Allgemein

Was bestimmt die Arbeit der Zukunft

Was wird bei der Arbeit zukünftig wichtig sein?

Technologie, Flexibilität, Kundennähe, Exzellenz, Diversität, Kreativität?

Wahrscheinlich wird es auf all das auch weiterhin ankommen.
Meine Wette lautet aber folgendermaßen: All diese Dinge werden getrieben und verstärkt durch Gemeinschaft und Verbindung.

Eine moderne (vorhandene) Technologie zu nutzen, auf größtmögliche Qualität zu achten und Teams zu haben, die divers, flexibel und kreativ arbeiten, ist die Basis. Dass wir das brauchen und wie wir das machen, ist bekannt. Die benötigten Informationen sind frei verfügbar.

Was allerdings den Unterschied ausmachen wird, ist in der Lage zu sein Gemeinschaften (Communities) aufzubauen, die uns unterstützen, Ideen verbreiten und Feedback geben. Dies erreichen wir durch echte Verbundenheit, die auf Vertrauen basiert.

Ich glaube, dass es in Zukunft weniger darum geht, effektiv und effizient zu sein (das ist die Basis), sondern darum, verbunden zu sein und sich das Vertrauen zu verdienen, die Aufmerksamkeit einer Gruppe zu beanspruchen.

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Lernen ist ein unendliches Spiel

Wir erinnern uns an endliche und unendliche Spiele.

Endliche Spiele haben bekannte Spieler, fixe Regeln und ein definiertes Ende.
Unendliche Spiele haben bekannte, aber auch unbekannte Spieler. Ihre Regeln ändern sich und sie enden nie.

Warum ist das wichtig?
Damit wir sie nicht verwechseln. Dann wollen wir vielleicht in endlichen Spielen die Regeln anpassen oder machen den Fehler, ein unendliches Spiel auf Sieg zu spielen.

Lernen ist ein unendliches Spiel.
Lernen ist nie zu Ende, die Regeln ändern sich und auch die Spieler.

Schule will uns weismachen lernen wäre endlich. Schule ist aber nicht „Lernen“, sondern „Unterricht“.

Wenn wir wirklich lernen wollen, dann haben wir nichts davon, besser zu sein zu als andere. Tatsächlich gibt es nämlich keine objektiven Kriterien für „besser“. Wir profitieren allerdings alle, wenn wir zusammenarbeiten.

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Bist du selbstständig oder Unternehmer (im Job)

Der Unterschied zwischen Selbstständigen (Freelancern) und Unternehmern (Entrepreneurs) wurde schon oft an anderer Stelle beschrieben (z.B. hier:
Episode 01 – Freelancer or Entrepreneur? – Seth Godin Start Up School Series)

Kurz:
Selbstständige arbeiten „selbst“ für ihre Kunden. Sie tauschen Zeit gegen Geld.
Unternehmer erschaffen ein System, das unabhängig von ihrer Person arbeiten kann. Theoretisch könnten sie dort mehrere Wochen fehlen, ohne das jemand etwas merken würde.

Und auch die Moral der Geschichte wurde oft beschrieben: Beide Rollen können hervorragend funktionieren. Man muss aber wissen, welche man spielt und darf sie nicht vermischen.

Was hat die Frage nun mit unseren Jobs in Unternehmen zu tun – Unternehmen, bei denen wir angestellt sind?

Hier gibt es eine Parallele.
Fachexperten sollten sich als Freelancer begreifen. Teamleiterinnen sollten die gleichen Prinzipien verfolgen wie Entrepreneure.

Als Experten schaffen wir Wert, indem wie die Arbeit machen. Teamleiter schaffen wir Wert, wenn wir eine Plattform / ein System aufbauen, indem andere die Arbeit machen.

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Warten bis wir Zeit haben?

Manchmal haben wir Ideen und Vorschläge, unsere Prioritäten fordern uns aber an anderer Stelle.
Vielleicht beobachten wir einen Prozess, für den wir nicht verantwortlich sind und wissen, wie es besser ginge.

Sollten wir unseren Kollegen trotzdem darauf hinweisen?

Die Situation ist heikel. Kritik zu üben, dann aber keine Verantwortung zu übernehmen ist den anderen gegenüber unfair. Die Information zurückzuhalten und zu warten, bis in unserem Kalender Zeit frei wird, ist es aber auch.

Der Schlüssel ist die richtige Kommunikation. In dieser Situation ist es noch wichtiger als sonst, den Einwand als offenes Feedback und Ich-Botschaft zu senden. Wir fordern nichts, sondern teilen eine Idee und diese ist ein Geschenk.

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Glaube und Skepsis

Der Glaube kann Berge versetzen, das hat sich immer wieder gezeigt. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es aber auch Skeptiker. Das sind diejenigen, die nicht glauben. Sie zweifeln an der Kausalität.

Skeptiker sind allerdings von resoluten Leugnern zu unterscheiden. Für sie gibt es nämlich immer auch die Möglichkeit, sich überzeugen zu lassen. Sie sind unsicher und sich dessen bewusst.

Glaube kann natürlich negativ sein, ist aber nicht mit Naivität zu verwechseln. Sehr oft ist er äußerst positiv und bereichernd. Im guten Fall sollte man daher alles tun, um sich den Glauben zu erhalten. Vor allem sollte man den Streit mit Skeptikern meiden. Hier kann nämlich nur der Gläubige verlieren, das liegt in der Natur der Sache.

Wenn der Skeptiker seine Skepsis ablegt, dann schadet das kaum. Wer allerdings seinen positiven Glauben verliert, dem bricht das Herz.

Das gilt auch im Marketing. Skeptiker sind keine gute Zielgruppe. Es gibt genügend Menschen, die glauben oder gerne glauben wollen. Auf sie sollten wir uns konzentrieren.

Wir Menschen sind immer beides. Je nach Thema sind wir das eine mehr und das andere weniger. Der Schlüssel zu allgemeiner Zufriedenheit ist Akzeptanz. Wenn beide Parteien den anderen ihren Standpunkt lassen, dann ist auch ein friedliches Miteinander möglich.

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Aktion als Inspiration

Inspiration suchen wir meistens bei anderen.

Tolle TED-Talks, Blogs, Bücher und sonstige Projekte, die uns zeigen, was alles möglich wäre, wenn wir den Mut aufbrächten.

Was uns aber wirklich weiterbringt, ist nicht das Beobachten von anderen, sondern das eigene Umsetzen.
Das Buch-, Podcast- oder auch betriebliche Projekt, das uns am meisten verändern wird, ist das, das wir selber starten.

Doch sogar die Reaktion ist eine Aktion. Schon das Auseinandersetzen mit einer Meinung und das Ausdrücken des eigenen Standpunkts ist um Lichtjahre effektiver als passiver Konsum. Wenn wir anderen Feedback geben, dann hilft das nicht nur denen, sondern auch uns.

Indem wir selbst aktiv werden und sei es nur in minimaler Form, inspirieren wir uns selbst und wachsen.

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Am Ende gut

Es heißt: „Am Ende wird alles Gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende.“
Es ist immer wieder schön zu erleben, dass es sich lohnt, nicht aufzugeben und den Ausspruch war zu machen.

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Kenne dich selbst

Sich selbst gut einschätzen zu können, also ein realistisches Selbstbewusstsein zu haben, kann den Unterschied ausmachen.
Wir können nicht alle Software-Millionäre sein, Best-Seller-Autoren oder Social-Media-Stars.
Diese Dinge sind vielleicht einfach nicht unser Ding. Es steckt auch nicht in jedem von uns eine Superkraft, die wir nur finden müssten.
Hier beschreibt Gary Vee es in seiner kompromisslos, direkten Art: Gary Vaynerchuk über „Self-Awareness“

Gary zufolge sollten wir das machen, was wir am besten können, auch wenn das keine besonders angesagte Sache ist. Wenn wir weder risikofreudig sind, noch bereit, überdurchschnittlich viel zu arbeiten, dann sollten wir uns nicht einreden, wir müssten Entrepreneur sein. Dann sollten wir uns wohl einfach einen guten Job suchen.

Selbst wenn unser größtes Talent objektiv nur Durchschnitt ist, dann werden wir damit weitaus besser fahren als jemand mit einem Jahrhunderttalent, der auf das völlig falsche Pferd setzt.

Das heißt nicht, dass wir uns grundsätzlich für nicht gut genug halten sollen. Im Gegenteil. Wir müssen unsere Stärken und Schwächen kennen und sollten uns keinen Träumereien hingeben. Dann können wir auch aus mittelmäßigem Talent überdurchschnittlich viel machen.

Das Talent entscheidet nämlich nicht, entscheidend ist die Selbsterkenntnis.

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Auch Nehmen will gelernt sein

Wenn wir über Feedback reden, dann geht es meistens um das Geben. Wir müssen lernen, wie wir das möglichst produktiv und empathisch erledigen können und diese Techniken dann häufig anwenden.

Das ist im Grunde auch richtig.

Allerdings ist der Feedback-Geber meist nicht die Person mit der größten Spannung.
Dieses „Vergnügen“ hat die empfangende Person. Für sie reicht es nicht aus, immer wieder zu hören, dass Feedback ein Geschenk ist, das sie gefälligst zu würdigen hat.

Sheila Heen und Douglas Stone erklären in ihrem Buch „Thanks for the Feedback“, was man tun kann, um Feedback besser anzunehmen. Hier hatte ich bereits geschrieben, welche Trigger-Knöpfe Feedback bei uns drückt und wie wir damit umgehen können: Warum wir so schwer mit Kritik umgehen können.

Die Spannung beim Empfänger entsteht aus zwei gegensätzlichen Bedürfnissen:

  1. Wir wollen lernen und uns verbessern (Dafür ist Feedback unerlässlich).
  2. Wir wollen geschätzt werden für das, was wir JETZT sind. (Das leistet Feedback oft nicht).

Die Spannung wird (und muss) bleiben. Wir sollten uns aber bewusst machen, dass auch wir als Empfangende etwas zum Erfolg des Feedback-Gesprächs beitragen.

Hier ist ein TED-Talk von Sheila Heen für mehr Hintergründe:
How to use others‘ feedback to learn and grow | Sheila Heen

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Haben wir wirklich die richtige Lösung

Auch wenn wir etwas besonders gut können, muss es nicht die richtige Lösung sein.

Es ist manchmal schwer, über den Tellerrand der eigenen Methode, der eigenen Ansichten und der eigenen Werkzeuge zu blicken.

Wenn wir einen großen Hammer besitzen und auch gute Erfahrungen damit gemacht haben, dann sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.

Bei aller Erfahrung und auch bei größter Zufriedenheit sollten nicht aufhören, zu hinterfragen und nach Alternativen zu suchen. Menschen sind verschieden und deshalb gibt es niemals nur eine Lösung für alle.

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Das Organisatorische kann warten

Für Organisatoren von Meetings aller Art ist die Versuchung groß, zu Beginn das Organisatorische zu klären.
Die Regeln werden erklärt, die Agenda wird vorgestellt, die Anwesenheitsliste wird durchgegeben oder das Mittagsmenü wird ausgewählt.

Ganz aktuell starten viele Video-Meetings mit der Bitte, die Kamera an zu machen, sich stumm zu schalten oder bei Bedarf den Chat und die Hand-heben-Funktion zu nutzen.

Die Autorin und Event-Planerin Priya Parker hält das für einen Fehler.
Die Aufmerksamkeit der Gäste und Teilnehmer sei nie so groß wie in diesen ersten Minuten einer Veranstaltung. Das sollten wir nutzen.

Ein Beispiel aus einem anderen Genre:
Vor „Krieg der Sterne“, war es allgemein üblich, die Mitwirkenden eines Filmes in einem Vorspann zu würdigen. George Lucas lehnte das jedoch ab, zahlte sogar eine Strafe an die Gewerkschaft (siehe hier) und setzte die berühmten Intros der Star-Wars-Filme um.

Hier ist der Zuschauer direkt in der Handlung gefesselt, ohne abgelenkt zu sein.

Laut Parker sollten wir auch bei Meetings das Organisatorische nach hinten schieben. Stattdessen können wir die ersten Minuten nutzen um unsere Gäste zu fesseln oder zu überraschen.

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Keiner mag den Streber

Immer wenn wir Menschen kennenlernen, erzählen wir auch Geschichten über uns. Hier können Verbindungen entstehen und wir haben das in der Hand.

Meist ist es unser erster Impuls, uns selbst in ein möglichst gutes Licht zu stellen. Wir erzählen Geschichten von Erfolgen und Abenteuern, um zu zeigen, dass wir es wert sind, mit und in Kontakt zu treten. Wir agieren wie unsere persönliche PR-Abteilung.

Für andere bieten wir damit aber nur wenige Anknüpfungspunkte. Keiner mag den Streber dafür, dass er ein Streber ist. Damit man uns mag, sollten wir den anderen besser erlauben, mit uns mitzufühlen, indem wir uns verletzlich zeigen. Bessere Geschichten für diesen Zweck sind also die über Schwächen und Schwierigkeiten.

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Es gibt immer ein Zurück

Ein Rückzieher ist nichts, was wir gerne tun. Es fühlt sich falsch an, nach scheitern und verlieren nach Wortbruch und Verantwortungslosigkeit.

Doch manchmal kommt es einfach von, dass wir eine Ankündigung machen, etwas kaufen oder eine Zusage geben und im nächsten Augenblick ein mulmiges Gefühl bekommen.

Es scheint, als wäre die Entscheidung falsch. Aber können wir jetzt überhaupt zurück? Man bringt uns schließlich Vertrauen entgegen und wir würden das enttäuschen.

Diese Einstellung haben wir unserer Kultur zu verdanken. Die meisten von uns sind mit der Erwartung aufgewachsen, dass versprochen auch versprochen bedeutet. Das man sich einmal festlegt und dann daran gebunden ist.

Tatsächlich ist dies eine Form von versunkenen Kosten. Wir werden die Verkäuferin, unseren Chef, unsere Freunde sowieso enttäuschen. Dann, wenn wir scheitern und dann, wenn wir aufgeben.

Es ist besser, schnell einen Schritt zurück zu machen und von dort aus wieder volle Leistung zu bringen, als uns abzumühen in einer unbefriedigenden Situation. Unsere Versprechungen aus der Vergangenheit dürfen wir nicht über alles stellen. Dieser Preis ist bezahlt, das Geld ist weg. Was zählt, das sind heute und morgen.

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Keine Zeit

Zu schnell ist uns diese Ausrede oft herausgerutscht.
Oft ohne uns zu fragen: Nutzen wir einen TV-Streaming-Dienst? Scrollen wir ziellos durch Social Media? Lassen wir uns auf Termine und Aufgaben ein, die wir vielleicht auch absagen könnten?

Wenn wir das bejahen, dann sehen wir gleichzeitig das Potenzial von 2 – 5 Stunden pro Tag.
Diese Zeit könnten wir für Dinge aufwenden, die wir wirklich wollen.

Das sagt Seth dazu: Video, (1:28 Min.)

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Regeln statt Etikette

Der Unterschied zwischen Etikette und Regeln wird besonders dann deutlich, wenn wir an Zusammenkünfte denken.

In „The Art of Gathering“ beschäftigt sich Priya Parker mit Treffen aller Art. Ob Staatsempfang, Firmenevent oder private Geburtstagsfeier, die Gestaltung einer erfolgreichen und bereichernden Zusammenkunft ist eine Kunst.
Das Buch ist großartig, da es uns neben reichlich Expertise viele praktische Tipps und Beispiele liefert.

Großen Wert legt Priya auf die Unterscheidung von Etikette und kurzfristigen Popup-Regeln für Treffen.

Regeln können bereichernde Leitplanken für diese Anlässe sein und Diversität fördern. Etikette ist damit nicht zu verwechseln. Sie schließt aus.

Doch was ist überhaupt der Unterschied? Hier ein Beispiel:

Die Etikette besagt, dass Politik und Religion als Gesprächsthemen bei Dinner-Partys tabu sind.
Eine Popup-Regel könnte sein, dass zu dieser speziellen Party keine Krawatten getragen werden und jeder ein Schild mit seinem Vornamen trägt.

Etikette gilt immer, es wird aber nie explizit auf sie hingewiesen. Popup-Regeln gelten nur für einen speziellen Anlass und natürlich werden sie vorher mitgeteilt.

