Das vollständige Kundenerlebnis beeinflussen

Es war eines der wichtigsten Ziele von Apple. Sie wollten mit Ihren Produkten die komplette Nutzeraktivität begleiten. 

Es reichte nicht, Software herzustellen, mit der die Menschen Probleme lösen. Es genügte auch nicht die Hardware zu bauen. 

Nein. Apple wollte beeinflussen wie sich die Menschen dabei fühlen (Design) und sie wollten die Art der Problemlösung verbessern, was zur Umwälzung ganzer (fremder) Industrien führte (iTunes, App-Store). 

Normale Unternehmen erschaffen ein Produkt für einen bestimmten Zweck. Sobald der Kunde es kauft wird er “in Ruhe” gelassen. Wer bei VW ein Auto kauft, der kann damit fahren – Ende. 

Apple jedoch wollte das Leben der Zielgruppe möglichst umfassend beeinflussen. Wer ein Telefon kauft, der soll nicht nur telefonieren, sondern damit eine allumfassende Fernbedienung für alles in die Hand bekommen. Sie steuert Kommunikation, Information, Unterhaltung, Ernährung, Mobilität, Fitness, Konsum, Zahlungen – einfach alles. 

Warum ein Telefon? Wahrscheinlich, weil es handlich genug war und in einer mittleren Preisklasse lag. All diese Dinge hätte man aber eigentlich auch im Auto machen können. Dann wäre nicht das Handy das Zentrum unseres Lebens, sondern unser Fahrzeug. 

Was können wir davon lernen? 

Sicherlich vieles. Heute denke ich aber daran, dass man stets über den eigenen Tellerrand blicken sollte.  

Ein Bäcker muss den Kunden nicht abhaken, nachdem er die Brötchen über den Tresen gereicht hat. Wie könnte er das Frühstück oder den weiteren Tag des Kunden sonst noch beeinflussen? 

Ein Fotograf muss nicht einfach nur Bilder machen. Was tut den der Kunde mit den Fotos. Wann, wie, wo, mit wem schaut er sie an? Auf welche Art können wir dieses Erlebnis noch stärker beeinflussen? Wie können wir sogar auf angrenzende Tätigkeiten einwirken? 

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