen.

Diese Gruppe würden wir auf sozialen Medien allein, nicht zufrieden stellen. Die Mehrzahl aller anderen, würden wir mit ausführlichen Postings sogar nerven.

Wir sollten uns also nicht auf die gleichgültige Masse konzentrieren, sondern auf die wenigen wirklich Interessierten.

Zu 3.:
Die sichere Variante ist selten die Beste. Wer das macht was alle anderen machen, der ist am Ende nur Mittelmaß. Niemand wird davon beeindruckt sein.

Wenn wir aber den Mut haben, etwas zu versuchen das vielleicht nicht funktioniert, dann erschaffen wir besondere Dinge. Nur damit haben wir die kleine Chance, aus der Masse herauszuragen.

In Punkt 3 liegt aus meiner Sicht auch die finale Antwort (Warum ist Bloggen out?):

Menschen scheuen das Risiko. Die Meisten tun lieber das was alle tun, statt eigene Wege auszutesten.

Wenn es nämlich nicht klappen sollte, dann sind andere Schuld. Facebook, weil es den Algorithmus ständig ändert oder die Ads immer teurer werden. Die Berater, weil ihre Strategie in unserer Branche nicht funktioniert. Die Kunden, weil sie immer nur alles umsonst wollen.

Wer eigene Wege geht und auch damit scheitert, der hat niemanden den er verantwortlich machen könnte. Nur sich selbst.

Nur wenige sind dazu bereit.

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