Als Etikette bezeichnet man viele kleine, regional unterschiedliche Vorgaben, wie das Zusammenleben „höflich“ gestaltet wird. Popup-Regeln sind auf einige konkret bestimmte Dinge begrenzt.

Das Wort „höflich“ macht bereits klar, dass es bei Etikette um aristokratisch geprägte Traditionen geht, die in eng zusammenlebenden Stämmen und Kulturen besonders stark sind. Sie gebietet und demütigt eher und ist dazu da, gleiche Menschen zusammen zu halten und andere Menschen auszuschließen.

Popup-Regeln dagegen können eine Veranstaltung bereichern, indem sie für diesen Anlass eine eigene Welt kreieren. Menschen, die völlig unterschiedlich sind, sind meist willens, sich daran zu halten, weil sie für ein temporäres gemeinsames Experiment stehen (Siehe auch hier: Code of Honour).
Großzügige Regeln sind also nicht als Bevormundung zu verstehen, sondern als eine Möglichkeit, Gemeinsamkeiten für ansonsten unterschiedliche Menschen zu schaffen.

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Die perfekte Teilnehmerzahl

Wie viele Leute sollten in unser Meeting einladen oder zu unserem privaten Treffen?

Auch das muss, wie schon der Ablauf zum Zweck der Veranstaltung passen.
Wenn es um Diskussion und Entscheidungsfindung geht, sind es 8 – 12 Teilnehmer.

Laut Priya Parker („The Art of Gathering„) besteht bei weniger als 8 Teilnehmern die Gefahr, dass es dem Kreis an Diversität fehlt. Bei mehr als 12 Teilnehmern wird es zunehmend schwerer, alles gleichberechtigt einzubeziehen.

Somit leidet die Qualität der Entscheidungen entweder darunter, dass es an kreativen Alternativen fehlt, oder daran, dass sich extravertierte Charaktere in den Vordergrund drängen und sich introvertierte verstecken können.

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Geduld mit uns selbst

Hartnäckigkeit und Konsistenz helfen in Bezug auf Vertrauen, dass wir uns langsam von anderen verdienen müssen.

Ähnlich ist es mit dem Vertrauen in uns selbst. Auch hier müssen wir geduldig sein. Egal wie motiviert wir sind, wir werden nicht alles sofort können, wir werden Fehler machen, Pläne anpassen oder sogar ganz verwerfen.

Das ist ok.

Die folgenden Angewohnheiten helfen, um im Angesicht des Scheiterns nicht den Mut zu verlieren.

Denke immer an Regel Nummer 6.
Wie faszinierend.

Oder – meistens ist das sogar ganz ohne Probleme möglich – wir können uns einfach Hilfe holen.

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Die Lücken in der Sprache füllen

Unsere Sprache ist ein mächtiges Werkzeug. Mit ihm drücken wir unsere Gedanken aus und machen sie damit begreifbar für andere.

Doch was ist mit den Gedanken, für die unsere Sprache nichts anbietet?

John Koenig hat sich nicht damit abgefunden und erschafft diese Worte.
Sein „Dictionary of Obscure Sorrows“ verfolgt das Ziel, die Lücken in der Sprache zu schließen. Über mein liebstes von ihm erschaffenes Wort „Sonder“ habe ich schon öfter geschrieben. Es ist der Moment, in dem wir begreifen, dass jeder Mensch seine eigene Hauptrolle spielt.

Die Texte (und hier die Videos) sind außerdem voller Melancholie. Für mich macht sie das zusätzlich interessant, denn es verleiht Koenigs Kunst eine besondere Note. Dieses Projekt ist eben kein rationales Lexikon, sondern voller Gefühl.

Hauptzweck des Projektes ist es aber, sich unserer Sprache wieder bewusst zu bemächtigen (Koenigs TED-Talk). Wir sind als Menschen nicht durch Sprache begrenzt, sondern wir sind es, die die Sprache erschaffen.

Wir können sogar so frech sein, Worte neu zu erfinden. Nicht nur für obskure Sorgen.

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Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Das klingt nach einer abgedroschenen Frage für Vorstellungsgespräche, aus der richtigen Perspektive ist der Gedanke aber durchaus wertvoll.

In seiner Oscar-Rede spricht Matthew McConaughey von den 3 Dingen, die ihn jeden Tag antreiben.

Eines davon wäre jemand, dem er nacheifern / nachjagen könne (hier ist die Stelle: Matthew McConaughey winning Best Actor), und dieser jemand wäre er selbst in 10 Jahren.

Man kann diesen Helden niemals erwischen, aber die Idee verleiht uns die Motivation, um uns immer wieder selbst verbessern zu wollen.
Wir sollten uns möglichst oft daran erinnern, diese optimale Version unseres zukünftigen Ichs zu jagen.

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Der Zweck muss zum Ablauf passen

Wenn wir uns treffen, in Meetings oder zu privaten Feiern, dann läuft das oft wie mit Autopilot.

Zwar ist uns bewusst, warum wir uns treffen, aber das Wie wird nicht hinterfragt. Es läuft genauso, wie es schon immer üblich war. Oder wir treffen uns auf die gleiche Art zur gleichen Zeit wie immer, aber keiner denkt darüber nach, was wir eigentlich erreichen wollen.

Aus diesen Gründen kann es vorkommen, dass wir Geburtstage feiern, weil wir das Geburtstagskind ehren und ihm eine schöne Zeit bereiten wollen. Er muss dafür aber 2 Tage Vorbereitungen treffen, aufräumen, putzen, kochen und während der Feier die Gäste bewirten.

Könnten stattdessen die Gäste das Essen mitbringen und sich ungezwungen zusammensetzen?

Oder wir haben beruflich das Ziel, unser Team zu informieren, also rufen wir alle zusammen wie immer und präsentieren das Neue. Hätten wir das vielleicht auch schriftlich gekonnt?

Für alle Einzeltermine sollten wir uns also neu fragen: Was ist der Zweck? Wie erfüllen wir ihn?

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Doppelter Dank

In ihrem Buch „Recalculating reiht Lindsey Pollak einen Karrieretipp an den nächsten. Besonders spannend fand ich die folgende Idee:

Auf Empfehlungen, Feedback oder Coaching reagieren wir normalerweise mit einem Danke.
Das ist höflich und wird daher selbstverständlich erwartet. Einen besonderen Eindruck machen wir nicht mit unserem Dank.

Anders sieht es aus, wenn wir die Ratschläge tatsächlich umsetzen und danach erneut auf die hilfreiche Person (ein Lehrer, unsere Mutter, eine Kollegin) zurückkommen. Wir bedanken uns ein zweites Mal, berichten von unseren Fortschritten und davon, wie der Rat beeinflusst hat.

Diese zweite Dankbarkeitsbekundung wird unserer Mentorin den Tag versüßen. Damit drücken wir eine besondere Wertschätzung aus. Wir gehen die Extrameile, denn das wurde nicht von uns verlangt. Niemand hätte erwartet, dass wir erneut auf die Hilfe zu sprechen kommen.

Diese Erfahrung wird die andere Person aber doppelt helfen. Erstens zeigt sich einmal mehr, dass ihre Ratschläge funktionieren. Es ist sogar durch die Praxis belegt. Zweitens hat es sich gelohnt, jemand anderen (uns) zu unterstützen und war daher die richtige Entscheidung.

Dankbarkeit ist eine Tugend, die nicht nur im ersten Moment angebracht ist. Über die formelle Höflichkeit hinaus macht sie einen riesigen Unterschied.

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Feedback geben

Feedback entgegenzunehmen, kann eine harte Prüfung sein. Schaffen wir es, Kritik nicht persönlich zu nehmen? Was, wenn wir Dinge hören, die wir eigentlich verdrängen wollten? Oder was, wenn unsere Bemühungen gescheitert sind und wir unsere Schwächen wieder nicht abstellen konnten?

Wenn wir den Spieß aber umdrehen, wird es auch nicht leichter. Denn großzügig Feedback zu geben ist eine Kunst. Es kostest Zeit, Anstrengung und genauso viele Nerven. Was, wenn sich der andere angegriffen fühlt? Was, wenn ich unsachlich bin?

Um Feedback zu geben, müssen wir unsere Komfortzone noch weiter verlassen als im umgekehrten Fall. Wir müssen nicht nur da sitzen und zuhören, sondern aktiv sein und liefern.

Wir sollten das regelmäßig tun, denn so wachsen wir.

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Kann ich das schaffen?

Wenn wir uns die Frage stellen, dann ist die Antwort wahrscheinlich ja.

Wenn wir es nicht schaffen könnten, dann wäre uns wohl eines von zwei Ereignissen zuvorgekommen:

  1. Die Person, die uns die Aufgabe übergeben hat, hätte sich anders entschieden. Sie hätte uns nicht vertraut und es selbst erledigt oder jemanden ausgewählt, der besser geeignet ist.
  2. Wir hätten sofort abgewunken und gar nicht in Erwägung gezogen, die Aufgabe zu übernehmen. Stattdessen hätten wir aus Erfahrung mit unseren Kräften hausgehalten oder uns aus Furcht versteckt.

Da beides nicht passiert ist, stehen wir jetzt an Ort und Stelle und fragen uns, ob wir das eventuell hinbekommen würden.

Die anderen vertrauen uns und offensichtlich gibt es aus deren Sicht niemand Besseren für den Job. Wir selbst sind bislang nicht an unsere Grenzen gestoßen (jedenfalls nicht hier) und wir sind auch willens, es zu versuchen.

Natürlich kann es trotzdem schiefgehen – das ist immer so.
Die Chancen stehen aber gut.

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Wo mobiles Arbeiten unmerklich Bindungen abbricht

Meine subjektiven Erfahrungen mit mobilem Arbeiten sind durchgängig positiv.
Doch vielleicht gibt es ja Schattenseiten, die ich gar nicht bemerke?

In professionellen Umgebungen gibt es zwei Arten von Bindungen. Disziplinäre und interdisziplinäre Bindungen.

Disziplinäre Bindungen bestehen innerhalb eines engen Kreises von Menschen, die regelmäßig miteinander kooperieren. Das sind Teams oder auch enge fachliche Kontakte. Diese Bindungen waren vor der Pandemie stark und sie sind es auch jetzt, obwohl man sich kaum persönlich trifft. Nach wie vor arbeitet man eng zusammen und kommuniziert regelmäßig.

Interdisziplinäre Bindungen sind schon immer eher locker. Früher traf man sich unregelmäßig am Kaffeeautomaten, in der Kantine oder bei größeren Meetings. In der analogen Welt war das ausreichend, um eine Verbindung aufrecht zu erhalten. Digital sieht das anders aus. Diese Art der Bindung leidet unter der örtlichen Trennung. Für neue Mitarbeiter ist es sogar fast unmöglich, diese lockeren Kontakte außerhalb des Kernteams aufzubauen.

Neue Arbeitsweisen erfordern neue Strategien. Wir müssen uns dieser Gefahr bewusst sein und aktiv gegensteuern. Was immer wir dafür tun können, sollten wir versuchen. Das Verbinden über soziale Medien, spontane Anrufe oder Chats – je nachdem, was in unserer Situation verhältnismäßig ist.

Die Welt verändert sich und mobiles Arbeiten ist ein großer Gewinn. Trotzdem hat jeder Vorteil auch irgendwelche Schattenseiten und nur wenn sie uns bewusst sind, können wir uns um sie kümmern.

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Sollen wir unsere Meinung zurückhalten?

Wenn wir uns in einem Gespräch über unser Fachgebiet befinden, dann sollten wir das nicht. Selbst dann nicht, wenn wir befürchten, dass unsere Meinung für manche Teilnehmer unangenehm werden könnte.
Wir schulden es unserer Zielgruppe, dass wir unsere beste Leistung abliefern. Hilfreichen Input dürfen wir nicht für uns behalten, nur weil einzelne das vielleicht lieber so hätten.

Selbstverständlich verhalten wir uns dabei empathisch und wertschätzend.

Wo unsere Meinung jedoch unangebracht ist, ist da, wo wir sie ungefragt abwerfen.

Wenn ich hier über Marketing, Leadership und Change schreibe, passt mein Klagen über den unsachlichen YouTube-Kommentator von gestern eher schlecht. Auch Äußerungen zur Tagespolitik oder zum schwachen Fußball-Ergebnis erfüllen nicht das Versprechen, dass ich meinen Lesern gegeben habe.

Im beruflichen Umfeld gilt das auch. Ich muss meiner Chefin meine ehrliche Meinung sagen, auch wenn sie ihrer widerspricht. Meine Einschätzung zur neuen Logistikstrategie passt aber nicht in unser Gespräch (Im HR-Bereich), auch wenn ich eine Meinung dazu hätte.

Konsistenz und nicht Authentizität ist das Markenzeichen von Profis. Unser Beitrag muss den Kunden nutzen, nicht unseren Egos.

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Video-Meetings besser machen

Während viele noch angestrengt darüber nachdenken, ob wir die Kamera überhaupt anmachen sollen, beschäftigen sich andere schon mit der Optimierung.

Wie können wir beim Gegenüber für ein möglichst natürliches Gesprächserlebnis sorgen?
Wie können wir ein möglichst angenehmes Erscheinungsbild abgeben?
Wir können wir mit dem anderen echten Blickkontakt aufnehmen?

Dazu brauchen wir:

  1. Die entsprechende Einstellung. Gut zu sehen und hören zu sein, sind keine Nebensächlichkeiten. Es zeugt von Respekt und Wertschätzung dem Gesprächspartner gegenüber. Das Gleiche gilt für die Entscheidung, die Kamera an zu schalten. Die ständige Ausrede mit dem Verweis auf Bandbreite ist nicht mehr zeitgemäß. Videokonferenzen sind mittlerweile Standard und keine Übergangslösung mehr.
  2. Etwas Technik. Hier gibt es eine Anleitung und auch ein Beispiel-Set-up, das zeigt, dass sich der überschaubare Aufwand lohnt: Fixing Zoom calls: Looking better and feeling better
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Work-Life Balance

Für mich ist das keine Waage.
Links die schwarzen Steine und rechts die weißen. Jeweils genausoviele und damit ausgeglichen. Vor allem aber getrennt.

Ich sehe das eher als Balance-Board. Eine ebene Fläche, auf der schwarze und weiße Steine gleichmäßig verteilt sind – durchmischt statt getrennt.

Ich möchte meine Arbeit nicht vom Privatleben trennen, sondern einen Job, der Spaß macht, mich inspiriert und fordert. Er soll mir aber auch soviel Freiheit lassen, dass ich Auszeiten nehmen kann, wann ich will, aber auch genauso an Problemen tüfteln kann, solange ich will.

Hier wird das gut erklärt: Work-life balance — Jeff Bezos (3 Min.)

Wo ist das Problem?

Was uns dabei im Weg steht, sind unsere eigenen Vorbehalte und Erwartungen. Werde ich beim nächsten Mal ausgenutzt, wenn ich am Wochenende erreichbar bin? Was denken die Kollegen, wenn ich im Urlaub E-Mails beantworte?

Wir treffen Entscheidungen und zwar jeden Tag neu. Das ist kein einmaliges Ereignis, das für alle Zeit gilt. Werden das die anderen vestehen und unterstützen? Das können wir nicht wissen. Wer, wie ich, keine absolute Trennung zwischen Arbeit und Feierabend möchte, der wir diesen Konflikt aushalten und seine Entscheidung durchsetzen müssen.

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Was wir für die Arbeit von der Trainingsplanung lernen können

Planung unserer Arbeit bedeutet in der Regel:

  • To-Dos
  • Ziele
  • Projektfortschritt
  • Zeitplanung
  • Budgetierung
  • Evt. Urlaubsplanung

Viel ganzheitlicher und nachhaltiger geht man im Sport vor.

Wie sieht ein Trainingsplan für eine Läuferin aus?
Wir unterscheiden in Makroplanung, Mesoplanung und Mikroplanung.

Makro bedeutet, man plant die Saison grob. Wann im Jahr stehen welche Wettkämpfe an? Wie viel Vorbereitung benötigen diese? Wann werden längere Regenerationsphasen geplant?

Meso heißt die Planung von 3-6 Wochen. Sie dreht sich in der Regel um die Verbesserung bestimmter Fähigkeiten. So könnte der Zyklus z. B. den Schwerpunkt Grundlagenausdauer haben oder Tempohärte oder Sauerstoffaufnahmekapazität. Auch hier werden wieder regelmäßige Regenerationswochen eingeplant.

