Kundenfreundlichkeit

Zeige, dass du lebst – auch online

Eine Webseite ist kein Selbstzweck.  

Ich habe leider oft den Eindruck, dass Unternehmen eine Webseite anlegen, “weil man das ja heute braucht”. “Man muss ja schließlich gefunden werden.” 

Das ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Online überhaupt einmal präsent zu sein, ist die absolute Basis. 

Leider sind viele Unternehmer und Selbstständige damit dann zufrieden. 

Webseite: Haken dran! 

Der echte Zweck ist allerdings, den Nutzen für die Kunden zu erhöhen. 

Wenn heute jemand auf unsere Webseite schaut, dann fragt er: “Was ist los bei euch?” 

Er möchte Informationen und vielleicht sogar Unterhaltung. Dadurch nimmt man Kontakt zu ihm auf, man schätzt ihn wert. Früher war es die Beratung im Laden oder am Telefon, heute ist das der Content auf unseren Webseiten.  

Wenn dein Geschäft nicht tot ist, dann solltest du mindestens einmal pro Quartal ein Lebenszeichen auf deiner Seite senden. 

Artikel über neue Trends, Aktivitäten, Projekte etc. Videos sind auch gut. 

Begrüße deinen Besucher nicht mit einem 2 Jahre alten Post unter “Aktuelles”. Das ist als würde dein Laden immer noch die Deko mit dem Schild: “Frohe Weihnachten 2018” im Schaufenster haben. 

Unsere Kunden haben mehr verdient. 

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Der Kunde ist König

Die Mentalität, das Dienen als etwas ehrwürdiges und Wert stiftendes anzusehen, fehlt unseren öffentlichen Verwaltungsstellen scheinbar völlig.

Für einen Dienstleister aus der freien Wirtschaft ist der Kunde König. Und das ist auch gut so. Es zeugt von guten Manieren, jedem Menschen mit Wertschätzung zu begegnen. In einem professionellen Umfeld, ist gerade ein zuvorkommendes, wohlwollendes Benehmen Partnern gegenüber, der Schlüssel zum Erfolg.

Doch warum ist dies im öffentlichen Dienst so selten zu finden.

Wir, die Bürger, bezahlen diese Leute.

Für sie sind wir aber nicht ihre Arbeitgeber. Wir sind Steuerpflichtige, Schulpflichtige, Antragsteller, Beteiligte, Leistungsempfänger etc.

Im besten Falle sind wir Wähler, im Schlechtesten, sind wir Wutbürger oder Covidioten.

Bürger mit Fragen, Beschwerden oder Anregungen nerven. „Wir machen keine Fehler sondern halten uns immer an das Gesetz. Spielraum wollen wir zwar haben aber nicht nutzen – da könnte dann ja jeder kommen.“

Ich wünsche mir mehr Dienstleistungsmentalität, mehr Marketing, mehr persönliche Reflexion oder schlicht mehr Kundenfreundlichkeit von unseren öffentlichen Stellen.

Dies wäre ein Anfang: Starte deinen Satz mit „Ich“.

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