Was ist Freiheit

Wir glauben es zu wissen. Doch ist es wirklich so klar? 

So viele Menschen wie wir fragen, so viele Definitionen bekommen wir. Für jeden etwas Anderes.  

Für manche bedeutet es das Gegenteil von Sklaverei oder nicht eingesperrt zu sein.  Andere verbinden damit freien internationalen Handel. Wieder andere denken an das Recht ihre Meinung offen sagen zu dürfen, ungehindert reisen zu können, für ihre Taten und Entscheidungen selbst verantwortlich zu sein. Manch einer setzt es sogar mit Freizeit gleich. 

Eine gängige Definition, die man oft hört lautet: “Freiheit reicht so weit, wie sie die Freiheit des Nächsten nicht einschränkt.” 

Eine höchst zweifelhafte Aussage. Was wenn der Nächste absolut viel freier ist als wir? Sobald wir nur einen Millimeter freier werden, schränken wir ihn schon ein. 

“Wir” könnten übrigens die Bürger als Ganzes sein und der “Nächste” ist der Staat. 

Wir brauchen eine öffentliche Debatte darüber, in welchen Feldern Bürger mehr Freiheit braucht und wo sich der Staat dafür einschränkt. Die Alternative ist das Gegenteil. 

Letztlich ist aber nur eines von Beiden möglich. Mehr Aufgaben für den Staat heißt immer weniger Freiheit für die Bürger. Egal ob es um Straßenbau geht, um Kita-Plätze oder um die Krankenversicherung. Mehr Freiheit für die Bürger heißt umgekehrt weniger Aufgaben für den Staat. 

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