Mikroplanung zielt nun auf die einzelne Trainingswoche. Welcher Trainingsumfang wird geplant? Welchen speziellen Trainingseinheiten stehen an (Intervalle, Tempoläufe, Bergsprints …)? Welche Form von Ausgleichs- und Ergänzungstraining wird vorgesehen (Yoga, Maximalkraft, Radfahren …)? Und natürlich: An welchen Tagen ist trainingsfrei und damit Zeit für die Regeneration?

Für unsere Arbeit können wir viel daraus lernen:

1. Denken in Zyklen.

Viele ineinander verschachtelte Zyklen zerlegen ein großes Ziel in viele kleine Etappen. Dazu müssen wir nicht unbedingt Scrum in unserer Organisation etabliert haben oder anders projektbezogen arbeiten. Wir können das selbst so einteilen. Einfach kleine persönliche Sprints planen (2-3 Wochen), gefolgt von einer Woche „Pause“ zur Planung. Das entspricht der Mesophase des Lauftrainings. Wenn wir darüber 2-3 Projektziele pro Jahr anstreben, entspricht das der Makroplanung.

2. Wir wachsen in den Pausen.

Im Sport regeneriert sich der Körper, wenn er ruht. Dann wird er auch stärker (Superkompensation). Im Job dienen Pausen dem Review, der Retrospektive und der erneuten Planung. So wie unser Körper nach 3 Wochen hartem Training die Erholungswoche nutzt, um zu wachsen, so können wir auch beruflich nach 3 Wochen Sprint eine Pausenwoche einlegen, um zu lernen und zu verbessern. Selbst der Urlaub sollte bewusst so genutzt werden (d wird leider viel dem Zufall überlassen).

3. Auf Input fokussieren.

Im Sport steht der Input statt des Outputs im Vordergrund. Das heißt, es geht darum, den Menschen zu entwickeln, damit ein Ziel erreichet werden kann. In der Arbeitswelt steht meist zuerst das Ziel im Fokus. Erst danach kommen uns die Menschen in den Sinn, die den Weg gehen müssen.

Ich setze diese „Lauftrainingsplanung“ erst seit Kurzem im beruflichen Umfeld um, bin aber begeistert von der Anpassungsfähigkeit, der Klarheit und der Effektivität, die dieses System bietet.

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Abschalten

Wir alle werden von Informationen bombardiert und nicht immer leiden wir darunter. Trotzdem hemmen sie uns.
Sie stehlen unsere Zeit und beanspruchen unsere Aufmerksamkeit.
Das allermeiste davon können wir weder beeinflussen noch beurteilen. Wir werden aus solchen Informationen auch keine Handlungen ableiten.
Sie verändern nur unser subjektives Gefühl. Wir sind dann ängstlich, erleichtert, ärgerlich oder belustigt. Einen konkreten qualitativen Nutzen haben wir aber nicht davon, wir geben aber die Macht über unsere Gefühle ab.

Wenn wir unsere Lieblingsserie schauen, haben wir den gleichen Effekt, nur dass wir ihn dort die Macht behalten und steuern können, wie wir uns fühlen wollen.

Eigentlich weiß ich es besser, aber heute habe ich mich wieder hinreißen lassen und die Quittung bekommen.
Wir sollten TV- und Social-Media-Kanäle abschalten.

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Wie wir Kompetenzen erlangen

Je nach Ziel ist der Weg ein völlig anderer. Je nachdem, welche Kompetenzen wir ausbilden wollen, müssen wir anders vorgehen.

Fachkompetenzen
Hier könnte man diskutieren, ob wir die überhaupt noch lernen sollten. Es handelt sich dabei um faktisches Wissen, dass online immer irgendwo auffindbar ist. Wann begann die Französische Revolution? Was steht in Art. 1 GG?
Lernen bedeutet also, es sich zu merken.

Methodenkompetenzen
Methoden lernen wir durch üben. Fahrradfahren, eine Maschine bedienen, frei sprechen, eine medizinische Operation durchführen. Je nach Talent und Interesse wird es uns schneller oder langsamer gelingen. Es sind aber die Wiederholungen, die den Erfolg bringen.

Persönliche Kompetenzen
Theoretisch einprägen und praktisch üben reichen hier weder allein noch gemeinsam aus. Diese Kompetenzen müssen wir entwickeln.
Hier gibt es keinen Königsweg und keine einfache Antwort. Empathie, Mut, Kontinuität, Verantwortungsbewusstsein etc., sind für jeden Menschen anders.
Um sie zu entwickeln, brauchen wir sowohl die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema als auch die praktische Übung und das Feedback von anderen.
Wir müssen über diese Dinge sprechen, die Erfahrungen von anderen aufnehmen, unser Vorgehen individuell designen und immer wieder reflektieren.

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Input vs. Output

In der Regel konzentrieren wir uns auf den Output.
Wir messen ihn, richten unsere Ziele daran aus, versuchen ihn zu verändern.

Tatsächlich können wir ihn aber nicht kontrollieren. In den meisten Fällen, zumindest wenn es interessant wird, hängt der Output von mehr ab als von uns.
Seth sagt es hier sehr treffend: Niemand weiß irgendetwas.

Kontrollieren können wir nur unseren Input. Wenn wir unsere Taten davon abhängig machen, was wir glauben, das passieren könnte, wenn …, dann schwächen wir sie.

Unser Schaffensprozess, der Input also, sollte deshalb zuerst kommen. Schon durch die ständige Wiederholung werden wir morgen besser sein. Natürlich müssen wir auch beachten, was dabei herauskommt. Der Fokus ist aber das Entscheidende.

Er sollte auf dem Input liegen, den wir beisteuern wollen. Nicht auf dem Output, den wir zu erlangen hoffen.

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In Bewegung bleiben

Veränderung findet immer statt, egal ob wir uns bewegen oder nicht.

In Bewegung werden wir stärker, schneller und lernen. Im Stillstand werden wir schwächer, langsamer und vergessen. Use it or loose it. Das gilt für Körper und Geist.

Aus diesem Grund sind kleine Schritte so wichtig. Sie sind nur wenig anstrengender als Stillstand, sie erzeugen aber immer noch die richtige Form der Veränderung.

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Personal Brand

Die wichtigsten Entscheidungen in Bezug auf unsere Personen fallen dann, wenn wir nicht im Raum sind. Das habe ich aus Lindsey Pollaks neuem Hörbuch “Recalculating”.

Das trifft zu für wichtige Kundenaufträge, Beförderungen und wahrscheinlich auch auf private Beziehungen.

Da wir nicht im Raum sind, können wir nicht objektiv argumentieren. Fakten, die wir natürlich locker aufzählen könnten, spielen kaum eine Rolle. Vielmehr tun das subjektive Eindrücke, die die Entscheidenden lange zuvor von uns gewonnen haben.

Das ist unsere eigene Personenmarke. Ob wir wollen oder nicht, wir stehen für etwas. Wenn wir uns das bewusst machen, können wir es langfristig beeinflussen. Wir können Angewohnheiten entwickeln, die genau das transportieren, wofür wir stehen wollen.

Tun wir es nicht, dann verlassen wir uns auf unser Glück.

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Was uns motiviert

Hier ist ein tolles Video, das sich der Frage widmet, was uns wirklich motiviert.

Drive: The surprising | Daniel Pink (11 Min.)

Die Erklärung ist es absolut wert, angeschaut zu werden, da sie einleuchtet und auch kurzweilig umgesetzt ist.

Für alle, die die Zeit trotzdem nicht haben, ist hier eine kurze Zusammenfassung:

Manchmal funktioniert Geld als zusätzlicher Motivator, manchmal nicht. Woran liegt das?

Der Grund liegt in der Art der Arbeit. Bei manuellen und einfachen Tätigkeiten funktioniert es. Arbeite schneller und du verdienst mehr. Das ist eine direkte Beziehung und diese Motivation ist sehr effektiv.

Anders sieht es bei komplizierten Tätigkeiten aus, bei denen die eingesetzte Zeit nicht direkt mit den Resultaten verbunden ist. Hier zeigt sich, dass Geld oft gar kein Motivator ist. Einige großartige Resultate sind sogar völlig kostenlos von Menschen in ihrer Freizeit erschaffen worden (Bsp.: Linux oder Wikipedia).

Was diese Menschen motiviert, ist Autonomie, Können und Sinn.

Die Autonomie selbst zu entscheiden, was wann wie zu tun ist. Das Gefühl, eine Fähigkeit wirklich zu beherrschen bzw. besser dabei zu werden. Und die Gewissheit, ein sinnvolles Ziel zu verfolgen und möglichst auch zu erreichen.

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365

Routinen bekommen längst nicht die Anerkennung, die sie verdienen.

Wir denken dabei an leicht zu wiederholende Abfolgen. Sie stehen nicht für Wandel, Kreativität oder Willenskraft.

Nach 365 Artikeln glaube ich sagen zu können, dass es anders ist. Ich dachte, das Schreiben würde leichter werden und Automatismen würden sich entwickeln. Tatsächlich ist es nie leicht und den Widerstand spüre ich nach wie vor täglich.

Wir sollten froh sein, wenn das so ist. Ich bin es. Wenn es Fortschritt sein soll, dann darf es nicht leicht sein, dann muss da Widerstand sein. Schwer ist gut.

Routine bedeutet, sich täglich zu überwinden, zu arbeiten und zu liefern. Wahrscheinlich würde das auch in 10 Jahren so sein.

Und das ist am Ende der wahre Lohn der Sache. Es geht nicht darum, einen Bestseller zu schreiben (obwohl das natürlich nicht schlecht wäre …). Es geht darum, jemand zu sein, der so etwas tut.

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Was, wenn ich falschliege?

Wann habe ich mich zuletzt hinterfragt?

Ich glaube, das denken wir zu selten. Wir halten uns für offene, unvoreingenommen Menschen. Doch ziemlich oft sind wir äußerst festgefahren in unseren Ansichten.

Was wäre denn, wenn alles falsch ist? Unsere Erwartungen erfüllen sich nicht. Was wir sicher zu wissen glauben, stimmt nicht. Was wir vehement bekämpft haben, stellt sich als glücklicher Fügung heraus.

Nicht ständig, aber hin und wieder ist es gesund, dieses Gedankenspiel zu spielen.

Wenn wir offener dafür sind, selbst auch falschliegen zu können, dann sind wir nicht nur weniger stark enttäuscht, sollte es anders kommen, wir sind auch bessere Gesprächspartner.

Zum letzten Punkt gibt es hier übrigens einen interessanten Vortrag.

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Sprinten

Normalerweise sind wir am produktivsten, wenn wir unter einem optimalen Druck stehen. Hoch genug, um keine Zeit zum Prokrastinieren zu haben. Niedrig genug, um Luft zu haben zum Atmen und zum überlegten Handeln.

So ist das auch beim Sprinten.

Wenn wir darauf eingestellt sind, dann planen wir unseren Energieverbrauch. Wir fokussieren uns auf das Ziel und streben ihm positiv motiviert entgegen.

Wenn wir überrascht und in den Sprint gezwungen werden, dann werden wir von Angst getrieben. Wir sind entsprechend negativ motiviert und laufen eher weg vom Scheitern, als hin zum Ziel.

Beides kann sehr produktiv sein, denn wir kommen in kürzester Zeit von A nach B. Gesund ist aber eher die erste Form.

Auch im Arbeitsleben habe ich beides erlebt.

Während meiner Zeit als Buchhalter war der Jahresabschluss unser wichtigstes Projekt. In einem Konzernumfeld gibt es hier äußerst anspruchsvolle Zeitpläne und die ersten 2 Wochen des Jahres haben die Bezeichnung „Sprint“ wirklich verdient.

Wir haben uns aber darauf eingestellt und darauf hingearbeitet. Unsere anspruchsvollen Ziele konnten wir durch gute Planung erreichen und noch immer habe ich diese Ereignisse als Erfolge im Gedächtnis.

Als Controller musste ich oft mit unvorhergesehenen Änderungen umgehen. Wenn sich kurz vor einer Planungs-Deadline wichtige Parameter ändern, dann kommt man ins Schwimmen. Man sprintet der Zeit hinterher, muss den Schaden begrenzen und verliert das ursprüngliche Ziel aus den Augen.

Auch in dieser Zeit waren wir äußerst produktiv und konnten auch immer unsere Planzahlen abliefern. An Erfolg oder gar Spaß denke ich jedoch nicht dabei.

Wie können wir Sprints einsetzen, um produktiver zu sein und ein gutes Gefühl dabei zu haben?

Wir sollten sie planen und uns möglichst nicht von Unvorhersehbarem überraschen lassen. Unser Sprint sollte daher nur Tätigkeiten umfassen, die wir selbst kontrollieren.

Wenn wir diese zu einem erstrebenswerten Ziel bündeln, das wir 2-3 Wochen anspruchsvoll anstreben können, dann dürfen wir uns danach auch eine echte Pause gönnen.

Unsere Arbeitsweisen sind unterschiedlich. Ich habe gute Erfahrungen mit (geplanten) Sprints gemacht. Weniger gut liegt mir dagegen die Stetigkeit.

In 3 Wochen Sprint, gefolgt von 1 Woche Pause komme ich weiter als in 4 Wochen Dauerlauf.

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Teammitglieder halten sich verantwortlich

Man braucht kein Team, um Arbeitsaufgaben aufzuteilen. Es ist auch nicht nötig, um sich zu helfen, zu vertreten, zu entlasten etc.

Ein Team braucht eine gemeinsame Mission und auch eine Vision, wenn möglich.

Diese sind der Zweck und das Ziel des Teams. Damit diese verfolgt und erreicht werden können, bedarf es des Bekenntnisses jedes einzelnen Mitglieds. Und da sich Teams als Gemeinschaft verstehen, achten die Mitglieder nicht nur auf ihre eigenen Teilziele, sondern auch auf die der anderen.

Sie halten sich gegenseitig verantwortlich. Verantwortlich, den eigenen Teil beizutragen, aber auch die anderen zu unterstützen.

Wenn ein Mitglied scheitert, scheitert das Team. Ein Mitglied ist erst fertig, wenn das Team fertig ist.

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Sich verletzlich zeigen

Jeder ist verletzlich. Offen damit umzugehen erfordert aber jede Menge Selbstvertrauen.

Wir zeigen dann anderen, dass wir uns nicht zu schade sind, Fehler zuzugeben und hinter unseren Taten stehen. In diesem Moment erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass die anderen auch zu uns ehrlich sind. Es entsteht Vertrauen.

Verletzlich sein zu können ist eine Stärke, die Vertrauen schafft.

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An morgen glauben

“Einen Garten zu pflanzen bedeutet an morgen zu glauben.”

Das ist von Audrey Hepburn und es bedeutet investieren.

Wir erschaffen etwas, das größer ist als wir, das uns auch in der Zukunft noch Nutzen bringt oder uns vielleicht sogar überdauert. Wir tun das also nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere.

Bisher gab es immer einen neuen Morgen und wahrscheinlich wird das auch in Zukunft so sein. Deshalb ist zu investieren so wichtig und es ist kurzsichtig, nur an heute zu denken.

Unser persönlicher Garten kann vieles sein: ein Unternehmen, ein Kunstwerk, eine Familie, ein Projekt.

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Ich weiß, dass ich nichts weiß

Eigentlich weiß ich es erst seit Kurzen (wieder). Ich wurde daran erinnert.

Ich dachte, ich verstünde, wie die Dinge laufen und war stolz, dass das so schnell gegangen war.

Doch plötzlich, völlig unerwartet, musste ich erkennen, dass ich falsch lag. Ich hatte mich verschätzt und offenbar deutlich.

Mein erstes Gefühl in diesem Moment war Ungläubigkeit. “Das kann doch nicht stimmen”. Und das ging einher mit der Scham, ertappt worden zu sein.

Was machen wir in solchen Situationen?

Wir erinnern uns an Regel Nr. 6 und daran, dass alles erfunden ist. Die gestrige Sicherheit war erfunden und genauso ist es die heutige Unsicherheit.

Wir sollten uns freuen, etwas gelernt zu haben, lachen und ausrufen: Wie faszinierend!

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Wer schreibt der geht (nach vorne)

Sich Notizen zu machen erzeugt vielleicht nicht den Eindruck großer Innovativität.

