Training

Beweglichkeit schlägt Kraft

Bei Schmerzen im Rücken oder im Knie wird uns oft geraten Muskulatur aufzubauen. Auch ich habe diesen Rat schon oft erhalten. Vom Arzt, Physiotherapeuten oder auch online. 

So richtig geholfen hat es nie. Erst nach einer Trainingspause wurde es bei mir dann meistens besser. 

Roland Liebscher-Bracht rät nun konsequent vom Krafttraining ab. Zum Beispiel hier: 

SO schadet dir Krafttraining! (erhöht Schmerzen!) (Video)

Stattdessen rät er dazu, erst zu dehnen, bevor ein Kräftigungstraining aufgenommen wird. 

Natürlich kann ich fachlich nicht beurteilen, ob das jetzt der Stein der Weisen ist. Aus zwei einfachen Gründen erscheint es mir aber plausibel. 

  1. Wenn ich bei akuten Rückenschmerzen dehne, wird es direkt besser. 
  1. Krafttraining habe ich bereits probiert und keine merklichen Erfolge erzielt.

Es könnte also durchaus lohnend sein, verstärkt an der Beweglichkeit zu arbeiten. Ich werde das Experiment jetzt starten.  

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Ich kann das nicht

Diese Aussage ist mein persönliches „rotes Tuch“.

Grundsätzlich kann man alles lernen. Bei manchen geht es eben schneller, andere brauchen mehr Zeit. Wenn wir aufgeben, dann meistens nicht weil wir tatsächlich nicht dazu in der Lage sind. Meist gibt es dutzende Beispiele von Menschen mit schlechteren Voraussetzungen, die es trotzdem geschafft haben.

Wir geben auf weil wir es nicht mehr weiter versuchen wollen.

Wir ertragen die Anstrengung nicht, haben keine Lust mehr oder können es nicht aushalten schlecht zu sein in dieser Sache.

Dabei ist das die einzig natürliche Situation im Training. Wir sind schlecht, es ist schwer und macht wenig Spaß – deshalb üben wir es.

Wenn wir es schon könnten, wäre Übung nicht nötig.

Später, nachdem wir merkliche Fortschritte gemacht haben, wird es leichter. Wir merken das wir besser werden, trotzdem trainieren wir bis an unser Lebensende weiter.

Warum ist gerade der Anfang so ein Problem? Erinnern wir uns an das Radfahren lernen. Es klappte nicht sofort und wir waren verzweifelt. Doch wenn man den Bogen einmal heraus hat, kommt die Zuversicht.

Das ist immer so, wir müssen nur lange genug am Ball bleiben.

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