Sind wir plötzlich alle digital?

Plötzlich scheint alles ganz einfach zu sein.

Schüler bilden sich von Zuhause mit Hilfe von Lern-Apps.
Büroangestellte arbeiten im Home-Office.
Die Großeltern telefonieren mit ihren Enkeln per Video. Geschäftstermine und Beratungsgespräche finden über Video-Konferenz-Tools statt.
Und selbst komplexe Workflows werden plötzlich komplett digital auf zentralen Plattformen abgebildet.

Wie konnte das so schnell gehen?
Vor Kurzem war das doch alles noch überflüssiger, neumodischer Unsinn.
Wichtig war vor allem der Datenschutz. Auf das Internet wollte man sich lieber nicht verlassen – was wäre, wenn es mal ausfallen würde?

Tatsächlich bewährt sich das Internet gerade wieder mal vorzüglich. Überraschend und neu, ist das aber nur hierzulande.

Keines dieser „neuen“ Tools ist wirklich neu. Sie sind etabliert, bewährt und werden anderswo (China, USA, …) schon längst selbstverständlich eingesetzt.

„Aber Kinderkrankheiten haben die Sachen trotzdem noch, oder? Schließlich funktioniert ja nicht alles sofort reibungslos.“

Ein Addon installieren? Einen Account anlegen? Den Browser aktualisieren? Wenn diese „Hürden“ tatsächlich die Verwendung von digitalen Werkzeugen verhindern, ist das nicht nur eine lustige Randnotiz. Es zeigt wie rückständig viele von uns noch immer im Umgang mit digitalen Technologien sind.

Es bleibt zu hoffen, dass diese gesundheitliche Tragödie zumindest den einen positiven Effekt mit sich bringt: Dass sie die Mehrheit der Bevölkerung notgedrungen und schlagartig in die digitale Moderne katapultiert.

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