„Wer schreibt der bleibt“, war in Büros lange das Motto der älteren Kollegen. Es galt nur das, was schriftlich vorlag, denn man musste sich stets absichern.

Natürlich ist das weniger dogmatisch gelebt, gar keine schlechte Taktik. Trotzdem haben Notizen auch andere, positivere Begründungen.

Wenn wir unsere mühsam erlangten Erkenntnisse niederschreiben, reflektieren wir. Mit der Zeit wird sich einiges wiederholen, nur anders, das heißt, wir betrachten ähnliche Vorfälle aus anderen Perspektiven.

Mit modernen Notiz-Apps können wir Quer-Verlinken und natürlich auch alles schnell finden. Wir sind also immer vorbereitet.

Warum schreibe ich das, ist das nicht klar?

Auch hier liegt es leider nicht am Wissen, sondern am Tun. Konsistent zu dokumentieren kostet Zeit, die wir nicht zu haben glauben. Eine Notiz-App als digitalen Ablage-Schuhkarton zu nutzen ist leicht. Sich an ein systematisches Vorgehen zu halten ist eine tägliche Überwindung.

Oft sind es die unscheinbaren, vielleicht auch langweiligen Angewohnheiten, die am Ende den Unterschied machen. Profis wissen das.

Unsere Projekte, Termine, Gedanken oder unsere Tage zu dokumentieren ist eine solche Angewohnheit. Sie kann viele Formen annehmen: ein 5-Minuten-Journal, ein klassisches Tagebuch, ein Blog (wie dieser) oder sogar ein strategisch ausgeklügeltes GTD-System.

Sie alle lohnen sich.

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Ist das Team wirklich ein Team?

Wir sind kein Team, nur weil wir uns das Büro teilen oder die Kostenstelle.

Um ein Team zu werden, müssen wir zusammenarbeiten – nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Zu oft teilen wir die Arbeit explizit auf. Dadurch entstehen Fürstentümer, in denen man die anderen kaum noch besucht.

Gute Teamarbeit ist divers und inklusiv – D&I mal wieder.

Inklusiv bedeutet, dass wir die anderen an unserer Arbeit teilhaben lassen. Wir sind aufgeschlossen und arbeiten transparent.

Wir ziehen uns nicht zurück, weil wir vorgeben, es würde niemanden interessieren, die anderen hätten keine Zeit und schließlich wäre es ja unsere Verantwortung. Nein, wir zeigen uns und beteiligen die anderen aktiv.

Divers bedeutet, dass wir bewusst andere Ansichten und Herangehensweisen suchen. Wir wollen die Kontroverse, weil wir wissen, dass uns das stärker macht.

Diversität und Inklusion ist deshalb so schwer umzusetzen, weil es unsere Komfortzone ausdehnt. Es liegt uns nicht im Blut, das Diverse einzubeziehen. Und Unterschiede verbinden sich nur schwer. Normalerweise stehen sie für Trennung.

Trotzdem verstärken sich die beiden auch wenn sie einmal zusammen sind. Je inklusiver Teams sind, desto offener sind sie für diverse Positionen. Und je diverser sie sind, desto seltener gibt es Gruppenzwang, was zu gleichberechtigter Einbeziehung aller Meinungen führt.

Ohne D&I sind wir Maschinen, die tun, was ihnen gesagt wird. Mit D&I haben wird die Chance auf konstruktive Teamarbeit.

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Tun ist nicht einfach

Er ist einer der der berühmtesten und erfolgreichsten Werbeslogans überhaupt.

“Just do it!“ Tu es einfach!

Und theoretisch mag das sogar einen Sinn ergeben. Praktisch allerdings ist diese Aufforderung äußerst unrealistisch. Es ist nämlich ganz und gar nicht “einfach” etwas Bedeutsames zu tun.

Es ist höllisch schwer (Siehe: Einfach vs. Leicht).

Wer wirklich etwas Erwähnenswertes beitragen möchte, braucht Mut, Fleiß oder Hartnäckigkeit – manchmal sogar alles auf einmal.

Angemessener wären also:

Bravely do it!

Diligently do it!

Oder: Persistently do it!

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Initiative, Kultur und Gleichberechtigung

Sheryl Sandberg nennt in ihrem TED-Talk 3 Dinge, die Frauen ändern sollten, um endlich die gleichen Chancen auf eine Business-Karriere zu haben, wie ihre männlichen Kollegen (falls sie das wollen).

  1. Setze dich an den Tisch!
    Sandberg hatte in Meetings beobachtet, dass Frauen weniger reden, sich seltener melden und manchmal sogar am Rand des Raumes Platz nehmen, statt bei den wichtigen Personen am Tisch zu sitzen.
  2. Mache deinen Partner zu einem echten Partner!
    Frauen übernehmen immer noch den weitaus größten Teil der Haus- und Erziehungsarbeit.
  3. Kündige nicht, bevor du gehst!
    Oft würden Frauen schon dann innerlich ihre Elternzeit planen, wenn sie gerade erst beginnen, über Kinder nachzudenken. Sie nehmen also schon 1-2 Jahre vor ihrer Pause keine großen Projekte mehr an und streben nicht mehr nach Beförderungen.

Der gemeinsame Nenner all dieser Punkte heißt Initiative. Frauen zeigen im Berufsleben durchschnittlich weniger davon.

Schuld ist die Kultur, der wir alle unterbewusst folgen. Und laut Sandberg ist das sogar das verbindende Element aller Kulturen weltweit.

Ohne dass es uns bewusst ist:

Frauen, die beruflich viel Initiative zeigen und weniger in der Familie, werden als aggressiv, kalt und unsympathisch empfunden. Männer mit den gleichen Interessen gelten als stark, engagiert und verantwortungsvoll.

Wenn Frauen ihre Initiative nur familiär und ehrenamtlich einbringen, gelten sie meist als herzlich, ehrbar und freundlich. Männer, die das Gleiche tun, erscheinen schwach, faul und langweilig.

Bewusst dagegen wird von beiden – Frauen und Männern – heute in allen Bereichen volles Engagement erwartet. Die Gesellschaft möchte, dass wir alle überall gleich viel Initiative zeigen wollen.

Das zu kritisieren fällt mir schwer, denn vielleicht ist das vorübergehend nötig, um die Kultur zu verändern und die Welt gerechter zu machen. Praktisch ist es jedoch der pure Stress.

Das Ziel sollten wir also nicht aus den Augen verlieren. Und aus meiner Sicht wäre das eine Kultur, in der jeder Mensch frei entscheidet, in welchem Bereich seines Lebens er Initiative übernimmt, ohne verurteilt zu werden.

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Ohne Mut geht gar nichts

Wissen ist nicht Macht. “Wissen ist potenzielle Macht.” (Napoleon Hill)

Ideen sind noch keine Veränderungen. Ideen sind potenzielle Veränderungen.

Unsere Kunden, Arbeitgeber uns sogar unsere Familien haben nichts von unseren Ideen oder von unserem Wissen, solange wir das nicht umsetzen.

Wer einfach nur Ideen präsentiert, ohne danach auch bei der Umsetzung mitzumachen, der verschwendet die Zeit der anderen.

Ohne Mut ist das alles nicht wert.

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Spannende Dinge ausprobieren

Wer das tut, der kann scheitern. Vielleicht ist aber gerade dieses Scheitern die Grundlage einer wichtigen persönlichen Entwicklung.

Über unser Familienabenteuer Elternzeit, verbunden mit meinem beruflichen Abenteuer Selbstständigkeit habe ich hier schon früher geschrieben.

Nun habe ich auch darüber gesprochen, als Gast in Jürgen Kroders USP Marketing Podcast:

Regionales Onlinemarketing: Was sind die Herausforderungen und Hürden?

Es geht dort um meine unkonventionelle Herangehensweise, aber auch grundsätzlich um das Für und Wider des regionalen Online-Marketings.

Jürgen Kroder ist freier Autor und Strategie-Berater in den Bereichen Digitalisierung und Marketing. Auf seinem Blog und im Podcast behandelt er konkrete Marketing-Taktiken und gibt qualifizierte Tipps dazu. Außerdem führt er Interviews mit interessanten Personen über deren individuelle Sicht auf Marketing und Digitalisierung.

Für mich war das eine Chance, die letzten drei Jahre berufliches Schaffen zu reflektieren. Obwohl mein Geschäft finanziell nicht überlebensfähig war, so war es doch erfolgreich.

Ich durfte mit tollen Partnern und Kunden zusammenarbeiten. Diese Arbeit war sinnvoll, erfüllend und äußerst lehrreich. Ich möchte keinen dieser Momente missen und freue mich, das auch heute noch in kleinem Rahmen weiterzuführen.

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Wann sind wir bereit?

Aktuell stehe ich vor der Frage, eine Schulung allein durchzuführen, obwohl ich selbst erst seit Kurzem eingearbeitet werde, oder zu warten, bis mein erfahrener Kollege Zeit hat. Lange zu warten.

Bin ich bereit? Wann ist man das überhaupt?

Das kommt auf unseren Standpunkt an und den können wir wählen.

Entweder sind wir nie bereit, etwas Unerwartetes kann uns schließlich immer dazwischenfunken, oder wir sind immer bereit – bereit, es zu versuchen und zu lernen.

Doch was ist mit Übung? Könnten wir nicht noch besser werden und bis morgen warten?

Das ist nur der Versuch, die erste Variante zu tarnen. Theoretisch geht es natürlich immer besser, doch Perfektion ist eine Illusion.

Tatsächlich ist die Frage kontraproduktiv.

Wann wir liefern, sollte nicht davon abhängen, ob wir uns bereit fühlen. Unsere Gefühle täuschen uns nur zu gerne. Stattdessen sollten wir liefern, wenn es an der Zeit ist.

“Saturday Night Live” beginnt nicht, weil die Schauspieler bereit sind, sondern weil es Samstag Abend ist und die Show live gesendet wird.

Natürlich müssen wir unser Bestes tun – immer. Aber nur bis zur Deadline. Dann heißt es: liefern.

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Mentoring – eine Win-Win-Situation

Mentor und Mentee gehen im besten Fall eine Verbindung ein, von der beide gleichermaßen profitieren. Wohlgemerkt ohne das Geld fließen muss.

Lernen zu dürfen, ist Abenteuer und ein Privileg. Für das Lehren gilt das Gleiche.

Was gibt es Wertvolleres als eine großzügige, inspirierende Lehrerin? Vielleicht einen wertschätzenden und interessierten Schüler? Wahrscheinlich kommt es auf die Situation an, in der wir uns befinden.

Kathryn Sermak beschreibt ihre Beziehung zu der Schauspielerin Bette Davis als Glücksfall. Hier trafen sich zwei Frauen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Stimmung waren. Ms. Davis hatte genügend Freiraum, die finanziellen Mittel und das nötige Interesse um die junge Assistentin unter ihre Fittiche zu nehmen. Und Sermak sah diese Stelle von Anfang an nicht einfach als “Job”, sondern als Privileg und die Chance ihres Lebens.

Eine Win-Win-Situation und lebensverändernde Erfahrung für beide Frauen.

Nachzulesen ist die Geschichte in Kathryn Sermaks Buch: Miss D and Me: Life with the Invincible Bette Davis.

Dieses Buch war übrigens die Nummer 2 auf meiner “Break the bubble– Leseliste“ der Bücher, die ich normalerweise niemals kaufen würde. Ich bin froh, es probiert zu haben, denn sonst hätte ich einiges verpasst.

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Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Wann will ich mit anderen kommunizieren? Wo und wie? Warum überhaupt?

Über all diese Dinge denke ich nach – auch in Bezug auf diesen Blog. Sollte ich hier Diskussionen führen und Kommentare zulassen? Oder äußere ich hier nur meinen Standpunkt – für Diskussionen gibt es bessere Orte?

Warum sollen wir überhaupt kontrollieren, warum, wie und wo es zu Diskussionen kommt? Jeder Internetnutzer hat andere Vorlieben.

Vielleicht ist es zu sehr von oben herab gesprochen, wenn ich weder Widerspruch dulde noch Ergänzung oder gar Zustimmung. Schließlich bin ich kein Prediger. Und jeder Mensch sollten immer die Möglichkeit haben, eine Meinung zu äußern.

Das bringt mich zu der Einsicht, dass ich wohl auch jedem dort einen Kommentar ermöglichen sollte, wo ich meine Texte veröffentliche.

Das war bisher nicht meine Meinung, aber vielleicht lag ich falsch. Deshalb habe ich den Schalter jetzt umgelegt: Kommentare willkommen!

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Seniorität

Seniorität ist wichtig im Sinne von Erfahrung und Souveränität. Vor allem im Umgang mit anderen Menschen wird dies zu einer Stärke. Wenn wir Erlebnisse teilen, verbindet uns das.

Doch Seniorität kann uns auch täuschen. Wir schließen von unseren eigenen Erfahrungen auf andere. Nur weil wir uns selbst heute als viel souveräner, empathischer und mutiger empfinden als vor 10 Jahren, muss das nicht für andere gelten.

Seniorität entsteht aus einer Vielzahl von Erlebnissen und unterschiedlichen Lebenssituationen. Selbst einige junge Menschen können das durchaus schon vorweisen.

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Quereinsteiger

Ich glaube, dass uns Quereinsteiger guttun, weil ich von der Stärke von Teams mit diversen Erfahrungen überzeugt bin.

Die Regel ist das bisher aber nicht.

Noch wird sich zunehmend immer stärker in einem Fachgebiet spezialisiert. Vielleicht wechseln wir das Unternehmen oder das Untergebiet. Grundsätzlich gilt aber für die meisten: einmal Marketing, immer Marketing, einmal Personal, immer Personal etc.

Vielleicht ist die tiefe Spezialisierung auch deshalb so beliebt, weil sie Sicherheit gibt. Mit 10 Jahren Berufserfahrung im gleichen Fachbereich bauen wir ein umfassendes Wissen auf.

Wir haben ein großes Netzwerk, kennen alle Prozesse und Systeme, kennen die Sonderfälle, haben alle Veränderungen miterlebt.

Auf Detailfragen können wir sofort reagieren, weil wir fast alles schon einmal gesehen haben.

Diese Spezialisierung aufzugeben und etwas ganz anderes zu machen ist deshalb schwer und ein seitlicher Karriereschritt wird auch von anderen oft skeptisch gesehen:

„Was kann man von dieser neuen Kollegin erwarten? Sie fängt bei 0 an und wird 6 Monate brauchen, um die Grundlagen zu verstehen. Außerdem bewegt sie sich immer nur seitwärts. Sie schafft es nicht nach oben.“

Ich sehe das anders und meine Erfahrung ist positiver. Wer öfter die Stelle wechselt, der wird auch besser dabei. Bedingt durch verschiedene Elternzeiten, lerne ich aktuell zum fünften Mal ein neues Fachgebiet.

Mittlerweile weiß ich, worauf es ankommt (z. B. erst Menschen kennenlernen, dann die Prozesse) und mache bestimmte Fehler nicht erneut.

Übung macht den Meister – auch hier.

Sich schnell und zielgerichtet neue Zusammenhänge zu erschließen ist eine Fähigkeit, die immer wichtiger wird. Wir können sie erlernen und trainieren.

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Wenn Blogs “Social Media” spielen

Als überzeugter Blogger ist man sich ja nie zu schade, die sozialen Medien zu kritisieren. So auch ich z. B. hier.

Trotzdem sind wir neidisch. Auf die Interaktion (Gemein! Niemand kommentiert bei mir.), auf den Traffic (Katzenfotos? Warum liest keiner meine Texte?) und auf die Community (Von wegen Freunde! 99 % von denen kennst du doch gar nicht.).

Dabei vergessen wir, dass dies zwei völlig verschiedene Produkte sind.

Das eine sind Datenbanken, die Datensätze vernetzen und ihnen ein Gefühl der Verbundenheit geben. So hält man sie bei der Stange, obwohl man sie an Werbekunden verkauft.

Das andere sind Medien der Meinungsäußerung konkreter Personen.

Einige Ausnahmepersönlichkeiten haben uns weisgemacht, ein Blog wäre ein Massenmedium. Erfunden, um Zig-tausend Menschen zu erreichen, wir müssten es nur richtig machen.

Also wollen wir das natürlich auch. Wir wollen Geld damit verdienen. Schließlich kostet es uns Zeit und Unterhalt. Und außerdem schaffen wir ja Mehrwert.

