Ideen

Wir brauchen alle

Bei Diversität und Inklusion geht es meist um Gleichberechtigung, Beteiligung und neutrale Sprache.

So wichtig das ist – moralisch als auch aus der Sicht des Personalmarketings – ich glaube, das wichtigste Argument für D&I ist viel nahe liegender.

D&I ist nicht nur moralisch richtig. Ja, das auch. Aber es ist vor allem eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

In der zukünftigen Welt kommt es vermehrt auf Ideen an. Der Lebenszyklus von Produkten und anderen Leistungen wird immer kürzer. Deshalb sind wir auf Veränderungen und Innovationen angewiesen.

Ich glaube, die erfolgreichsten Organisationen haben die meisten Ideen.

Ohne Inklusion allerdings bestimmen nur wenige, welche Projekte eine Chance verdienen. Ohne Diversität gibt es die gleichen Denkmuster immer wieder. Dadurch entstehen auch immer wieder die gleichen Ideen.

Welchen Mehrwert zieht der Kunde aus einem Team mit 10 identischen Personen? Ihre Ideen werden sich kaum unterscheiden, und somit gibt es kaum Alternativen (die, sind aber wichtig).

Ein Team mit 10 höchst unterschiedlichen Personen kommt auch auf unterschiedliche Ideen. Das ist der Weg zum Erfolg.

Die Formalitäten, die meist den größten Raum einnehmen, wenn über D&I gesprochen wird, sind wichtig, um Wertschätzung auszudrücken. Aber vielleicht geht das auch anders.

Wie wäre es, echte Taten sprechen zu lassen und bei der Zusammensetzung von Teams auf größtmögliche Diversität zu achten? Nicht weil wir eine Quote erfüllen wollen, sondern weil wir erfolgreich sein wollen.

Oder anders ausgedrückt: Wer nicht stärker darauf achtet verschiedene Menschen ehrlich einzubeziehen, der wird (kapitalistisch) das Nachsehen haben.

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Warum wir Behauptungen brauchen

Etwas zu behaupten ist per se nichts Anmaßendes. 

Galileo hat behauptet, die Erde drehe sich um die Sonne. Einstein hat behauptet, E wäre gleich mc². Kohl hat behauptet, im Osten würden blühende Landschaften entstehen. 

Zweifelsfrei klar war das jeweils noch nicht. Doch ohne die Behauptung, wäre es vielleicht auch nie dazu gekommen.

Zur anmaßenden Lüge wird es erst dann, wenn wir vorgeben es mit 100-prozentiger Sicherheit zu wissen. Erst dann also, wenn wir die Behauptung für eine bewiesene Tatsache ausgeben. 

Eine Behauptung erfordert Mut.

Wir müssen dazu nämlich hervortreten und einen Standpunkt äußern – unsere Idee veröffentlichen. Anschließend müssen wir Kritik aushalten und darauf eingehen. Wir setzen uns also der Gefahr aus, am Ende öffentlich Unrecht gehabt zu haben. 

Ohne Behauptung gibt es keinen Wandel, kein Marketing und auch kein Leadership. 

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Quantität zahlt sich aus

Niemand trifft bei jedem Versuch ins Schwarze. 

In der Realität ist es sogar so, dass wir meistens danebenschießen. 

Tomas A. Edison hat tausende Versuche gebraucht, bis er die Glühbirne entwickeln konnte.   

Seth Godin hat über hundert Bücher mit mäßigem Erfolg veröffentlicht, bis er seinen ersten Bestseller hatte. 

Artikel von t3n werden ständig geteilt – allerdings werden dort auch täglich dutzende Beiträge veröffentlicht.  

Es ist nicht die Muse, die uns küssen muss, damit wir erfolgreich sind. Es ist konsistente harte Arbeit. Für eine richtig gute Idee, brauchen wir sehr viele schlechte

Wichtig ist, dass wir am Ball bleiben und allen Ideen eine Chance geben (in verantwortungsvollem Rahmen natürlich). Der Markt soll entscheiden ob sie gut sind. Wenn wir im Vorfeld filtern, also nicht umsetzen, weil wir fürchten die Sache wäre nicht gut genug, dann ist das oft eine Form des Versteckens. 

Quantität zahlt sich aus. Wenn wir konsistent arbeiten, dann werden unter all den Versuchen auch gute Ideen sein. Das ist eine Frage der Statistik. 

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