Vorwärts immer, rückwärts nimmer?

Wissen wir wirklich was gut und was schlecht ist? Wissen wir genau welche Rezepte uns helfen?  

Wie ist denn überhaupt der aktuelle Stand? 

Sind das gute Zeiten oder schlechte? 

Manch einer würde sagen: “Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer stärker, der Klimawandel bedroht unsere Existenz, Arbeitsplätze sind in Gefahr und so auch unsere Gesundheit.” 

Ein anderer sagt: “Die Armut in der Welt nimmt rapide ab, immer weniger Menschen hungern. Neue Technologien ermöglichen allen Menschen vergleichbare Chancen und sorgen dafür das unser Leben nachhaltiger und gesünder wird.” 

Beide haben recht, denn sie sehen andere Ausschnitte des Gesamtbildes. Es gibt nicht nur eine richtige Antwort und es gibt auch nicht nur ein wahres Konzept. 

Die Welt ist nicht schwarz oder weiß – nur von Knappheit geprägt oder nur von Fülle. Vielmehr sind es Zyklen, die hier endlos ablaufen und sich immer wieder gegenseitig bedingen.  

Jedes Problem hat eine Chance in sich und ebenso birgt jede Errungenschaft neue Risken. An Schwierigkeiten und Beschränkungen können wir wachsen und neue Lösungen erschaffen. Aus Überfluss werden Probleme erwachsen, die neue Einschränkungen nach sich ziehen. 

Wir müssen leider anerkennen, dass es kein stetiges “nach-oben” gibt. 

Nach dem Berg kommt das Tal, nach dem Aufschwung kommt die Krise.  

Der Waldbrand hinterlässt fruchtbares Land, alles wächst dort wieder und gedeiht. Aus dieser Fülle sammeln sich aber immer mehr Rückstände der Pflanzen an – Laub und Äste – der Boden beginnt zu verwuchern. Diese trockenen Rückstände fangen schnell Feuer, der nächste Brand steht bevor und somit beginnt der Zyklus von Neuem. 

Aber was, wenn wir diese kleinen lokalen Brände verhindern wollen (aus Angst vor der Krise)?

Dann sorgen wir dafür, dass sich deutlich zu viele trockene Rückstände ansammeln. Irgendwann gibt es doch einen Funken dessen Auswirkungen dann leider verheerend sind. 

Rückschläge gehören beim Fortschritt dazu. 

Wir sollten uns selbst ständig neuen Beschränkungen aussetzen, um lernen und wachsen zu können. 

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