Wirklich?

Sobald wir den ersten Provisions-Link auf unserem Blog platzieren, degradieren wir unsere Leser. Sie sind nun kein Publikum mehr, keine Zielgruppe und auch keine Kundschaft. Sie sind jetzt das Produkt.

Die Provisionsgeber sind nun unsere Kunden. Sie kaufen unser Netzwerk als Werbeziel. Für die Firmen ist das ein super Geschäft. Sie haben keine Fixkosten und können ins Unendliche skalieren.

Wir Blogger dagegen verkaufen unser Publikum für wenige Cents und verwandeln unsere Kunst in ein Werbeprospekt.

Ähnlich ist es mit der E-Mail-Liste. Blogger sehen sie als ihr Eigentum – eine Kundendatenbank. Tatsächlich sind das die persönlichen Daten anderer Menschen und wir haben keinen einzigen Anspruch darauf.

Und was sind Linktausch und Blogparaden? Auch dies ist der eigennützige Versuch, die Reichweite zu steigern. Wir wollen unsere Zielgruppen “tauschen” und das Ranking verbessern.

Das ist am Ende auch nichts anderes als eine aufgeblähte “Freunde-Liste” auf Facebook.

Als Content-Ersteller haben wir die Wahl.

Wollen wir eine ausufernde Nischenseite ohne Nische betreiben, die wir Blog nennen, weil sich das ehrwürdiger anhört? Oder machen wir Kunst?

Nicht für die Massen, sondern für einige wenige.

Kunst ist „work that matters for people who care“ (Seth Godin).

Kunst ist unbezahlbar. Wir wären niemals quitt, nur weil jemand auf einen Affiliate-Link geklickt und das Buch gekauft hat. Und dieser Jemand soll auch gar nicht quitt sein wollen. Ware Kunst ist immer ein Geschenk. Egal ob sie kostenlos ist oder für Millionen Euro verkauft wird.

Mein Blogger-Herz schlägt für die zweite Wahl. Aber in jedem Fall sollten wir uns dessen bewusst sein.

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Kamera an!

Wir tun sehr viel, um Teamgeist zu erzeugen. Gerade wenn wir uns Pandemie-bedingt nicht persönlich begegnen.

Der “Inclusion-Teil” von “Diversity & Inclusion” will Menschen einbeziehen und Verbundenheit schaffen. Als Leader bemühen wir uns, positives Feedback zu geben und damit Wertschätzung ausdrücken. Und plötzlich scheitern all diese Anstrengungen an einer simplen unbedachten Unterlassung.

Wir lassen die Kamera aus.

Und leider passiert das auch in sehr professionellen Umgebungen.

Kommunikation findet über alle Sinne statt. Wenn wir einen davon verlieren, dann kann sie nur schlechter werden. Und wenn wir ihn fahrlässig oder gar vorsätzlich herschenken, dann scheinen auch alle anderen Bemühungen unehrlich.

Sobald wir die Chance haben, mit Menschen zu kommunizieren, sollten wir das Beste daraus machen. Wir müssen dazu nicht auf Regeln von oben warten. Einen “Code of Honor” können wir auch für uns selbst aufstellen.

Ein zentraler Punkt darin sollte lauten: Kamera an!

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Finde die Balance

Balance heißt nicht Mittelmaß.

Es bedeutet mutig, nicht tollkühn,

kritikfähig, nicht unterwürfig,

lustig, nicht albern,

verschmitzt, nicht frech,

bereit um zu scheitern, aber nicht um unterzugehen.

Die Balance ist kein billiger Kompromiss, sondern der geschickte Tanz mit Gegensätzen.

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Muss es immer auch um Geld gehen?

Hinter der Fassade geht es immer darum. Klar, zunächst suchen wir uns eine ehrbare Mission. Natürlich wollen wir anderen helfen. Und wir sagen es uns solange, bis wir es fast glauben.

Tief in uns ist da aber immer das Verlangen nach Anerkennung.

Und die bemisst man nun mal in Geld.

Es ist extrem schwer, sich dagegen zu wehen. Wir sind so erzogen worden.

Warum? Weil es sich bewährt hat.

Warum machen wir dann nicht unseren Frieden damit?

Wir sind nicht selbstlos und das ist ok. Wir wollen Geld verdienen und dazu haben wir auch jedes Recht.

Jetzt geht es aber um das “Wie”. Was ist der beste Weg?

Alleine ist es aussichtslos, wir brauchen Hilfe. Wenn wir erfolgreich sein wollen, dann müssen wir zuerst andere erfolgreich machen.

Erst müssen wir unserem Kunden alles geben, was wir haben. Nicht selbstlos, sondern weil es nicht anders geht.

Wir Menschen sind Herdentiere. Nur gemeinsam sind wir stark. Wir gewinnen als Team.

Selbstlosigkeit ist daher unnatürlich. Egoismus und Teamgeist gehören zusammen. Wenn es uns um Geld geht, dann profitiert unsere Kundin davon. Ist sie kritisch, dann spornt uns das an.

Das alles ist jedoch kompliziert zu durchschauen und schwer zu bemessen. Geld dagegen ist einfach.

Ja, es sollte auch um Geld gehen.

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Wie kann ich heute Mehrwert schaffen?

Wissen wir genau, warum wir für andere Menschen wertvoll sind?

Will die Kundin uns oder die günstigste Version unserer Leistung?

Wie könnten wir unseren Wertbeitrag erhöhen?

Sollten wir von einer Sache mehr tun oder bestimmte Dinge verändern?

Welche Synergien gibt es mit Kollegen?

Können wir aufhören, Dinge doppelt zu tun, nur weil wir automatisch konkurrieren und stattdessen zusammenarbeiten?

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Punkte verbinden, statt Punkte zu sammeln

Zum Lernen haben wie heutzutage nur noch wenig Zeit. Fleiß ist gut, doch eine schnelle Auffassungsgabe ist besser.

Gabe? Nein!

Schnell Zusammenhänge zu erkennen ist eine Fähigkeit. Wir können sie lernen (so zum Beispiel).

Heute geht es nicht mehr darum, möglichst viele Punkte (oder Pixel) zu sammeln, damit das Bild scharf wird. Wir müssen die Eckpunkte verbinden, um ein ausreichend genaues Verständnis eines neuen Problems zu bekommen.

Wenn wir das einmal haben, dann hilft uns die Technik mit der Feinabstimmung.

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Meinung oder Wissen

In diesem Blog äußere ich meistens Behauptungen – wie viele andere Autoren auch.

Warum ist das so, warum schreiben wir keine bewiesenen Tatsachen oder wenigstens den wissenschaftlichen Konsens?

Weil ein Blog keine Enzyklopädie ist.

Tatsachen und wissenschaftlicher Konsens werden auf Wikipedia abgebildet. Auch dort kann sich jeder unkompliziert einbringen und schreiben, was das Zeug hält – echtes Wissen, durch Quellen belegt, und nur das. Wikipedia ist keine Kunst und daher steht dort nichts Neues.

Meinung und Wissen sollte man immer unterscheiden können, denn Verwechslungen können böse Folgen haben.

Doch so unterschiedlich die beiden sind, so wichtig sind sie jeweils auch. Eines kann ohne das andere nicht entstehen, sie sind wie Henne und Ei, sie bauen aufeinander auf.

Wir brauchen eine Meinung, die öffentlich zu einer Behauptung wird und danach bewiesen werden kann. Wenn all das erfolgreich sein sollte, entsteht Wissen. Nur durch dieses Wissen entstehen neue Meinungen und das Rad dreht sich erneut.

Wer also den Menschen das Wissen der Welt zugänglich machen will, sollte erwägen, sich bei Wikipedia zu engagieren. Diese vielen ehrenwerten Autorinnen und Autoren legen mit ihrer Arbeit die Basis dafür, dass sich Meinungen bilden können und Fortschritt entsteht.

Wer dagegen etwas Neues erschaffen will, der muss mutig seine Meinung äußern, Nicht obwohl es keine Quellen gibt, sondern gerade weil dem so ist.

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Bessere Zeiten

Sie werden kommen, das ist so sicher wie Sommer und Winter.

Doch es nutzt nichts, nur darauf zu warten, auszuhalten und die Zeit verstreichen zu lassen.

Wir sollten sparen, investieren und dabei helfen, die Wende herbeizuführen.

So stellen wir sicher, dass wir es genießen können, wenn bessere Zeiten anbrechen und nicht im Abseits stehen.

Schlechte Zeiten sind eine Prüfung. Zur Party danach werden nur diejenigen eingeladen, die ihr mutig ins Auge geblickt haben.

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Schule umgekehrt

Schon 10 Jahre ist es her, dass Salman Khan uns allen die Möglichkeit gab, den Schulunterricht effizienter und menschlicher zu machen.

Hier ist sein TED-Talk aus dem Jahr 2011.

Warum effizienter?

Weil es durch Lernvideos möglich geworden ist, den Lehrer zu pausieren und zu wiederholen. 10-, 20-, 100-mal, wenn nötig. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo, dadurch werden die einen weniger gestresst, die anderen weniger gelangweilt. Am Ende ist das für alle besser.

Warum menschlicher?

Das ist der eigentliche große Wurf an Kahns Idee. Er sieht seine Kahn Academy nicht als kommerzielle Kursplattform für die Nachhilfe. Er möchte, dass in Schulen rund um die Welt damit gearbeitet wird und deshalb sind die Inhalte für alle Menschen kostenlos zugänglich.

Aber “in den Schulen” ist eigentlich falsch. Durch die Lehrvideos kann man die Lehrreihenfolge nämlich umkehren. Bisher findet der Unterricht in der Schule statt, die Vertiefung gibt es als Hausaufgabe. Wenn wir das umkehren, absolviert jeder zu Hause die Videolektionen (in eigenem Tempo). In der Schule ist dann Zeit für die Vertiefung. Das können Wiederholungen sein, Übungen oder Projekte.

Lehrern stehen genügend Daten zur Verfügung, um jeden Schüler individuell zu fördern. Das können sie selbst tun, 1:1 mit dem Kind, oder sie bringen Schüler in Gruppen zusammen, die sich gegenseitig coachen.

Die aktuellen Schulschließungen sorgen zwangsweise dafür, dass das Lernen individueller wird. Allerdings könnte das der Anlass für einen viel größeren Wurf sein.

Wir haben alle Mittel, die nötig sind, um die Schule umzukehren. Das brächte mehr Effizienz und Effektivität für die Schüler und auch eine Aufwertung der Lehrerrolle. Dann könnten sie das Wissen nämlich wirklich vermitteln, statt es nur in den Raum zu stellen.

Sal Khans Idee ist heute noch so aktuell wie vor 10 Jahren.

Hier ist gibt es die Khan Academy auf Deutsch (Klarer Schwerpunkt auf Mathematik).

Die englische Version ist weit umfangreicher und enthält viele andere Fachthemen.

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Warum Diskussionen zu Streit werden?

Gerade war es noch ein normales Gespräch, plötzlich wird man lauter und lauter. Die Lautstärke provoziert und es entsteht ein Streit.

Wie konnte das passieren? Manchmal unterscheiden sich die Meinungen sogar kaum.

Hier auf Quora habe ich eine gute Antwort gefunden:

Greta Rosalie Emmes Antwort auf: Wieso werden Menschen bei einer Diskussion lauter?

Es geschieht, weil wir nicht zuhören.

Wir sind so ungeduldig darauf, unsere eigene Meinung auszudrücken, dass wir anderen ins Wort fallen. Dadurch werden sie lauter und die Abwärtsspirale hat begonnen.

Die meisten Streitereien könnten vermieden werden, wenn wir wirklich versuchen würden, unseren Gesprächspartner zu verstehen. Das geht, indem wir uns aufmerksam auf seine Argumente konzentrieren und nicht schon an unsere Antwort denken.

PS: Ich weiß, dass das einfach gesagt, aber schwer umzusetzen ist. Ich selbst scheitere auch zu oft daran. Probieren müssen wir es trotzdem.

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Nach 3 Jahren Elternzeit: Die Welt hat sich verändert, ich mich auch

Nun endet es also.

Morgen ist der 3. Geburtstag unserer kleinen Tochter und morgen wird mein erster Arbeitstag nach 3 Jahren Elternzeit sein.

Vor 3 Jahren fragte mich eine Kollegin, was ich denn tun wolle, wenn ich in 3 Jahren zurückkehren würde, oder ob ich überhaupt eine Rückkehr plane.

Meine Antwort war: “Ich weiß nicht, in 3 Jahren wird die Welt eine andere sein.”

Und natürlich ist das wahr geworden, diese Pandemie stellt aber alles in den Schatten, was ich jemals erwartet hätte.

Ein großes Familienabenteuer

Für mich selbst war es ein großes Abenteuer: persönlich, familiär, beruflich, finanziell und gesellschaftlich. Und nicht nur für mich, denn meine Frau hat parallel das Gleiche getan und die Zeit mit mir geteilt.

Sehr schnell haben wir gemerkt, dass wir die Ausnahme sind. Erstaunt hat man uns angesehen, wenn wir von unserem gemeinsamen Status berichtet haben. Die erste Frage nach dem Schock drehte sich meistens um Geld. Wie könnt ihr euch das leisten?

Ganz unkompliziert war es nicht, aber kurz: Wir haben uns sehr eingeschränkt und unsere Ersparnisse aufgebraucht. Man kann mehr als man denkt.

Ansonsten blicke ich zurück auf eine durchwachsene Zeit:

  • Ich habe meiner Familie viel zu geben versucht, habe ihr aber auch einiges zugemutet.
  • Ich habe mich nebenberuflich als Marketing-Berater versucht und musste feststellen, dass manche Ideen einfach scheitern – auch meine.
  • Ich konnte täglich Zeit mit meiner Frau und unseren 4 Kindern verbringen, trotzdem schien es oft zu wenig und trotzdem gab es Konflikte.
  • Wir haben schöne und lange Urlaube gemacht, sind aber keine “Reisefamilie” geworden.
  • Ich habe mehr gelesen als jemals zuvor und mich auch sonst weitergebildet. Dabei habe ich viel Wissen aufgenommen, interessante Leute getroffen, praktische Erfahrungen gemacht und neue Gewohnheiten entwickelt (wie diesen Blog). Trotzdem beginne ich morgen bei meinem alten Arbeitgeber eine neue Aufgabe und bin nicht sicher, was es ist.
  • Wir konnten als Familie 3 Jahre mit großer Flexibilität genießen. Ab morgen steht uns aber wieder der gefürchtete Balanceakt aus Arbeit, Schule, Kita, Haushalt und sonstigen Terminen bevor.

Und nun?

Natürlich gäbe es viele Geschichten zu erzählen, die hebe ich mir aber für ein anderes Mal auf. Vor allen Dingen habe ich eine Sache verstanden, die mir in Zukunft sicher helfen wird:

Es kommt immer anders, als man denkt und man tut gut daran, stets offen zu sein für die Anpassung des eigenen Plans. Der Weg ist nicht das Ziel, aber er verändert das Ziel.

Viele meiner Ziele aus 2018 habe ich nicht erreicht und dennoch bereue ich nichts. Ich sehe die Dinge heute anders und bin daher dankbar für alles, was ich lernen durfte.

Ich bin jetzt ein anderer und vieles kommt mir nun leichter vor.

Irgendwie freue ich mich auf das ungewisse Neue, obwohl ich auch großen Respekt davor habe.

„Und also öffne ich meine Arme, öffne sie, so weit ich kann,
Denn jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt,
Und man fummelt am Geschenkpapier rum und kriegt es nur mühsam wieder ab.“

Das Leichteste der Welt – Kid Kopphausen

Es wird sicher nicht “das Leichteste der Welt”, aber wir werden es schaffen.

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Vertrauen

“Vertrau mir doch einfach.”, das ist ziemlich schnell dahingesagt. Doch was verlangen wir da eigentlich?

Vertrauen bedeutet: keine Sicherheit, keine Gewissheit, keine Kontrolle, kein Anspruch, kein Zurück. Dafür aber Risiko. 

Vertrauen ist ein äußerst großzügiges Geschenk. 

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Die helle und die dunkle Seite des Stresses

Heute vor 15 Jahren war ich im Büro.

Seit etwa einem Monat arbeitete ich fast rund um die Uhr und sollte dieses Level in den nächsten zwei Wochen noch übertreffen.

Ich war als Hauptbuchhalter verantwortlich für den Jahresabschluss eines großen Industrieunternehmens. In diesem Bereich geht es bei börsennotierten Konzernen vor allem um Zeit. Es gilt die Zahlen schnell fertigzustellen, wenn möglich schneller als andere Vertreter der Branche. Entsprechend dringend und wichtig waren die Deadlines.

Ich sollte diese Aufgabe zum ersten Mal erledigen. Demnach war ich angespannt, unsicher, ineffizient und übermüdet. Trotzdem ich diese Zeit als extrem stressig in Erinnerung habe, denke ich daran mit Freude. Es war eine der aufregendsten und befriedigendsten Projekte meines Arbeitslebens.

Zweieinhalb Jahre später befand ich mich in einer ähnlichen Situation. Mittlerweile war ich im Controlling tätig und führte die Jahresplanung eines Produktionsbereiches durch. Der Arbeitsaufwand war ähnlich hoch, die Deadlines genauso unmissverständlich und wieder war es das erste Mal für mich. Wieder waren da Müdigkeit, Anspannung, Unsicherheit und Ineffizienz.

Auch diese Aufgabe habe ich erfüllt. Wenn ich mich jedoch an diese Zeit erinnere, dann fühle ich alte Narben brennen. Es war eine frustrierende und auszehrende Zeit.

Was war der Unterschied?

Im ersten Fall hatte ich ein starkes Team um mich, konnte jederzeit auf Unterstützung bauen, wurde gesehen und gebraucht. Für die Finanzabteilung ist der Abschluss das wichtigste Projekt des Jahres. Entsprechend wertig war unsere Leistung und entsprechend zufrieden waren wir, als wir das Ziel erreichten .

Im zweiten Fall war ich auf mich allein gestellt. Wieder bereitete ich ein massives Datenvolumen auf, ich präsentierte es sogar vor hochrangigen Führungskräften. Allerdings konnte mir niemand helfen. Die Controller arbeiteten an einer Schnittstelle in der Matrixorganisation. Vertikal der Finanzabteilung zugeordnet, aber horizontal für die Produktionsbereiche tätig.

Für die Produktion waren wir also fremde Dienstleister, in der Abteilung Außenseiter. Selbstverständlich unterschieden sich auch unserer jeweiligen Aufgaben völlig.
Als ich um Hilfe bat, konnte man mir nur Mut zusprechen, eine Absicherung gab es nicht, und der Tag nach der Präsentation war für meine Kollegen wie jeder andere. Meine Herkulesleistung konnte niemand nachvollziehen.

Was den Stress so belastend macht, sind nicht immer zeitliche und fachliche Gegebenheiten. Oft sind es die emotionalen Begleitumstände.

Stress kann sich zu einer unkontrollierbaren Kettenreaktion entwickeln. Es folgt eine Spirale – abwärts oder aufwärts.

Als Vergleich kann ein Marathonläufer ein “Runner’s High“ erleben und ein anderer trifft den “Mann mit dem Hammer”.

Durch gute Rennplanung (Essen, Trinken, Geschwindigkeitskontrolle) kann der Marathoni dem Mann mit dem Hammer entgehen, selbst unter Stress.

Bei der Arbeit sollten vor allem die emotionalen Begleitumstände im Blick haben. Wenn diese positiv sind, dann werden wir auch großen Workload bewältigen.

Und umgekehrt.

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Neue Möglichkeiten

Der Jahreswechsel ist für viele ein Zeitpunkt der Vorsätze und neuen Ziele.

Diese sind oftmals nicht erfolgreich, denn sie entstammen einer Pflichtaufgabe.

Da hat man sich im Dezember gemüht, um die letzten Punkte seiner To-do-Liste abzuarbeiten, nur um jetzt zwischen den Jahren ein weißes Blatt zu nehmen und wiederum vollzuschreiben.

Weil man das am Jahresende eben macht. Nur kurz ist die Last von den Schultern gewichen, schon sind wir wieder eingespannt.

Wie wäre es stattdessen nach Möglichkeiten zu suchen – rein aus Spaß und Interesse.

Ziele sollten konkreten Projekten zugeordnet sein, nicht einer allgemeinen Zeitspanne. Doch der Beginn des neuen Jahres könnte ein Moment der Vorfreude und Spannung sein.

Wir könnten uns vergegenwärtigen,

was wir lernen können,

wen wir treffen können,

was wir beginnen können,

wobei wir helfen können,

wie wir wachsen können.

Und dann könnten wir uns darauf freuen.

Wir sollten das neue Jahr mit Hoffnung und Neugier beginnen. Mit Blick auf die Dinge, die wir wollen und die uns interessieren. Möglichkeiten gibt es genug.

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Wie soll sich das Kind denn so an das Berufsleben anpassen?

Mit “so” ist gemeint: Mit diesem Benehmen.

Das Kind solle nicht alles hinterfragen, nicht aus der Reihe tanzen, sich anstrengen und konzentrieren. Schließlich müsse man das doch später im Berufsleben auch.

Es ging um ein Grundschulkind.

Den meisten Pädagogen geht es tatsächlich darum, die Kinder bestmöglich beim Lernen zu unterstützen. Leider gibt es aber auch solche, die als Maßstab für das “zukünftige Berufsleben” die eigenen Lernerfahrungen von vor 30 Jahren ansetzen.

Tatsächlich werden es eher diese unflexiblen Menschen sein, denen die Anpassung zunehmend schwerer fällt. Die Kinder werden das schon schaffen.

Siehe auch: Hört auf Träume zu stehlen.

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Präsentismus

Das ist die schlechte Angewohnheit, trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen. Der Grund dafür ist manchmal die Angst vor verständnislosen Chefs und Kollegen oder auch der Glaube unabkömmlich zu sein.  

Man möchte präsent sein, koste es, was es wolle.  

Eine fatale Einstellung, denn tatsächlich sind die Kosten gewaltig. Die eigene Produktivität sinkt, der Körper regeneriert langsamer oder nimmt sogar weiteren Schaden und eventuell steckt man auch noch andere an. 

Das ebenso negative Gegenteil heißt übrigens Absentismus (Krankfeiern). 

Als positive Begleiterscheinung der Pandemie wird beides nahezu verschwinden. 

Weil digitales Arbeiten vertrauter und besser organisiert werden wird, entzieht man diesen Produktivitätskillern den Nährboden. 

In diesem Artikel wird beschrieben, wie man Präsentismus als Arbeitgeber vermeiden kann: 
Erkältungszeit – was Unternehmen jetzt bieten müssen | von Isabell Prophet auf t3n.de 

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Papa, glaubst du an Gott?

Meine eigene Erfahrung zeigt, dass Kinder einen starken Glauben haben können.

Und das vielleicht gar nicht, weil ihnen Erwachsene alles erzählen können, sondern weil sie nach Antworten suchen.

In unserer Familie wollen wir den Kindern verschiedene Sichtweisen ermöglichen, auch von anderen Menschen als ihren Eltern. Wir gehen also sehr undogmatisch damit um, ermöglichen ihnen aber auch die kirchliche Christenlehre.

Trotzdem ist es auch für Erwachsene nicht immer einfach, diese Frage zu beantworten.

Das Konzept “Gott” kann sehr individuell sein. Wenn ich an Gott glaube, dann kann das etwas völlig anderes sein als das, woran du glaubst. Es kann die reine biblische Lehre sein oder andere Religionen, die Natur, Ethik, innere Stimmen, das Universum etc.

Außerdem glaube ich, dass die Antwort von der eigenen Lebensphase abhängt.

Was man als Kind vielleicht klar bejahen würde, beurteilt man als Erwachsener schon differenzierter. Doch auch wenn man sich von dem Thema abwendet, könnte es in späteren Jahren wieder wichtiger werden.

Diese Frage wird uns mehrmals im Leben begegnen und es ist durchaus möglich, dass wir sehr unterschiedlich antworten.

Unsere Kinder sollten wissen, dass es nicht nur eine Antwort gibt, dass sie ihre eigene finden dürfen und dass man sich auch umentscheiden kann.

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Zweifel, Angst und fehlende Wertschätzung

Wenn wir denken, wir hätten es schwer, nur weil wir von Angst und Zweifeln geplagt werden, oder weil uns niemand die verdiente Wertschätzung entgegenbringt, dann sind wir auf dem Holzweg.

Wir fühlen uns nicht erfolgreich, attraktiv oder clever genug und sind deshalb gehemmt?

Natürlich fühlen wir das. Wir sind aber kein Einzelfall, in gewisser Weise geht es sogar jedem so (Sonder).

Auch Berühmtheiten sind keine Ausnahmen.

Die attraktivsten Schauspielerinnen ziehen Schönheitsoperationen in Erwägung. Vermögende Geschäftsleute fürchten um ihren Wohlstand. Und sogar international gefeierte Fußballstars vermissen zuweilen die Wertschätzung von Klubs oder Fans.

Wir sind nichts Besonderes, weil wir diese Probleme haben.

Es macht uns besonders, wie wir damit umgehen.

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Amazon passt nicht ins Bild

Wie ist das normalerweise mit der Marktmacht?

Es gibt einen großen Mächtigen und der nutzt seine Macht aus. Für die Kunden wird es teurer, unflexibler und unkomfortabler. Innovation wird langsamer. Alle Konkurrenz wird durch hohe Markteintrittsbarrieren ferngehalten.

Dem Unternehmen Amazon wird gern unterstellt, ein böser Monopolist zu sein, der alle anderen klein hält, Mitarbeiter ausbeutet, Kunden von sich abhängig macht und keine Steuern zahlt.

Kann man das wirklich feststellen?

Ich kenne die Arbeitsbedingungen nicht und mag mir auch über die Steuerethik kein Urteil bilden.

Aus Kundensicht und als Beobachter fällt mir aber Folgendes auf:

  1. Kunden kaufen nicht bei Amazon, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Der Service ist (mit Abstand) am besten, die Preise sind am günstigsten und das Angebot ist am größten.
  2. Amazon ist kein Monopolist. Es ist der größte Anbieter in vielen Märkten mit jeweils großer Konkurrenz.
  3. Die Markteintrittsbarrieren im Onlinehandel sind nicht allzu hoch. Buch- und sonstige Einzelhändler hätten sich längst darauf konzentrieren können und wären durch ihre räumliche Kundennähe sogar im Vorteil gewesen. Meines Erachtens hält Amazon niemanden klein, die anderen stehen sich selbst im Weg.
  4. Es gibt ständig neue Produkte, die auch ständig besser werden.

Es ist nicht fair, die Kunden zu verurteilen, weil sie sich das beste Angebot auswählen. Lokale Händler hätten sich längst auch online um ihre Zielgruppe bemühen können. Doch sie haben sie ignoriert und schieben die Schuld jetzt anderen zu.

Aus meiner Sicht passt Amazon nicht in das Bild des schädlichen Monopolisten. Im Gegenteil. Durch dieses Angebot ist der private Konsum für alle günstiger, schneller und unkomplizierter geworden.

Andere könnten und sollten sich daran ein Beispiel nehmen.

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Verfahrens- und Verknüpfungsfragen

Ob eine Aufgabe lehrreich ist, hängt entscheidend von der Frage ab.

Die Art der Frage entscheidet nämlich darüber, ob es nur darum geht, ein bekanntes, standardisiertes Verfahren anzuwenden, oder ob eine themenfremde Erfahrung mit einem neuen Problem verknüpft werden kann.

Die Verfahrensfrage fordert uns dazu auf, einen bekannten Weg zu lernen oder zu üben.

Die Verknüpfungsfrage zwingt uns, neue Erkenntnisse selbstständig zu gewinnen. Sie sorgt für echtes Verstehen.

“Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag. Bring ihm das Angeln bei und du ernährst ihn ein Leben lang.”

Richtig?

Nein, leider nicht. Vielleicht galt diese Metapher in früheren Zeiten. Heute sind wir von ständigem Wandel umgeben. Was passiert, wenn es morgen keine Fische mehr gibt? Ganze Industrien verschwinden heute durch Disruption binnen weniger Jahre.

Das Training mit Verfahrensfragen konzentriert sich auf ein gegebenes Verfahren: Wie kann ich am besten Angeln?

Besser wäre gewesen, ihn mithilfe des Angelbeispiels zu ermutigen, eigene Lösungen für sein Hungerproblem zu finden. Wie kannst du sonst noch Essen fangen?

Im Grunde stellst du deinem Essen eine Falle und nutzt einen Köder – geht das auch anders, vielleicht mit anderem Essen?

Sobald die Fische wirklich verschwinden, werden ihm diese Erfahrungen helfen, um neue Wege zu finden. Dabei wird er weitaus schneller sein als jemand, der sich allein auf das Angeln spezialisiert hat.

In “Es lebe der Generalist”, belegt David Epstein diese Zusammenhänge anhand von Studien. Warum also Verknüpfungsfragen? Sie sind der Schlüssel, um effektiver zu lernen, kreativ zu sein.

Alles, was wir mit Verfahrensfragen trainieren, können Computer und Maschinen besser. Die Verknüpfung dagegen ist eine menschliche Gabe und künstlich Intelligenz tut sich komplexeren Bereichen noch immer sehr schwer.

Das Transformieren einer Lösung – z. B. von: “Angel-Köder-Fisch” hinzu: “Falle-Köder-Kaninchen” – muss aber langfristig erlernt werden.

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Ruhe und Gelassenheit

An diesem Punkt des Jahres kommen wir alle auf solche Gedanken. 

Wie sollten uns doch eigentlich viel öfter besinnen, zur Ruhe kommen, im Moment leben etc. 

Auch ich verdrehe die Augen, wenn ich lese, wie wichtig das ist und dass wir uns doch die Zeit nehmen müssen. 

Schließlich wissen wir das – aber andere Dinge wollen auch erledigt werden. Das ist das ewige Dilemma. 

Es nutzt aber nichts! 

Vielleicht kommen wir der Sache näher, wenn wir bessere Methoden finden. 

Bei Leo Babauta habe ich jetzt einige einfache Übungen gefunden, mit denen die Alltagsintegration von “Ruhe und Gelassenheit” leichter fällt. 

Hier sind meine Top 3: 

  1. Pausieren und durchatmen: Im Laufe des Tages immer mal wieder innehalten und sich auf das Atmen konzentrieren. Nur einige Sekunden. Das ist so simpel, wie es sich liest. Den großen Effekt habe ich aber schon oft erlebt.  
  1. Aushalten etwas nicht zu wissen: Wir wissen die Antwort nicht, normalerweise Googeln wir jetzt. Doch das ist nicht immer nötig. Wir müssen nicht zu allem eine Meinung haben.  
  1. Was würde uns heute glücklich machen? Jeden Tag morgens mit dieser Frage zu beginnen kann uns viel Belastung ersparen. 

Alle 8 Übungen finden sich hier: Reminder: 8 Practices to Get Still & Calm | Leo Babauta auf “zen habits”  

Ich glaube, dass wir viel erreichen können, wenn wir uns kleine Schritte vornehmen und sie wirklich gehen. Und selbst wenn wir schon unzählige Male gescheitert sind, der Versuch, das Richtige zu tun, ist es wert. 

Danke Leo für die Erinnerung. 

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Fermi-Probleme

Um kreativ tätig zu sein, müssen wir noch besser lernen, konzeptionell zu denken. Dazu gehört es, Zusammenhänge zu erkennen und bekannte Lösungswege in anderen Problemstellungen erneut aufzugreifen und weiter zu entwickeln. 

Die konkrete Erfahrung in einem engen Rahmen wird uns in Zukunft immer weniger nutzen. Stattdessen müssen wir in der Lage sein, einen breiten Erfahrungsschatz zu filtern, Nützliches zu transformieren, und damit neue Wege zu finden. 

Wiederkehrende Tätigkeiten werden zunehmend von Computern verrichtet, für den Menschen bleibt die Kreativität

Leider wird dieser Entwicklung in den Schulen noch zu wenig Rechnung getragen. Es ist daher unsere Aufgabe, unseren Kindern beizubringen, wie das geht (Siehe hier, was wir Kindern noch beibringen sollten). 

Eine gute Übung bilden Fermi-Probleme (benannt nach Enrico Fermi, Kernphysiker). 

Dabei üben wir uns darin, ein sinnvolles Ergebnis zu finden, obwohl wir über keinerlei Erfahrung oder Daten verfügen. Wir finden die Lösung durch qualifiziertes Schätzen. 

Auf Basis unseres Allgemeinwissens und unserer Lebenserfahrung treffen wir Annahmen und kommen so zu einem Ergebnis. Oft sind die Ergebnisse sogar dann sehr nah an der Wahrheit, wenn wir uns verschätzen. Mehrere falsche Schätzungen können sich ausgleichen, entscheidend ist jedoch die richtige Strategie.  

Hier ein klassisches Beispiel, die Lösung der Frage: Wie viele Klavierstimmer gibt es in Chicago?

Hier gibt es einige Übungsaufgaben für verschiedene Altersstufen: Fermi-Probleme für Schüler | schulkreis.de 

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Die Blase verlassen

Wir leben in unseren eigenen Blasen – unbewusst aber dennoch. 

Wir umgeben uns mit Menschen ähnlicher Meinung, lesen Bücher, die oft ähnliche Themen haben, hören Podcasts und schauen Videos aus unserem Fachbereich. 

Wollen wir so einen offenen und vielschichtigen Blick auf die Gesellschaft behalten? 

Die Algorithmen hinter sozialen Medien und Handelsplattformen machen es schlimmer. Dort wird genau das vorgeschlagen, was man uns auch früher schon verkaufen konnte. Wenn wir die Blase also verlassen wollen, dann müssen wir es darauf anlegen. 

Zumindest bei Büchern gibt es dann doch auch technische Hilfe (Gott sei Dank). 

Break the Bubble 

Auf dieser Seite kann man bis zu 8 (englische) Bücher eingeben, die man mag. Aus diesen Informationen wird dann das ausgesucht, was man eigentlich nie lesen würde. 

Ich habe es probiert und hier sind mein Top 3 (Anti)Empfehlungen: 

  1. Hit So Hard: A Memoir | Patty Schemel 
  1. Miss D and Me: Life with the Invincible Bette Davis | Kathryn Sermak 
  1. The Green Witch: 
    Your Complete Guide to the Natural Magic of Herbs, Flowers, Essential Oils, and More | Arin Murphy-Hiscock 

Tja, in der Blase ist es kuschelig. 

Hier habe ich den Tool-Tipp gefunden: Anti-Bücher-Empfehlungstool: Break the Bubble holt dich aus deiner Echokammer raus | Kathrin Stoll bei t3n.de 

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Zur eigenen Meinung stehen

Vor allem für Kinder ist das schwer, erst recht, wenn sie sie gegen Ältere und Gruppen durchsetzen sollen.  

Heute erlebt: 

Drei meiner Kinder und ich sind mit dem Fahrrad unterwegs. Die Tour, die ich ausgewählt habe, gefällt den zwei Älteren, der Jüngste will nicht weiter. Der Abschnitt über die Landstraße ist ihm nicht geheuer.  

 Meine Meinung:

Kein Problem, wir fahren vorsichtig, ich passe auf, so gefährlich ist der kurze Abschnitt nicht.  

Trotzdem ist er sichtlich gespalten, die beiden anderen sind genervt: “Wir wollen aber.”  

Mein Angebot:

„Wir sind jetzt noch 500 Meter hier auf dem Feldweg, danach biegen wir ab und fahren die Runde (mit Straßenanteil) oder kehren um. Die Gesamtdistanz ist ungefähr gleich. Du entscheidest.“  

Die anderen Kinder sollten ihn nicht noch mehr beeinflussen – er sollte sich selbst entscheiden – versucht haben sie es trotzdem.  

 
Mein Sohn ist bei seinem “Nein” geblieben – gegen mich und seine (nur kurz) genervten Geschwister – und das hat mich gefreut.  

Ich konnte ihm dann erklären, wie wichtig es ist, zu seiner Meinung zu stehen, auch wenn man sich genötigt fühlt. Ich wüsste nun, dass er es wirklich ehrlich meine, wenn er beim nächsten Mal “Ja” sage. Er stimmt eben nicht nur deshalb zu, weil er andere (z. B. mich) zufriedenstellen will.  

Ich weiß, zur eigenen Meinung zu stehen, ist selbst für Erwachsene schwierig. Umso mehr bewerte ich diese Erfahrung für mein Kind als einen großen Sieg für sein Selbstwertgefühl. 

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Qualität ist eine tägliche Entscheidung

Fachwissen und Fertigkeiten allein sind keine Garantie, sie sind die Basis. 

Unser Ziel sind auch keine Qualitätsspitzen. Vielleicht hatten wir gute Laune, vielleicht war es Glück. 

Wirkliche Qualität ist konsistent und Konsistenz ist das Ziel der Profis. Sie entscheiden sich dazu, immer ihr Bestes zu geben. 

Geschrieben und gelesen ist das leicht. So leicht wie es ist, ein halbes Jahr lang anderes zu tun zu haben, um dann mit der Deadline in Sichtweite ranzuklotzen.  

Schwer hingegen ist es, sich jeden Tag erneut zu motivieren, die volle Leistung abzurufen.  

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Grenzen dynamisch sind. Die Ansprüche der Kunden wachsen.  

Qualität heißt also nicht, statisch das einmal gefundene Erfolgsrezept nachzukochen. Es bedeutet ständiges Lernen und Wandeln. 

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SEO ist verkehrte Welt

Es ist nicht unsere Aufgabe, Texte mit möglichst vielen Stichworten zu schreiben, die von möglichst viele Menschen gesucht werden. Es ist unsere Aufgabe das zu schreiben, was unsere Zielgruppe lesen will. 

Es ist nicht Googles Ziel, dass Menschen etwas finden, was speziell geschaffen wurden, um bei Google gefunden zu werden. Es ist Googles Ziel, dass Menschen finden, was sie suchen – etwas das speziell für sie geschaffen wurde.   

Unser Job ist es nicht, unsere Inhalte für die Suchmaschine zu optimieren. Es ist der Job der Suchmaschine, sich für unsere Inhalte zu optimieren. 

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Konkrete Dankbarkeit

Danke, der Vortrag war gut! Danke, das Essen hat gut geschmeckt! 

Das ist höflich, aber leider nicht mehr.  

Besser ist es, die Dankbarkeit konkret auszudrücken. 

Mir hat besonders gefallen, dass die Folien so übersichtlich gestaltet waren, und dass Sie mit kurzen Stichworten schnell das Wesentliche erklärt haben. Danke, für den Vortrag, mir ist jetzt echt ein Licht aufgegangen. 

Die Spaghetti waren super, vor allem die Sauce war perfekt abgeschmeckt.  

So, oder so ähnlich, könnte man es auch sagen. Der Adressat kann dadurch erkennen, dass wir nicht einfach eine Floskel von uns geben, sondern unseren Dank wirklich ernst meinen. 

Das ist etwas anstrengender und kostet uns vielleicht sogar Überwindung. Aber auf diese Weise drücken wir echte Wertschätzung aus und geben etwas zurück. 

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Perfektionismus und Selbstvertrauen

Perfekt sein zu wollen wird oft fehlinterpretiert. Wir setzen das gleich, mit einem hohen Anspruch an Qualität und Leistung. Das muss doch mit großem Selbstvertrauen einhergehen, oder?

Das Gegenteil scheint mir richtiger zu sein.

Den besten Effekt auf das Selbstvertrauen, haben positive Erfahrungen. Diese macht man indem man Erfolge erzielt. Und Erfolge erzielt man indem man den Mut aufbringt eine Leistung abzuliefern.

Auch wenn sie nicht perfekt ist. Nur so gut, wie sie in diesem Moment sein kann.

Man könnte also scheitern – vertraut sich selbst aber so sehr, dass man es trotzdem wagt.

Perfektionismus dagegen bremst. Er führt dazu, dass man niemals fertig wird, entsprechend auch nicht liefert und keine Erfolge erzielt.

Sich selbst zu sagen: “Ich will perfekt sein, weil ich weiß, dass ich das von mir erwarten muss.“, ist eine Ausrede.

Es bietet die Gelegenheit sich zu verstecken, aus Angst vor dem scheitern. Das kann letztlich eher schädlich für das Selbstvertrauen sein.

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Auffallen durch Wertschätzung

Nein, nicht Erfolg durch schleimen. Es geht um ehrliche Würdigung der Leistung von anderen. Bereits im Mai hatte ich geschrieben: “Du kannst nicht gesehen werden, bevor du lernst zu sehen.” 

Aber wie läuft das jetzt praktisch? 

Auch das hatte ich dort eigentlich bereits vorgeschlagen: Die Stärken, Erfolge, Anstrengungen etc., unserer Mitmenschen erkennen und ihnen das widerspiegeln. In vollem Umfang habe ich es aber wohl selbst noch nicht verstanden. Deshalb noch einmal konkreter.

Menschen wollen gesehen werden. 

Was machen wir stattdessen? Wir wollen aller Welt unsere Produkte zeigen. Wir wollen von unseren Erfolgen erzählen, anderen unsere Weisheiten anbieten und präsentieren, was wir für die Welt tun. Die Anderen müssten es nur verstehen und annehmen. 

Dabei vergessen wir, dass alle anderen auch etwas anbieten. Und auch sie wollen das Gleiche – gesehen werden. sie haben gar keine Zeit auf uns zu schauen.

Was wäre, wenn wir den Hebel umlegen und plötzlich die Einzigen sind, die sehen wollen? 

Bei Facebook gibt es Blogger-Gruppen, mit mehreren tausend Mitgliedern. Da werden täglich ca. 20 neue Blogbeiträge geteilt. Wieviel Kommentare gibt es da wohl im Schnitt? Weniger als einen pro Tag.  

Warum? Weil viele Blogger schreiben wollen, selbst aber scheinbar gar nichts lesen. 

Das ist ein Fehler, denn du musst dein Fachgebiet kennen

Die Chancen sind enorm. Wenn wir in dieser Gruppe die einzigen sind, die kommentieren, dann fallen wir auf. Weit mehr, als wenn wir dauernd unseren Content teilen, so wie alle. 

So ist das auch in anderen Bereichen. In der Abteilungsbesprechung stellen alle ihre Themen vor. Wie oft kommt es vor, dass jemand ein einfaches, wertschätzendes Feedback gibt? Fast nie.

Wir können diese eine Person sein, die nicht nur an sich denkt:

“Der Punkt 3 in Ihrem Konzept scheint mir ein echter Durchbruch zu sein, ich finde es toll was sie da machen und wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.” 

Zwischen den Zeilen: “Ich habe zugehört, ich merke wie sehr Sie sich angestrengt haben und wie toll Ihre Leistung ist.” 

Bedeutet: Ich sehe dich. 

Egal ob bei Facebook, im Firmen-Meeting oder in der Familie. Dem Anderen kann das entscheidend den Tag versüßen. Und uns damit auch. 

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Halte nichts zurück

Du trägst dein teures, neues Business-Outfit und bist auf dem Weg zur Arbeit. Heute ist viel zu tun – du musst dringend die Präsentation für deine Chefin fertig stellen.

Plötzlich bemerkst du, dass ein Kind in den Fluss gefallen ist und sich verzweifelt an einen Ast klammert.

Springst du ins Wasser und rettest das Kind? Obwohl du deine Sachen ruinieren und zu spät zur Arbeit kommen wirst?

Natürlich tust du das. Du musst sogar.

Du kannst einem Menschen konkret helfen, da ist es egal was die Sachen gekostet haben oder ob du die Verspätung nacharbeiten musst.

So ist es auch mit deinen Ideen.

Solange die Möglichkeit besteht, dass du andere Menschen positiv beeinflussen könntest – auch wenn es nur ein einziges Kind wäre – musst du sie uns erzählen. Egal ob sich das für dich lohnt oder Dritte das für Zeitverschwendung halten.

Halte nichts zurück. Nicht aus Scham, nicht aus Perfektionismus, nicht aus Egoismus.

Wir brauchen dich!

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Soll ich es tun?

Soll ich dieses Projekt umsetzen? Soll ich diesen Job annehmen? Heiraten? Kinder bekommen? Soll ich dieses x-beliebige Risiko eingehen? 

Diese oder ähnliche Fragen stellen wir uns gelegentlich und woran wir dabei denken, ist unsere Abwägung von Chancen und Risiken. 

Hier ist eine Frage, die uns helfen kann: 

Angenommen es gäbe keine realistische Chance auf Erfolg: Würde ich es trotzdem tun? 

Van Gogh hat “Ja” gesagt, Kolumbus hat “Ja” gesagt, König Leonidas hat “Ja” gesagt, Martin Luther auch. 

Wenn uns der Erfolg egal ist, und wir es trotzdem machen wollen – einfach weil wir es richtig finden – dann haben wir unsere Antwort.  

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Schlechte Laune

Niemand will sie haben aber trotzdem überkommt sie uns immer wieder – schlechte Laune. Was können wir dagegen tun?

Mir erscheinen zwei Ideen besonders sinnvoll. Sie passen jeweils in andere Situationen.

  1. Lass den Gefühlen freien Lauf, begrenze es aber auf einen kurzen Zeitraum.
    Das heißt: Wenn du die Wut oder Traurigkeit fühlst, verdränge sie nicht sondern lass sie raus. Weine, Schreie, etc. Nach 5 Minuten solltest du aber merken, dass das Gefühl seinen Zweck erfüllt hat.
    (Idee von Alex aus diesem Video)
  2. Finde einen oder mehrere mentale Knöpfe, die dich in eine andere Stimmung versetzen. Das kann zum Beispiel ein Mantra sein, ein Lied, ein Foto o.ä.
    Wenn du daran denkst oder eine andere Prozedur durchführst, kann dir das helfen die „grauen Wolken“ zu vertreiben.
    (Vortrag von Stefan Frädrich zu dieser Methode)

Warum denn nun 2 Methoden?

Die Erste ist nicht in jeder Situation angebracht. Im Geschäftstermin, im Flugzeug, zusammen mit der Familie, da kann man die Gefühle nicht hemmungslos ausleben.

Wenn man jedoch allein ist, und die Möglichkeit hat, dann sollte man das durchaus in Erwägung ziehen. Es ist die ehrlichere der beiden Vorgehensweisen, denn sie zeigt vollen Respekt für die eigenen Gefühle.

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Quantität zahlt sich aus

Niemand trifft bei jedem Versuch ins Schwarze. 

In der Realität ist es sogar so, dass wir meistens danebenschießen. 

Tomas A. Edison hat tausende Versuche gebraucht, bis er die Glühbirne entwickeln konnte.   

Seth Godin hat über hundert Bücher mit mäßigem Erfolg veröffentlicht, bis er seinen ersten Bestseller hatte. 

Artikel von t3n werden ständig geteilt – allerdings werden dort auch täglich dutzende Beiträge veröffentlicht.  

Es ist nicht die Muse, die uns küssen muss, damit wir erfolgreich sind. Es ist konsistente harte Arbeit. Für eine richtig gute Idee, brauchen wir sehr viele schlechte

Wichtig ist, dass wir am Ball bleiben und allen Ideen eine Chance geben (in verantwortungsvollem Rahmen natürlich). Der Markt soll entscheiden ob sie gut sind. Wenn wir im Vorfeld filtern, also nicht umsetzen, weil wir fürchten die Sache wäre nicht gut genug, dann ist das oft eine Form des Versteckens. 

Quantität zahlt sich aus. Wenn wir konsistent arbeiten, dann werden unter all den Versuchen auch gute Ideen sein. Das ist eine Frage der Statistik. 

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Imposter-Syndrom

Das Hochstapler-Syndrom (engl. Imposter) ist eine der tückischsten Ängste, die uns befallen kann sobald wir uns aus der Deckung wagen. 

Plötzlich hören wir eine innere Stimme, die sagt:  

“Du Betrüger! Was maßt du dir eigentlich an? Wenn du ehrlich bist, dann hast du keine Ahnung von dem was du da behauptest. Siehst du die ganzen Experten um dich herum? Für sie ist es ein Leichtes, dich zu entlarven. Dann stehst du da, blamiert und entzaubert.” 

Das kann einen ziemlich aus der Bahn werfen. Was tun wir gegen dieses Gefühl? 

Zunächst müssen wir etwas verstehen. Fragt man mehrere Leute gezielt, dann stellt sich heraus, dass alle dieses Gefühl kennen (vgl. “Sonder”). Sie haben es sogar immer wieder. Es liegt nicht an uns, sondern an der Situation. Es sind Momente, in denen wir Neues tun, bei dem auch etwas auf dem Spiel steht.  

Die Angst ist nicht das Entscheidende, sondern unsere Reaktion darauf.  

Manche lassen sich von ihr einschüchtern, erstarren, bekommen kalte Füße und ziehen zurück. Andere tanzen mit der Angst, nehmen sie ernst aber lassen sich nicht von ihr leiten. 

Wenn wir objektiv sind, dann können wir uns Folgendes sagen:  

  • Jeder kennt diese Angst, das hat nichts mit mir zu tun. 
  • Ich war jederzeit ehrlich und die, die mir jetzt vertrauen sind nicht dumm. 
  • Es gibt keinen Erfolg ohne Risiko, das weiß ich und das wissen die Anderen. 
  • Wenn ich bis hierhin gekommen bin, dann habe ich irgendetwas richtig gemacht – richtiger als die, die nicht hier sind. 
  • Niemand hat etwas davon, wenn ich meine Chance nicht wahrnehme. 
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Schlechte Nachrichten

Warum wird in den Medien immer nur das Schlechte berichtet? Warum läuft das auch in Gesprächen so? Egal ob es um Politik geht, den Job, das Wetter, Die überwiegende Zeit, verbringen wir mit Diskussionen über Probleme. 

Vielleicht liegt es daran, dass die Gesellschaft dann wächst, wenn sie Probleme löst. Welchen Sinn hätte der Fortschritt, wenn es umgekehrt wäre. Alles wäre friedlich, keine Herausforderungen, keine Tragödien. Wonach sollten wir da streben?  

Die Masse und Frequenz an (schlechten) Nachrichten, die täglich auf uns einprasseln, kann allerdings leicht frustrieren. Es gibt deshalb auch Leute, die es anders machen (z.B. hier: goodnews.eu). Auch das hat einen Sinn, denn so entsteht ein Gegengewicht, das uns wieder Hoffnung gibt. 

Sich die Welt unentwegt schön zu reden ist aber auch keine Lösung.

Es hat den Geschmack der autoritärer Gesellschaft, wenn jeder Plan übererfüllt wird, jede Entscheidung mit 99% getroffen wird und auch generell immer die Sonne scheint. 

Informationen sind wichtig für unseren Geist. Wir müssen Probleme kennen und verstehen, damit wir nach Lösungen suchen können. Allerdings maßvoll und gerne auch mal mit einigen “Guten Nachrichten”, als Inspiration.

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Fehler eingestehen

Vor einigen Tagen habe ich bei Facebook jemandem widersprochen. Ich habe seinen Post kommentiert und mit Argumenten dargelegt, warum ich das anders sehe. 

Und jetzt die verblüffende Überraschung:  

Er hat sich bei mir bedankt, für den interessanten Kommentar und hinzugefügt, dass ich ihm sehr geholfen hätte mit meinen Argumenten. 

Das hat mich fast aus den Socken gehauen. Tatsächlich kann ich mich nicht daran erinnern, wann mir zuletzt jemand in einer kontroversen Diskussion einfach recht gegeben und dann seine Meinung geändert hätte. 

Auch wann ich das zuletzt getan habe, ist mir unbekannt. 

Wir tun so etwas nicht. Nicht auf Social Media und nicht im echten Leben. Ja aber…, ist das höchste der Gefühle. Wenn wir diskutieren, dann bis wir einen Mittelweg finden, bis wir uns streiten oder bis jemand frustriert aufgibt.  

Warum eigentlich? 

Stolz? Status? Routine? 

Was wir dadurch verpassen, ist die Chance großzügig zu sein, Vertrauen aufzubauen und den anderen wirklich zu sehen

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Beherrsche dein Fachgebiet

Wir beherrschen wir das was wir tun? Jedenfalls nicht durch Kurse, Bücher, Werkzeuge o.ä. 

Wir beherrschen es Indem wir es tun – immer wieder, regelmäßig, ab besten täglich.   

Und wir tun es nicht einfach genauso wie beim letzten Mal. Wir streben nach Verbesserung. Selbst und gerade große Meister, tun das jeden Tag. 

Mit “Beherrschen” meine ich also nicht: Einmal gelernt, für immer so praktiziert. Es bedeutet, dass wir unser Fachgebiet leben. Es gehört zu uns und wir gehören zu ihm. 

Dazu gehört selbstverständlich auch unser Umfeld. Wie machen es denn die Anderen? Wir müssen uns in unserem Gebiet auskennen.  

  • Wer schreiben möchte, sollte jeden Tag schreiben und lesen. 
  • Wer Koch sein möchte, sollte jeden Tag kochen und möglichst oft bei anderen essen. 
  • Wer malen möchte, sollte jeden Tag malen und sich fremde Bilder anschauen. 
  • Wer Redner sein möchte, sollte jeden Tag reden und sich andere Reden ansehen.  
  • Wer Berater sein möchte, sollte jeden Tag beraten und sich beraten lassen. 

Die Liste ist unendlich. 

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Höhere Level anstreben

Das Leben ist eine Gauß’sche Normalverteilung. 

Es gibt einige gute Tage, einige schlechte Tage und viele in der Mitte.  

Diese Verteilung wird sich übrigens nie ändern. Was wir aber machen können, ist das Basis-Niveau anzuheben. Auf der y-Achse springen wir nach oben und erreichen ein neues Level. Das gelingt uns, indem wir spezielle Dinge in unserem Leben gezielt verbessern. 

Dadurch pushen wir nach oben und verbessern das ganze System. 

Es wird auch weiterhin nicht jeder Tag perfekt sein aber der Durchschnitt aller Tage ist größer als vor dem letzten Push. 

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Was ist unsere wichtigste Aufgabe?

Joe Biden sagte nach seinem Wahlsieg: 

“Als ich noch klein war sagte mir mein Großvater, Joey, behalte deinen Glauben. Meine Großmutter sage daraufhin: Nein, verbreite ihn” 

Schon in seiner ersten Rede als gewählter Präsident, hat er sich mit vielen Aussagen dieser Art, deutlich vom Stil seines Vorgängers abgesetzt. Sie ist ein großes Beispiel für Leadership.

Schon mehrmals habe ich über den Unterschied zwischen Leadership und Management geschrieben. 

Donald Trump hat viele Dinge “getan” und er wurde oft für sein gutes Management gelobt. Die Herzen der Menschen hat er jedoch nie erreicht. Dies scheint sich in den USA nun zu ändern. Bidens väterlich, großzügiges Auftreten könnte das sein, was diese zerrissene Gesellschaft jetzt braucht. 

Und generell: Ein Präsident muss an erster Stelle Anführer sein, dann erst Manager. Ich hoffe für die Amerikaner und den Rest der Welt darauf, dass Joe Biden beide Rollen in angemessener Form ausfüllen kann. 

Wir alle sollten uns regelmäßig fragen, welche unserer vielen Rollen eigentlich unsere wichtigste ist. Es ist nämlich nutzlos in einem weniger wichtigen Feld erfolgreich zu sein, wenn wir bei unserer Hauptaufgabe versagen.

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Gewinnen und verlieren können

Wenn Entscheidungen gefallen sind sollten wir das akzeptieren. 

Es ist schwer, erhobenen Hauptes zu verlieren. Sich eingestehen, dass man nicht stark genug war oder unrecht hatte. Allzu schnell wollen wir anderen die Schuld anlasten oder die Fairness in Zweifel ziehen. 

Ebenso hart kann es sein in Würde zu gewinnen. Der Augenblick des Triumpfes ist auch ein Augenblick der Selbstüberschätzung. Wir fühlen uns überlegen und müssen achtgeben unseren momentanen Vorteil nicht auszunutzen. 

Entscheidungen bergen die Chance auf etwas Neues. Jetzt können wir alte Wunden heilen. 

Eine aufrechte Gratulation des Verlierers, ein ehrliches Entgegenkommen des Gewinners.  

Jeder neue Anfang hat eine faire Chance verdient. 

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Das Richtige tun unter widrigen Umständen

Das bedeutet für mich wahre Größe. 

Umgeben vom Egoisten ist es schwierig, genau diesen Menschen Empathie zu schenken und großzügig zu sein. 

Auch wir haben es schwer, trotzdem sieht das keiner? Wir schütten unser Herz aus doch Verständnis bekommen wir nicht? Stattdessen wird überboten: “Aber bei mir war das noch viel schlimmer…”. 

Hier würden die Meisten resignieren, sich verteidigen, vielleicht sogar beleidigt sein. Wahrhaft große Menschen aber, tun hier trotzdem das Richtige. Auch wenn ihnen selbst keine Wertschätzung zuteilwurde, sie zahlen das nicht mit gleicher Münze zurück. Sie machen es besser. 

Sie können den Hebel umlegen und für den Anderen da sein. Sie versuchen auch dann, ihre Mitmenschen zu sehen. Sie trachten niemals mit Nachdruck danach, gesehen zu werden.  

Wie können sie das schaffen?

Sie haben das hier (Sonder) verstanden. Und sie können sich selbst eine 1 geben.

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Gemeinschaft und Individualität

Unsere Gesellschaft hat ein überwältigendes Bedürfnis nach Einigkeit. Durch Krisen wird das besonders deutlich. Wir müssten dann zusammenhalten, mit einer Stimme sprechen, gemeinsam handeln. 

Dieses Bedürfnis steht jedoch einem anderen entgegen. Dem Drang nach Individualität. Wir wollen besonders sein, gesehen werden – wir sind keine Ameisen. Wir haben ein Selbstbewusstsein, sind uns selbst näher als anderen und für uns selbst einzustehen ist uns wichtig.  

Kann man diese Beiden versöhnen? 

Man kann Bedürfnisse niemals befriedigen, indem man sie unterdrückt. Wir müssen sie gewähren lassen. 

Die Voraussetzung für beide Seiten ist Vertrauen. 

Wer vertraut, der kann loslassen und individuelle Freiheit gewähren. Wer vertraut der kann umarmen und Bindungen eingehen. 

Ohne Vertrauen brauchen wir Zwang und das wird niemals lange funktionieren. Wer jemanden zwingt, eine Seite zu unterdrücken, der muss die auch die andere zerstören.  

Wenn Gemeinschaft verboten ist, dann kann sich das Individuum nicht entfalten. Niemand kann sein ganzes Potenzial allein ausschöpfen. Wenn das Individuum verboten ist, dann werden wir niemals wahre Gemeinschaft erfahren. Niemand kann andere stärken, solange man selbst schwach ist. 

Zwang ist schlecht, Vertrauen ist gut. Vertrauen in den menschlichen Drang seinen Bedürfnissen zu folgen. Wir dürfen nichts tun, wir müssen es geschehen lassen. Unsere Bedürfnisse werden uns individuell formen und letztlich in Freiheit vereinen.

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Die Suche nach dem Sinn

Vielleicht sollten wir sie an einem anderen Ort starten.

Dazu habe ich heute diese Formulierung aufgeschnappt:
„Meistens suchen wir nach sinnvollen neuen Tätigkeiten. Wie wäre es statt dessen, wenn wir Sinn in dem finden könnten was wir bisher tun? Das ist viel leichter.“

Ich bin überzeugt, dass das geht. Bisher habe ich geschrieben, wir sollten uns auf das „Wie“ konzentrieren. Dieser neue Blickwinkel ist aber äußerst wertvoll.

Ich glaube wirklich, dass wir in den meisten Tätigkeiten Sinn finden können. Wir führen sie aber nicht so aus, dass wir dem Sinn gerecht würden.

Ein „Warum“ zu suchen ist wichtig. Am Ende sind es aber nur die handfesten Taten, die echten Sinn schaffen. Vielleicht entspricht das Ergebnis dann nicht unserem Ideal, aber es ist ein Anfang. Beim nächsten Mal kommen wir näher und näher.

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Wann die Arbeit erfüllend ist

Es gibt zwei Extreme: 

  1. Wir beginnen etwas Neues. Wir sind gespannt, euphorisch, voller Tatendrang auf das Abenteuer. Effizienz ist nicht wichtig, wir arbeiten Nächte durch um das erste Projekt abzuschließen, einfach um zu erfahren wie sich das Ende anfühlt. Das ist wie ein Computerspiel, dass man zum ersten Mal durchspielt. 
  1. Wir sind Meister unseres Fachs. Wir beherrschen unsere Disziplin perfekt. Jeder Handgriff sitzt. Wir haben volle Kontrolle und überblicken das Problem zu jeder Zeit. Jetzt spielen wir mit “den Großen” und fühlen uns ebenbürtig. 

Was ist dazwischen? Immer irgendeine Art von Kampf. Die Begeisterung für das Neue ist verflogen. Die Souveränität umfassender Erfahrung ist noch nicht vorhanden.  

Auch hier kann es helfen, wenn wir uns auf das Wie konzentrieren. Wenn wir Meister der Art und Weise sind, wie wir Probleme lösen, dann ist jede Herausforderung, egal welchen Fachgebiets für uns zu beherrschen. 

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Liest du auch mal deinen eigenen Blog

Die Kommunikation mit anderen Menschen ist schwierig. Vor allem privat machen wir Fehler, obwohl wir es eigentlich besser wissen. 

Ich persönlich, schreibe es sogar auf (hier und hier). Man könnte meinen, mir sollte das nicht passieren. 

Doch. 

Im privaten Umfeld führt weniger Scham dazu, dass wir die professionelle Strategie vernachlässigen. Hier müssen wir schließlich sagen können was wir denken, ehrlich miteinander sein usw. 

Das ist ein Fehler.  

All diese Dinge müssen und können wir im Professionellen auch. Trotzdem bleiben wir achtsam, weil wir den Anderen zufrieden stellen wollen. Im Privaten dagegen, wo wir uns des Anderen sicherer sind, verfallen wir schneller derartig egoistische und kontraproduktive Muster und lassen uns emotional gehen (wir vergessen Regel Nr.6). 

Professionalität ist etwas Gutes. Gerade die Menschen die uns am wichtigsten sind, verdienen uns in Bestform. 

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Learn or buy

Lernen oder zukaufen? 

Unweigerlich brauchen wir manchmal Fähigkeiten, die wir selbst nicht haben. 

Das kann um Steuern gehen, Medizin, Recht, Webdesign, Gartenpflege, Kochen, etc. 

Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir das entweder lernen oder zukaufen.

Letzteres scheint heute oftmals erste Wahl. Das Angebot ist schließlich groß. Es gibt technische Hilfsmittel oder Experten, für fast jedes Fachgebiet. Auch von Beratern hören wir schnell den Rat: “Halte dich nicht mit dem “Know How” auf, andere können das besser.” 

Aber ist es wirklich schlau, immer die Abkürzung zu nehmen? 

Wenn benötigte Zeit und finanzielle Mittel für lernen und kaufen bekannt sind, sowie auch der zu erwartende Ertrag, dann können wir uns das ausrechen. 

Was aber fehlt, ist der Zukunftsfaktor. Was wir kaufen, ist irgendwann kaputt, abgegolten oder räumlich gebunden. Brauchen wir die Leistung erneut, müssen wir wieder investieren. Anders bei gelernten Fähigkeiten – Wissen haben wir für immer. 

Wann macht es also Sinn, zu lernen? 

Aus meiner Sicht ist es immer ratsam die Basisfähigkeiten selbst zu erlangen. Damit werden wir einige Schritte weiter kommen als zuvor. Außerdem werden wir kompetenter sein, bei der Auswahl von Spezialisten oder Spezialtechnik. 

Selbst zum Spezialisten werden, sollten wir dagegen nur in unserer Kernkompetenz. 

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Halte den Kurs

Manche Tage, so wie heute, bringen auch mal große Enttäuschungen mit sich. 

Gerade jetzt ist es aber nötig, uns auf unsere Mission und unsere Ziele zu konzentrieren. 

Aufgeben ist keine Option, genauso wenig sind es Kurzschlusshandlungen. 

Gestern war nicht alles gut und heute ist nicht alles schlecht. Jede neue Beschränkung bringt auch Chancen mit sich. 

Für etwas mehr Zuversicht ist vielleicht auch dieser Artikel hilfreich: 

Es ist alles erfunden 

Konkrete Gedanken zu Beschränkungen, und wie wir mit ihnen umgehen, gibt es hier: 

Propelling Questions 

Ich kann wenn… 

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